Stromsparen beim Kochen

Ganz klar, am meisten Strom sparst du, wenn du konsequent essen gehst 🙂

Nee, ernsthaft, selber kochen hat viele Vorteile. Meistens machen wir es ja wie immer, wie wir es halt gelernt haben.

Dazu gelernt habe ich beim campen: nur eine Kochstelle und immer zuwenig Gas. Und oft genug kalt und unbequem und windig. Aber wir wollen es ja nicht anders.

Also habe ich angefangen rechtzeitig einzuweichen: Reis, Getreide, Getrocknete Lebensmittel wie Linsen. Mit Nudeln habe ich es noch nicht probiert. Aber sonst kann ich damit die Garzeit locker halbieren.

Und neulich im Kino haben wir ja fast alle gelernt, dass es eine gestotterte Lichtgeschwindigkeit gibt 😂. Und gestottert kochen habe ich auf dem Zeltplatz gelernt. Weil, wie gesagt, nur eine Kochstelle, aber zwei oder drei Töpfe. Also habe ich die abwechselnd auf den Kocher gestellt, grad bis es wieder gekocht hat. Und was soll ich sagen? Die Kochzeit hat sich kaum verlängert. WOW!

Und mit den modernen Herden und Kochtöpfen klappt das zuhause erst recht. Klar nicht bei allen Rezepten aber erstaunlich oft.

Hab ich schon erwähnt, dass ich gerne experimentiere? 😂😂😂

Ich nutze auch gerne den Platz in der Röhre aus und lass da gleich noch was mitgaren.

Wie sparst du Energie beim Kochen? Bitte schreibe einen Kommentar.

Spruch des Tages:

Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner. Bis die Idee Erfolg hat.

Mark Twain

Macht Hoffnung: Solar E-Mobil

Macht betroffen: The turning point (youtube)

Dein Gewinn: das sanfte Garen lässt das Essen oft besser schmecken, du sparst Zeit und Geld

2 Punkte


Less waste: Zitrusfrüchte

Jetzt ist die Zeit für Orangen, Zitronen, Grapefruit und Mandarinen.

Und da fallen viele Schalen an. Auf den Kompost sollen sie nicht, und im Biomüll sind sie auch nicht wirklich erwünscht.

Wohin damit, wenn ich Müll sparen will?

Wenn es eine Bio-Zitrone ist dann schäle ich die oberste, farbige Schicht möglichst dünn ab und trockne sie. Damit würze ich Tee, Limo, Marmelade usw.

Die Schale von Bio-Zitrusfrüchten lass ich kurz antrocknen und lege sie dann in Essig oder Öl ein, 4 bis 6 Wochen ziehen lassen und abseihen. Super für die Topf und Salate.

Aber das weißt du bestimmt schon.

Und jetzt kommen die Experimente. Ich mag Experimente. Bei mir klappt das alles problemlos, aber ich übernehme keine Haftung. Wenn du das ausprobieren willst, ist das – wie immer – deine Entscheidung und deine Konsequenzen.

Regel Nummer 1: Keine Experimente mit verchromten Teilen, Maschinen oder Stein. Das gibt nur Ärger und Verdruss.

  • Mit der Schale einer ausgelöffelten Grapefruit putze ich Waschbecken, Spülbecken, die Badewanne und die WC-Schüssel. Also Keramik, Edelstahl und Emaille. Das rostet nicht und löst sich nicht. Und lässst sich bequem abbrausen.
  • Zitronensäure entkalkt und entfernt Urinstein, deshalb schneide ich Zitronenschalen klein und lass sie über Nacht im WC schwimmen. Klappt auch super mit Mandarinenschalen.
  • Vasen, Pflanzgefässe, Wasserkaraffen, alles was robust genug ist, wird ebenfalls über Nacht eingeweicht und ist am nächsten Tag wesentlich leichter zu reinigen.

Was machst du mit den Schalen? Hast du schon mal kandiert oder in Schokolade getaucht? Hast du Erfahrung mit selbstgemachtem Orangenreiniger? Bitte schreibe einen Kommentar. Danke.

Du sparst Zeit und Geld und entlastet die Umwelt. Weniger Verpackungen brauchst du auch.

Und vielleicht magst du ja auch Experimente.

„jetzt ist eh die Zeit der guten Vorsätze, warum nicht Richtung Ökologie?“

Cathagoessustainable.wordpress.com


zero waste: Kalender

Wieder mal auf den letzten Drücker:

Jetzt ist ja nicht nur die Zeit der guten Vorsätze (wenn du noch einen brauchst: Suche jeden Tag das Lachen. Und gib es weiter). Es ist auch die Zeit die alten Kalender ab zu hängen, dass Platz ist für die Neuen.

Und alte Kalender kannst du komplett verwenden:

  1. Du kannst Briefumschläge draus basteln, entweder ist eh eine Seite weiß – oder du klebst auf die bunte Seite einen kleinen Aufkleber für die Adresse.
  2. Du kannst kleine Notizzettel ausschneiden, zum Einkaufen, als Botschaft für deine Lieblingsmenschen, als Lesezeichen. Hab ich schon ein paar mal verschenkt, kam meistens gut an.
  3. Du kannst Motive ausschneiden und auf Selbermach-Karten kleben. Und gleich noch den Umschlag dazu.
  4. Oder in kleine Bilderrahmen stecken.
  5. Aus großen Kalenderblättern kannst du Geschenktüten basteln:
    Anleitung
    oder so
    Filmchen zum Thema
  6. Oder du wickelst gleich deine Geschenke drin ein.
  7. Und die Drahtbügel sind prima zum Basteln, weil sie schon so schön kringelig sind. Ich hab zum Beispiel Suncatcher  draus gebastelt.
  8. Je nach Papier und Kleber kannst du Kartons damit bekleben, als Aufbewahrungsbox.
  9. Wenn du nicht selber basteln willst, frag doch mal im Kindergarten, oder in der Mittagsbetreuung der Grundschule, oder im Seniorenheim. Meistens sind diese Organisationen sehr dankbar für Materialien.
  10. Und wenn du nicht genug alte Kalender hast – frag doch mal deine Ärzt*innen oder in der Firma oder wo immer schöne Kalender hängen. Viele geben diese gerne ab.

Spruch des Tages: 

„Was sind das für Schiffe? Die haben doch keine Flotte!“
„Das ist keine Flotte, Sir. Das sind einfach nur Leute.“
Aus Star Wars. Ja genau, wir sind keine Flotte, aber ganz viele Leute 🙂

Bonustrack: Nutztierschutz

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Produktion, weniger Transport

Dein Gewinn: Individuelle Geschenke, Spaß am Selbermachen, glückliche Empfänger

5 Punkte


 

 

 

Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus …

Das singen die Kinder gerade in der Schule. Voller Freude (und richtig laut). Wie schön, diese Begeisterung. Da haben uns die Kinder einiges voraus.

Ich nehme mir ein Beispiel und singe mit.

Tut gut.

Was mich auch begeister hat, das war die blog-Parade von Jani und Freddy:

https://nochsoein.blog/

Und da nehme ich mir auch ein Beispiel.

Wenn du also auch einen Blog hast oder eine HomePage, die zum Thema Ökologie oder Nachhaltigkeit oder Upcycling oder Essenretten passt, oder zur Vermeidung von Müll oder Plastik, dann ist bist du hier richtig:

Wenn du magst, dann schreibe einen Kommentar, beschreibe kurz, worum es geht und setz den link ein.

Wenn es ein kommerzielles Angebot ist, dann schreibe auch das bitte in den Kommentar.

So, und jetzt bin ich gespannt, wer mitmacht.

Und dann habe ich noch eine Empfehlung zu einer Autorin:

Ruth Ozeki schreibt Romane, spannendes plot, interessante Menschen, und das Ganze hat mit den Themen Konsum, Ökologie, Fleisch, Protest usw. zu tun. Ich lese sie gerne, vielleicht gefällt sie dir auch?


Weihnachtsgeschichte

Dies ist meine Lieblingsweihnachtsgeschichte. Habe ich vor vielen Jahren gelesen. Ich weiß schon gar nicht mehr wo und erst recht nicht, wer sie geschrieben hat. Liebe*r Autor*in, bitte sei nicht böse, wenn ich die Geschichte hier erzähle.

Also: Eine Familie sitzt kurz vor Weihnachten beim Abendbrot. Papa, Mama, Lily und ihr Bruder Timmy.

Auf einmal fängt Timmy an und macht sich lustig über seine kleine Schwester. „Die ist doch blöd, die Lily, die ist total blöd.“ Seine Mutter sagt zu ihm:“Hör doch auf, wie kannst du so etwas sagen?“ Und Timmy antwortet: „Die ist so blöd, die glaubt doch noch ans Christkind.“ Die kleine Lily fängt prompt an zu weinen. „Aber das Christkind, das gibt es doch, das kommt doch am Sonntag, oder?“

Die Mutter schimpft Timmy, sagt „schau, jetzt weint sie, du bist gemein. Los, ab auf dein Zimmer. Und Nachtisch gibts auch keinen.“ Und zu Lily sagt sie:“klar, meine Süße, das Christkind kommt am Sonntag.“ Der Vater stöhnt genervt.

Am nächsten Tag, im Schulbus, erzählt Timmy seinem besten Freund: „Neulich habe ich gehört, wie Papa und Mama beschlossen haben, dass wir Weihnachten nicht mehr feiern. Und die Lily, die ist doch erst vier, die ist dich noch so klein. Aber ich habe Weihnachten gerettet. Und für nächstes Jahr fällt mir bestimmt auch noch was ein.“

Das ist doch schön, oder? Weihnachten mit viel Liebe, ein wenig Opfer und gar keinen Konsum.

Dieses Jahr tu ich mir echt schwer mit Geschenken. Ich habe schon oft völlig daneben gelegen. Und war mir eigentlich total sicher, den Geschmack getroffen zu haben. Die Idee, mit den gemeinsamen Unternehmungen fand ich klasse, aber es ist echt schwer gemeinsame Zeiten zu finden.

Vielleicht beschenke ich dieses Jahr mal jemanden, der nicht damit rechnet. Oder ich spende, gibt ja genug Organisationen, die für meine Ziele kämpfen.

Lasst uns Weihnachten wieder zum Fest der Liebe machen.


Statistik, oder: andere Länder, andere Sitten

Als Frankreichfan habe ich mich ja bereits geoutet. Da sind ganz andere Dinge wichtig als hier in Deutschland.

Autos und Häuser sind kleiner zum Beispiel. Dafür hat das Essen, vor allem in Gesellschaft, einen höheren Stellenwert.

Um besser Französisch zu verstehen lese ich gerne französische Zeitschriften. Und war ganz begeistert, ein Magazin zu finden, das „zero gaspi“ heißt, auf deutsch: keine Verschwendung. Zero waste, auf Neudeutsch.

Ist sehr gut gemacht, Theorie und viel Praxis.

Und bei der Theorie fand ich die Statistik: Franzosen geben ca. 25 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Und sie werfen davon durchschnittlich 30 kg pro Mensch und Jahr weg. Und finden das furchtbar.

Deutsche geben im Schnitt 10 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus und werfen im Schnitt 80 kg pro Mensch und Jahr weg. Und das ist uns ziemlich egal.

Da könnten wir doch von den Nachbarn lernen, oder?

Und ich suche konkret nach Rezepten für reife Bananen. Möglichst einfach in der Zubereitung. Bei uns in der Tafel W*heim bleiben immer soviele Bananen übrig und da würde ich gerne ein paar Rezepte malen (können nicht alle gut deutsch) und dort anbieten. Ich bin dankbar für Vorschläge.

Spruch des Tages:

Alles Unglück des Menschen kommt von seiner Unfähigkeit, still in seinem Zimmer zu sitzen.

Blaise Pascal (meine Übersetzung)

Bonustrack: Lebensmittelretter


Trenn dich challenge, die Zweite

Das war eine richtig gute Erfahrung. Und erschreckend.

Ich habe mich in den letzten beiden Wochen wirklich von 56 Dingen getrennt. Sogar von mehr.

Und für den Restmüll gabs nur eine Sache, eine bodylotion, die mich immer zum Schwitzen gebracht hat. Eindeutig kein bio-Produkt, sondern was mit Mineralöl Inhaltsstoffen. Alles andere habe ich verschenkt, gespendet, oder es kam in den Glascontainer, oder als Kompost in den Garten oder es kommt demnäx ins nächste Sozial Kaufhaus.

Vieles davon hatte ich aufgehoben, um irgendwann diese Rezepte nachzukochen oder mit den Materialien zu basteln. Und irgendwann wurde aus dieser Vorfreude eine Verpflichtung, oder eine Aufgabe. Und die ist jetzt weg. Yippie!!!!!!!

Erschreckend war, dass es ganz leicht war, mich von allem zu trennen. Das lag alles rum und hatte keine Bedeutung oder Freude für mich.

Mir ist aber auch klar, dass es viele Menschen gibt, hier und überall, die viel zu wenig haben. Für die ist das gar keine Option. Deswegen spende ich viele Gegenstände für das Sozialkaufhaus und ich spende auch Geld für Entwicklungsprojekte.

Hier spende ich gerne

Und hier auch

Gehört irgendwie zusammen, finde ich.

Es ist genug für alle da, wenn es gerechter zugeht. Und wenn ich Gerechtigkeit will, dann muss ich gerecht sein.

Spruch der Woche:

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:

Durch Nachdenken ist der edelste,

Durch Nachahmen der einfachste,

Durch Erfahrung der bitterste.

Konfuzius


Trenn dich mal Challenge

Minimalismus ist in. Tiny houses sind in. Downsizing ist in. Warum schaut es dann bei uns so voll aus?

Weil wir nur selten mitmachen.

Dabei sind wir in den letzten 4 Jahren zwei mal umgezogen. Die Chance haben wir genutzt und uns immer wieder überlegt: Pack ich das jetzt in den Karton? Oder kommt es weg. Und dennoch: Regale, Schränke, Keller, Kisten sind voll.

Und warum nicht? Frist doch kein Brot, haben wir früher gesagt. Heb es erst mal auf, du weißt ja nie…
Doch diese Gründe haben mich bewogen, doch mal eine Trenn-dich-challenge mitzumachen:

  • Der nächste Umzug kommt bestimmt. Und wenn es der Umzug ins Altenheim ist.
  • Wehe, wenn ich was suchen muss.
  • Abstauben und Hausputz.
  • Mehr Platz wäre schön, mehr optische Ruhe.
  • Dinge zu horten, die nicht genutzt werden ist Ressourcen-Verschwendung hoch drei. Hier steht es im Weg, jemand Anderes könnt es verwenden und kauft es neu.

Die Challenge geht so: 

Du trennst dich von ungenutzten, ungeliebten Dingen. Verkaufen, verschenken, eintauschen, spenden und wenn es gar nicht anders geht, eben wegwerfen. Am ersten Tag eine Sache, am zweiten Tag zwei, am dritten Tag drei, …, am siebten Tag sieben, am achten Tag sieben, am neunten Tag sechs, am zehnten Tag fünf, …, und am vierzehnten Tag wieder eine Sache.

Beispiele und Favoriten:

  • Kleiderschrank: Grenzwertige Klamotten sammle ich für den nächsten Urlaub. Dann noch einmal anziehen und dann werfe ich sie weg. Spart auch viel Waschen wenn ich wieder zuhause bin.
  • Platten, CDs, Filme, Bücherschrank: Über Tauschticket und booklooker habe ich schon viele Abnehmer gefunden.
  • Abos, Vereine, Versicherungen überprüfen und eventuell kündigen. Möglichst noch, bevor der nächste Jahresbeitrag abgebucht wird. 🙂 Warum ist das ökologisch? Weil Datenhaltung und -Auswertung viel Strom braucht. Und weil du dann mehr Geld in den Bioladen tragen kannst. 🙂
  • Die alten Kalender, die viel zu schade zum Wegwerfen waren: Vielleicht eignen sie sich als Geschenkverpackung.
  • Schuhe, Taschen, Schmuck, gute Kleidung, Schals und Tücher: Wie wäre es mit einem Stand beim nächsten Fashion Flohmarkt?
  • Wollreste, Stoffreste, Bastelkramreste, Spiele: Darüber freut sich eventuell der Kindergarten, das Altenheim, die Nachmittagsbetreuung. Oder du organisierst einen Bastelnachmittag mit deinen Freund*innen und brauchst das endlich auf.
  • Vielleicht ein paar Vorurteile und feste Meinungen? Alte Gewohnheiten? Probier doch mal was Neues aus. Der Mann in meinem Leben, der „völlig unmusikalisch ist und nicht tanzen kann“ ist jetzt ein begeisterter Square Dancer. Und Neues macht Lust auf Neues. Und Neues braucht Platz.

Was fällt dir noch ein? Ich freu mich auf deine Tipps.

Spruch des Tages: „Die mutigste Handlung ist immer noch selbst zu denken. Laut.“ Coco Chanel.

Bonustrack: auch irgendwie nachhaltig

Pro Entsorgung 2 Punkte


 

 

Bunte Reste

Neulich habe ich mir Garne gekauft für ein Projekt. Leider waren es die Falschen. Passt nicht. Schade.

Zum Glück steht Weihnachten vor der Tür. Und da ich eine bekennende Schenkerin bin und eine bekennende Öko habe ich aus den Garnen kleine Säckchen gehäkelt. Statt Geschenkpapier. So langsam fallen mir jetzt auch die vielen Muster wieder ein. Auch gut.

P1000927

Sind doch schön geworden, oder?

  • Schenken statt wegwerfen klappt auch immer öfter. Meine überzähligen Zimmerpflanzen bin ich alle losgeworden. Und manche kann ich sogar besuchen kommen. Und Freunde brachten eine ganze Kiste mit Quitten. Leckerlecker.
  • Bei einem Bekannten zog eine Haushaltshilfe ein. Darauf hin stiegen die jährlichen Stromkosten um 1.000,00 €. Um Tausend Euro! Bei zwei Personen im Haushalt. Wir haben – auch zu zweit – nicht mal 500 € im Jahr. Öko sein lohnt sich. Dafür kann ich dann  viel im Bioladen einkaufen. 🙂
  • Spruch des Tages: Alles, was du tust, macht einen Unterschied. Du musst dich nur entscheiden, was für einen Unterschied du machen willst.
    Jane Goodall
  • Zahl des Tages: Pro Jahr verschmutzen zwischen 340 und 680.000 Tonnen Kippen unseren Planeten – ein gigantischer Berg von toxischem Sondermüll. (Quelle wwf)

Bonustrack: noch mehr Tipps.

Gewinn für die Umwelt: Alles was verwendet wird statt weggeworfen schont doppelt.

Dein Gewinn: Du kannst so jede Menge Geld sparen und hast mehr Platz in der Tonne. Und eines Tages wirst du diesen Platz an deine Nachbarn verkaufen können.

5 Punkte


 

 

 

Glückliche Menschen kaufen weniger Kram

Es gibt ja inzwischen etliche Initiativen für Menschenfreunde. Free Hugs, give you Child a Hug today. Lächeln, die über die Medien verschickt werden. Witzeketten und so weiter.

Warum ist das ökologisch?

Wie geht es dir, wenn jemand unfreundlich zu dir ist?

Ich ess dann mehr Schokolade. Freunde machen dann erst mal eine Flasche Bier oder Wein auf. Steigen aufs Motorrad und fahren eine Runde. Kaufen ein neues T-Shirt oder ein paar Schuhe. Die Mutter einer Freundin putzt dann die Fenster. Und meistens sind wir dann auch unfreundlich zu Anderen. Und die essen dann erst mal eine Packung Gummibärchen, drehen im Auto die Musik laut, fahren aggressiv, vergessen fürs Abendessen zu sorgen und so geht das immer weiter. Konsum gegen Frust. Mit allen Konsequenzen.

Deswegen: starte eine positive Kette.

Lächle, mache Komplimente, erzähle Witze (Kommt ein Mann ins Schuhgeschäft und sagt: Ich habe 2 linke Füße. Haben Sie Flipflips?), spende an eine Hilfsorganisation und erzähle davon, verschenke Blumen (oder noch besser Pflanzen), bringe Spenden ins nächste Sozialkaufhaus, lass mal jemanden links abbiegen, der sonst ewig warten müsste, lobe Partner, Kinder, Kollegen, Bäckereiverkäuferinnen, Vereinskollegen, engagiere dich ehrenamtlich. Starte eine Kuchencooperative. Dir fällt schon was ein.

Und für ganz Mutige: Wenn du gefrustet bist, erzähl es doch mal jemanden und bitte um einen Witz oder gar um eine Umarmung und ein Lächeln. Um ein Kompliment. Um einen gemeinsamen Spaziergang.

Gewinn für die Umwelt: weniger Frustkäufe, weniger Produktion, weniger Transport.

Dein Gewinn: Mehr Lebensfreude, vor allem wenn die Kette auch mal bei dir landet. Und weniger LKW auf der Autobahn.

Bonustrack: Helden der Meere


 

Reichtum

Manchmal denke ich, wie reich wir sind, das sehen wir nicht daran, was wir uns leisten können, sondern daran, was wir alles weg werfen.

Über meine Erlebnisse bei der Arbeit für die Tafel habe ich ja bereits geschrieben. Jeden Mittwoch schlimm, welche Mengen wir von den Händlern bekommen (die das Ganze ja ansonsten „entsorgen“würden), und welche Mengen wir dann selbst „entsorgen“, weil die Kunden sie nicht kaufen. Das ist oft richtig hart.

Wir leben jedoch in einer Wegwerf-Gesellschaft. Leider.

Der Mann meines Herzens half neulich einer Bekannten beim Umzug. Und obwohl der Umzug an sich schon gelaufen war (und seit Monaten bekannt; das war keine überstürzte Flucht) waren Haus und Keller und Dachboden und Garage und Schuppen noch voll. Alles Dinge, die die Familie nicht mehr haben wollte. Der fünfte und sechste Christbaumständer. Kleider. Kinderspielzeug. Werkzeuge und andere Geräte. Holz. Drahtseile. Bastelkram. Dekokram. Kleinmöbel. Großmöbel. Holz für den Kamin. Und so weiter.

Der Mann meines Herzens und die anderen Helfer nahmen dann jeder noch eine Autoladung voll mit nach Hause, weil sie es nicht mit ansehen konnten, was da alles zum Wertstoffhof gekarrt werden sollte. Und dennoch wurde Anhänger um Anhänger beladen und alles wurde weggeworfen.

Markus sagte, das waren Dinge im Wert von mehreren Hundert Euro. Selbst als gebrauchte Ware.

Aber wir haben’s ja. Und bevor wir was verschenken, oder spenden, da räumen wir es erst mal in Keller und Dachboden und Schuppen und Garage. Und wenn es dann zeitlich eng wird, ja dann, dann werfen wir es eben weg.

Wie gesagt, wir haben es ja. Und unsere Freunde und Bekannten auch. Und die Menschen, die es „nicht so haben“ und sich über ein Schnäppchen freuen würden, ja mei, die gehen uns ja nix an.

Eine Freundin von mir, die sich mehr Zeit genommen hat, hat mir ihrer Schwester zusammen Stück für Stück das Elternhaus geleert, verkauft, verschenkt, eingetauscht. Und sich über viele Fundsachen aus ihrer Kindheit gefreut und über viele Erinnerungen. So gehts auch.

Und was dabei gerne vergessen wird. Ich werfe was weg, und jemand anderes, der es brauchen kann, der kauft es dann neu. Und so wird weiter produziert und verpackt und transportiert… Und die Müllhalden füllen sich weiter.

Meine Bitte daher. Ob du demnächst umziehen willst oder nicht. Schau dich doch mal um in deiner Wohnung und an deinen Lagerplätzen und überlege, ob du dich nicht schon heute von Dingen trennen magst, verkaufen, eintauschen, spenden, den Freunden und Nachbarn anbieten. Entrümpeln befreit 🙂

Bonustrack: so findest du neue Freunde und evtl. Abnehmer

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Raubbau, weniger Belastung

Dein Gewinn: ein leichteres Leben und evtl. einen schnelleren Umzug

5 Punkte


 

 

 

Zahlenspiele

So, Fridays for Future war. Die Regierung war nicht beeindruckt und hat ein Klimapaket verabschiedet, dass weitest gehend als nicht ausreichend kritisiert wurde.

10,00 € pro Tonne CO2. In der Schweiz sind es 80,00 €, in Schweden sogar 115,00 €. Und die Pendlerpauschale soll im Gegenzug erhöht werden. Oh Hilfe.

Dabei kam und kommt auch immer wieder zur Sprache, dass wir Deutschen ja nur für 2 % des Kohlendioxid Ausstoßes verantwortlich wären, und dass deshalb jede Änderung bei uns völlig irrelevant wäre.

Wir stellen aber nur gut 1 % der Erdbevölkerung. Und sind verantwortlich für ca. 2 % des Kohlendioxids.

  1. Das ist nicht fair. Wer mehr Dreck (es geht ja um mehr als nur Kohlendioxid) macht als Andere, der sollte auch mehr Dreck wegmachen. Und nicht sagen: „Och, ist doch nur so ein kleines Häufchen.“
  2. Unser Wirtschaftssystem arbeitet fleißig daran, dass auch die Bürger der ärmeren Länder viel konsumieren, große Autos fahren, energieintensive Geräte nutzen, viel Fleisch essen und jede Woche 2 neue T-Shirts kaufen. Und wie schaut die Welt und das Klima denn aus, wenn sich die Bürger der ärmeren Länder da ein Beispiel an uns nehmen? Wäre auch irgendwie gut, weil dann sind wir ja nicht mehr die Einzigen die Schuld sind. 🙂
  3. Dass es hier bei uns noch schön ist, und wir so im Wohlstand leben können, das liegt auch daran, dass schon jetzt andere Menschen und Völker unseren Dreck wegmachen. Die Kosten tragen. Es wird nicht unser Wald vernichtet, um Soja für die Tiermast anzubauen. Wir exportieren noch immer Müll. Wir verkaufen noch immer Produkte, die hier schon längst als gesundheitsgefährlich verboten sind in andere Länder, um Gewinne und Exporte zu sichern.

Und, seien wir ehrlich. Wir sind ein reiches Land. Konsum hier ist für viele in erster Linie ein Luxus, es geht nicht mehr oft um echte Notwendigkeiten.

Bonustrack: nächstes Ziel: Die Weltklima Konferenz am 29.11.

Gebt nicht auf.

Danke

 

 

Ein paar Wünsche

In dieser Woche kannst du dich richtig für die Umwelt einsetzten:

1) Politisch: Am Freitag, den 20.09.2019 wird es bundesweit Demonstrationen geben, Fridays for Future und nicht nur für Greta und die Schüler*innen. Nein. Wir alle sind aufgerufen diesmal mit zu machen. Wenn es irgendwie geht, dann sei dabei.

Termine und Gruppen

Später wirst du stolz sein, dabei gewesen zu sein, als es drauf ankam. Und diesen Freitag kommt es drauf an. Wir wollen einen richtig großen Aufschrei hören:

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“

Genau genommen klaut man uns ja schon die Gegenwart 😦

2) Praktisch: Am Samstag, den 21.09.2019 ist International Coastal Cleanup Day. Weltweit werden dann Strände vom Müll befreit. Auch wenn du nicht an der Küste lebst kannst du helfen. Denn der Müll, der jetzt in den Bächen schwimmt, der landet irgendwann auch an der Küste. (Oder jetzt in den Mägen der Tiere hier, der Rest dann in den Mägen der Seevögel und -Fische).

Termine und Gruppen

Ganz einfach geht es, wenn du an diesem (und vielleicht noch anderen Tagen) mit einer Plastiktüte und einem Handschuh bewaffnet spazieren gehst und den Müll einsammelst, der am Wegesrand liegt. Eine Tüte voll Müll passt auch bestimmt noch in deine Tonne. Oder du findest andere, gute Wege, diesen Müll dann zu entsorgen.

Was ich mir noch wünsche:

  • Ökosongs, wie in den Sechziger Jahren. Die Bürgerrechtssongs und Anti-Vietnam-Songs und Protestsongs in Amerika. We will overcome. Diesmal für Grün.
  • Grüne Pfeile an jeder Ampel. Wir Deutschen sind in der Lage, das zu lernen.
  • Kleine, sexy, pfiffige Autos deutscher Hersteller, die sehr wenig Sprit verbrauchen. Gerne als Luxusausführung, als Angeberauto, als Prestigeauto. Ich bin sicher die deutschen Autobauer können das.
  • Mehr interessante und leckere vegetarische Gerichte auf den Speisekarten. Ich bin sicher, unsere Köche können das.

Allein sind wir stark genug, aber gemeinsam können wir etwas verändern .


 

 

Kleine Schritte

Einfach ein paar Nachträge zu früheren Themen: Keine Werbung aber Nennung von Produktnamen oder Firmennamen.

Auf dem Weg Richtung vegane Ernährung:

backen wir jetzt mit veganem Eiersatz. Schmeckt und funktioniert wirklich genauso gut. Gibts beim dm und bestimmt auch noch wo anders. Im Päckchen sind 4 Einzeltüten (immerhin aus Papier), jede Tüte ersetzt ein Ei und wird mit 50 ml Sprudel angerührt, dann alles wie gehabt.

Statt Butter haben wir jetzt mal die bio-Alsan probiert. Backen, kochen, aufs Brot alles gut. Kann ich mir schon vorstellen. Der Versuch läuft aber noch.

Statt Cappuccino gibts jetzt Espresso, geht auch. Guck ma an.

Bei allen 3 Sachen freut sich auch mein Arzt, der mir schon lange erzählt, mein Cholesterin-Spiegel sei zu hoch. Und das obwohl ich Veggi bin 😉 Und angeblich sorgt Cappuccino statt Espresso ja auch für ein kilo mehr auf der Waage.

Verpackungen sparen:

Die Katze kriegt – nach Rücksprache mit der Tierärztin – nur noch Trockenfutter. Früh mit Wasser vermischt. (Kommentar Tierärztin: Und das frisst der? Sie haben eine komische Katze). Wichtig ist nur, dass der Kerle genug trinkt, das sei die einzige Funktion des Nassfutters. Trockenfutter gibts auch im Karton und wenn doch Plastiktüte, dann nehme ich die als Mülltüte, wenn sie mal leer gefuttert ist.

Ich springe über meinen Schatten und nehme keine Einzelpackungen mehr für die Badewanne. Wenn ich es recht bedenke, ist mir der Duft ziemlich egal, wenn ich erst mal drin liege.

Seife statt Duschgel. Der Klassiker. Festes Shampoo statt Shampoo aus der Flasche.

Und immer öfter nehme ich eigene Verpackungen zum Befüllen mit, wenn ich einkaufen gehe.

Und neulich habe ich beim waschbär bestellt und war angenehm überrascht, dass das Päckchen nicht mit Klebeband verklebt war sondern mit zwei Schnüren, die ich gleich aufgehoben habe für den Garten oder so.

Wie gesagt, ich gehe lieber kleine Schritte als auf die große Lösung zu warten. Reicht nicht, das weiß ich schon, aber ich bleib dran.

Bonustrack (danke Catha): interessante Baumpflanzaktion

Gewinn für die Umwelt: Weniger Tierleid, weniger Umweltzerstörung durch Tierhaltung, weniger Müll

Dein Gewinn: Du lebst gesünder und sparst Geld

jeweils 1 Punkt


 

 

 

 

Pareto

Das hören wir oft: Wenn du konsequent vegetarisch lebst, dann darfst du aber auch keine Eier essen. Mach es richtig oder gar nicht.

Nun ja.

Wir sehen das so, dass wir uns auf den Weg gemacht haben und auf diesem Weg schon ganz schön weit voran gekommen sind. Und da stellt sich die Frage, wie aufwändig es ist, die letzten Meter dieses Weges zu gehen, und ob es nicht sinnvoller ist, diese Energie in andere Ziele zu stecken. Diese Frage hat sich Vilfredo Pareto auch gestellt und kam zu einer interessanten Theorie. Und die „besagt, dass sich viele Aufgaben mit einem Mitteleinsatz von ca. 20 % erledigen lassen, so dass 80 % aller Probleme gelöst werden.“ (Wikipedia).  Und das bedeutet:

  • Wenn ich eine 100 %-Lösung anstrebe, dann brauche ich dafür 80 % mehr Ressourcen (Zeit/Energie) als wenn ich mich mit der 80 %-Lösung zufrieden gebe. Was jede Hausfrau beim Fensterputzen bestätigen wird.
  •  Und wenn mir die 80 %-Lösung reicht, dann habe ich noch 80 % Ressourcen übrig für andere Aktivitäten, was jeder Schüler beim Vokabel-Lernen bestätigen wird.

Die Engländer sagen dazu: Leave well enough alone.
Auf deutsch etwa: Es ist gut genug.

Und so habe ich mich (endlich) auf einen weiteren Weg gemacht: Vermeidung von Verpackungsmüll. Zeit wird’s. Also nachdenken über  eigene Verpackungen mitnehmenMülltütenselber machenGeschenke verpackenupcycling, usw.

Was machst du, um Verpackungen zu vermeiden? Bitte schreibe einen Kommentar.

Und weil der Müll nun schon mal überall ist: Am 21.09.2019 ist International Coastal Cleanup Day . Auch wenn du nicht an der Küste wohnst, Ufer gibts bestimmt in deiner Nähe. Oder Wege, von denen der Wind den Müll in den nächsten Bach und damit schnell ins Meer befördert. Mach doch mit, organisier was oder geh einfach sammeln. Wenn jede*r nur eine Tüte Müll sammelt geht das bestimmt noch in die eigene Tonne und entlastet uns und unsere Umwelt.

Gewinn für die Umwelt: enorm.

Dein Gewinn: Pareto? Mehr Zeit fürs Wichtige. Oder: Lieber inkonsequent auf dem richtigen Weg als konsequent auf dem Falschen.


 

Degustation

Jetzt haben wir es wieder mal deutlich gesagt bekommen: Der Verzehr von Tieren und Tierprodukten ist erstens ein großer Grund für die Klimaveränderung. Und er ist zweitens eine Möglichkeit für alle Menschen da schnell und wirksam gegen zu steuern.

Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme.

Und das bringt dich ja vielleicht ins Grübeln, inwieweit du – mit Genuß – deine Ernährung umstellen kannst. Was isst mensch denn so, wenn es keine Wurst und kein Fleisch sein soll? Evtl. noch nicht mal Käse und Yoghurt? Wie schmeckt denn all das Tofuzeugs? Die Linsenburger? Die Weizenwürstchen? Die Hafermilch und die Soyasahne? Kuchen mit diesem Ersatzei? Die Lebenswurst?

Wir standen auch mal vor dieser Frage und haben eine Degustation durchgeführt, mit Freund*innen, von denen wir annahmen, dass diese sich auch so ihre Gedanken machen.

So richtig mit Fragebogen, Fotos der angebotenen Speisen samt ungefährem Preis, verschiedene Kriterien (Aussehen, Textur, Geschmack,…).

Wenn ich mich recht erinnere hatten wir an die 10 verschiedene „Würste“ und „Schinken“ im Angebot. Denn der Mann mag Senf. Da muss was was Wurstartiges drunter.

Und haben tatsächlich was gefunden, was uns geschmeckt hat. Ob die Freunde das auch so gesehen haben, naja, wer weiß. Aber es war ein schöner und interessanter Abend.

Wenn zu dem Thema noch ein wenig theoretischen Input möchtest gibt es zwei – sehr deutliche – Bücher, die ich empfehlen kann:

„Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer.

„Anständig essen“ von Karen Duve.

Bonustrack: für das andere große Thema: Müllvermeidung

Gewinn für die Umwelt: Siehe oben.

Dein Gewinn: Du lebst gesünder und erweiterst deine Möglichkeiten.


 

 

 

Regendieb

Wir haben schon lange eine Regentonne. Mit Deckel, dass mir da kein Viech drin ertrinkt. Und das heißt, wenn es regnet renne ich (oder my beloved) raus, mach den Deckel ab und wenn es aufhört zu regnen machen wir den Deckel wieder drauf. Und wenn keiner da ist, dann bleibt die Tonne leer.

Und das ist bei diesen Sommern (und bei der Menge an Pflanzen, die mit uns leben) nicht so prickelnd.

An einen anderen Platz sollte die Regentonne eh und so hat sich mein beloved in den Weiten des Internets getummelt und prompt eine bessere Lösung gefunden.

einen Regendieb

Der Name gefällt mir natürlich gleich. Und weil der Regendieb völlig selbstständig arbeitet, haben wir mehr Wasser für den Garten und werden auch nicht mehr so naß. Bingo.

War auch gar nicht so teuer. Aber um Geld zu sparen machen wir das eh nicht.

So schaut das Ganze bei uns aus.

regendieb-2

Hat er super gut gemacht, mein Schatz. Es klappt wunderbar.

regendieb-1

 

 

 

 

 

 

 

Und passt zu unserem Chaos 🙂

Bonus Track: Zum Kompensieren von Flugreisen oder auch einfach so

Gewinn für die Umwelt: Die Gewinnung von Trinkwasser ist absolut nötig, aber verursacht natürlich auch jede Menge Schäden. Deshalb ist es wünschenswert Trinkwasser möglichst nur zum Trinken zu nehmen.

Dein Gewinn: Spart im Sommer schon echtes Geld.


 

Endlich gefunden

Große Freude. Ich habe endlich ein Deo gefunden, dass bei mir funktioniert. Ich schwitze nämlich gut und oft. Grad ist es ja eh schön warm. Und dann sind Frauen in meinem Alter ja einer der Ursachen der globalen Erwärmung. Zumindest der sehr lokalen Erwärmung. Und jetzt hab ich endlich ein Deo, dass tatsächlich 12 Stunden durchhält.

Und was hat das in diesem Blog zu suchen?

Das Deo erfüllt noch andere Anforderungen: Kaum Transportwege, nachfüllbar, kein Aluminium, kein Spray, keine Duftstoffe, kein Nix.

Ich hab das Rezept aus einem der Servus Austria Hefte. Und weil ich Experimente liebe habe ich es auch gleich ausprobiert. Es geht ganz einfach.

Ich verrühre 50 g Kokosfett mit 1 Teelöffel Natron. In einem Glas mit gut schließendem Deckel. Fertig. Mit der Fingerspitze gaaaanz wenig aufnehmen und unter die Achsel reiben.

Meiner Haut geht es gut damit und der Wäsche macht es auch nichts aus.

Yippie!

Für mich eine super gute Lösung, noch dazu wo ich beides eh im Haus habe.

Jetzt suche ich noch ähnliche gute Ideen für Zahnpasta. Hast du da einen Vorschlag? Dann schreibe bitte einen Kommentar.

Bonustrack: aktueller Appell gegen das Insektensterben

Und noch ein Bonustrack: Temperaturanstieg Weltweit und für einzelne Länder und Regionen

Gewinn für die Umwelt: absolute Reduzierung der Umweltbelastung.

Dein Gewinn: Noch billiger geht nur noch Stinken 🙂


 

Schrottbasteln

naja, eigentlich mehr Nähen.

Ein Kopfkissenbärchen

Fast komplett aus Resten: Stoff, Nähgarn, Knöpfe und Wolle lag hier schon rum. Gekauft habe ich nur die Füllwatte (später habe ich gedacht, mit alten Frotteehandtüchern wäre das bestimmt auch gegangen. Kennst du dich mit Füllungen aus? Bitte hinterlasse einen Kommentar) und den Lavendel.

Und das ist eben das Geheimnis des Bären, der schläft tagsüber auf dem Kopfkissen, der Lavendel beduftet das Kissen – und dann schläft es sich besser.

Der winzig kleine Puschel ist übrigens mit einer Gabel gemacht.

Bonustrack: Aktivurlaub mal anders

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Konsum

Dein Gewinn: macht Spaß, ist auch ein schönes Geschenk.


 

 

Artenschutz ganz praktisch

Neulich habe ich gelesen (aber wo? Quellenangaben sind ja wichtig), dass die Felsenbirne auf die Vorwarnliste gesetzt wurde. Jetzt habe ich keine emotionale Bindung an die Felsenbirne, eine Freundin hat sie im Garten, daher kenn ich den Namen. Das hat mich aber zum Nachdenken gebracht. Wenn nun Öko-Gärtnern den Platz und den Willen hätten, die Felsenbirne in ihrem Garten zu pflanzen, dann wäre das ein sehr praktischer Artenschutz. Und dann überlegte ich, warum das Ganze auf die Felsenbirne beschränken? Es gibt bei uns so viele gefährdete Arten, warum holen wir da nicht in unsere Gärten, was uns gefällt? Und ich machte mich auf die Suche nach der roten Liste. Und fand sie auf die Schnelle nicht. Aber ich kam zur Seite des Bundesamtes für Naturschutz. Und da hab ich dann mal angefragt, ob das Amt das auch für eine gute Idee halten würde, mit dem Asyl von gefährdeten Pflanzen im heimischen Garten. Leider war die Antwort dann anders als erhofft. Die Pflanzen, die mensch kaufen kann sind oft Weiterzüchtungen, Hybride und diese könnten für den Erhalt der gefährdeten Arten keinen Beitrag leisten und im Gegenteil die natürlichen Vorkommen genetisch verfälschen. Schade, ich dachte, so eine schöne Idee. Wie die Tiere, die von diesen Pflanzen abhängig sind das sehen, weiß ich natürlich auch nicht. Und wieder bekam ich die Empfehlung, einen möglichst naturnahen Garten zu haben, wenn ich was für die Natur tun will. Zur Zeit blühen bei uns der Mohn und das Johanniskraut und geben das Frühstücksbuffet für die Wildbienen.

Was ich aber gemacht habe, letztes Jahr: Ich bin in die Gärtnerei meines Vertrauens und habe gezielt nach einer Pflanze gefragt, deren Blüten schön sind und gut duften (für mich) und deren Blüten ungefüllt sind (für die Bienen) und deren Früchte essbar sind (für uns und für die Vögel, je nach dem wer schneller ist). Und die nicht so anspruchsvoll ist, was Boden und Umgebung angeht. Wir kamen dann auf eine Hundsrose. Überwintert hat sie gut, sie wächst – aber leider, sie blüht noch nicht.

Für die Insekten und die Vögel habe ich Schalen mit Wasser aufgestellt. Zur Zeit nutzen es in erster Linie die Wespen, die damit ihre Nester bauen. Im Obstgarten sind die Wasserschalen auch praktisch. Die durstigen Insekten lassen dadurch die Früchte in Ruhe, besonders die Himbeeren haben von der Tränke sehr profitiert. Also, wir haben da von der Tränke profitiert. 🙂

Bonustrack: ganz praktische Bäumepflanzer

Gewinn für die Umwelt: Wenn du heimische Pflanzen in deinen Garten oder auf deinen Balkon holst, dann unterstützt du damit auch die heimische Tierwelt.

Dein Gewinn: Ist doch schön, wenn es summt und brummt. Und zwitschert.


 

Wasser sparen

Zum Glück scheint dieser Sommer nicht so mega trocken zu sein wie letztes Jahr. Bei aller Liebe für schönes Wetter – Biergarten, Wandern, Eisessen, Motorradfahren und einfach nur faul in der Sonne liegen – der Regen ist mir willkommen. Mein Gärtchen freut sich über die Tropfen. Und ich auch. Ich kann mir dann das Gießen sparen.

Wasser sparen will ich aber dennoch. Da habe ich mir im Lauf der Jahre so Einiges angewöhnt, was wenig Verzicht bedeutet, höchstens ein wenig Aufwand.

  • Obst und Gemüse wasche ich in einer Schüssel, und das Wasser nehme ich dann zum Gießen des Gärtchens. Wenn da ein wenig Erde drin ist, oder sonstige Verunreinigungen, stört es die Pflanzen des Gartens nicht.
  • Wasser, das beim Eier kochen oder im Wasserkocher übrig bleibt nehme ich für die Zimmerpflanzen und Sträuße.
  • Wenn der Strauß dann am Ende ist dann lege ich den im Garten auf die Beete, auf die braune Erde. Vielleicht schneide ich die Pflanzen noch ein wenig klein. Dadurch wird der Boden vor Wind und Sonne geschützt – und ich muss wieder weniger gießen. Das Gleiche mache ich mit den ungekochten Resten von Obst und Gemüse. Verrottetet flott, die Insekten freuen sich und die Regenwürmer mögen es auch.
  • Das Wasser aus der Vase kommt auch in den Garten, als Dünger.
  • Trinkwasser, das ich im Auto so lange erwärmt habe, dass ich es nicht mehr trinken mag, das spende ich den Pflanzen am Parkplatz, die freuen sich auch.
  • Wenn dir das Alles zu pillepalle ist: Viel Wasser spare ich, weil ich bade statt zu duschen. Das Wasser lasse ich dann in der Wanne und nehme es für die WC-Spülung.

Bonustrack: schick das doch mal deinem Bürgermeister

Gewinn für die Umwelt: Weniger Wasserverbrauch und weniger Pestizide

Dein Gewinn: du sparst Bares und deine Stadt wird gesünder

5 Punkte


 

Dazu gelernt

In den letzten Tagen habe ich einiges gelernt.

🙂 Unser Leben klappt viel besser, wenn mensch zwei Hände zur Verfügung hat.

🙂 Leben mit nur einer Hand lernt mensch in der Not aber doch schnell, vor Allem, wenn die Haupthand unverletzt ist.

🙂 Eine gut geputzte Dusche erleichtert das Ausrutschen mit Sturz enorm. Diesen Fehler werde ich in Zukunft vermeiden.

🙂 Es gibt erstaunlich viele hilfsbereite Menschen. Zum Glück.

🙂 Es scheint sinnvoll bis nötig zu sein, das ganze Jahr über die Vögel zu füttern. Wir wollten eigentlich nur das übrig gebliebene Futter los werden. Jetzt habe ich ja viel Zeit, aus dem Fenster zu sehen, und an der Futterstelle geht es rund, die Spatzen und Meisen raufen sich geradezu. Ratzfatz verschwinden Meisenknödel und Körner. Mit einer Gier!

In unserem Garten summt und brummt es eigentlich ganz ordentlich. Wir haben ja einen Naturgarten, wo auch die ungeliebten Kräuter ein Bleiberecht haben. Gärtnern für Ökos. Wenn aber eine Fliege oder ein Schmetterling oder so davonfliegt, dann stürzen sich sofort die Spatzen und Schwalben drauf. Es gibt eben wirklich viel weniger Insekten.

Und deswegen haben wir beschlossen, weiter zu füttern. Freund J. sagte die Tage: Ich kaufe Essen für mich und für die Vögel und alle sind wir glücklich. Und C. – der den Naturschutz auch ernst nimmt – erzählte neulich, dass er die Krähen und Elstern mässtet, damit die die anderen Tiere in Ruhe lassen.

Und ganz ehrlich: Ich seh den Viechern auch gerne zu.

Bonustrack: entdeckt auf der Bundesgartenschau in Heilbronn

Jeder Meisenknödel 1 Punkt


 

Burzeltag

Gestern habe ich Geburtstag gefeiert. Ich mag Geburtstag. Ich mag mit meinem Mann, meinen Freund*innen, mit meinem Bruder und seiner Frau feiern. Es war ein wunderschöner Abend. Essen mit Freund*innen, am Besten noch draußen, vielleicht sogar ein Picknick, das ist für mich wunderschön.

Und das hatte ich mir auch gewünscht. Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ich mag. Prompt hatte eine Freundin ein shirt an, auf dem stand: Time is the new luxury. Seh ich ganz genauso.

Und ich liebe Geschenke. Geb ich ehrlich zu. In beide Richtungen.

Und so geh ich mit P+W auf eine Weinwanderung. Mit S+T schön essen und mit A+M Eis essen. Jetzt brauchen wir nur noch Termine 🙂

Und ich habe gute Kosmetikprodukte bekommen, ein Bienenhaus, ganz viel Leckeres zu Essen, Pflanzen, ein tolles Buch und noch viel mehr Schönes. Da hab ich mir gedacht: Hallo! Die kennen mich, das wissen was mir gefällt. Sinnvolle, leckere und schöne Geschenke. Und war auch ganz sparsam verpackt. Auch das ist schön. Dass dann nicht meine Tonne überquillt.

Und aus einem Sie (Hallo Frau Kihn) wurde ein Du (Hallo Gretl). Auch das ist wunderschön.

Heute ohne Punkte und Gewinne. Nur so gschwätzt.

Bonustrack, da hoffe ich sehr, dass das Erfolg hat: Plastikbank


 

No-Kill-Challenge

So, jetzt haben wir es wirklich schwarz auf weiß: Wir bringen unsere Mitgeschöpfe in einem Tempo um, dass es fast unglaublich ist.

Bericht über den Verlust an Tieren und Arten

Und da blutet meine Seele.

Geht auch anders: Vor Jahren kamen wir aus dem Urlaub in Südfrankreich zurück. Wir hatten auch ein paar Pflanzen gekauft und beim Auspacken entdeckte ich in der Tüte mit den Pflanzen einen Skorpion. Was tun? Zuerst wollte ich ihn wieder zurück nach Südfrankreich fahren. Da bin ich eh gerne. 🙂 War aber unpraktisch.

Dann wollte ich ihn im Garten aussetzen. Aber da hatte ich dann doch Angst um mich und meine Lieben.

Dann habe ich erst das Nachbarskind geholt, was ein echtes Schlaule ist, und danach habe ich ihn ins Tierheim gefahren, und die haben ihn an die Uni vermittelt. Den Skorpion, nicht den Mathias, der hat die Uni auch ohne mich gefunden.

Nicht für einen Moment dachte ich: Schlag ihn tot.

Und jetzt kommt meine Challenge: Für einen Tag/eine Woche/einen Monat/oder den Rest deines Lebens: Fang die Tiere, die sich in deinen Lebensraum verirrt haben ein (ich stülpe ein Glas drüber, schiebe dann eine Postkarte drunter, hab das Viech so gefangen ohne gebissen oder gestochen zu werden), und schmeiß es raus. Schnecken im Garten haben wir eingesammelt. My beloved kam auf die super Idee mit den Einmalhandschuhen. Und dann ab auf die nächste Wiese. Geht alles, wenn du willst.

Gewinn für die Umwelt: Wir erhalten unsere Lebensgrundlage

Dein Gewinn: Du erhältst deine Lebensgrundlage

Jedesmal einen Punkt. Bei Spinnen 5 Punkte.


 

Lobe deinen Nächsten und dich selbst

Ich hatte mal eine Kayak-Lehrerin, die Gitti. Die hat in der ersten halben Stunde immer nur gesagt: Gretl! Du machst das super! Dabei war ich alles andere als super. Aber sie hat mir dadurch soviel Selbstvertrauen gegeben, dass ich dann mehr konnte und mich mehr getraut habe und so mehr gelernt habe.

Gitti! Du hast das super gemacht! Danke!

Auch in anderen Ländern ist Loben selbstverständlicher. Ob es das Essen im Lokal ist, oder die neue Frisur der Freundin. Und ja, da ist immer auch ein wenig Schmeichelei dabei. Warum auch nicht?

Aber hier, da ist Loben, selten geworden. Meckern kann jeder, aber loben? Dabei ist die Theorie doch fast allen bekannt. Ein Lob, ein Kompliment verstärkt das gewünschte Verhalten. Und Kritik sorgt doch oft nur für Trotz. Bei mir zumindest.

Ich lobe gerne. Nur, wenn ich jemanden lobe, findet sich fast immer ein Mitmensch, der mich fragt, warum ich mich da „einschleimen“ will. Find ich furchtbar. Und ich kann inzwischen (!) ein Lob auch annehmen. War gar nicht so einfach. Dabei ist es doch so schön.

Denk mal drüber nach, spring vielleicht über deinen Schatten, lobe deine Mitmenschen, mach ihnen Komplimente, sag ihnen was dir an ihnen gefällt.

Haare – Lächeln – Essen – Witz – Kleidung – Intelligenz – Freundschaft – Ehrlichkeit – Kreativität – ………

Und, fange unbedingt mit dir selber an. Du bist nämlich klasse! Offen für neue Ideen, sozial engagiert, nachdenklich, vielleicht auch ein wenig missionarisch, setzt dich ein für Andere…

Gewinn für die Umwelt: Glückliche Menschen kaufen weniger Dinge aus Frust

Dein Gewinn: Du wirst viel Schönes zurück bekommen

Bonustrack: „das Gesicht der dt. Klimabewegung“

Für jedes Lob 1 Punkt, 5 Punkte 1 Heiligenschein


 

nur ganz kurz und nur ganz schnell

Arbeitslos zu sein verbraucht mehr Zeit als erwartet. 🙂 Deshalb heute nur ganz kurz und ganz schnell:

Es gibt eine E-Petition für den Klimaschutz. Bis 06.05.2019 werden 50.000 Unterschriften benötigt, damit die Eltern für die Zukunft ihre Wünsche an den Bundestag vortragen können.

Wir fordern die Verabschiedung eines echten Klimaschutzgesetzes in den nächsten 6 Monaten! Die Petition sieht unter anderem vor, verbindliche, überprüfbare und unaufschiebbare Maßnahmen zu verankern, damit Deutschland seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen vollständig nachkommt und seinen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad leistet.

 

Und hier gehts zur Petition.

Wie schön, es gibt immer mehr Aktionen und Mitmacher.

5 Punkte. Und für jede Weiterleitung noch mal 5 Punkte.

Wir schaffen das.


 

Umdneknen :-)

Routine ist ja eigentlich was Feines. Ich muss mir nicht bei jeder meiner Handlungen Gedanken machen, wie das jetzt wieder geht. Atmen, laufen, Zähneputzen, der Weg zur Schule oder Arbeit, Einkaufen… Zum Glück geht da Vieles mit Autopilot.

Der Nachteil ist: obwohl ich schon viele Jahre einen eigenen Kopf habe, mache ich noch viel so, wie es meine Eltern gemacht haben – und die haben es von ihren Eltern gelernt. Nur dass sich in der Welt so einiges geändert hat, seit dieser Zeit. Meine Großeltern wurden um 1900 geboren.

Umdenken gelingt mir am Besten, wo meine eigene Faulheit mit entscheidet. Zum Beispiel beim Fensterputzen. Als ich Kind war, wurden alle 2 Wochen alle Fenster geputzt. Begeistert hat mich das nicht, aber: Was sollen denn die Nachbarn von uns denken. Meine Oma „in ihr klein Häuschen“ hatte aber viel weniger Fenster als ich jetzt und viel weniger Dinge davor stehen.

Dann las ich irgendwo, dass es Unglück bringt, die Fenster zu putzen zu einer Zeit, wo der Monatsname ein „r“ hat. Hab ich sofort geglaubt. Dann bleibt nur noch Mai, Juni, Juli und August. Yippie! So ein Aberglaube kann doch sehr befreiend sein. Jetzt reicht mir ein mal im Jahr. Hat sich noch kein Nachbar dazu geäußert… Und wenn meine Tante zu Besuch kommt, nehme ich ihr an der Türe die Brille ab.

Und noch so eine Routine ist der Mülleimer unter der Spüle, heutzutage ja vielleicht sogar unterteilt in Bio, Rest und Plastikmüll. Und jeder dieser Eimer kriegt passende Mülltüten dafür gekauft. Umgedacht habe ich, als ich mal weder Geld noch Platz für so einen Mülleimer hatte. Da habe ich 2 Nägel ins Regal gehauen und da eine Plastiktüte dran gehängt, die ich eh hatte: Die Tüte vom Katzenfutter, von den Tempos, vom Klopapier, von den Chips, vom Gemüse und Obst, vom Käse… Der Nachteil ist natürlich, dass das erstens nicht super doll ausschaut. Und dass zweitens diese Tüten viel kleiner sind und ich dann öfter damit zur Tonne muss. Aber ich will ja auch nicht warten, bis der Müll dann so weit evolviert ist, dass er Mama zu mir sagt. Und bei der aktuellen Recyclingquote habe ich da auch gar kein schlechtes Gewissen.

Wo hast du umgedacht, und dich von den Routinen deiner Vorfahren gelöst?

Jedes Umdenken, das die Umwelt entlastet: 25 Punkte

Bonustrack: noch mehr Kinder, von denen wir lernen können.


 

 

Diät

Alle die mich kennen wissen, dass ich eher ein paar Pfunde zu viel habe als zu wenig.

Und – wie alle, die ich kenne (naja, fast alle) will ich seit Jaaaaaaahren diese Pfunde abnehmen. Und wie alle die ich kenne …

Also, das letzte Kilo habe ich letztes Jahr abgenommen, in einer Woche Ökodiät. War ganz leicht. Ist aber nicht so leicht in den Alltag zu integrieren. Die Ökodiät geht so:

Jeder Bissen wird, falls das überhaupt geht, 30 Mal gekaut. Bei Suppe echt schwierig. Das Paradebeispiel Rosine, die nach 20 Mal kauen erst richtig gut schmecken soll, funktioniert bei mir nicht. Die Rosine ist nach 10 Mal kauen fort. Aber es gibt schon ein paar Sachen, die da genug Widerstand leisten. Und so dauert eine Mahlzeit ca. 20 Minuten.

Beim ersten Versuch hab ich wie gewohnt mein Essen runter geschlungen. Was ja eigentlich doof ist, weil ich im Magen keine Geschmackszellen habe. Nach 5 Minuten war ich fertig und durfte zur Belohnung den Anderen noch 15 Minuten beim Kauen zuschauen. (Ich war aber nicht die Einzige, immerhin). Beim zweiten Mal war ich langsamer. Und was soll ich sagen. Nach 20 Minuten war ich pappensatt, der Magen proppenvoll – und der Teller auch. Ich hatte vielleicht ein Drittel gegessen.

Und, die größte Überraschung: ich hatte auch Stunden später keinen Hunger. Ich hab das locker durchgehalten bis zur nächsten Mahlzeit. Meinen Teller dann nur zur Hälfte gefüllt. War immer noch zu viel. Am Ende der Woche habe ich bei jeder Mahlzeit nur etwa ein Viertel meiner üblichen Menge gefuttert. Hat völlig gereicht.

Und die Waage hat mich belohnt. Yeah!!!!!

Ökologisch ist das doppelt sinnvoll.

  1. Wenn du nur noch ein Viertel futterst, nur noch ein Viertel kaufst, nur noch ein Viertel produziert wird (gespritzt und gedüngt) und transportiert wird. Wow! Das könnte der größte und leichteste Gewinn sein, den du erzielen kannst um deinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.
  2. Und mit dem gesparten Geld kannst du dir was richtig Schönes gönnen. Am Besten aus dem Bioladen 🙂

Ich kann das wirklich nicht bei jeder Mahlzeit und bei der kompletten Mahlzeit. Aber ich kann das immer öfter. Wenigstens einen Teil 30 Mal kauen, bewußt essen und genießen. Schokolade im Mund schmelzen lassen statt kauen und weg damit. Oder Honig. Oder Käse.

Jede Diät-Mahlzeit 1 Punkt. Gespartes Geld in den Bioladen getragen 50 Punkte

Kampagnen um große Firmen von ökologischem Verhalten zu überzeugen.


 

Heute bin ich ein Öko.

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

nur heute – und vielleicht noch morgen 😉

Warum eigentlich?

Global gesehen ist es doch egal, ob ich ein oeko bin, ob ich Wasser spare, das Licht ausmache und meinen Müll trenne.

Stimmt. Global gesehen bewirke ich nix. Die Welt retten kann ich nicht, dazu ist sie auch zu vielen Menschen und Firmen egal.

Aber ich lebe nicht global, ich lebe lokal. Und wenn ich hier ein oeko bin, dann kann ich sehr wohl Einiges erreichen. Das gesparte Wasser habe ich auch morgen noch. Der Müll landet nicht im Wald und auf der Wiese in meiner Nachbarschaft. Wenn ich Bioprodukte verwende, dann ist die Wirkung auf mich sogar 100 Prozent.

Ich bin weniger Teil des Problems, ich werde Teil der Lösung. Und ich bin ja nicht allein.

Also: Heute bin ich ein oeko – und vielleicht noch morgen.