Wunderbares Kochen

Achtung: Dieser Beitrag ist mit echter Werbung, wenn ich auch nix dafür kriege. Das Produkt ist die Ausnahme allerdings wert, davon bin ich wirklich überzeugt.

Kochen mit möglichst wenig Strom/Gas, das ist ja nicht wirklich neu. Stichwort Kochkiste, oder Reis im Bett (frag mal deine Eltern oder Großeltern).
Grade beim Zelten, mit nur einer Kochstelle und zwei Töpfen habe ich das schon immer wieder mal gemacht. Topf 1 zum Kochen gebracht, dann vom Feuer genommen, Topf 2 zum Kochen gebracht, vom Feuer genommen und wieder Topf 1 daraufgestellt, usw. Klingt komplizierter als es ist.
Aber die Tage des Kochens vor dem Zelt sind gezählt. Das Alter und die Bequemlichkeit. Und für den Kaffee reicht eine Flamme 🙂

Besitzer*innen von Kachelöfen haben das bestimmt auch schon ausprobiert: Früh die Gemüse angebraten und den Topf mit Deckel dann in den Kachelofen gestellt. Abends war die Suppe fertig. Und lecker obendrein. Das leichte Raucharoma hat nicht geschadet.

Für hier und heute fehlte mir da noch eine gute Lösung. Bis ich auf die Wonderbag gestoßen bin.

Eigentlich wollte ich mir selber eine nähen, aber das habe ich bis jetzt nicht hingekriegt. Und da habe ich jetzt endlich eine bestellt und schon fleißig verwendet. Das wollte ich schon vor Monaten ausprobieren und bin jetzt froh, dass ich das Teil habe.

In nur zwei Wochen haben wir damit:

  • Reis
  • Möhrensuppe
  • Pfirsichkompott
  • Kartoffeln
  • Pfirsichchutney

gekocht. Alles super.

Funktioniert so: Du bringst ganz konventionell dein Essen auf dem Herd zum Kochen, manchmal reicht eine Minute, manchmal brauchst du ein wenig länger. (Keine Sorge, bei der Wonderbag ist ein Rezeptheft mit Angaben dabei). Und dann stellst du den Topf in die Wonderbag, machst schön dicht und wartest einfach ab. Kein Rühren, kein Nachgucken, kein Anbrennen, kein Nix.

Am Liebsten nehme ich das Teil, wenn es nicht auf „al dente“ oder so ankommt, für Gemüse und Suppe und Kompott und Ähnliches. Einfach herrlich.

Zwei Nachteile will ich nicht verschweigen: Es kocht nicht ein, verdickt sich nicht. Die Flüssigkeit bleibt im Topf, da hilft nur gutes Abmessen. Und in der Wohnung riecht es nicht so lecker wie sonst, als das Essen auf dem Herd gebrutzelt hat. Naja, gibt halt nix Perfektes. Zum Glück.

Bonustrack: Küste gegen Plastik. Am Wochenende ist übrigens wieder Coastal Cleanup. Machst du mit?

Info: Diesel und Benzin-Autos verbrennen heute durchschnittlich die dreifache Menge an CO2 im Vergleich zu den Emissionen von E-Autos – die Herstellung der Wagen und der Batterien bereits eingerechnet. Quelle: GLS Bank Blog


Wahl und Philosophie

Wie geht es dir mit der kommenden Bundestagswahl? In meiner „sozialen Blase“ toben jetzt natürlich die Aufrufe

  • zu wählen, unbedingt zu wählen
  • und natürlich beim Kreuzchen massiv an die Klimakrise zu denken.

Ja, bitte, geh wählen. Und es wäre schön, wenn du darüber nachdenkst, ob du wie gewohnt dein Standardkreuzchen machst, oder doch mal eine andere Partei wählst. Diesmal geht es wohl wirklich um viel.

Ich mag nicht alle Parteien, die im Angebot sind, klar. Es ist aber super, dass es so eine große Auswahl gibt. Das ist Demokratie. Es geht ja auch anders, in anderen Ländern.

Hier zweimal Internet, falls du noch am Überlegen bist:

Zerstörung Teil 2: Klima-Katastrophe von Rezo auf YouTube. Wenn du nicht alles anschauen magst, mir ists auch zu lang, bitte schau auf jeden Fall den Schluss an.

Die Enkelbriefe

Immer wieder denke ich darüber nach, warum wir nicht entschiedener handeln. Ein Punkt ist sicherlich, dass das alles so unmerklich und unwirklich abläuft. Mir fehlt da oft das „Gesicht“, dass das ganze in mein Herz lässt. Zum Beispiel:

  • Thema Verkehrstote. Klar weiß ich das und wenn ich nachschauen mag, dann kann ich sogar sagen wie viele Menschen letztes Jahr im Straßenverkehr gestorben sind. Am Straßenrand seh ich immer wieder Kreuze (nur für die Menschen natürlich, die toten Tiere zählt wahrscheinlich niemand). Richtig hart und deutlich war das, als mal neben einem Kreuz ein rotes Bobbycar stand. Aua!
  • Thema Corona. Ist für mich immer noch weit weg. Klar bin ich geimpft, klar trage ich Maske und halte viel Abstand und halte mich an die Einschränkungen. Dennoch ist für mich Corona weit weg – gewesen. Bis ein lieber Kollege das ziemlich heftig bekommen hat und auch jetzt, nach mehreren Wochen noch immer nicht fit ist und riechen und schmecken kann er auch noch nicht.
  • Thema Überflutung in der Eifel. Klar habe ich die Filme gesehen und weiß, dass viele Menschen gestorben sind. Aber obwohl ich mal ein paar Monate in der Eifel gelebt habe war das doch weit weg. Bis der B., der in meinem Chor den Bass brummt darum bat doch Luftentfeuchter zu verleihen. Wir wüssten ja, er arbeite für eine Firma in der Eifel und 30 seiner Kollegen hatten Wasser im Haus und es gäbe weit und breit keine Entfeuchter mehr zu kaufen oder zu leihen. UFF!
  • Thema Klimakrise. Wir waren ja mal in Afrika, Nähe Kilimandscharo. Und der Schnee auf dem Kili schmilzt natürlich auch. Schon immer, nur nicht so schnell. Das Wasser schafft ein wunderbares Naturreservat, Amboseli, das ist eine gigantische Tiertränke. Da stehen die Elefanten bis zum Bauch im Wasser. Nur wenn der Kili keinen Schnee mehr hat, dann trocknet diese Tränke aus. Dann sterben Millionen von Tieren. Sie verdursten und verhungern. Das will ich mir gar nicht vorstellen. In 10 Jahren ist der Schnee wahrscheinlich weg, wenn nicht noch früher.
  • Thema Artenvielfalt. Ich bin jetzt 64 Jahre alt. Ich kenne noch Schnee im Winter, Schmetterlinge auf der Blumenwiese und weiß, dass es theoretisch mehr Vögel gibt als Spatzen, Elstern und Amseln. Nur sehen tu ich die nicht mehr oft. Kann es nicht beweisen und beziffern, aber es ist so.

So genug.

Bonustrack: Grünartig, der vegane blog von Jassi. Entschuldigung, die Dame heißt Jassi!!!!

Spruch der Woche: “As we have seen time and time again, the only cure for so many of the things we want to change in the world, is kindness.” (Wie wir immer wieder gesehen haben ist die einzige Medizin für all die Dinge, die wir gerne verändern wollen die Freundlichkeit. Meine Übersetzung) Tuan Bendixsen, Animals Asia’s Vietnam director 


Bio-Gas

Ist ja eine alte Frage: Müssen wir grundsätzlich unser Verhalten ändern, oder reicht es, mit dem Geldbeutel abzustimmen und ökologischer und nachhaltiger einzukaufen?

Warum „oder“? Ich glaube, beides ist angebracht. Wobei das mit dem Einkauf deutlich leichter zu bewerkstelligen ist 🙂

Und dafür habe ich heute einen Tipp für dich, wenn du mit Gas heizt:

Zufällig habe ich in einer Zeitschrift gelesen, dass auf Utopia, einer Seite im net, die sich viel mit ökologischen Themen und Fragen befasst, eine Übersicht über die Anbieter von Biogas zu finden ist: https://utopia.de/ratgeber/biogas-anbieter-oekogas-vergleich/.

Hab mich dann gleich mal informiert. Es gibt Biogas aus Mais oder anderen extra angebauten Pflanzen. Das will ich nicht. Essen gehört auf den Teller, finde ich.

Es gibt auch Anbieter, die Biogas komplett aus Abfällen herstellen. Schau mal an. Das gefällt mir schon viel besser. Aus Müll etwas Sinnvolles herzustellen ist eh eine Leidenschaft von mir. Und Erdölprodukte mit all ihren Folgen und Problemen durch Gas aus Abfällen zu ersetzen, das schlägt doch gleich viele Fliegen mit einer Klappe.

Der Mann meines Herzens war auch gleich von der Idee begeistert, hat sich ebenfalls schlau gemacht. Und jetzt haben wir den Anbieter gewechselt. Ist teuerer. Das will ich nicht verschweigen. Der Wechsel kostet uns aber weniger als ein Euro am Tag. Das ist drin und das zahlen wir auch gerne.

Es war auch ganz leicht zu wechseln, ähnlich wie beim Strom (Es gibt bei Utopia auch eine Übersicht über den Ökostrommarkt, falls du wechseln willst). Es gibt eine Versorgungsgarantie, das Gas ist natürlich das gleiche, was wir schon die ganze Zeit von den Stadtwerken bezogen haben. Aber ins anderen Ende der Leitung kommt jetzt Biogas. Keine neuen Geräte, keine mühseligen Umstellungen. Der neue Anbieter kündigt dem Alten.

Der Mann empfiehlt, die Bankverbindung und die Zählernummer gleich bei der Hand zu haben….

Bonustrack: Eine Übersicht über die Produzenten von BioPflanzen.

Gesehen am Straßenrand: „Diese Gemeinde verwendet keine Biozide, um die Biodiversität zu schützen.“

Ach ja, bald ist wieder Müllsammeln angesagt: Coastal Cleanup Days 17. September bis 19. September. Ich sammle am 18. September 🙂


Gesundes Essen

Gestern war wieder mal ein Tag, an dem alle Pläne ins Wasser fielen. Wörtlich. Es hat geregnet. Nicht sintflutartig, nur dauernd. Ist ja nötig und schön und gut und jetzt ist auch mein Regenfass wieder voll. Ich muss heute nicht gießen und morgen nicht und übermorgen auch nicht. Aber dennoch. Hallo Wetter! Es ist Sommer!

Naja, wir haben das Beste draus gemacht. Schreibtisch. Couch. Katze streicheln, viel nix. Und die Kühle ausgenutzt und wieder mal die Backröhre arbeiten lassen. Ich habe Buchteln gemacht:

  • 500 g Mehl (ich nehme gerne 2/3 Weizenmehl und noch ein anderes dazu, diesmal war es Buchweizenmehl, gibt mehr Geschmack und ist gesünder) in eine schön große Schüssel geben und eine Mulde hinein drücken.
  • In diese Mulde kommen 100 g Zucker (oder weniger, aber hey: es ist eine Süßspeise), darüber krümelst du eine Packung Hefe und bestreust das mit nochmals 2 Eßl. Zucker.
  • Das verknetest du mit ca. 250 ml lauwarmem Wasser und, falls nötig, mit etwas Hafermilch.
  • Gehen lassen, neu kneten, gehen lassen, neu kneten und dann mit einem Eßl. so Buchteln (wie Nockerln) abstechen und mit etwas Abstand in eine gefettete Form setzen. (Dafür nehme ich gerne die Aluschalen vom takeout oder dem türkischen Baklava oder vom französischen Käsekuchen, so ganz ohne Aluschalen komme ich noch nicht aus, leider. Die Aluschalen haben den Vorteil, dass sie sich beim ersten Mal, also takeout usw., ganz leicht spülen lassen, die Buchten aber backen ein und dann schmeiß ich die Schalen weg).
  • Um die Buchteln rum gießt du dann noch etwas Hafermilch an, so 1 cm hoch und lässt das Ganze nochmals gehen. Etwas Margarine und Zucker obendrauf, gerne auch Zimtzucker sagt mein Schatz.
  • Dann ab in die Röhre (ohne Vorheizen, bitte) und bei 180 °C ca. 40 Minuten backen. Unsere Röhre ist schnell, vielleicht brauchst du etwas länger.
  • Riecht gut, wärmt die Küche und wenn es fertig ist schmeckt es gut zu Pflaumenkompott.

Wieso ist das gesund? Naja, es ist vegan, wenn es dir gelingt die Hefediskussion zu ignorieren. Und vegan zu essen, das hilft anscheinend dem Klima (also dir und deiner Familie und deinen Freunden und den Eisbären und den Pinguinen und auch deiner Katze und deinem Hund) am Meisten und sofort, nicht erst in 20 Jahren.

Und wenn das mal nicht gesund ist!

Zu diesem Thema habe ich einen Buchtipp für euch. Das Buch gibt es schon ein paar Jahre, habe es aber jetzt erst bei Tauschticket bekommen:

Wir sind das Klima! – Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können“ von Jonathan Safran Foer. Das Buch kann ich euch nur ans Herz und vor die Augen legen. Er schreibt gut und überzeugend.

Bonustrack: Filme von Sir David Attenborough, dem genialen englischen Tierfilmes und dem WWF. Sie zeigen wie schön unsere Erde ist – und was wir verlieren werden, wenn wir so weiter machen.

Gesehen am Straßenrand: Es gibt doch tatsächlich Ampeln, die anzeigen, wie lange sie noch rot sind. So weißt du, ob es sich lohnt den Motor abzuschalten. Cool.

Der Lohn der Faulheit

Wenn du der Natur, den Tieren, den Pflanzen helfen willst, die Biodiversität stärken, den Artenschwund stoppen, dann hast du zwei Wege, mindestens.

  1. Du kannst Zeit und Energie aufwenden, selber Hand anlegen. Tümpel ausheben, mit Wasser füllen, Blühstreifen säen, Bienennistkästen aufhängen und Vogelnistkästen sowieso. Du kannst Vögel füttern und heimische Pflanzen aussäen und anpflanzen. Du kannst deinen Balkon, deinen Vorgarten begrünen, wenn es geht mit heimischen Pflanzen, zum Nutzen der Bienen und Käfer und der Schmetterlinge. Lass dich dann gerne vom NABU, vom BUND beraten. Leider ist da gut gemeint nicht immer gut getan.
    Grad sind ja Streuobstwiesen im Gerede, sehen schön aus und bieten super Biotope. Vielleicht kannst du ja eine Wiese kaufen. Meine war gar nicht so teuer. Eine Streuobstwiese ist es nicht geworden, weil ich da zuviel andere Pflanzen drauf habe und keine Hochstämme gepflanzt. Ich will ohne Leiter ernten können. Es ist halt immer auch ein Kompromiss. Wenn du Lust auf Streuobstwiese hast, frag doch mal bei deiner Gemeinde, deinem Landratsamt, vielleicht bekommst du eine Förderung?
  2. Oder, du machst viel weniger. Klar, brauchst du auch dafür erst mal ein wenig Garten, Wiese, Gelände. Und dann schaust du zu, was von alleine kommt.
    In unserem Handtuchgarten steht ein alter Pfirsichbaum. Der Vermieter hätte gerne, dass wir den fällen und entsorgen. Sieht halt nicht mehr schön aus, trägt wenig und nur kleine Früchte. Lohnt sich doch nicht. Aber was soll ich sagen. Als Biotop ist der Spitze. Wenn er blüht, dann kommen die Wildbienen und der ganze Baum summt und brummt. Flechten und Baumpilze wachsen auf ihm. (Leider auch die Kräuselkrankheit, da greife ich schon ein und schneide die befallenen Stellen ab. Seufz.) Die Spatzen und Meisen sitzen auf den Ästen und zwitschern vor sich hin. Und im Frühjahr konnten wir beobachten, wie die Holzbiene ihre Eier in den abgestorbenen Ast gelegt hat. Dafür braucht sie Äste von mindestens 3 cm Durchmesser, senkrecht wenns geht. Und diesen Ast hat sie dann ausgehöhlt. Eine Biene! Sägemehl in rauen Mengen. Faszinierend. Tja, und letztes Wochenende hat dann ein Buntspecht das Gelege entdeckt und aufgemeißelt. War auch schön anzusehen, schöner Kerl. Tocktock, tocktocktocktock. Nun gut, an einem Samstag früh um 6 Uhr hätte ich das nicht unbedingt gebraucht. Und dennoch. Es war ein Geschenk. In so einem kleinen Garten einen Buntspecht zu Gast zu haben, ihn beobachten zu können. Er hat sich immer wieder den Schnabel geleckt. Fand ich lustig. Die Mutterbiene fand es nicht so lustig. Sie hat den Specht immer wieder attackiert. Leider ohne Erfolg. Mein Herz ist bei der Mutter, so viel Mühe, umsonst. So ist halt die Natur und ich bin froh, dass es die Holzbienen und den Buntspecht gibt. Die Belohnung der Faulheit.

Bonustrack 1: Ein Film über Permakultur von Jan Kiefel

Bonustrack 2: Ein Film über eine Elefantenaufzuchtstation in Kenia von Ami Vitale. Ich geb zu, ich hatte Tränen in den Augen. Um den Film zu sehen, musst du Eintritt zahlen, eine Spende von mindestens $ 10,00. War es uns wert.

Bonustrack 3: Ein Film über Spechte – und warum sie keine Kopfschmerzen bekommen.

Spruch der Woche: Gesehen in Frankfurt am Main, große Plakate mit einer Fledermaus drauf und den Worten „Ich bin Frankfurterin und möchte es gerne bleiben“.


Frankreich, ein Vorbild?

Wir waren wieder mal im Süden von Frankreich, im Urlaub. Endlich wieder mal. Im Elsaß sind wir ja öfter. Sobald ich jedoch südlich von Lyon bin, komme ich mir vor, wie nach Hause zurück gekehrt. Schon komisch, aber schön.

Als ich das meinem Bruder erzählte meinte der: Frankreich? Da war ich mal als Kind, alles was ich noch weiß ist: Die Häuser sind außen dreckig, die Autos sind klein und die Franzosen wollen nur Französisch reden, auch wenn sie andere Sprachen können.

Ich habe natürlich sofort vehement widersprochen. Und dann doch versucht, Frankreich mal ohne „rosa Brille“ zu sehen.

Also, geliebter Bruder:

  • Ja, die Autos sind tatsächlich noch immer kleiner als bei uns. Das finde ich grundsätzlich mal gut. Ich glaube, dass sich die Franzosen weniger über ihr Auto definieren. Marke, größer, schneller, mehr PS, das ist da nicht so wichtig. Statt dessen vielleicht: klein, wendig, passt in jede Parklücke. Es ist vielleicht wichtiger, mit wem und wohin man damit fährt? SUV mit französischem Kennzeichen haben wir nur wenige gesehen.
  • Die Häuser sind in der Tat oft in einem traurigen Zustand. Da klebt der Schmutz der Jahrhunderte im Putz, wenn er noch da ist, der Putz. Vor allem auf dem Land und in den Seitengassen. Da möchte ich nicht wohnen müssen. Auch da ist Prestige wohl keine Begründung für Veränderung. Vor allem, wenn die ganze Stadt so ausschaut. Im Elsaß und in anderen Touristenvierteln ist das natürlich anders. Da sehen die Häuser oft wunderschön aus. Wie es in den Häusern ausschaut, das weiß ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Küche tipptopp ist.
  • Was die Sprache angeht, da hat sich einiges geändert. Wie ja auch bei uns in Deutschland. Meine Gespräche mit Franzosen sind oft sehr lustig. Ich krame mein bißchen Französisch raus, will ja dazu lernen – und bekomme eine deutsche Antwort. Ich wieder auf Französisch, die Antwort wieder auf Deutsch, oder auf Englisch. Ist ja eh meine Meinung: Auf der ganzen Welt wollen die meisten Menschen ihre Arbeit gut machen. Das gibt Sicherheit beim Reisen.

Was mir viel besser gefällt, als bei uns? Das Land wirkt freier, lässiger, es ist eben nicht alles rechtwinklig, sauber, sicherheitsoptimiert, ordentlich und möglichst groß. Die Felder und Wiesen sind kleiner und nicht maschinenoptimiert. Aber es stehen Kühe auf der Wiese und Schafe und Hühner. Wichtig sind eine lebendige Landschaft, gutes Essen und viel Zeit mit Familie und Freunden. Im Restaurant findest du viel mehr große Tische, mit 8 bis 10 oder noch mehr Leuten, die zusammen essen. Und es ist genug Zeit für eine leckere Mittagspause. Wir haben unter blühenden Lindenbäumen gezeltet, ein Rausch für die Nase. Wir fuhren durch Gebiete, da liegt die Landschaft einfach nur rum, ungenutzt, ohne Zaun. Vielleicht ein paar Bienenstöcke. Ich habe in den zwei Wochen Frankreich mehr Schmetterlinge gesehen, als in 10 Jahren hier zusammen. Es gibt schlechte Straßen, ja. Sie kommen meistens ohne Leitplanke und Begrenzungspfosten aus. Es wird viel Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer genommen. Der Mann in meinem Herzen, der ja das Motorrad gefahren hat, sagt, die Franzosen machen Platz, lassen überholen, nehmen Rücksicht. Ein Vergnügen. Laut Statistik gibt es bezogen auf die Einwohnerzahl weniger Unfälle als bei uns. Leider aber mehr Verkehrstote. Naja.

Noch eine kleine Geschichte am Rande. Wir fahren einen Japaner. Und sahen tatsächlich auf einem Parkplatz genau das gleiche Motorrad stehen. Fahrer und Sozia waren ähnlich alt wie wir, wir kamen ins Gespräch. Der Franzose meinte, der Japaner sei genauso gut wie eine (hier Namen der großen deutschen Motorradmarke eintragen). Aber viel billiger. Nur wegen des Namens würde er sich so ein teueres Motorrad nicht kaufen. Statt dessen hat er sich die Sitzbank bequemer polstern lassen (das Alter!). Und noch genug Geld übrig, um durch die Lande zu gondeln.
Und das mit dem Sitzpolster machen wir jetzt auch. Soviel Frankreich steckt in uns.

Bonustrack: Konferenz zur Zukunft Europas, wenn du mit entscheiden möchtest.

Schild am Straßenrand: Wir mähen nicht so oft, um die Biodiversität zu unterstützen.


Nochmal drei Dinge – aber dann ist erst mal Schluss

Versprochen, im nächsten Beitrag geht es um was Anderes als Dauerregen & Co. Frankreich, so viel sei schon verraten. Aber zunächst nochmals drei Anregungen, wie du deine Gemeinde, deine Gegend unterstützen kannst, mit potentiellen krassen Wetterereignissen besser fertig zu werden:

  1. Stärke die lokale/regionale Wirtschaft. Dieses Thema hatte ich schon mal, ich geb’s zu. Ich recycle eben gerne 😉
    Also: Was geht, das kaufe ich hier vor Ort. Das klingt jetzt fast nach Protektionismus. Und das will ich nicht. Es gibt hier viel zu kaufen, das mag ich gar nicht. Und nicht alles was ich essen möchte, das gibt es hier. Die Einschränkungen des Lebens in der Kleinststadt gefallen mir nicht. Andererseits weiß ich gar nicht wirklich, was es hier in der Gegend so gibt. Und da beginnt das Abenteuer: Mal andere Wege gehen oder fahren, mit Nachbarn, Kollegen ins Gespräch kommen und fragen: „Wo kaufst du Brot/Obst/Schuhe/Druckerpatronen?“ Es gibt hier bestimmt viel mehr als ich weiß. Und bei dir um die Ecke wahrscheinlich ebenso. Eine bequeme Möglichkeit nutze ich ganz gerne: Ich setzte mich in die Straßenbahn oder in den Bus, fahre mit bis zur Endhaltestelle und dann wieder zurück zum Startpunkt. Macht die Fahrer nervös, das gebe ich zu. Aber so komme ich in Straßen, die kenne ich nicht und sehe Läden, die kenne ich auch noch nicht. So sehr ich öffentliche Verkehrsmittel nicht mag, diese Ausflüge mag ich gerne.
    Tja, und warum hilft das jetzt deiner Gemeinde gegen die Folgen von Hochwasser, Trockenheit, Sturm und was dem Wetter womöglich noch so einfällt?
    Wenn du lokal/regional kaufst, dann sicherst du hier Arbeitsplätze, Infrastruktur, die Steuern bleiben hier (halbwegs) und vor allem: dein Geld bleibt hier – und wird hier immer wieder ausgegeben. Es bereichert nicht Händler, die ganz wo anders wohnen und garantiert nicht hier tanken oder in der Apotheke ein Aspirin kaufen. So kommen deine Euro eventuell auch zu dir zurück.
  2. Überprüfe dein Wegwerfverhalten. Nicht alles ist wirklich ein Fall für die Tonne. Vieles kannst du – mit etwas Mühe – an Nachbarn, Kollegen, Freunde verschenken. Vieles kannst du spenden oder recyceln. Kindergärten und Pflegeheime freuen sich über Papiere, Stoffreste, Knöpfe, Spiele, Bücher. Die Liste ist lang. Im Urlaub sah ich am Rathaus einer kleinen Gemeinde ein wunderschönes Schild: „Gib deinem Müll die Chance auf ein zweites Leben. Kompostiere“. Ist doch herrlich, oder? Auch so können Arbeitsplätze entstehen, genau hier, wo du lebst.
    Du senkst so die Kosten für die Entsorgung deines Überflusses (wird ja in vielen Gemeinden noch immer subventioniert). Es gibt dann kleinere Tonnen, weniger Mülltransporte, weniger Müllkippen. Weniger Müllgebühren werden anfallen. Und dieses Geld kann dann sinnvoller verwendet werden. Und auch du wirst so Geld sparen können, denn früher oder später bekommst du den „Müll“ von Nachbarn oder Kollegen oder Freunden. Ist halt auch alles eine Sache der Definition.
  3. Engagiere dich ehrenamtlich. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele „Selbstverständlichkeiten“ heute nur durch Ehrenamt existieren. Aufgaben, die man eigentlich für staatliche Aufgaben hält. Die Feuerwehr, das THW, die Rettungsdienste, die Betreuung von Kindern, Kranken und Senioren, Sportvereine, Chöre, die Tafel, Museen, Theatergruppen, Büchereien, die Pflege von Grünanlagen, Tierheime. Du findest bestimmt eine Organisation, der du helfen kannst.
    Und so stärkst du den Zusammenhalt in deiner Gemeinde/deiner Region. Findest neue Freunde. Und wenn es dann zur Überschwemmung kommt oder zum Sturm, dann sind viele Hände da, die helfen: löschen, aufräumen, Wasser abpumpen, trösten, wieder aufbauen…

Bonustrack: So testest du, ob du das Klima retten könntest. Das Spiel „Können Sie Klimakanzler:in?

Spruch des Tages: „Machen ist wie wollen, nur krasser.“  Motto des Hortus Netzwerks


Noch 3 Dinge, die du sofort tun kannst…

um die Folgen von Starkregen für deine Gemeinde und deine Region abzumildern.

Allerdings wirken sie nicht sofort. Aber hoffentlich rechtzeitig.

  1. Unterstütze oder starte ein Projekt, um die Wasserläufe in deiner Gegend zu renaturieren. Es ist eine einfache Sache der Geometrie: Wenn das Gefäß zu klein ist, für die Menge an Wasser, dann läuft das Gefäß über. Begradigte Bäche und Wasserläufe verkleinern letztlich das Gefäß für den Regen. Wenn Bäche sich wieder winden und schleifeln dürfen, dann ist viel mehr Raum für den Regen, es kommt seltener zu einer Überschwemmung.
    Aus vielen Gründen sind auch Polder sinnvoll, Überschwemmungsflächen, Wiesen, in die das Wasser hineinströmen kann, wenn der Bach/Fluss einen bestimmten Pegelstand erreicht hat. Diese Flächen lassen das Wasser dann langsam versickern, das Grundwasser wird aufgefüllt. Und sie sind ein wunderbarer Lebensraum für allerlei Getier und Gestrüpp.
    Dein Vorteil: Deine Landschaft wird schöner, abwechslungsreicher. Du wirst wieder Schmetterlinge sehen und Libellen, Röhricht. Die Vögel werden zurückkommen. Und du gestaltest deine Gegend selber mit. Das schafft eine ganz neue Verbindung. Du wirst an diesem Stück Wasser mit einem Lächeln vorbeikommen und dir denken: Das habe ich gemacht!
  2. Unterstütze oder starte ein Projekt, um deine Gemeinde zu begrünen. Machen wir es doch den Franzosen nach. Da gibt es seit Jahrzehnten die „ville fleurie“. Also das Bemühen, die Stadt mit – meist blühenden – Pflanzen zu verschönern. Pflanzkästen an Brückengeländern, an Laternenmasten, auf Gehsteigen, an Geländern. Große Kübel in Fußgängerzonen, als Verkehrsberuhigung. Bepflanzte Kreisverkehre und Verkehrsinseln. Eine Augenweide.
    Schön finde ich auch ein Projekt der Nachbargemeinde: Hier entsteht ein Stadtwald. Die Eltern von Neugeborenen pflanzen auf einer Wiese einen Baum. Noch schöner wäre es, wenn die Gemeinde jeweils einen Baum dazu setzen würde. Dann würde der Wald noch schneller wachsen.
    Pflanzen in der Stadt verbessern die Luft und laden zum Bleiben ein. Die Pflanzen werden auch Schatten spenden (früher oder später) und damit ein weiteres Problem dieser neuen Wetterereignisse lösen. Es ist ja auch mit höheren Temperaturen zu rechnen und mit mehr Trockenheit. Also mit mehr Staub. Und den fischen die Pflanzen aus der Luft, wie auch viele andere Schadstoffe.
    Deine Vorteile: Eine Gemeinde, in der du dich wohlfühlst, in der du gerne bleibst. Einen Stadtwald als Naherholungsgebiet.

    In anderen Ländern wirken diese Maßnahmen bereits. Oder noch immer.

  3. Unterstütze die Organisationen in deiner Gegend, aktiv oder passiv oder mit einer Spende, die sich für den Naturschutz einsetzen. Also NABU, BUND, LBV, lokale Initiativen für die Berücksichtigung von ökologischen Interessen beim Bau von Siedlungen oder Straßen.
    Auf Utopia findest du eine Liste wichtiger Umweltorganisationen.
    Dein Vorteil: Du gestaltest deine Zukunft mit.

Auch diesmal: Erzähl es weiter, was du unternehmen willst, um deine Kollegen, deine Nachbarn, deine Gemeinde zu schützen. Vielleicht hast du Kontakte zur Tageszeitung? Zum Gemeinderat? Zur Stadtverwaltung? Sprich die Leute doch mal an.

Und du kannst gerne diesen Text wieder weiterleiten.

Bonustrack: Nächste Woche ist earth overshoot day. Berechne hier deinen ökologischen Fußabdruck.

Spruch des Tages: Man sollte eben nicht vergessen, dass Geiz keine Tugend ist, sondern zu den Todsünden zählt…
Eberhard Schell


Starkregen: 3 Dinge, die du jetzt sofort tun kannst

um deine Gemeinde, deine Gegend vor den Auswirkungen eines Starkregens zu schützen.

Ok, „schützen“ ist ziemlich übertrieben. Du kannst jedoch dafür sorgen, dass es nicht ganz so schlimm wird.

  1. Wenn es regnet, fange soviel Wasser wie möglich auf. Am bequemsten geht das mit einem sogenannten Regendieb: Das ist eine feste Verbindung zwischen Regenfallrohr und einem Wasserfass oder einer Zisterne. Das Schöne daran ist, dass es ganz automatisch funktioniert. Ist Platz in dem Wasserfass/der Zisterne, dann wird der nächste Regen dahin umgeleitet. Ist der Behälter voll, dann fließt der Regen ganz normal ab in die Kanalisation. Automatisch. Fein. Mein Vater hätte sich gefreut, der musste nämlich immer raus im Regen um das manuell zu regeln.
    Dein Vorteil: Wenn es wieder trocken ist hast du so einen schönen Wasservorrat um deine Pflanzen zu gießen, für die Vase, zum Teil zum Putzen (Haustüre, Außentreppe, Balkon, dir fällt bestimmt noch mehr ein, was du damit spülen – äh, putzen – kannst).
    Und jeder Tropfen in deinem Wasserfass läuft nicht über die Straße ab, belastet nicht die Kanalisation, vermindert das Risiko von Überschwemmungen.
    Frag doch mal bei deinen Stadtwerken nach, ob du einen Zuschuss bekommst. Schließlich hilfst du denen so, gleich zwei Probleme zu lösen: Zuviel Wasser für die Kanalisation, wenn es stark regnet. Und zu wenig Trinkwasser, wenn es dann wieder trocken wird.
  2. Pflanzen. Bestimmt bekommst du auf Balkon, Terrasse, Haustreppe, im Garten, an Zaun oder Mauer noch ein paar Pflanzen unter. Jetzt ist die Zeit, endlich das Garagendach oder den Schuppen zu begrünen. Die Steinwüste im Vorgarten zu bepflanzen (wenn es geht, dann bitte mit Pflanzen, von denen die heimischen Insekten auch was haben). Töpfe mit Pflanzen aufzustellen. Balkonkästen an den Zaun zu hängen.
    Dein Vorteil: Ich persönlich liebe Pflanzen. Sie verbessern die Luftqualität, binden Staub, sind schön anzusehen und die Beschäftigung mit ihnen entspannt mich enorm. Mir ist also jede Ausrede recht, noch ein Pflänzchen in meine Umgebung zu holen. Ach ja, viele sind ja auch essbar. Gerne ein Ableger von Nachbarn oder Freunden. Und ich mag es sehr, wenn dann auch die Insekten kommen und es flattert und brummt und summt.
    Auch hier, frag doch mal bei deiner Gemeindeverwaltung nach einem Zuschuss. Oder lass dir Ableger geben, oder die Pflanzen, die wegen Saisonwechsel ausgegraben werden.
    Pflanzen halten mit ihren Wurzeln das Erdreich fest, sie bremsen den Abfluss des Wassers, nehmen Wasser auf. Helfen also auch bei starkem Regen.
  3. Unterstütze deine Feuerwehr, das THW. Werde Mitglied, passiv oder noch besser aktiv. Spende. Wenigstens Kuchen für das nächste Feuerwehrfest. Die Feuerwehren, das THW sind die erste Verteidigungslinie, wenn es dann wirklich nass wird. Retten Menschen aus ihren Autos oder dem Keller, pumpen dir den Keller wieder leer. Leiten das Wasser… Sie sind die Helden*innen. Mach mit.
    Dein Vorteil: Du lernst einen Haufen netter Menschen kennen.

Ganz wichtig: Bitte erzähle vielen Menschen von deinen Überlegungen, deinen Handlungen. Je mehr mitmachen, desto glimpflicher geht es das nächste Mal ab.
Du kannst auch sehr gerne diesen Text an Andere weiterleiten.

Bonustrack: Was du schon immer über die Auswirkungen deines Digitalkonsum wissen wolltest: Digitalquiz vom BUND

Schönes vom Straßenrand: Fantasie ist etwas Wunderbares, gesehen im Urlaub: Alte Skistöcke in Gärten zum Anbinden von Tomatenpflanzen. Witzig.


Generationenkonflikt

Ein interessanter Gedanke: Vielleicht lässt sich die Umweltkrise – Klima, Artenschwund, Wasser, etc. – ja begreifen und lösen, wenn sie als Generationenkonflikt gesehen wird.

Es ist ja so, dass wir alle bis zum Umfallen gelesen haben, was für Auswirkungen es haben wird, wenn wir so weiter machen, wie bisher.

Und trotzdem machen wir so weiter wie bisher.

Viele Menschen verhalten sich so, als ginge sie das mit der Umweltkrise nichts an. Dieses: Nach mir die Sindflut-Verhalten. Und meine Generation (ich bin ja nun schon älter) geht wahrscheinlich schon davon aus, dass es so schlimm schon nicht kommen wird, so lange wir noch leben.

Wie es unseren Kindern gehen wird, naja, wir wollen schon irgendwie, dass sie es gut haben. Sogar besser als wir, das war ja der Grundgedanke unserer Eltern. Dieses „besser als wir“ war in erster Linie materiell definiert. Jetzt müssten wir es eigentlich ökologisch sehen: Saubere Luft, sauberes Wasser, intakte Natur, gesundes Essen.

Aber deswegen auf etwas verzichten? Hmm, das fällt schon schwer. Unser Luxus, das ist ja die Norm. Und materiell besser geht es immer. Die Wünsche wachsen ja mit dem Einkommen.

Gleichzeitig erwartet meine Generation von den jungen Leuten, dass sie fleißig sind und unsere Rente finanzieren. Dass sie uns pflegen, wenn wir das brauchen. Dass sie gerade jetzt in der Pandemie dafür sorgen, dass wir möglichst nicht krank werden, dass sie Rücksicht nehmen auf unsere Langsamkeit. Dass sie für uns einkaufen, den Wagen zur Inspektion bringen, uns zum Arzt fahren und generell zur Hand gehen, wenn wir selber was nicht können.

Eigentlich ganz schön unfair.

In dem Artikel wurde nun vorgeschlagen, dass uns „die Jugend“ diese Unterstützung verweigert, so lange wir noch diesen alten Diesel fahren. Dieses übergroße Auto. Allein in dem großen Haus wohnen. Dreimal im Jahr in den Urlaub fliegen. So viel Fleisch essen. Unser Einkaufsverhalten nicht ändern.

Eigentlich auch ganz schön unfair, dass die jungen Leute uns so unter Druck setzen sollen.

Und ganz schön beschämend für uns, dass wir nicht selbst auf die Idee kommen, unseren Kindern das „Gute Leben“ zu erhalten. Wir haben es doch gehabt und genossen, oder?

Wie siehst du das? Bitte schreib uns deine Gedanken. Wenn es geht, schreibe doch dein Alter dazu.

Bonustrack: Die Klimawette, noch eine Möglichkeit der finanziellen Kompensation.

Spruch der Woche: “As we have seen time and time again, the only cure for so many of the things we want to change in the world, is kindness.” Tuan Bendixsen, Animals Asia’s Vietnam director (Wie wir immer wieder gesehen haben, das einzige Heilmittel für so viele Dinge, die wir in dieser Welt ändern wollen, ist die Güte.)

Und zur Aufheiterung wieder mal was Lustiges: „Gibt es in einer Teefabrik Kaffeepausen?“


Der Zehnte

Früher, im finsteren Mittelalter und danach, mussten Bauern, die Händlerinnen, die Handwerker, etc. den „Zehnten“ an die Obrigkeit abgeben, an die Kirche oder die Fürsten oder an die Besitzer. Fand ich als Kind immer gemein, heute wären wir wahrscheinlich froh darüber, wenn es nur 10 % des Einkommens wären. Naja.

Und zu all deinen Steuern und Abgaben, ob direkt oder indirekt, möchte ich dir jetzt noch einen „Zehnten“ vorschlagen.

Wenn du mit mir einer Meinung bist, das wir nicht auf staatliche Regelungen warten können.
Und wenn auch du Glaubenssätze hast, von denen du so tief im Innern weißt, das ist nicht wirklich gut ist, was du da tust.
Dann empfehle ich dir den „Zehnten“ als gangbaren Weg zur Veränderung.

Wie meine ich das?

Beispiel Mobilität: Ich habe mich ja bereits als jemand geoutet, der sehr gerne ins Auto steigt. Und jetzt habe ich mir versprochen, jeden „Zehnten“ Weg aus eigener Kraft zurück zu legen. Notfalls mit dem Bus. Gar nicht so einfach. Aber ein lohnendes Ziel, wie ich meine.

Beispiel Luxus-Naschen: Natürlich BRAUCHE ich jetzt keine Schokolade. Zumindest werde ich nicht gleich krank, wenn ich mal nix nasche. Also: Jeder „Zehnte“ Tag ohne Kekse oder Schoki.

Beispiel Garten: Bei mir nehmen die ungeliebten Kräuter jetzt wirklich überhand. Ich bin kräftig am Notjäten, schließlich will ich von meinen Erdbeeren naschen und dazu muss ich sie erst mal finden. Dennoch: Eine 10 %-Ecke unseres kleinen Gartens darf bleiben wie sie ist. Es muss nicht alles sauber und ordentlich sein. (Schon weil ich dazu zu faul bin, ich gebe es ja zu).

Beispiel Konsum:

  • 10 % weniger Wasser verbrauchen
  • Spritverbrauch pro 100 km um 10 % reduzieren
  • 10 % weniger Kilometer in den Urlaub fliegen
  • Jeder 10. Einkauf im Bioladen

Und so schleiche ich mich in ein neues Verhalten ein. Versuche gleich die Vorteile zu sehen, aus der Verpflichtung ein Spiel zu machen. Probiere was Anderes aus und erweitere so meinen Horizont und meine Optionen.

Und es gibt richtig schöne „Unkräuter“. Ab in die Vase mit euch!

Was könntest du dir vorstellen? Welche Veränderung willst du einleiten? Magst du dir in einem Kommentar etwas versprechen? Ein Pledge, wenn du so willst?

Ganz klar, eine*r alleine kann so die Welt nicht retten. Aber du bist nicht allein, wir sind schon ganz viele. Mach mit, bitte.

Bonustrack: Schöner kleiner Film zum Thema Umstieg auf Biolandwirtschaft.

Spruch des Tages: Die „genialen“ technischen Lösungen von heute schaffen die ökologischen und ökonomischen Probleme von morgen. (Unbekannt)


Glaubenssätze

Kennst du das auch? Eine Gewissheit, eine Überzeugung, die du schon so lange hast, dass du sie nicht mehr in Frage stellst? Von der du vielleicht noch nicht mal mehr weißt, woher du die hast?

Ich habe da ja oft die Sprüche meines Vaters in Verdacht, oder die von meiner Oma. Aber sicher bin ich mir nicht.

Hier ein paar Sätze, die ich in meinem Umfeld so aufgeschnappt habe:

  • Ich würde nie ungeschminkt aus dem Haus gehen, da fühle ich mich nackt.
  • Wenn du jemanden besuchst, dann musst du der Hausfrau einen Blumenstrauß mitbringen.
  • Ich brauche unbedingt ein großes Auto, wegen der passiven Sicherheit.
  • Ich bin ein Fleischesser, ein Karnivore, ich brauche dreimal am Tag eine große Portion Fleisch oder Wurst.
  • Ich ziehe niemals das gleiche Kleidungsstück zweimal oder gar öfter an.
  • Wenn ich nach Hause komme, dann brauche ich erst mal ein Bier.
  • Einmal die Woche putze ich die komplette Wohnung. Sonst ist alles so schmuddelig.
  • Ich verschenke nix. Mir hat auch keiner was geschenkt! Was ich nicht mehr brauche, das schmeiße ich in die Tonne. Die ist groß genug!
  • Jetzt brauch ich erst mal ein Stück Schokolade, oder was Süßes, oder beides. (Das ist mein Spruch 😉 )
  • Ein Garten muss sauber und ordentlich sein. Unkraut hat bei mir keine Chance. Da bin ich hinter her.
  • Ein gutes Glas Wein / ein Glas Whisky am Abend, das ist Zivilisation.
  • Bioläden sind viel zu teuer. Das kann sich doch keiner leisten.
  • Ich koche oder backe nicht selbst. Das kann ich nicht. Und ich habe genug Geld, um mir das auch leisten zu können.
  • Ich kann mich zuhause nicht entspannen. Deshalb fliege ich immer in Urlaub, je weiter weg und exotischer, desto besser.
  • Bei mir muss alles neu sein. Gebrauchte Bücher, Kleidung, Möbel – igitt. Wer weiß, in welchen Händen das schon war.
  • Nie, nie, nie lege ich ein gewaschenes Kleidungsstück ungebügelt in den Schrank. Das kann ich nicht.
  • Ich fahre gerne Auto, ich geb’s ja zu. Mit Öffis – nein danke. Das ist mir viel zu umständlich. (Auch das ist von mir, dabei habe ich die Bushaltestelle quasi vor der Haustür) 🙂
  • Ich kann nicht mit dem Rauchen aufhören, dazu bin ich zu schwach. Und einen Tod muss ich ja sterben.

Was ist diesen Sätze gemeinsam?

  • Ich hoffe mal, dass dir die meisten davon übertrieben vorkommen. Zu absolut. Ein paar dieser Glaubenssätze hast du wahrscheinlich selbst. Oder Ähnliche.
  • Sie schränken uns total ein, verhindern jede Entwicklung, jede neue Erfahrung, wie Fesseln.
  • Sie richten gewaltige Schäden an, bei uns, anderen Menschen, bei Tieren und Pflanzen, weil sie einen Konsum rechtfertigen, der rational kaum zu begründen ist.

Bonustrack: Hat überhaupt nix mit Ökologie zu tun, finde ich aber trotzdem gut und wichtig für eine bessere Zukunft: Gendergerechte Sprache – und da gibts eine praktische Seite im Net.

Die gute Nachricht: die Produktion von veganen Lebensmittel ist 2020 um ein Drittel zum Vorjahr gestiegen (statistisches Bundesamt) – und das heißt ja, es wird mehr vegan gegessen.

Politik

Es heißt ja oft, die Politik müsse die Rahmenbedingungen schaffen, für eine Bewältigung der Klimakrise, der Biodiversitätskrise, der Bodenkrise, der Plastikschwemme, …

Ja, das muss sie.

Aber reicht es, auf die Politik zu warten? Haben wir die Zeit auf die Politik zu warten, oder müssen wir die Dinge selbst in die Hand nehmen und beschleunigen? Dazu zwei Entwicklungen der letzten Jahr/zehnte.

Mein Einstieg in das Thema Ökologie, Nachhaltigkeit, Bio liegt ca. 40 Jahre zurück. Da wurde mir zum ersten Mal bewußt, unter welchen Bedingungen eigentlich die Hühner leben, die mein Frühstücksei legen. Da wollte ich nicht mitmachen. Zum Glück lebte ich da schon in einer größeren Stadt und fand tatsächlich die Möglichkeit Bio-Eier von glücklichen frei laufenden Hühnern zu kaufen. Auf dem Land wo ich groß wurde? Naja.

Wie gesagt, das ist jetzt 40 Jahre her. Das Los der meisten Hühner, deren Eier wir konsumieren, hat sich kaum verbessert. Der Eier-Industrie ist der Status quo grad Recht. Die Politik hat es nicht wirklich eilig die Zustände zu verbessern – und die Konsument*innen? Denen geht es weitestgehend am – öh, denen ist es weitestgehend egal. Nur ca. 14 % der verkauften Eier sind Bio. Wenn du mal im Supermarkt Bio-Eiern kaufen willst, dann suchst du oft eine Zeitlang. Zum Verzweifeln.

Und das ist jetzt, außer für die Hühner, wirklich nur ein kleines Problem. Peanuts, Pillepalle.

Glaubst du, wir haben noch 40 Jahre Zeit um die Auswirkungen des Klimawandels aufzufangen?

Hmm.

Zweites Beispiel: Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie schwer es ist, Regelungen, Verordnungen, Gesetze schnell zu verabschieden, selbst wenn es darum geht, ganz konkret das Leben oder wenigstens die Gesundheit von Menschen vor einer akuten Gefahr zu schützen. Jetzt, als ich dies schreibe, waren mehr als 3,5 Millionen Menschen in Deutschland erkrankt. Fast 90.000 Menschen sind gestorben. Viele, die ich kenne hätten sich vor einem Jahr viel größere, härtere, umfassendere Einschränkungen gewünscht und mitgetragen. Nicht alle Möglichkeiten hätten Grundrechte eingeschränkt (was mir auch nicht gefallen hat). Die „Politik“ hat vorsichtig reagiert, abgewogen. Vieles hat nicht geklappt und klappt auch heute nicht, obwohl wir schon viele Monate mit Corona leben. Und der menschliche Egoismus verhindert die schnelle Lösung auch.

Da habe ich für den Feldhamster überhaupt keine Hoffnung. Dabei sind die total niedlich.

Also warten, bis die politischen Rahmenbedingungen vorliegen, bevor wir bereit sind unser Verhalten zu überprüfen, zu ändern?

Manchmal glaube ich, wer dies fordert, der weiß um die Schwerfälligkeit der politischen Entscheider.

Bonustrack: Rettergut hat sich auf die Fahnen geschrieben, wenigstens Lebensmittel zu retten.

Die gute Nachricht: Es bewegt sich doch was. Unser Nachbar, dem das Ökologische auch suspekt ist, der hat sich jetzt einen Handrasenmäher zugelegt. Weil das besser ist für die Umwelt. Da freu ich mich, bin ja auch Teil seiner Umwelt 🙂


Statt Verschwendung

Wir lesen es immer öfter: So geht es wohl nicht weiter. Also, wir lesen das, wenn wir es nicht gleich ausblenden. Oh nee, nicht schon wieder Klimakrise, Insektensterben, Nachhaltigkeit. Was soll ich denn noch alles machen?

Nun, zum Beispiel Verschwendung reduzieren. Es ist doch schon unsinnig, dass wir die kostbaren Ressourcen – Energie, Rohstoffe, Zeit und Geld – für Dinge ausgeben, die wir dann nicht komplett nutzen.

Oder wo uns der Nutzen sogar schadet. Zum Beispiel Lebensmittel.

Seien wir ehrlich: Die meisten von uns essen mehr als ihnen gut tut. Meine Arme müssen auch immer länger werden, damit ich am Bauch vorbei zur Tastatur komme. Gut, ich kenne auch andere Menschen, die das (sich?) besser im Griff haben.

Und trotzdem gebe ich sehr viel Geld für viel Essen aus, esse brav meinen Teller leer (will ja nichts verschwenden), genieße die Mahlzeiten mit meinem Beloved und mit Freunden, auch wenn ich gar keinen Hunger habe. An meinem Geburtstag neulich habe ich so viel Kuchen gegessen, dass mir sogar den Rest des Tages schlecht war. Doof oder?

Dieses Thema treibt mich seit Jahren um, ohne dass ich eine Lösung gefunden hätte. Ok, es hilft mir, kleinere Portionen zu kaufen, falls das geht. Überhaupt weniger Essen zu kaufen, kleinere Teller zu benutzen, und fantasievoll mit Resten um zu gehen. Klappt aber auch nicht immer.

Als ich Kind war, teilte der Vater am Ende des Essens oft die restlichen Kartoffeln auf. Jeder noch eine Kartoffel. Da waren wir eigentlich schon pappesatt. Immer mit dem Hinweis auf die „armen Kinder in Afrika, die hungern müssen“. Mein Hinweis, dass es dann doch besser wäre weniger Kartoffeln zu kaufen/kochen und das Geld zu spenden wurde nicht gut aufgenommen. Aber der Weg erscheint mir immer noch sinnvoll. Weniger Essen kaufen – und dafür Geld spenden. Gibt ja auch ein gutes Gefühl.

Und zum Thema „Spenden“ fand ich neulich etwas Interessantes. Eine Kombination aus CO2 Fußabdruck kompensieren, Bäume pflanzen und Hilfe für Äthiopien. Es handelt sich um ein Projekt von Menschen für Menschen , die ja seit Jahren sehr erfolgreiche Hilfe in Äthiopien leisten. Erst war ich mal überrascht, wie viel CO2 ich trotz all meiner Bemühungen noch kompensieren „darf“. Der Preis war mir aber nicht so hoch. Und so kamen drei Dinge zusammen, die mir eh am Herzen liegen:

  • Den Schaden den ich anrichte zu vermindern
  • Bäume
  • Afrika

Na, wenn das mal keine Komplettnutzung meines Geldes ist. 🙂

Bonustrack: Noch eine Initiative in Afrika: Africa GreenTec baut „Solartainer“ um mit Solarenergie die sauberste Energie für Afrika zu produzieren.

Spruch des Tages zum Thema eigenes Handeln: Ich wähle alle paar Jahre, aber ich esse dreimal täglich. Lloyd Alter


Warum ist es so schwer, sich zu ändern?

Corona hat uns gezeigt, wie wir „motiviert“ werden, unser Verhalten der Situation anzupassen.

Mit Verordnungen, Bußgeldern und vielleicht ein wenig Verstand und Mitgefühl.

Wenn es jedoch um die Klimakrise geht, dann ist in der Gesellschaft nur sehr wenig Veränderung zu bemerken. Brauchen wir auch da Gesetze und Strafen?

Woran liegt das?

Ein paar Gründe fallen mir da ein:

  • Mein Vater sagte mal zu mir: „Wenn du Recht hast, dann habe ich es mein Leben lang falsch gemacht!“ Das ist natürlich nur sehr schwer zuzugeben. Also macht mensch lieber weiter so, wie bis her.
  • Eine Bekannte sagte mal: „Es ist doch nicht verboten und ich esse halt am Liebsten Fleisch!“ Und die Auswirkungen des Fleischkonsums sind halt hier kaum sichtbar.
  • Ein Cousin sagte, „Ich friere immer, von daher könne es ruhig ein wenig wärmer werden.“ (Ohne Worte)
  • Eine Kollegin meinte: „Es ist doch alles so schön grün, wenn ich aus dem Fenster schaue, wo soll denn da eine Luftverschmutzung/ein Artensterben/ein Waldsterben sein?“ Also wird weiter ein großes Auto gefahren – uns schnell noch dazu – und bis vor die Tür, wenn es irgendwie geht.
  • Ein Nachbar spart kein Wasser, „weil die Stadtwerke doch immer sagen, sie brauchen das Wasser um die Rohre zu spülen.“ Na, wenn das kein guter Grund ist. 😉
  • Eine Verkäuferin sagte zu mir: „Ich glaube nicht, dass Bio besser ist. Und das kann sich doch kein Mensch leisten!“ Und steigt in ihren nagelneuen SUV.
  • Mein Arzt ist überzeugt: „Einer alleine kann ja doch nichts bewegen, solange in Asien jeden Morgen 10.000 Flugzeuge starten, brauche ich mich hier wirklich nicht einschränken!“. Dass wir hier in Deutschland mehr als doppelt so viel CO2 per Kopf produzieren wie der globale Durchschnitt wird ignoriert.
  • Eine Freundin ist überzeugt: „dass ich ja schon so viel mache, sollen doch erstmal alle anderen so weit sein wie ich, dann sehen wir weiter!“
  • Und dann haben wir das ja verdient, dieses bequeme Leben, diesen Luxus. Schließlich arbeiten wir ja schwer. Und mensch muss sich doch auch mal was gönnen.

Ein Teil dieser Argumente verwende ich selbst, gebe ich zu. Konkret hänge ich gerade an der Einsicht, dass es nicht reicht vegetarisch zu essen, weil die Produktion von Milchprodukten nicht viel besser ist als die Produktion von Fleisch. Aber auf Eier, Käse und Yoghurt zu verzichten, das fällt mir schon schwer.

Und zu diesen vielen Hindernissen habe ich neulich einen wunderschönen Text zum Thema „Zero Waste“ bei treehugger gelesen: Oft erscheint einfach die Veränderung zu schwer umzusetzen. Der Gedanke, ab sofort komplett vegan zu essen ruft in mir sofort Gegenwehr hervor. Aber eine Mahlzeit am Tag, das krieg ich hin. Und es ist besser, diesen kleinen Schritt zu gehen, als vor dem Problem zu kapitulieren.

Wie siehst du das? Welche kleinen Schritte bist du bereit zu gehen? In welche Richtung willst du dich bewegen? Bitte schreibe einen Kommentar und teile deine Gedanken mit uns.

Bonustrack und Nachtrag zum Thema Gärtnern: Es gibt jetzt eine Kampagne einen großen, vernetzten Naturpark aus insektenfreundlichenHobbygärten zu schaffen. So kannst du sehen, wie viele wir schon sind.

Die gute Nachricht: Es gibt Luchsnachwuchs in Thüringen 

Und noch ein schönes, emotionales Filmchen von Greenpeace, danke Catha.

Gärtnern

Das wir eine Klimakrise haben, das hat sich ja inzwischen ziemlich rumgesprochen. Klar, es gibt noch immer Klimaleugner, aber fast jeder Gärtner wird dir bestätigen, dass sich die Aussaatzeiten, die Blühzeiten und die Erntezeiträume verschoben haben.

Leider ist vielen Menschen noch nicht klar, wie sehr sie mit Pflanzen einen positiven Beitrag gegen die Klimaerwärmung leisten können. Und wie Gärtner sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen können.

Hierzu ein paar Gedanken. Von ganz leicht bis anspruchsvoll 😉

Ganz leicht ist es, Pflanzen zu verschenken, wenn ein Geschenk gebraucht wird. Sträuße kommen oft von sehr weit her, sind stark mit Giften belastet und nach ein paar Tagen sind sie kaputt. Pflanzen können das Herz der Beschenkten über Jahre erfreuen. Verbessern die Luft im Zimmer, produzieren Sauerstoff und nutzen CO2 als Nahrung. Genau das, was wir brauchen. Und es gibt Pflanzen für jeden Typ, Anfänger wie Fortgeschrittene. Notfalls tuts auch ein Gutschein für den Gartenbaubetrieb um die Ecke.

Selber kannst du auch Pflanzen in dein Leben holen. Und wenn es das Töpfchen Schnittlauch ist, oder Petersilie. Zugegeben, auf der Fensterbank hält es nicht viel länger als der Blumenstrauß. Auf dem Balkon jedoch, oder im Garten kannst du da lange Freude dran haben. Und so frisches Grün auf dem Brot oder über dem Salat, das hat schon was. Regional, saisonal und vielleicht sogar Bio. Sehr gerne hole ich mir im Winter vorgetriebene Narzissen oder Hyazinthen oder Tulpen. Und wenn sie verblüht sind, dann vergrabe ich sie im Vorgarten. Nicht alles kommt im nächsten Jahr wieder, aber erstaunlich viel.

Oder du verschenkst Ableger von deinen Zimmerpflanzen. Ökologischer geht es nicht. Vielleicht experimentierst du ein wenig, wie sich welche Pflanze vermehren lässt. Stecklinge tauche ich gerne in die Asche von Buchenholz. (Die krieg ich vom Nachbarn, der hat einen Kachelofen).

Wenn du magst, kannst du noch einen Schritt weiter gehen und bewußt Pflanzen auf deinen Balkon oder in deinen Garten holen, die Schmetterlinge und Bienen erfreuen. Geranien gehören da ganz eindeutig nicht dazu. Immer noch Balkonblume Nummer eins, habe ich jetzt gelesen. Lasst uns das ändern. Es gibt so viele andere schöne pflegeleichte blühende Pflanzen, die noch dazu die Insekten nähren.

Oder Tomaten, Gurken, Naschpaprika auf dem Balkon? Pfefferminze, Pflücksalat, vielleicht sogar ein Busch mit Johannisbeeren? So langsam wird es anspruchsvoll. Ich habe eine Freundin, die im vierten Stock Tomaten für die halbe Familie anbaut, aus selbst geernteten Samen. Beneidenswert.

Oder gleich ein richtiger Garten? Macht aber schon viel Arbeit? Nee, macht aber schon sehr glücklich, ist Gartenzeit, nicht Gartenarbeit. 🙂

Wenn du Pflanzen kaufst, schau doch mal, ob du nicht Biopflanzen bekommen kannst, alte Sorten.

Und wenn du Erde kaufst für die Töpfe und Beete: Bitte, bitte torffrei. Die Moore sind ganz wichtig im Kampf gegen die globale Erwärmung, sie sind so schnell kaputt gemacht und brauchen so lange, bis sie sich erholt haben. Und sie sind wunderschön. Ich bin ein Kind der Rhön und habe da die Moore schätzen gelernt. Als Ersatz für Torf gibt es zum Beispiel Kokosfasern.

Statt Dünger: Kompost. Eigener oder gekaufter.

Und statt Pestizide: Nützlinge anlocken, für intakte Lebensräume sorgen. Dieses Jahr werde ich Lavendelzweiglein in die Pflanzen hängen, die so begehrt von den Blattläuse sind. Soll ja helfen. Mal schauen.
Vielleicht arrangierst du dich auch mit dem Gedanken, dass andere Wesen an deiner Ernte beteiligt sind.

Wie wäre es mit einer kleine „Serengeti“? Ein Bereich deines Gartens, den du einfach in Ruhe lässt. Mit einem kleinen Zaun herum. Und da kann sich dann tummeln und wachsen was mag.

Ein Regenfass (vielleicht in Kombination mit einem „Regendieb“ liefert Wasser zum Gießen.

Relativ unbefestigte Wege erlauben noch mehr Grün im Garten und lassen das Wasser besser versickern.

Viel anspruchsvoller geht es jetzt glaube ich nicht mehr. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg auf deinem Weg zum Grün, zu einem schöneren Ambiente.

Bonustrack: Wissenswertes zum Thema Müll und Recycling von quarks.

Spruch der Woche: Ein Mensch, der Berge versetzt, beginnt damit, dass er kleine Steine abträgt.
William Faulkner

Nachträge und Nachfragen

Erstmal zwei Nachträge:

Kleine, alte, kranke Katze: Ich hatte ja von meinem Dilemma berichtet, von der kleinen Katze, die nur Fell und Knochen ist und auf der Straße lebt. Sie hat den Winter gut überstanden. Sie ist noch dünner geworden, wirkt aber munter, das Fell sieht viel besser aus. Woher ich das weiß? Sie hat vielleicht ein Heim in der Nachbarschaft gefunden. Die Nachbarin K. klingelte bei mir, weil wir doch auch eine Katze haben und fragte nach. Einschläfern? Katzenhilfe? Tierarzt? Welcher Tierarzt? Ich habe ihr dann ein wenig Equipment geliehen, bin mit zur Tierärztin gefahren und habe versprochen, mich an den Kosten zu beteiligen. Ich finde es wunderschön, dass es viele Menschen gibt, die sich um so eine kleine Katze sorgen und dem Impuls nachgeben, da zu helfen. Die Menschen sind manchmal besser als ihr Ruf. Wie wunderbar.

Obstwiese: Das ging viel schneller als erwartet und war auch viel billiger als befürchtet. Jetzt ist alles eingegraben, der Eidechsenhügel ist angelegt und den Erdwall für die Hummeln und Erdbienen und andere Krabbler habe ich angefangen. Als Nächstes stell ich noch eine Vogeltränke auf, vergrößere den Erdwall und da ich weiß, dass ich einen Nistkasten für Rotkehlchen zum Geburtstag bekomme, habe ich mir dafür auch schon einen Platz ausgeguckt. Tontöpfe werden noch mit Holzwolle gefüllt, für die Ohrzwicker, die sich dann hoffentlich auch über die Blattläuse hermachen. Und dann ist erstmal gut, bis die Wiese gesenst wird (manuell, wenn es irgendwie machbar ist) und ich dann hoffentlich schon ein paar Himbeeren ernten kann. Ach ja, ich werde noch ein paar Samen für Blümchen verstreuen, wenn es wieder wärmer wird. Gerade schneit es, da warte ich noch ein wenig ab. Wenn es mehr zu sehen gibt, dann poste ich mal ein paar Bilder.

Und das frage ich mich:

Warum wird so viel über halbwegs notwendige Autos geredet? Über Heizungen und Beleuchtung? Und nicht über komplett sinnlose Kohlendioxiderzeuger und Umweltvergifter wie Zigaretten? Die Kippen, die in Stadt und Land verteilt werden gefährden viele Bodenlebewesen und Fische, wenn sie in die Flüsse gelangen. Der Anbau von Tabak verbraucht viele Böden, die genauso gut Lebensmittel produzieren könnten. Von Wasser und Pestiziden gar nicht zu reden. Transport und Werbung. Alles für ein Produkt dass die Nutzer vermutlich sehr schädigt.

Warum werden hier noch immer Bäume gefällt? Und dann nicht wenigstens zu Brennholz verwendet, sondern einfach geschreddert und kompostiert? Die Bäume sind unsere beste Verteidigung. Sie binden Kohlendioxid, Staub, halten den Wind ab, erzeugen Sauerstoff, halten die Feuchtigkeit im Boden. Landschaften ohne Bäume werden sehr schnell zur Wüste. Über die Abholzung des Regenwaldes wird diskutiert, über das „Baumsterben“ entlang der Straßen nicht.

Vielleicht hast du da ja ein paar Antworten auf meine Fragen. Oder selber Fragen? Bitte schreibe einen Kommentar.

Bonustrack: Aktion „Raus aus dem Anti-Klima-Abkommen“ des Umweltinstituts München.

Der Spruch der Woche: Über kurz oder lang kann das nimmer so weitergehen, außer es dauert noch länger, dann kann man nur sagen, es braucht halt alles seine Zeit, und Zeit wär’s, dass es bald anders wird.
Karl Valentin

Die gute Nachricht: Die Vogelbegeisterung geht weiter und bricht alle Mitmachrekorde. Mehr als 450.000 Menschen nahmen bundesweit an der Wahl des Vogels des Jahres teil. Gewonnen hat das Rotkehlchen. Was mich sehr freut.


Plastiktüte

Ich häkle mir eine Plastiktüte.

Nein, mir ist nicht die Wolle ausgegangen, wegen Corona.

Ja, es gibt wirklich schon genug Plastiktüten. Ich weiß. Genau deswegen mach ich das.

Vor ein paar Wochen sah ich eine Frau am Glascontainer. Und die hatte eine schöne, fröhliche, bunte Tüte für ihre Flaschen. Und weil ich ja mit jeder rede, habe ich sie gleich gefragt, ob sie diese schöne Tasche selber gemacht hat. Hatte sie. Gehäkelt. Aus zerschnittenen Plastiktüten.

Und weil ich so ein Hamster und Messie bin und kaum was wegwerfen kann habe ich natürlich jede Menge große Plastiktüten gesammelt. Kann frau ja vielleicht mal brauchen.

Und die zerschneide ich jetzt und häkle mir da eine schöne, fröhliche, bunte Tüte. Stabil wird das Dingens auch. Absolut unempfindlich gegen Wasser. Praktisch fürs Schwimmbad, zum Camping, für die leeren Flaschen. Und ich weiß auch schon, wofür ich die Tüte nehmen werde.

Ich nehme dafür eine 12er Häkelnadel. Und klar, je elastischer die Tüte ist, desto leichter ist es.

Die Welt ist voller schöner Ideen.

Nachtrag zum letzten Blog: Garteln ist für mich Sport. Einschließlich Muskelkater 🙂

Bonustrack: Kampagne um den Energiecharta-Vertrag zu verlassen, der den Umbau der Energie-Erzeugung erschwert.

Die gute Nachricht: Laut Greenpeace Konsumumfrage: 70 % der Deutschen finden, dass die Politik den Verkauf von besonders klimaschädlichen Produkten verbieten sollte…


Inch by inch, row by row

Es gibt einen wunderschönen song von Pete Seeger, den Garden Song. Auf YouTube habe ich den tatsächlich gefunden. Da singt der Sänger der Bürgerrechtsbewegung und des Anti-Vietnam-Protestes von den Freuden des Gärtners.

Und davon will ich heute auch schreiben.

Abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen eines Gartens:

  • viel Bewegung an der frischen Luft (und für mich ist das Sport!)
  • regionales und saisonales Obst und Gemüse
  • wenn du das willst sogar Bio (ja, ich will)
  • immer ein Sträußchen für die Vase
  • es gibt kein schlechtes Wetter mehr

gibt es noch Vorteile, die nicht so offensichtlich sind. Habe ich zumindest neulich bei treehugger gelesen.

Die Gärtnerin nimmt den Wechsel der Jahreszeiten viel mehr wahr. Der Gärtner freut sich am Gesang der Vögel und am Gesumme der Bienen. Die Gärtnerin kann sehr viel selbst bestimmen, in einer Zeit, wo wir uns fast alle ziemlich oft fremdgesteuert fühlen. Der Gärtner lernt seine Grenzen kennen, weil dann doch nicht alles gelingt. Die Gärtnerin wird geduldig und der Gärtner akzeptiert das Unvermeidliche.

Und so habe ich mir letztes Jahr ein Stück Wiese gekauft. Ja! Ich bin Kleingrundbesitzerin. Sogar Eigentümerin.

Mir geht es in erster Linie um Obst.

Einen Gemüsegarten will ich nicht mehr. All das Gezupft, der ewige Kampf gegen die ungeliebten Kräuter, die viel schneller wachsen als die Erdbeeren oder der Salat. Und dann erst die Schnecken, die ich immer brav abgelesen habe und auf die nächste Wiese gefahren. Gießen, gießen, gießen. Und dann gibt es ja doch immer Nachbarn, die sich mit meinem Konzept des wilden Gartens nicht so recht anfreunden wollen. (Von Ihne kommt immer der Löwenzahnsame in mein Garde, den müsse se rausmach!) Nee, das will ich nicht mehr haben. Deswegen jetzt die Wiese.

Das war mir dabei wichtig:

  • eine Wasserstelle in der Nähe
  • dafür keine Gemüsegartennachbarn
  • keinen Landwirt nebendran, der dann fröhlich seine Pestizide und Dünger ausbringt
  • bequem zu erreichen
  • in der Nähe von Wohnort oder Arbeitsplatz

Ach ja, bezahlbar sollte er auch sein. Ich will zwar nicht gärtnern um Geld zu sparen, aber dennoch, allzu teuer sollte dieses Hobby nicht werden. Und sowas habe ich tatsächlich gefunden. Yippie!

Die ersten Büsche sind gepflanzt: Himbeeren, Johannisbeeren schwarz und weiß, Stachelbeere und Sanddorn.

Was ich noch will sind 2 Apfelbäume, 2 Birnbäume, eine Sauerkirsche, eine Mirabelle, eine Herzkirsche, einen Holunder und eine Hasel. Und eine Jostabeere. Und vielleicht Brombeeren. (Und wenn das so weiter geht, brauche ich noch das Nachbargrundstück)

Und jetzt freu ich mich drauf. Und was wir nicht selber essen, das verschenke ich. Oder überlasse es den Vögeln und Igeln.

„Inch by inch, row by row, I’ll make that garden grow, put the seeds down deep below till the rains come tumbling down.“ So Pete Seeger.

Bonustrack: Von der Welt auf den Teller
Kurzstudie zur globalen Umweltinanspruchnahme unseres Lebensmittelkonsums

Spruch des Tages: Schreibe niemals der Bösartigkeit zu, was durch Dummheit angemessen erklärt wird. (Hanlons Rasiermesser)

Die gute Nachricht: 70% der 15 bis 19-Jährigen lehnen die Fleischproduktion in ihrer jetzigen Form ab. 

To do or not to do

Letzte Woche wusste ich echt nicht was ich machen soll. Verstand gegen Herz. Das war passiert:

Wir gehen am Samstag Abend spazieren, in dem Viertel, in dem wir seit fast vier Jahren wohnen. Es gibt viele Katzen, wir haben ja auch einen Kater. Manche kommen her und lassen sich streicheln. Und das mache ich dann auch, mensch weiß ja nicht, was sie so erlebt haben, ein wenig Aufmerksamkeit kann da nicht schaden, heißt es.

Und da ist eine kleine schwarze Katze und ich streichle und merke, sie ist total dünn. Und ihre Haare sind zum Teil ausgefallen. Hilfe.

Der Mann meines Herzens ist los, Katzenfutter holen und ich habe Leute gefragt, wem diese Katze gehört. Antwort: Niemandem, sie lebt seit Jahren auf der Straße, ein paar nette Menschen füttern sie. Hilfe. Also haben wir rumtelefoniert. Tierheim hat natürlich zu. Katzenfreunde waren nicht zu erreichen. Wir dürfen sie nicht nehmen, nicht dauerhaft. Ganz abgesehen von unserem Kater…

Gegessen hat sie dann.

Eine nette Frau sagte, sie füttere die Katze regelmäßig, hätte auch einen Unterschlupf bereitgestellt, samt Heizdecke im Winter. Es gäbe auch noch andere Leute, die die Katze füttern und auch mal in die Wohnung holen wenn es richtig kalt ist. Und die Katze sei auch schon sehr alt.

Mein Herz sagt: Katze ins Tierheim. Ärztliche Versorgung. Weitere Leute fragen, ob sie die Katze nehmen können.

Der Verstand – und andere Leute sagen: der Katze geht es doch soweit gut. Lass sie wo sie ist. Eingesperrt will sie bestimmt nicht werden, da wird sie verrückt.

Ein Dilemma.

Wir haben dann die Tierärztin gefragt. Und die war sehr deutlich: Lassen Sie die Katze in Ruhe!!!!!!!! Im Tierheim wird sie wahrscheinlich eingeschläfert, weil sie nicht zu vermitteln ist – und das Tierheim die Arztkosten nicht tragen kann oder will. Und einen Wechsel zu einer Familie ist mit Sicherheit auch nicht förderlich. Und ob sie die tierärztliche Versorgung überlebt ist in dem Alter auch fraglich.

Und so haben wir das dann gemacht. Also: Nix gemacht.

Wir Menschen wollen oft helfen. Aber gut gemeint ist nicht immer gut getan. Es hängt oft mehr dran, als schnell ersichtlich ist. All die schönen, bunt bemalten Nistkästen sind für die Vögel oft schädlich, weil die Farben giftig sind. Ähnlich ist es mit den vielen Insektennistkästen. Blühstreifen sind tödliche Fallen, wenn sie am Ende des Jahres gemäht und kompostiert werden. Die Debatte über das Füttern der Vögel hält an. Beispiele ohne Ende.

Frustrierend.

Was hättest du getan?

Bonustrack: Ein schöner ganzheitlicher Ansatz Natur zu fördern: HeimatErbe

Spruch der Woche:
Egal ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht, du wirst Recht behalten. Henry Ford

Heute mal wieder ein Buchtipp, schon etwas älter:
Noah & Co von E.W. Heine und Helme Heine. Da blieb mir das Lachen oft im Hals stecken. Und ich fühlte mich auch schon mal ertappt.

gebrauchtes Buch – Heine, Ernst W; Heine, Helme – Noah & Co

Crowdfarming oder SoLaWi

Fair Trade ist eine gute Sache, finde ich. Ich bezahle gerne den ehrlichen Preis, für die Lebensmittel und Waren, die ich kaufe. Wenn ich dafür sicher sein kann, dass die Erzeuger vom Erlös ein anständiges Leben führen können und auch etwas für die Gemeinschaft erreicht wird. Schulen, Brunnen, Krankenhäuser, usw.

Den einzigen Nachteil, den ich da kenne: Fairtrade passiert nur im Ausland.

Dabei kämpfen hier in Deutschland / Europa ebenfalls viele Landwirte – vor allem Bio-Landwirte – ums wirtschaftliche Überleben. Sie haben oft höhere Kosten, geringere Erträge und bemühen sich darüber hinaus um eine intakte Natur.

Und da kommt crowdfarming und SoLaWi ins Spiel. Kunden erwerben Anteile an der zukünftigen Ernte. Der Landwirt hat ein gesicherteres Einkommen und kann besser planen. Oft ist auch ein aktives Mithelfen beim Landwirt erwünscht. Wenn das Ganze dann auch noch eine regionale Angelegenheit ist, umso besser. Es ist nicht alles Bio, das will ich hier auch sagen. Aber regional, saisonal und eben fair, das ist doch schon sehr viel.

Auch Patenschaften für Tiere oder Bäume sind möglich.

Du siehst, es gibt viele Varianten, vielleicht ist was in deiner Nähe, das dich reizt?

Hier eine kleine Auswahl von links:

Wenn du schon Erfahrungen mit diesem Thema hast, bitte schreibe einen Kommentar. Ich bin neugierig. 🙂

Bonustrack: Wie grün ist dein Geld? Übersicht (NABU) über nachhaltige Bankinstitute

Spruch der Woche: Wenn der Mensch so schlau ist wie er immer behauptet, warum zerstört er dann sein eigenes Zuhause?
Jane Goodall

Witz der Woche, passend zu Corona:
Die Mutter tadelt ihren Sohn: “Anstatt hier vor dem Fernseher zu hocken, solltest du lieber Vati bei deinen Schularbeiten helfen!“


Perfektion und Individualität

Kennst du den Begriff „liedschäftig“? Zumindest meine Rechtschreibprüfung kennt ihn nicht 🙂

Liedschäftig bedeutet für mich, dass etwas nicht perfekt ist. Sondern krumm, verwinkelt, vielleicht ein wenig wacklig, nicht sonderlich vertrauenserweckend. Nicht glatt geleckt und hochglanzgelackt.

Ich mag sowas. Offensichtlich handgemacht, von einem Amateur oder gar einem Anfänger. Mehr kreativ als perfekt. Malerisch, wunderlich, eigenwillig. Mit persönlicher Note.

Wie meine Teelichthalter aus Treibholz.

Mir gefallen sie. War ein schöner Zeitvertreib. Treibholz sammeln, säubern, trocknen, nochmals säubern, nochmals trocknen. Abbürsten, ein wenig abschleifen. Überlegen, was ich damit anstellen kann. Der Mann in meinem Herzen hat die Löcher gebohrt, ich habe dekoriert, geklebt und am Schluss geölt.

Und dabei ein wenig philosophiert: Was ist eigentlich Perfektion? Wer legt das eigentlich fest? Nach welchen Kriterien? Ist Perfektion überhaupt erstrebenswert? Erreichbar? Was ist da mit meiner persönliche Note, meinem Geschmack, meinen Vorlieben? Was passiert mit mir, wenn ich nicht perfekt bin? Meine Teelichthalter nicht perfekt sind?

Und geht mich die Meinung anderer überhaupt etwas an?

Wie siehst du das? Strebst du Perfektion an? Ist gut genug dir gut genug? Definierst du deine Perfektion selbst oder lehnst du dich da an die Meinungen anderer an?

Ökologisch betrachtet ist Perfektion gar nicht gut. Zuviel wird entsorgt, weil es eben nicht (mehr) perfekt ist. Lebensmittel, Kleidung, Elektronik, usw. Alles wurde mal produziert, hat Ressourcen verbraucht, wurde transportiert, eventuell zurück geschickt und dann ab in die Tonne. Wegen einer kleinen Macke. Eigentlich ein Wahnsinn, oder?

Es lebe die Individualität!

Heute gleich zwei Bonustracks:
Der Bericht zur Lage der Natur in Europa der Europäischen Kommission.
Der Klima-Risiko-Index von Germanwatch (Artikel der tagesschau.de)

Spruch der Woche: Die Folgen einer falschen Entscheidung sind nicht so schlimm wie die Folgen einer fehlenden Entscheidung. (Die Quelle kenn ich leider nicht.)

Das werde ich ändern: Festes Shampoo statt Shampoo aus der Flasche. Kaum Verpackung, kein Plastik, sehr ergiebig und die Haare muss ich mir auch seltener waschen. Wenn das mal keine guten Gründe sind 😉

Kleine Freuden

Heute will ich mal einen fröhlichen, optimistischen Beitrag schreiben. Fällt mir aber grad gar nicht so leicht.

Das neue Jahr hat begonnen. Diesmal ohne Feuerwerk und große Feiern. Das ist schon mal ein Plus – sagt zumindest mein Kater, der unter der Knallerei immer sehr gelitten hat. Es gibt ja den Mythos, dass mit der Knallerei gute Geister angelockt werden sollen und Negatives aus der Welt verschwinden soll. Nun ja, zumindest für 2020 hat das nicht so recht geklappt. Ein Mythos weniger ist auch viel wert. 🙂

Ansonsten gibt es so auf den ersten Blick nicht viel Schönes zu berichten: Das Wetter ist hier immer noch trüb, nass, kalt neblig. Corona trennt mich von meinen Freund*innen und verhindert viele Hobbys. Vielen meiner Freundinnen geht es schlecht. Sehr schlecht. Ich sitze hier und kann nicht helfen. Mir fehlen Menschen, Umarmungen und Ausflüge ins Elsaß. Mir fehlt Kino und Essen gehen und mal in eine Ausstellung oder ins Kabarett. Stadtfeeling kommt auch nicht mehr so recht auf. Und wie glücklich shopping machen kann, das merken wir jetzt auch, denn es fehlt.

Also muss ich schon genauer hinschauen, um das Schöne und Optimistische zu sehen:

  • Schön ist, dass der Kontakt zu den Freund*innen erhalten bleibt. Ist anders, aber die Verbundenheit ist da. Fast mehr Kontakte – Telefon, mail, Messenger, sogar richtige Briefpost.
  • Schön ist, dass es Schokolade gibt.
  • Schön ist, dass wir fast jeden Tag ausgiebig spazieren gehen. Und jetzt sogar wieder öfter bei Tageslicht. Yippie!
  • Schön, dass wir eine Katze haben. Ist er nicht ein schöner Kerl?
  • Schön, dass es im net so viele lustige und fröhliche Seiten gibt. Mein Favorit: cheezburger.
  • Schön, dass es gerade viel Second Hand Verkäufe gibt. Die Bereitschaft dafür ist gewachsen, die Zeit dafür ist da, im doppelten Sinn. Mein Favorit: Tauschticket.
  • Schön, dass die Tierheime fast leer sind.
  • Schön, dass sich mehr Menschen ehrenamtlich engagieren. Schön, dass sich mehr Menschen für den Naturschutz engagieren.
  • Schön, dass immer mehr Elektroautos auf den Straßen zu sehen sind.
  • Schön, dass die Nachbarschaften lebendiger werden, die Menschen auf einander zu gehen und sich helfen.
  • Schön, dass dieses Jahr viel mehr Menschen bei veganuary dabei sind.
  • Schön, dass viel mehr Menschen stärkeren Umweltschutz möchten, als die Regierung bereit ist zu geben. (Also: Freiwillige vor, bitte. Wir müssen uns doch nicht zwingen lassen, oder?)

Wie viel davon übrig bleibt, wenn die Corona Restriktionen wieder aufgehoben sind? Wir werden sehen. Ich bin optimistisch. Wenn ich genau hinschaue.
Bleibt gesund und fröhlich. Gebt nicht auf. Machen wir das Beste draus.

Bonustrack: Frag den Staat hilft dir, wenn du Informationen möchtest, auf die du einen Anspruch hast.

Spruch der Woche: Wie schön es an Land war, weißt du erst, wenn das Schiff untergeht.


Kriterien und ihre Auswirkungen

Letzte Woche bekam ich 20 Äpfel geschenkt, die alle schon ziemlich reif waren und zum schnellen Essen gedacht. Und da habe ich wieder mal einen Strudel gebacken.

Mein Rezept für Strudel ist ganz einfach. Und dann war ich ganz stolz auf mich, weil ich damit wieder mal einige meiner Ziele erreicht habe:

  • Essen vor der Tonne gerettet.
  • Mit der Backröhre die Wohnung beheizt.
  • Das Wasser zum Waschen der Äpfel für die Toilettenspülung verwendet: Wasser gespart.
  • Kaum Verpackung: Die Tüte, in der die Äpfel waren, wurde als Mülltüte verwendet, die Schalen kamen in den Kompost.
  • Keine zusätzlichen Transportkosten, ich bekam die Tüte in die Hand gedrückt.
  • Und die Äpfel waren regional und saisonal.
  • Keine Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, etc.

WOW, und das alles mit nur einmal backen 🙂 Und lecker wars auch.

Und dann dachte ich, es gibt auch beim Einkaufen so viele Kriterien, dass es manchmal richtig schwierig ist:

  • Bio
  • Ökologisch
  • fair trade
  • regional
  • eine Verpackung, die sich weiter verwenden lässt
  • keine Plastik- oder Aluminiumverpackung
  • Und dann soll es mir auch noch gefallen oder schmecken
  • Und bezahlbar wäre auch nicht schlecht

Ich bin schon glücklich, wenn ich von diesen Kriterien zwei erfüllt kriege.

Wie siehst du das? Wie triffst du deine Kaufentscheidungen? Hast du k.o.-Kriterien, bei denen du dann gar nicht kaufst? Hast du bevorzugte Läden? Bitte schreibe einen Kommentar und hilf uns weiter.

Bonustrack: Jetzt zum Träumen und später zum nachhaltigen Reisen: goodtravel.de

Spruch des Tages: Um das Unmögliche zu erreichen, muss man das Absurde versuchen.
Miguel de Unamuno

Das nehme ich mir vor: Keine Einzelportionen mehr. Beim Kaufen noch recht leicht umzusetzen, bei Geschenken schon schwerer…

Trotz

Wenn du dies liest, dann bist du wahrscheinlich auch ein Öko. Zumindest auf dem Weg. Du machst dir Gedanken und triffst ein paar Entscheidungen, die außerhalb des Mainstreams liegen.

Vielleicht hast du auch schon die eine oder andere Diskussion im Familienkreis oder bei Freunden geführt. Vielleicht hast du damit auch schon wieder aufgehört, weil die Leute in deiner Umgebung das gar nicht so gerne hören.

Und wir lesen ja auch immer, dass wir leise sein sollen, nicht auf die Straße gehen und demonstrieren. Dass wir „Gutmenschen“ sind und „Öko-Terroristen“. Dass wir unseren erhobenen Zeigefinger wieder einpacken sollen. Spaßbremsen sind wir. Und wir machen die Wirtschaft kaputt und kosten Arbeitsplätze. Und naiv und blauäugig wir sind. Und egoistisch. Und wie stellen wir uns das eigentlich vor.

Und dieses stumme Wegducken, das habe ich jetzt satt. Und darum werde ich jetzt dagegen reden. Wenigstens das. Ich will niemandem vorschreiben, wie er leben soll, aber ich werde jetzt meine Sicht der Dinge gegen die Sicht der Mitmenschen stellen.

Wenn mir wieder jemand von seinem neuen Auto vorschwärmt, von PS und Ausstattung und Geschwindigkeit, dann werde ich erzählen, dass mein Kleinwagen nur 4,8 l/100 km braucht. Im Winter.

Wenn ich wieder mal höre, dass jemand viel Geld im Discounter gespart hat, weil er ja nicht blöd ist, dann werde ich voller Stolz erzählen, dass ich bereit bin den echten Preis zu zahlen und von der Qualität im Bio-Laden.

Wenn mir wieder mal jemand erzählt, wohin sie in Urlaub geflogen ist, dann könntest du (und vielleicht nächstes Jahr auch ich, endlich) erzählen, wieviele km du mit dem Rad gefahren bist, in den Urlaub, zur Arbeit, zum Einkaufen. Oder von deinen Fahrten mit dem Bus.

Wenn mir wieder mal jemand erzählt, was für eine sündhaft tolle Boutique sie gefunden hat, dann werde ich vom Second Hand Laden schwärmen, in dem ich einkaufe.

Ich werde voll Stolz erzählen, wie lange ich schon Vegetarierin bin. Und zwar weil ich mich selbst liebe, anderen Menschen nicht schaden möchte und es furchtbar finde, wie wir mit den Tieren umgehen.

Wenn mich jemand fragt, warum er sich Konsum verkneifen soll, wo er „es sich doch leisten kann“, dann werde ich sagen: Damit in Australien keine Koalas mehr verbrennen.

Wenn mir wieder mal jemand ihren neuesten Besitz / Kauf vorführt, dann werde ich von dem erzählen, was ich selber gekocht, gebastelt, gestrickt habe.

Ich will nicht mehr den Mund halten, und hoffen, dass die Leute von selber drauf kommen, dass ihr Gewissen erwacht.

Ich bin schließlich Stier – und kein Schaf.

Bonustrack: Schöne Seite von anderen Mitstreitern: Wastelandrebels

Spruch der Woche: The mind is like a parachute, it doesn’t work if it’s not open. Frank Zappa

Das will ich ändern: Kein Take-out mehr, wo viel Plastik und Aluverpackung anfällt. Das geht heutzutage wirklich anders. Und wenn ich Läden oder Organisationen boykottiere, weil ich mit ihren Taten nicht einverstanden bin, dann will ich das kommunizieren.


Ist es das wert?

Diese Frage stelle ich mir in Bezug auf Corona immer öfter. Jemanden treffen, und wenn es zum Spazieren gehen ist. Nochmals in die Stadt um einzukaufen. Essen Take-out holen. Präsenz Arbeit, obwohl Homeoffice tageweise möglich wäre. Bei der Tafel helfen. Einen Ausflug in eine andere Gegend?

Bei der Tafel helfen: Ja, unbedingt. Da gibt es wenig Alternativen.

Aber nochmals einkaufen? Eigentlich habe ich alles zu Hause, was ich in der nächsten Zeit brauche.

Jemanden treffen? Ich telefoniere viel mehr als früher. Und geh nur mit dem Mann meines Herzens spazieren.

Präsenz Arbeit? Da bin ich noch unentschieden.

Faszinierend finde ich, dass ich mir solche Gedanken mache. Und wie sich diese Art Gedanken auf andere Bereiche des Lebens – und andere Risiken – ausdehnt.

Bei der Tafel helfen? Auf jeden Fall.

Nochmals einkaufen? Obwohl ich die Regale voll habe? Ist es nicht sinnvoller das Auto stehen zu lassen? Ich will das essen was da ist, schon um zu vermeiden, dass ich Essen wegwerfen muss. Überhaupt, nutzen was ich habe. Nur kaufen, was ersetzt oder aufgefüllt werden muss. Ist es wirklich sinnvoll, Dinge zu kaufen, nur weil sie interessant sind, neu, sie mir gefallen? Ist es die ökologischen Schäden wert, durch Rohstoffverbrauch, Energieeinsatz, Transport, Verpackung. Hm, oft genug nicht.

Freunde und Verwandte treffen? Ja, das ist mir wichtig. Ich bin ein soziales Wesen und will auch das Lächeln sehen.

Der Ausflug ist mir auch wichtig, mal was Anderes sehen, in meine Heimat fahren, die Neugier kitzeln und sättigen. Ökologisch nur schwer zu begründen. Ich weiß.

Ich bin nicht perfekt. Will es auch gar nicht sein. Gedanken machen, das ja. Mal so und mal so entscheiden. Das ja. Und die Konsequenzen meiner Handlungen möglichst vorab mit bedenken.

Wie machst du das? Entscheidest du dich wegen Corona anders als vor einem Jahr? Und wegen der Umwelt? Hast du neue Grenzen gezogen? Bitte schreibe einen Kommentar und bring uns auf deine Ideen.

Bonustrack: Noch eine Tauschbörse, diesmal mit Schwerpunkt auf Pflanzen. Super um Ableger weiter zu geben. Das werde ich bestimmt probieren, im Frühjahr.

Spruch der Woche: Das Gras wächst nicht schneller, wenn du dran ziehst.
Afrikanisches Sprichwort

Das habe ich nächste Woche vor: Wieder mal eine trenn-dich-challenge starten.


Nochmals backen

Und wieder habe ich mit der Röhre geheizt. Im Rezept stand 2 Stunden. Das klang doch super. Unser Herd war schon nach 60 Minuten fertig. Ohne Vorheizen. Nicht nur wir Menschen sind alle anders, Herde anscheinend auch…

Ein schönes Rezept, wenn du Äpfel hast, die schon ein wenig mürbe sind und nicht mehr so ansehnlich. Das Apfelbrot schmeckt lecker, auch mit Käse. Ich hätte es gerne noch etwas mehr apfelich gehabt, aber mei.

Apfelbrot 

Zutaten:

700-800 g Äpfel, geschält, entkernt und kleingeschnitten
200-250 g Zucker
3-4 Essl. Rum 
Alles vermengen und zugedeckt über Nacht stehen lassen. 

500 g Mehl
1 1/2 P. Backpulver
1 Essl. Zimt, evtl. auch Nelkenpulver, gemahlenen Ingwer oder Kardamom
(man kann auch 1 P. Spekulatiusgewürz verwenden)
1 P. Vanillezucker
200 – 250 g Rosinen
200 – 250 g gehackte Nüsse

Alle Zutaten verrühren, evtl. noch ein wenig Flüssigkeit zugeben. In 2 gefettete Kastenformen füllen. Glattstreichen. 

Bei 150 °C ca. 60 – 100 Minuten backen. Backofen vorheizen. 

Bonustrack: Infos des Nabu zur nachhaltigen Weihnacht

Spruch der Woche: An unseren Gedanken leiden wir mehr als an den Tatsachen.
Seneca

Das haben wir schon ersetzt: Kuhmilch durch Hafermilch. Hafermilch schmeckt ein wenig süß. Uns gefällt es. Wenn wir Gäste haben wollen die aber lieber Kaffee ohne Milch als mit Hafermilch. Ist halt alles auch Gewohnheitssache. Hafermilch hält sich im Kühlschrank auch viel länger als Kuh-Frischmilch. Noch ein Plus.

Backröhrenheizung

Es ist doch tatsächlich kalt geworden. Und sonnig. Aber kalt. Heute morgen habe ich die Scheiben vom Auto freigekratzt. Bin mit Handschuhen Auto gefahren und war froh, als die Heizung zu heizen begann. Und zu Hause ist es auch nicht gerade kuschlig.

Also bestes Wetter für die Backröhrenheizung. Und da habe ich heute gleich zwei Rezepte für euch.

Als erstes was zum Naschen: Lizzies

Das perfekte Weihnachtsgebäck für Grobmotoriker. Geht schnell und ist oberlecker. Und auch ganz leicht vegan zu realisieren. Sieht aber nicht wirklich schön aus.

350g kernlose Rosinenmit
1/8l Bourbon Whiskeyüber Nacht ausquellen lassen, abgießen. Wenn der Whiskey dann gleich getrunken wird, macht das Backen doppelt Spaß.
60g Margarinemit
100g braunem Zuckerund
2 Eiern (oder entsprechendem veganen Ei-Ersatz)schaumig schlagen.
180g Weizenmehl, 1 Teel. Backpulver, 1 ½ Teel. Zimt, ½ Teel. gem. Nelken, und etw. Muskatnuß

mischen. Die Mischung in die Schaummasse rühren.
Die Rosinenund
400g geschälte Pecannüsse oder Walnußhälften
sowie
400g kandierte Kirschen oder Amarettokirschen
darunterziehen. Das sieht aus, wie viel zu wenig Teig und viel zu viel Zutaten, das muß aber so sein.
Mit 2 Teel.Häufchen auf ein gefettetes Backblech setzen und bei 180°C im vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen.
Gibt ca. 4 Bleche.

Die Lizzies lassen sich angeblich sehr gut in Dosen aufbewahren. Sie sind aber immer so schnell weg, daß man das nicht ausprobieren kann.

Und das Zweite gab es heute Abend zum Abendessen: Birne mit Blauschimmlekäse überbacken.

Ich mochte früher keine Birnen und der Mann meines Herzens keinen Käse. Das war Grund genug dieses Rezept auszuprobieren. Und es wurde aus dem Stand eines unserer Lieblingsessen. Und ist ganz einfach.

Für jeden eine Birne vierteln, schälen, entkernen und außen ein paar Mal einritzen.

In eine feuerfeste und gebutterte Form setzen. Mit soviel Blauschimmelkäse wie du magst bedecken und ab in die Röhre (150 °C), bis der Käse komplett geschmolzen ist und die Birnen halbwegs weich und gar. Dauert bei uns ungefähr eine halbe Stunde.

Was ist dein Lieblingsgericht für kalte Tage? Bitte schreibe einen Kommentar.

Bonustrack: bietet Rezepte zu Zutatenresten: Restegourmet
(Warum gibt es eigentlich keine Rezepte für Schokoladenreste?) 🙂

Spruch der Woche: Man soll keinen Sinn in Dingen suchen, die keinen haben.

Und das habe ich ersetzt: Ich trinke schon lange Tee ohne Teebeutelchen. Da gibt es ganz praktische Metallsiebe, sind auch leicht zu reinigen und ich kann den Tee so dosieren, wie ich ihn mag. Spart Verpackung ohne Ende. Und wenn du dann auch noch selber Minze auf dem Balkon hast, oder Zitronen-Verveine, dann kommst du komplett ohne Verpackungen aus. Und jede Menge Geld sparst du auch noch dazu.


Wegwerfgesellschaft

Ich bin immer noch ein wenig räudig. Deswegen wird’s heute vielleicht ein längerer Text. 😦

Seien wir ehrlich: Wir sind eine Wegwerfgesellschaft. Und das bringt mich völlig aus dem Takt. Dieses gedankenlose „Ab in die Tonne“.

Ich gebe es ja zu. Ich mag auch immer wieder mal was Neues. Klamotten, Deko, Geschirr, Pflanzen. Die Versuchung ist da, und wird ja auch schön angeheizt. Und so lange Platz ist. Und ich mir das finanziell leisten kann…

Und wer sagt, dass Konsum nicht glücklich macht, der lebt in einer anderen Welt.

Sich der Werbung zu entziehen fällt mir nicht leicht. Dabei habe ich die Möglichkeiten der Firmen, mich zu erreichen, sehr reduziert. Kein Fernsehen, kein Radio, keine Tageszeitung. UND EINEN DICKEN AUFKLEBER AM BRIEFKASTEN, DER AUCH MEISTENS RESPEKTIERT WIRD. Und dennoch, immer wieder fällt mir was vor die Augen. Und ich will es zuhause haben. Manchmal bin ich richtig froh, wenn was kaputt geht. Blöd, aber ist so.

Wenn es geht, dann kaufe ich wenigstens Second Hand. So vermeide ich die Neuproduktion mit all ihren Schäden. Rohstoffe, Bewässerung, Energie, Transport, Verpackung.

Und ich gebe viel zu Second Hand Läden oder verschenke.

Unsere Tonne ist auch recht leer, obwohl sie klein ist. Und viel Müll rein kommt, den ich beim Spazieren gehen aufsammle.

Ein riesiges Problem ist, dass viel von dem Produzierten gar nicht verwendet wird. Ein Drittel der Lebensmittel landen im Müll. Krise. Und mit dem Rest der Käufe schaut es nicht besser aus. Zweite Wahl – nein danke. Kleine Mängel – Retour. Eine französische Winzerin sagte mal: Ihr Deutschen wollt immer nur die teueren Weine. Und ich dachte noch: Warum nicht, wenn ich mir das leisten kann? Aber was passiert dann mit dem Hauswein?

Viel wäre gewonnen, wenn wir das besser nutzten, was da ist. Neulich waren wir spazieren. Irgendwo auf dem Land. Da war ein Steinbruch und sonst viel Landschaft. Noch nicht mal Landwirtschaft. Und dennoch waren die Pflanzen rechts und links des Weges zurück geschnitten worden. Was heißt geschnitten. Abgerupft, wie das heute halt so gemacht wird. (Wenigstens nach dem 30. September, um die Vögel nicht beim Brüten zu stören). Und die Zweige lagen dann am Wegesrand. Mit Hagebutten dran, Berberitzen, Wacholderbeeren, Schlehen. Andere Sachen, deren Name ich nicht kenne. Schöne Sachen. Wenn du die Zweige auf den Markt trägst, dann kannst du da viel Geld verdienen. Aber nein, ist Müll, auf die Seite geschoben. Und wir Frauen kaufen dann extra produzierte Ware für teures Geld, um ein wenig Herbstdeko ins Haus zu bringen. Wahrscheinlich aus Plastik, dass es keine Mühe macht und länger hält. Da krieg ich die Krise.

Oder es wird ausgemistet. Minimalismus. Habe ich ja gar nichts dagegen. Aber die Mühe, da einen Abnehmer zu finden? Nö. Ab in die Tonne. Kleidung. Bücher. Blumentöpfe. CDs. Alte Drucker oder Handys. Möbel. Pflanzen.

Ich bin dann versucht zu sagen: Gib es mir, ich versuche es zu verwenden oder zu verkaufen. Oder spende es den Sozialkaufhäusern. Damit muss ich endlich aufhören: den Müll anderer Leute nach Hause zu schleppen, nur weil das vielleicht noch verwendet werden kann. Habe ich dem Mann meines Herzens versprochen. Immerhin darf ich vom eigenen Müll Vorräte anlegen. Papiere, alte Kalender, Stoffe, Glasverpackungen. Luftpolsterfolie. So einen Kram. Bin ein Messie. Geprägt durch die Eltern. Die diesen Überfluss in ihrer Kindheit nicht hatten. Bequem ist was anderes.

Habe ich eine Lösung? Nein. Nicht für mich und schon gar nicht für Andere.

Wie machst du das? Für welche Dinge findest du eine zweite Heimat und wo und wie? Welche Philosophie hast du, wenn es um Käufe geht, ums Wegwerfen?
Bitte schreibe einen Kommentar.

Bonustrack: Kleidung aus Reclycle Material: nu-in

Spruch der Woche: Lernen ohne zu denken ist sinnlos, aber denken ohne zu lernen ist gefährlich
Konfuzius


Corona und kein Ende

„Lebe in der Gegenwart, um bereit für die Zukunft zu sein.“
Charles Kingsley

Diesen Spruch las ich zufällig heute morgen und er passt wunderbar zu dem Thema dieses Beitrags.

Was können wir heute tun, um nach Corona in einer schöneren Welt zu leben?

Was Corona angeht, so geht es mir relativ gut damit. Ich selber hab nix und von den Menschen dir mir am Herzen liegen war keiner schlimm erkrankt oder ist gar gestorben. Ein paar Freundinnen und Bekannte waren positiv, aber alle berichteten nur von milden Symptomen. Gott sein Dank. So darf es bleiben und ich wünsche dir, dass es dir genauso geht.

Ich bin also mehr genervt als betroffen und wenn ich jammere, dann auf sehr hohem Niveau.

Und es gibt da ja auch Positives: Ich betreue niemanden, der jetzt mehr Aufmerksamkeit braucht. Und so habe ich viel mehr Zeit. Und ich habe am Ende des Monats mehr Geld übrig. Ich brauche zum Beispiel viel weniger Benzin – und das ist ja jetzt auch wieder deutlich billiger geworden.

Und dieses gesparte Geld investiere ich – zumindest teilweise 🙂 – in mehr Ökologie. Konkret: Ich kaufe mehr bei lokalen und regionalen Händlern.

Kleine Läden: Bäcker, der Blumenladen an der Ecke, der kleine Lebensmittelhändler (meist sind das türkische Läden), der Bioladen im Ort, Wochenmärkte, Hofläden, Kuchen aus dem Café. Take-Out von meinen Lieblings-Restaurants. Wein vom Winzer und Bier von der lokalen Brauerei. Der Buchladen vor Ort. Und natürlich das Wollegeschäft.

In Museen kann man manchmal noch im shop einkaufen, grad jetzt vor Weihnachten interessant. Und auch viele Dienstleister, die jetzt nicht arbeiten dürfen, weil sie keine medizinischen Dienste anbieten, verkaufen oft Hilfsmittelchen und andere Produkte.

So versuche ich wenigstens einen Teil des gesparten Geldes hier im Ort auszugeben, versuche das Überleben dieser Läden zu unterstützen. In der Hoffnung, dass sie noch da sind, wenn die Einschränkungen durch Corona vorbei sind. Ich will nicht, dass dann nur noch die großen Supermärkte übrig bleiben. Und um die kümmert sich eh der Staat mit meinen Steuern.

Warum ist das ökologisch? Weil regionale Produkte Transportkosten sparen, oft saisonal sind. Und mehr Bio hier aus der Region auch bedeutet: Weniger Gift, hier wo ich lebe.

Bonustrack: Noch so eine lokale Aktion, Artenschutz auf kleinstem Raum.

Das will ich ersetzen: Wenigstens an einem Tag der Woche statt Motorkraft Muskelkraft.


Neulich in der Straßenbahn

Und wieder habe ich ein interessantes Gespräch gehört. Oft fahre ich ja nicht mit der Straba, aber wenn, dann ists interessant. Es ist allerdings schon ein paar Wochen her, aber unvergesslich. 🙂

Der Gärtner: Hab ein paar Hornveilchen gepflanzt. Und als ich am nächsten Tag danach gucke, da sitzt doch eine richtig fette Schnecke da und frisst dran rum. Haben wir ganz selten, hier im Wohngebiet.

Der Freund: Tja, so sindse die Viecher. Drecksviecher, elende.

Der Gärtner: Ich habe sie dann zur nächsten Wiese getragen.

Der Freund: schweigt verblüfft.

Der Gärtner: Am nächsten Tag war sie wieder da und hat an meinen Hornveilchen rumgemümmelt. Hab ich sie wieder zur Wiese getragen.

Der Freund: schweigt noch immer, guckt aber schon spöttisch. Und schnauft deutlich.

Der Gärtner: Was hätte ich denn sonst machen sollen? Hätte ich sie etwa umbringen sollen?

Der Freund: Jaa, genau, macht man das nicht so mit Schnecken? Schneckenkorn? Bierfalle? Salz? Das haben die nicht anders verdient. Diese Mistviecher. Die bring ich alle um, wenn die MEINE Pflanzen zammfressen.

Der Gärtner: Naja, es gibt hier in Deutschland aber keine Todesstrafe. Und da bin ich auch richtig froh drum.

Der Freund: Du wieder. Ich find, da übertreibste schon ein wenig, oder?

Bonustrack: Crowdsourcing mal anders.

Das will ich ersetzen: Festes Shampoo statt aus der Flasche.

Spruch der Woche: Meine Fehler gefallen mir besser als deine Fehler .
Unbekannt


Corona die Zweite

ok, der nächste lockdown scheint unterwegs zu sein. Wieder mehr Zeit zu Hause, relativ alleine und Winter wird’s auch.

Vorschläge gegen den Blues:

Helfen macht glücklich, heißt es. Also wenn du nicht zur Risikogruppe gehörst oder dir das egal ist: Hilf den Nachbarn, geh einkaufen, versorge das Kind das nicht zur Schule oder in die Kita kann, während die Eltern arbeiten. Geh mit dem Nachbarshund Gassi. Frag beim Tierheim oder der Tafel an, ob sie Helfer brauchen. Melde dich bei den diversen Hilfsorganisationen, die solche Dienste anbieten. Telefonseelsorge? Kummerkasten? Nähe Masken (wir scheinen sie noch länger zu brauchen).

Raum macht glücklich, heißt es. Geh wieder mal durch die Wohnung, die Schränke und Schubladen, vor allem den Keller und die Garage und überlege dir, ob du das alles wirklich behalten willst. Ausmisten befreit. Online-Börsen finden Abnehmer. Meine Favoriten im Netz sind noch immer booklooker und Tauschticket. Und regional ist es der Tauschmarkt Mainfranken. Ein Freund schwört auf Ebay-Kleinanzeigen. Wo wirst du deine Überflüssigen los?

Selbermachen macht glücklich, heißt es. Ob Basteln, Handarbeiten oder Kochen, digitale Bildbearbeitung, Musik oder überhaupt. Eine gute Quelle für Inspirationen ist das net allemal. Schon allein die vielen Videos zur Anleitung. Smarticular verbindet Selbermachen und Ökologie. Wunderbar. Und wenn nicht jetzt, wann dann? Was für Projekte schweben dir so vor?

Lernen kann glücklich machen, heißt es. Vor allem wenn die Motivation hoch ist. Eine neue Sprache? Programmieren? Philosophie? Gitarre spielen? QiGong? Darts? Origami? Nähen? Malen? Schach? Was steht auf deiner Liste?

Sport kann glücklich machen, heißt es. Ist hoffentlich noch erlaubt. Joggen, Wandern, Radeln geht auch im Herbst und im Winter. Für andere Sachen brauchst du vielleicht mehr Biss. (Ich hab ihn nicht). Witzig finde ich die große virtuelle Challenge von Runme. Davon weiß ich, weil ich mich bei dieser Firma beworben habe. Für mich wäre das nix. Ich habs mal ausgerechnet, bei meinem Tempo bräuchte ich bis 2023 bis ich am Ziel bin 🙂

Warum ist das ökologisch? Was sind denn die Alternativen? Konsum von neuen Dingen. Streaming. Onlinespiele. Alkohol und Psychopharmaka. ???

Machen wir das Beste draus. Bleibt schlank und glücklich.

Bonustrack: Wenn du dich fragst ob deine Spende auch ankommt

Spruch der Woche: Je planmäßiger der Mensch vorgeht, desto wirkungsvoller trifft ihn der Zufall.
Friedrich Dürrenmatt


Unterlassene Hilfeleistung?

Vorneweg möchte ich sagen, dass ich kürzlich jede Menge CDs von Frank Markus Barwasser, also Erwin Pelzig, gehört habe. Der wird ja immer politischer und seine Meinung und meine Meinung sind schon ziemlich gleich. Jedenfalls bin ich jetzt ausreichend – äh, inspiriert? – um mal ein paar philosophische Fragen loszuwerden.

Wie stehst du dazu? Ich würde mich über einen Kommentar sehr freuen.

Wenn jemand in Not ist, verletzt ist, einen Autounfall hatte, bedroht wird, dann wird von uns erwartet, dass wir helfen. Alles Andere fällt unter unterlassene Hilfeleistung und kann bestraft werden.

Und ich mach das auch. Halte bei einem Unfall, tröste die Leute, die gerade ein Reh überfahren haben. Mische mich ein, wenn Eltern ihre Kinder oder Hunde schlagen. (Der Mann an meiner Seite erwartet immer wieder, dass ich dann mal selber Schläge abkriege. Bis jetzt noch nichts passiert.) Bringe angefahrene Tiere zum Tierarzt. Rufe die Polizei, falls ich mit der Situation nicht fertig werde. Tröste weinende Kinder und helfe ihnen, ihre Eltern wieder zu finden. Es überrascht mich immer wieder, viele Menschen das ausblenden können und einfach weiter gehen oder fahren.

Nun ja, wir sind alle anders.

Immerhin kriege ich ab und zu ein Lob, wenn ich davon erzähle.

Aber: Wehe, ich bitte so ein Elternteil den Motor auszumachen, wenn der Wagen steht und der Fahrer auf was wartet. Bitte jemanden, das gerade weggeworfene Bonbonpapier wieder aufzuheben und in den Müll zu werfen. Erzähle was von Fleischkonsum und Treibhausgasen. Oh Hallo! Da sind die Chancen auf ein blaues Auge größer, als wenn ich einem prügelnden Vater in die Arme falle. Öko-Diktatoren, Öko-Terroristin, verdammter Gutmensch, Gretarianerin (das find ich richtig schön). Soll mich um meinen eigenen Kram kümmern. Nervensäge. Spaßbremse.

Aber zuzusehen, wie unsere schöne Welt zugrunde gerichtet wird, wie Wasser und Boden und Luft vergiftet werden, wie wir vergiftet werden mit vielem von dem was wir essen oder in unsere Wohnungen bringen, wie unsere Chancen auf ein Überleben verringert werden durch all diesen Konsum, diesen Egoismus, diese Gedankenlosigkeit, diese Gier, all diesen Müll, wie so viele Tiere und Pflanzen verrecken, verhungern, verbrennen, überfahren werden.

Ist das nicht auch unterlassene Hilfeleistung?

Nun ja, wie gesagt, wir sind alle anders. Gott sei Dank.

Bonustrack: Interessantes zur Klimaerwärmung.

Spruch des Tages: Wer die Laterne trägt, stolpert leichter, als wer ihr folgt
Jean Paul


Ich glaube ich werde alt…

Es wird kalt und trüb da draußen. Mitte Oktober und der Winter nimmt kein Ende ;-). Wir leben im badischen Nebelwald.

Und im Häuschen sieht es aus wie früher bei meiner Oma:

Die Zimmerpflanzen, die den Sommer auf der Terrasse verbracht haben (und es weitestgehend genossen haben, es gibt nicht viele, die das nicht vertragen) die kommen jetzt wieder vor die Fenster. Ist gleich viel dunkler dadurch. Ich habe aber auch viele Pflanzen. Hoffentlich habe ich Platz für alle, da ich fleißig Ableger genommen und umgetopft habe.

Und auf dem Fensterbrett, also unter den Pflanzen, liegen Stoffe und Decken, wegen der Kälte. Es ist nicht so, dass es durch die Fenster zieht. Nein. Aber die Kälte kommt irgendwie trotzdem durch.

Im offenen Durchgang zum Eingang hängt wieder die dicke Decke. Ok, hier zieht es ansonsten wirklich kalt. Aber dieses Höhlenfeeling, schön ist das nicht.

Hinter die Heizung habe ich Alufolie geklebt, das soll die Heizungswärme ins Zimmer reflektieren, statt sie nach draußen zu leiten. Obs wirklich was bringt weiß ich nicht.

Und im Keller sind die Fenster mit Styroporplatten abgedichtet. Da ist jetzt wirklich dunkel. Das bringt allerdings wirklich was. Das haben wir von den Vormietern übernommen. Da wäre ich sonst nicht drauf gekommen.

Und dann kommen noch die Stolperfallen. Also die Zugluftstopper vor den Türen.

Kuschlig ist es schon, bei uns, aber von Licht und Leichtigkeit ist nix mehr zu spüren. Wie schön war doch der Sommer, mit Fenster auf und Türen auf. Auch die Katze ist nicht begeistert. Nun ja, ist besser als gar keine Bewegung. Katze will rein – Aufstehen und Türe öffnen. Die Katze will raus – Aufstehen und Türe öffnen. Die Katze will rein…

Wie machst du deine Wohnung winterfest? Wie sparst du Heizkosten? Bitte schreibe einen Kommentar.

Bonustrack: Besser als wegwerfen.

Spruch der Woche: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant


Krise und k(l)eine Lösungen

Ich krieg die Krise. Eine Umweltkatastrophe jagt die Andere:

Es brennt im Regenwald.

Es brennt in Kalifornien.

Der Golf von Mexico steht unter Wasser.

Überschwemmung im Sudan.

Letztes Jahr brannte Australien – und dieses Jahr bestimmt wieder.

Und so geht es wahrscheinlich weiter.

Fast immer, wenn nicht immer sind diese Katastrophen Auswirkungen der Klimaveränderungen. Heißer, trockener. Und trotzdem mehr Wasser.

Und was tu ich? Ich schreibe süße kleine blog-Beiträge über Waschen mit dem Ecoegg oder schlage vor Pflanzen zu verschenken und auch sonst Vieles, anstatt es wegzuwerfen.

Aber das ist das was ich tun kann und zu dem ich bereit bin. Ich bin überzeugt davon, dass viele kleine Schritte – in die richtige Richtung – von vielen Leuten dazu beitragen, dass die Probleme wenigstens nicht noch größer werden. Warten auf den großen Wurf, das war noch nie mein Ding. Lieber jetzt handeln. Diese Entscheidungen waren nicht immer richtig. Ich weiß. 😦

Also umdenken. Was geht noch, ohne dass es richtig weh tut.

Mehr Essen retten zum Beispiel: Hat mehrere Vorteile. Weniger Müll, das liegt auf der Hand. Wenn ich mehr selber koche, einkoche, backe, dann werden weniger Verpackungen benötigt, weniger Konservierungsstoffe, weniger Geschmacksverstärker, Farb- und Aromastoffe und was sonst noch so unters Essen gemischt wird. Weniger Transport. Es wird weniger produziert und dann schon vor der Verwendung weggeworfen. Es gibt Schätzungen, dass ein Drittel der Nahrung weggeworfen wird, von der Aussaat bis zum Teller. Die Menge an Pestiziden, Wasser, Dünger, Energie für dieses sinnlose Drittel mag ich mir gar nicht vorstellen.

Mein Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt hat so ein paar Kisten, wo er Ware zum halben Preis anbietet, die schon etwas „rass“ ist. Da schau ich gerne nach und wenn es mir halbwegs in den Kram passt, dann kaufe ich das. Und so habe ich letzte Woche Apfelmus gekocht und Rotwein-Pflaumen und Zwiebelkonfit gekocht. (Genau genommen waren es Glühwein-Pflaumen, weil der Glühwein schon länger keiner trinken mochte und der Rotwein im Haus dazu zu schade war). Alles lecker, sagt der Mann an meiner Seite. Und mir macht es Spaß. Die Rezepte schicke ich euch gerne auf Anfrage zu.

Bonustrack: Schaubild zur Klimaerwärumung

Spruch der Woche: Du kannst nicht zurück gehen und den Anfang verändern. Aber du kannst starten wo du bist und das Ende verändern.
C.S.Lewis


Maslow

Heute ist kein guter Tag für mich. Ohne viel Grund bin ich lustlos, müde, unzufrieden. Ok, ich habe wieder mal schlecht geschlafen. Aber das kenne ich eigentlich. Ok, ich spiele nicht auf meinem Spielplatz, wie es bei John Strelecky so schön heißt. Aber, dennoch, eigentlich geht es mir ja sehr gut, objektiv allemal. Ich jammere auf hohem Niveau.

Kennst du so Tage auch? Was machst du dann? Schokolade essen? Bier auf? Eine Freundin voll jammern? Einkaufen gehen? Mit einem Buch ab auf die Couch? Bin für alle Tipps dankbar.

Mir hilft dann oft, mir klar zu machen, wie gut es mir – objektiv – geht. Ich habe ja schon von einigen Möglichkeiten geschrieben:

Ins Handeln kommen.

Oder Dankbarkeit.

Und wenn das alles nicht hilft, dann spiele ich die Maslowsche Bedürfnispyramide durch. Das hilft vor allem, wenn ich wieder mal nicht schlafen kann.

Weil, dann liege ich schließlich bequem und im Warmen und in Sicherheit in meinem Bett. Es ist trocken, ich bin satt und habe relativ wenig Schmerzen. Neben mir liegen Mann und oft genug der Kater. Ok, mit dem Individualbedürfnis – nämlich Schlafen – klappt es grad nicht so gut, und Selbstverwirklichung sieht auch anders aus.

Andererseits wird in diesem Moment absolut nix von mir verlangt. Es ist mitten in der Nacht. Ich muss nix arbeiten. Absolut gar nix machen. Ich darf einfach im Bett liegen bleiben. Noch mehrere Stunden.

Das ist doch Luxus, oder?

Dann geht es mir meist viel besser, und mit etwas Glück schlafe ich dann auch ein.

Warum ist das ökologisch? Naja, so richte ich überhaupt keinen Schaden an, nicht bei mir, nicht bei Anderen. Ist doch fein, oder?

Bonustrack: englische kritische Stimmen zum Recyceln. Treehugger ist eh für viele gute Tipps gut. Und zum Übersetzen gibts ja Übersetzer im net. Zum Beispiel bei Bing.

Spruch der Woche:
Arbeit ist das beste Gegengift zu Trauer.
Arthur Conan Doyle.


Waschen mit dem ecoegg

Es gibt ja inzwischen eine ganze Menge Alternativen zu herkömmlichem Waschmittel. Alle mehr oder weniger ökologisch, umweltverträglich.

Wir haben seit fast zwei Jahren jetzt Erfahrung mit dem ecoegg. (Beim dm gekauft, deswegen auch der link auf dm, gibts auch woanders).

Zunächst war ich skeptisch. Ist ja auf den ersten Blick nicht billig. Auf den zweiten schon. Wie gesagt, wir waschen jetzt fast zwei Jahre mit dem ersten ecoegg. Und das geht schon noch ein paar Monate weiter, bei ca. 2 Wäschen in der Woche. 🙂

Fast zwei Jahre kein Waschmittel kaufen, nach Hause tragen, dosieren, keine Verpackung. Und das Wasser das die Waschmaschine verlässt ist viel sauberer und besser für die Umwelt.

Unser ecoegg ist ohne Duftstoffe, das ist ein Nachteil, aber die Wäsche riecht einfach nur nach nix. Wir haben uns dran gewöhnt. Ecoegg gibt es aber auch mit Duftstoffen.

Es ist halt super bequem, deutlich billiger als anderes Waschmittel, die Wäsche wird genauso sauber wie vorher.

Der Waschmaschine scheint es auch nicht geschadet zu haben, zumindest bis jetzt haben wir keine Probleme. Das Wasser hier ist aber nicht sonderlich hart, das kann schon eine Rolle spielen.

Und das gesparte Geld trage ich dann gerne in den Bioladen.

Bonustrack: Oder ich lasse mir Bio-Nahrungsmittel nach Hause liefern.

Spruch der Woche: Die Dinge ändern sich. Je mehr wir uns engagieren, desto schneller.


Urlaub

Trotz Corona haben wir es geschafft und sind in Urlaub gefahren. Wie gewohnt, mit dem Auto. Schließlich will ich ja im Urlaubsland einiges kaufen und mit nach Hause nehmen, um den Urlaub zu verlängern. Hat auch geklappt. 😉

Wir waren in Dänemark. Nicht ganz billig. Aber sehr schön. Hell, luftig, sehr freundliche Leute. Tolle Landschaft. Also für jemanden aus Süddeutschland. Ich habe diese fehlenden Berge und Hügel genossen. So viel flaches Land. So viel Himmel. Das ist auch ein Stück Freiheit für mich. So viel Platz. Ich glaube, das macht die Menschen auch selbstbewußt und offen.

Und Sonnenuntergänge zum Niederknien.

Gekauft habe ich – wie meistens – vor allem Essen. In Dänemark steht an vielen Häusern ein kleines Schrankregal. Da gibts alles Mögliche zu kaufen. Von privat. Für den „Vertrauensbetrag“. Marmelade, Kartoffeln, Obst und Gemüse. Flohmarktartikel, Corona-Masken, Pflanzen. Find ich klasse. Es wird weniger weggeworfen. Und ein wenig die Versorgung der Nachbarn sicher gestellt. Gibt gar nicht mal so viele Orte und Läden wie hier bei uns.

Und eine große Tüte voll Treibholz und Muscheln ist im Auto gelandet. Es gibt da ja viele Möglichkeiten zum Basteln und so die Küste ein wenig ins eigene Heim zu bringen. Ich mag die Seiten von Schlüters home design, da habe ich schon viele Anregungen gefunden. Und sie haben mich letztendlich ans Meer gelockt. Ich dachte ja immer, Strandurlaub ist nix für mich. Nun ja, der Mensch kann sich ändern…

Die Tüte habe ich dann gleich nochmals voll gemacht: Mit Müll. Das geht am Strand genauso schnell wie hier zuhause. Es ist schon erstaunlich, was alles in der Landschaft landet.

Darum gibt es auch dieses Jahr wieder den Coastal Cleanup Day, am

19. September.

Und auch dieses Jahr werden wir mitmachen. Auch wenn wir weit von der Küste entfernt leben. Denn der Wind treibt es in den nächsten Fluss und von da ist der Atlantik nicht mehr weit.

Dieses Jahr haben wir noch mehr Helfer. Die Angler und Fischer machen auch mit. Find ich gut.

Vielleicht magst du ja auch eine Müllsammelaktion entlang der Straßen und Wege organisieren, oder sogar mit Kanu am Ufer der Bäche? Oder wenigstens mit einer großen Tüte bewaffnet spazieren gehen. Sprich doch auch mal mit deiner Gemeinde, was danach mit dem gesammelten Müll passieren soll. Passt ja vielleicht nicht alles in deine Mülltonne. Meine Stadt nimmt den gesammelten Müll entgegen und entsorgt das dann.

Bonustrack: Für mehr Grün am Haus

Spruch des Tages: Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Francis Bacon


Müll sparen beim Hausputz

Putzen ist anerzogenes Verhalten. Und damit veränderlich. Abhängig von der Gesellschaft in der wir leben.

Dazu ein paar Gedanken und Persönliches:

Aufgewachsen bin ich in einer Familie, in der alle zwei Wochen fast alles feucht gewischt wurde. Weil man das schon immer so gemacht hat. Und wegen der Nachbarn. Und die Pflanzen wurden regelmäßig in der Dusche abgebraust. Das machte Sinn in einer Familie, wo der Mann in der Kohlegrube gearbeitet hat. Oder sich nicht die Stiefel ausgezogen hat, wenn er aus dem Stall ins Haus kam.

Und es war auch machbar in einem kleinen Häuschen.

Aber in so einer Familie lebe ich nicht. In unserer Küche wird auch nicht geschlachtet, keine Hühner gerupft und kein Rübenzucker eingekocht. So viel Dreck fällt bei uns nicht an. Wobei es schon erstaunlich ist, wieviel Schmutz zwei Menschen und ein Kater ins Haus tragen können. Aber da reicht Kehren und Staub saugen.

Als ich 19 war ging ich für ein Jahr als Au-pair-Mädchen ins Ausland. Und lernte da ganz andere Regeln kennen. Fenster zum Beispiel wurden nur zwei Mal im Jahr geputzt. UND DER BLITZ HAT UNS NICHT GETROFFEN!!!!!!!!! Wow!

Was für eine Befreiung vom deutschen Dogma.

Dann arbeitete ich ein paar Monate in einer Jugendherberge im Rheinland und lernte den berüchtigten rheinischen Putzteufel kennen. Oha!

Wie gesagt, Putzen ist Erziehungssache 😂

Unser Haus ist sauber genug, um gesund darin zu wohnen und schmutzig genug um glücklich darin zu sein. Und wenn wir unglücklich sind liegt es nicht am fehlenden Schmutz.

Und bei uns kann man nicht vom Boden essen. Muss man aber auch nicht, wir haben saubere Tische und Teller.

Kritischen Besuchern nehme ich schon mal die Brille ab oder drücke ihnen einen Lappen in die Hand. War aber schon lange nicht mehr nötig.

Selber isses mir egal, wenn ich wo zu Besuch bin schaue ich nicht nach dem Staub auf den Regalen. Ich hoffe halt, dass es mein Besuch ähnlich locker sieht.

Und Dreck geht ja nicht aus der Welt: Vermehrt durch Putzmittel schüttest du ihn ins Klo, von da geht er ins Klärwerk, die bringen die Reste ins Müllheizkraftwerk und über die Luft und dein offenes Fenster …

Praktisch heißt das für mich:

  • Viel seltener putzen
  • Meist reicht Wasser ohne Putzmittel
  • Wenn ich doch mal „Verstärkung“ brauche, dann wasche ich „leere“ Dusch- oder Spülmittelflaschen aus.
  • Zitronenschalen und Kaffeesatz helfen super im Badezimmer (aber schaden den verchromten Armaturen, Vorsicht)

Und so brauche ich fast keine Putzmittel.

Und es bringt Unglück wenn du Fenster in einem Monat putzt, der im Namen ein „R“ hat. Selbst erlebt, honest word.

So sparst du jede Menge Müll beim Hausputz. Und Geld und Zeit auch. Die kannst du dann verwenden fürs Glücklich sein.

Bonustrack: Plattform für second hand

Spruch der Woche: Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr.

Vincent van Gogh

Ich lärme also bin ich

Also gut, schreibe ich mal über Lärm, Krach, nervige Geräusche.

Wir fahren ja Motorrad. Gerne. Das kann auch schon mal laut werden, weil die Beschleunigung, die wir so mögen nun mal mit viel Getöse verbunden ist. Und Motorradfahren soll jetzt ja am Wochenende verboten oder eingeschränkt werden. Wegen dem Krach.

Verstehen tu ich das. Wenn wir so unterwegs sind, dann sehen wir schon gelegentlich andere Motorradfahrer. Da sind wir ja nun mal nicht alleine unterwegs. Wir suchen halt alle ähnliche Strecken. Kurvig soll es sein, für den Fahrer. Schön was zu sehen, für die Sozia. Schattige Straßen, vor allem im Sommer. Ausflugsziele, wo Motorradfahrer willkommen sind und es schön viele Parkplätze zum Flanieren und Gucken gibt. Und so tummeln wir uns auf den selben Straßen, die als Geheimtipp immer weiter gereicht werden. Und da wird’s ausgesprochen lästig für die Anwohner. Was ich spätestens immer dann merke, wenn wir mal halten und ein paar Minuten sitzen. Vroom Vroom Vroom. Tucker tucker tucker. JAUL!!!!!!!! Vor allem der schnelle Start am Ortsschild ist wirklich doof.

Aber:

Nur selten machen wir Motorradfahrer das früh um halb fünf. Da gibts ganz andere Lärmquellen. Da fliegen dann die ersten Flugzeuge über unser Haus zum nächsten Großflughafen. (Jetzt fliegen sie ja wieder). Night over. Gleich darauf geht unser Nachbar zum Husten auf den Balkon. (Sonst ist er ein netter Kerl, warum er zum Husten auf den Balkon geht, weiß ich auch nicht). Mit etwas Pech weckt das seine Hunde auf, die dann auch auf den Balkon kommen und den Mond anbellen. Was dann die Hunde der Nachbarschaft weckt. Kurz danach starten dann die ersten Nachbarn Richtung Arbeit. Motor an, Musik an, irgendwann dann los. Und so gehts immer weiter, bis Abends um 23 Uhr, oder noch länger.

Und zum Spaß spazieren fahren, das machen andere auch. Mein Ex-Chef spielt Freizeit Bauer und fährt mit seinem Traktor ins Eiscafé. Ein Nachbar fährt seinen Oldtimer Gassi. Im Sommer die Cabrios fahren auch gerne zum Spaß. Und auch die sind alle laut, wenn sie aufs Gas treten.

Und die Rasenmäher und Schredder und Laubbläser. Samstag Mittag. Und mit lautem Radio, dass Mann die Fußballbundesliga gut hören kann, über dem Krach des Rasenmähers. Elektrorasenmäher wären leiser…

Die ganzen Boomboxen und die Musik die aus den Fenstern quillt. Und dem Einen seine Musik ist dem Anderen sein Lärm.

Und was für mich besonders schlimm ist: Die vielen weinenden Kinder, deren Eltern das grad egal ist.

Und die jaulenden Hunde, deren Herrchen oder Frauchen in Urlaub fahren. Und zwar  ohne ihren „Schatz“, der dann zwei Wochen lang allen im Viertel erzählt, wie einsam er ist, und dass er Angst hat. Da hilft auch nicht, dass zwei mal am Tag jemand kommt und füttert.

Und so könnt ich grad weiter erzählen. Fakt ist, wir alle machen Krach und denken uns nix dabei. Manchmal denke ich, das ist so eine Art Bestätigung, dass wir existieren.

Wir waren in Afrika. Da gibts noch so viele unbesiedelte Gegenden. Keine Motoren, kein Radio, wenig Maschinen, wenig Autos. Und alles ist ruhig. Bis auf den Wind in den Gräsern und Blättern und den Geräuschen, die die Tiere machen. Und die Menschen sind es auch. Sie flüstern. Wie schön.

Bonus-Track: Green Belt Movement (englisch) Bewegung in Kenia, die Frauen stärkt und Bäume pflanzt

Spruch der Woche: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. Mahatma Ghandi

 

Struuuudel

Gestern war es bei uns ziemlich kühl für Juli, es hatte wieder mal ordentlich geregnet. Und da backe ich dann gerne. Heizt ein wenig, duftet gut, schmecken tuts meistens auch. Wir sind dann doch mit dem Motorrad zu Freunden gefahren, rausgelockt von einer Wolkenlücke. Naja, Backen wäre wärmer und trockener gewesen…

Meine Mutter machte einen genialen Apfelstrudel. Mit einer Kruste obendrauf, um die wir uns stritten. Keine Ahnung, was sie da drüber gegossen hat. (Vorschläge? Bitte schreibe einen Kommentar) Ich glaube auch fast, es war Nudelteig und nicht Strudelteig, den sie verwendet hat. Der geht dann noch dünner und ist innen weicher.

Und weil ich wußte, dass ich da nicht gegen „anstinken“ kann, habe ich mich lange nicht an Strudel getraut.

Dabei ist es ganz einfach, wenn er auch nicht so dolle schmeckt, wie der von meiner mom.

250g Mehl mit 20 g Öl verkneten, dazu 1 Ei verkneten, dann noch mit 100 ml heißem Wasser verkneten.

Bei mittlerer Geschwindigkeit kneten bis eine Kugel entsteht, die elastisch ist und nicht klebt, notfalls noch etwas Mehl zugeben. Und wenn du das von Hand machst, dann hast du den Sport für diesen Tag auch schon erledigt.

Abgedeckt bei Zimmertemperatur 1 Stunde ruhen lassen, evtl Behälter ein wenig einölen, dann löst sich der Teig später besser.

Danach ein Geschirrtuch mit großzügig Mehl bestäuben und den Teig erst mit dem Handballen, dann mit dem Nudelholz auf dem Geschirrtuch auswellen. Notfalls sanft mit den Händen von innen nach außen ziehen. Das Geschirrtuch sollte komplett bedeckt sein. Dann ist der Teig ziemlich dünn, fast durchscheinend, aber keine Löcher bitte. Obwohl, immer dieser Perfektionismus 🙂

Reicht für ein kg Äpfel mit Zucker und Nüssen und ein wenig Butter.

Die Füllung auf den Teig, dabei rechts und links 5 cm Rand lassen, oben 7 cm und unten 15 cm.

Mit Hilfe des Tuches aufrollen und in die gebutterte Form legen oder auf Backtrennpapier. Ränder ein wenig andrücken.

Mit zerlassener Butter bestreichen.

Bei 180 °C 45 Minuten backen, dann noch 10 Minuten in der Röhre lassen.

Was ich an Strudel mag ist, dass ich darin jede Menge Reste gut und schmackelig drin verstecken kann. Gerade  Gemüsestrudel werden zu Rumfort-Strudeln (liegt rum, muss fort). Käsereste, Quark, Buttermilch, Suppen oder Saucenreste, alles Mögliche mische ich da mit rein. Und die Strudel lassen sich prima einfrieren und auftauen. So haben wir ein schnelles Essen für stressige Tage. Oder eine Vesper zum mitnehmen.

Bonus-Tipp ist heute wieder mal ein Buch-Tipp. Da bin ich drüber gestöbert. Ist so ein wenig wellness, soulfood zum Lesen. Nicht wirklich heile Welt, aber am Ende ist alles gut oder doch wenigstens besser als am Anfang. Und es ist voller Basteltipps und Rezepte. Freude am Selbermachen zieht sich durch die Bücher von Marina Boos. Es sind diese Jule-Bücher, von der jungen Frau, die eine alte Kneipe zu einem Handarbeitstreff in einem kleinen Kaff verwandelt. Drei Bände habe ich inzwischen und hoffe auf einen vierten. Gibts auch viel gebraucht bei https://www.booklooker.de oder https://www.tauschticket.de oder auf anderen Second-hand-Plattformen.

gebrauchtes Buch – Marina Boos – Jules Welt - Das Glück der handgemachten Dinge: Ein Kreativ -Romangebrauchtes Buch – Marina Boos – Jules Welt - Vom Glück der winterlichen Dinge: Ein Kreativ-Romangebrauchtes Buch – Marina Boos – Jules Welt - Frühlingsglück und Gartenzauber: Ein Kreativ-Roman

Spruch des Tages: „Und im Leben muss man seine Gewinn- und Verlust Rechnung offen halten“.

Bleibt gesund und fröhlich


 

Tiere im Garten

Wir haben ja diesen kleinen Garten. Wir lassen ihn ziemlich wild, zum einen aus ökologischen Gründen. Aber ein wenig Faulheit ist auch dabei. Ich geb’s ja zu. Grundsätzlich lasse ich alles mögliche wachsen, bis ich den Platz brauche. Und so blühen viele ungeliebten Kräuter. Das ist, ungeliebt für Menschen, aber sehr begehrt bei den Tieren. Vor allem bei den Insekten.

Wir haben auch ein paar Nistkästen aufgehängt für die Wildbienen und diese Kästen sind gut gefüllt. Ab und zu kommen dann Meisen vorbei und picken sich die Larven aus der ersten Kammer. Aber das ist auch Natur.

Und klar, wir füttern die Vögel auch im Sommer. Nehmen tun sie es gerne. Und wir schauen gerne zu.

Vor ein paar Wochen hat eine Hornissenkönigin in einem alten Grill ihr Nest gebaut. Inzwischen sind es viele Hornissen, die durch den Garten fliegen. Sie lassen uns in Ruhe – und wir lassen sie in Ruhe. Schon interessante und beeindruckende Tiere. Laut. Wenn es sehr heiß ist und die Sonne auf diesen alten Grill scheint, dann sitzt eine Hornisse im Eingang und wedelt mit den Flügeln um zu lüften. Stark. Dann beschatte ich den Grill manchmal. Hab halt ein weiches Herz für arbeitende Frauen. Hornissen sind ja Jägerinnen und ich würde zu gerne mal sehen, wie eine Hornisse Beute ins Nest trägt. Aber noch war mir das nicht vergönnt. Ob wir so weniger Fliegen und Wespen haben? Ich kann’s nicht wirklich sagen.
Ab und zu verirren sich auch Hornissen in die Wohnung.  Und wie bei den anderen Insekten sammle ich die dann mit Glas und Postkarte von der Scheibe ein und trage sie nach draußen.

Gestochen wurden wir nicht. Und wir sind froh, dass die Katze und die Hornissen auch eine Art Nicht-Angriffspakt haben.

Wir haben auch mehrere Wasserstellen im Garten. Für die Vögel. Und zum andern, weil die durstigen Insekten dann nicht so an die Früchte gehen. Aber klar, auch aus Mitgefühl. Am meisten werden diese Wasserstellen von den Wespen genutzt, die da das Wasser für ihre Nester holen. Ein paar Steine ermöglichen es den Insekten wieder aus der Wasserstelle zu krabbeln. Ich glaube, die Schale vor dem Haus wird auch gerne von vorbeilaufenden Hunden genutzt, jedenfalls ist sie immer schnell leer. Ist auch ok.
Ich geh aber nicht so weit und stelle Bier und Prosecco draußen kühl, für die Hundebesitzer 🙂

Auf den Seiten des Nabu findest du viele Tipps wie auch du einen kleinen Garten oder Balkon in eine Anlaufstelle für Tiere verwandeln kannst.

Bonustrack: Unperfektshop

Spruch der Woche: Mich ärgern heißt zu viel Zeit mit Menschen oder Dingen verbringen, die ich nicht mag.


 

Leben und Gesundheit schützen

Corona hat’s gezeigt. Wir sind durchaus in der Lage uns einzuschränken, wenn es darum geht Leben und Gesundheit anderer Menschen zu schützen. Und die Politik kann sogar sehr schnell neue Regeln aufstellen, Gesetze und Verordnungen beschließen und umsetzen. Sogar zu Lasten der Wirtschaft. Und wir Bürger*innen haben uns mehr oder weniger an diese Regeln gehalten. Auch sehr schnell. Da können wir:

  • Stolz drauf sein.
  • Weiter machen.

Und das, obwohl der Sinn für die Bedrohung für viele Menschen gar nicht so stark war und viele der Vorschriften nicht wirklich eingeleuchtet haben.

Eine Runde Schulterklopfen. Natürlich jeder nur die Eigene, weil Abstandsregelung 🙂

Und weiter machen würde ich gerne mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Autobahn. Ein Blick zu Wikipedia zeigt, dass in Europa nur ein Land keine Beschränkungen für die Autobahn hat. Nämlich Deutschland. Grafik zu den Beschränkungen in Europa. In den anderen Ländern wird die Geschwindigkeit reduziert zwischen 100 km/h (z.B. Zypern) bis 140 km/h (z.B. in Polen).

Auch außerhalb der Ortschaften ist in vielen Ländern Europas eine geringere Geschwindigkeit vorgeschrieben als bei uns: Übersicht über die zulässigen Geschwindigkeiten in Europa.

Dies rettet Leben und Gesundheit direkt, weil weniger Geschwindigkeit in der Regel für weniger Unfälle – und harmlosere Unfälle – sorgt. Und es rettet Leben und Gesundheit indirekt, weil weniger Geschwindigkeit weniger Lärm erzeugt, weniger Abgase, weniger Ressourcenverbrauch. Weniger Stress. Das Fahren entspannter wird. (Abgesehen davon, dass bei geringeren Geschwindigkeiten auch viele Unfälle mit Tieren vermieden werden könnten. Ich habe ja mal ein Reh tot gefahren. Ist lange her, schnell war ich auch nicht, geht mir jetzt noch nach.)

Im Mai 2020 hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat eine entsprechende Empfehlung abgegeben.

Leider gibt es meines Wissens gerade keine Petition, keine Kampagne, die die Bundesregierung auffordert die Geschwindigkeitsbegrenzungen menschenfreundlicher zu gestalten.

Mein Traum: 30 km/h im Ort, 80 km/h außerorts, 130 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen.

Wie siehst du das? Bist du schon eine mobile Geschwindigkeitsbremse und fährst langsamer als erlaubt? Brauchen wir wirklich die Straßenverkehrsordnung und Bußgelder und Punkte in Flensburg um uns rücksichtsvoll und intelligent zu verhalten?

Glaubst du, wir Deutschen kriegen das auch noch hin, so wie unsere Nachbarn? Oder ist uns unser heiliges Bleche noch immer wichtiger als Leben und Gesundheit unserer Mitmenschen? Müssen wir schon froh sein, wenn sich mehr Autofahrer*innen an die bestehenden Beschränkungen halten?

Ich bin gespannt.

Bonustrack: Wildkräuter für deine Küche

Spruch des Tages: Alle Gefühle, wie stark sie auch sein mögen, haben einen Anfang und ein Ende.
Shamash Alidina


 

Holzschnitt zu Grillkohle

tansania-308Teil 3 von: Vielleicht reicht dir das eigene Handeln und Unterlassen nicht und du würdest gerne politischer agieren? Da biete ich dir in der nächsten Zeit ein paar Brief-Vorlagen an. Vielleicht sind ja Themen dabei, die dir eh am Herzen liegen.

Die Briefe sind von mir erstellt. Ich verzichte auf jegliches Copyright. Du kannst die Briefe also gerne kopieren, entsprechend abändern und abschicken. Vielleicht hast du ja Kontakt zu einer Zeitung und kannst die Briefe dort als offenen Brief abdrucken lassen? Vielleicht hast du auch schon die Verbindungen, da eine Art Bürgerbegehren zu starten und Unterschriften zu sammeln.

Weiter gehts mit Holz:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

ich hätte da mal eine Frage: Was passiert eigentlich mit dem Holz der Bäume und Büsche  in Gemeindebesitz oder Gemeindeverantwortung, die gefällt oder geschnitten werden? Oder mit den Pflanzen, wenn das Stadtgrün wieder mal durch neue Pflanzen ersetzt wird?

Manchmal sehe ich, dass dieses Holz auf einem großen Scheiterhaufen landet und dann verbrannt wird. Oft mit einer deutlichen Rauchfahne und den entsprechenden Emissionen. Ist ja oft feuchtes Holz, das da verbrannt wird. (Einen Kachelofen mit diesen Abgaswerten würde der Schornsteinfeger wahrscheinlich gleich stilllegen). Und die Pflanzen landen auf dem Anhänger mit Ziel Kompost.
Ist doch eigentlich schade, wenn das, was den Bürgern dieser Gemeinde gehört und von diesen mit Steuermitteln bezahlt wurde einfach so in Rauch aufgeht, oder auf dem Kompost landet, oder?

Ich hätte da zwei Vorschläge:

  • Warum verkaufen Sie das Holz und die Pflanzen nicht?
    Das stell ich mir so vor: Sie künden die Aktion an. Interessenten kommen und holen sich das Holz. Pro Minute Ladezeit 1,00 €. Als Spende für die Stadtbücherei, den Kindergarten, die Grünanlagen, das Altenstift, die Tafel, örtliche Vereine… Und Sie brauchen noch nicht mal eine Brandwache.
    Mit den ausgebuddelten Pflanzen würde ich das ähnlich machen. Pro Pflanze einen Betrag festlegen und das eingenommene Geld als Spende verwenden.
    So gibt es weniger Müll und das Eigentum der Bürger*innen wird nicht einfach weggeworfen und entsorgt.
    Und wer weder Garten noch Kachelofen hat, der kommt eventuell in den Genuss der Spendengelder.
  • Kennen Sie Nero-Grillkohle (https://www.nero-grillen.de)?
    Das ist Grillkohle, die aus heimischem Holz in Frankreich hergestellt wird.  Der Riesenvorteil ist, dass für das Grillvergnügen nicht Tropenholz aus dem Regenwald verwendet wird. Das Abholzen des Regenwaldes führt ja zu einem massiven Artenverlust. Angeblich sterben die Berggorillas auch deswegen aus, weil ihre Wälder hier in Europa den Grill befeuern. Viel besser ist es doch stattdessen das Holz zu verwenden, was durch diverse Pflegemaßnahmen eh anfällt und beseitigt werden muss. Und die Transportwege sind auch deutlich kürzer.

Und das ist doch auch ein schönes Ziel.

Mit freundlichen Grüßen

Bonustrack: Tipps für nachhaltigen Konsum

Spruch des Tages: Was uns im Wege steht, ist meist kein Hindernis, sondern ein Wegweiser. Gelesen auf: https://www.effekt-voll.com.


 

Oh wie schön ist doch ein Kreisverkehr

Teil 2 von: Vielleicht reicht dir das eigene Handeln und Unterlassen nicht und du würdest gerne politischer agieren? Da biete ich dir in der nächsten Zeit ein paar Brief-Vorlagen an. Vielleicht sind ja Themen dabei, die dir eh am Herzen liegen.

Die Briefe sind von mir erstellt. Ich verzichte auf jegliches Copyright. Du kannst die Briefe also gerne kopieren, entsprechend abändern und abschicken. Vielleicht hast du ja Kontakt zu einer Zeitung und kannst die Briefe dort als offenen Brief abdrucken lassen? Vielleicht hast du auch schon die Verbindungen, da eine Art Bürgerbegehren zu starten und Unterschriften zu sammeln.

Weiter gehts mit Ampeln

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister/Landrat/Stadtplaner,

jetzt nach Corona soll die Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Und der Ruf wird immer lauter nach einer nachhaltigen, klimaverbessernden Förderung der Wirtschaft . Dazu ein Vorschlag:

Im Ort gibt es viele Kreuzungen mit Ampeln. Und wenn morgens und mittags Berufsverkehr ist, dann freu ich mich drüber und da sind sie sicher auch sinnvoll. An 20 Stunden des Tages käme ich aber problemlos und vor allem schneller über die Kreuzung, wenn ich nicht erst warten müsste, bis die Ampel mich bemerkt hat und mir grünes Licht gibt. An 20 von 24 Stunden des Tages bin ich nämlich alleine an der Kreuzung. Oder fast alleine. Kein Fußgänger, kein Radfahrer, kein Auto. 

Aber jetzt, da bremse ich (Feinstaub durch Bremse und Reifen, Lärm durch Bremse), steh dann mit laufendem Motor da und warte (zum Glück warte ich selten länger als 10 Sekunden) (Abgase, Lärm durch Musik und Motor) und dann fahre ich wieder los (Lärm, Abgase, Feinstaub durch Reifenabrieb). Und mehr Benzin brauche ich auch, mit allen Konsequenzen. Und ich habe ein kleines, leises, benzinsparendes Auto. Gibt ja auch Andere…

Darum bitte ich Sie, jetzt mit den Möglichkeiten der Förderung über Alternativen nachzudenken. Zum Beispiel:

  • Am schwächsten finde ich den grünen Pfeil. Bremsen muss ich dann trotzdem, aber nicht so oft warten. 
  • Besser wäre eine intelligente Ampelschaltung, die grundsätzlich alles auf grün hat und nur wenn ein Verkehrsteilnehmer kommt die anderen Spuren aus Rot schaltet. Letztendlich wie bei einer Fußgängerampel, nur dass die Anforderung durch eine Kamera erfolgt. Gibts.
  • Noch besser fände ich es, in Zeiten mit wenig Verkehr die Ampeln einfach auszuschalten. Rechts vor links. Kennen wir alle, können wir alle.
  • Aber am liebsten wäre mir ein Kreisverkehr. Warum? Ich muss meistens gar nicht bremsen. Ich komme, alles frei von links, der Rest geht mich nix an, ich fahre rein, ich fahre raus, ratzfatz, kein Bremsenquietschen, weniger Feinstaub, kein Rumgediesel von dem Auto vor mir, viel weniger Lärmbelästigung für die Anwohner, von der besseren Luft gar nicht zu reden. Die klassischen Ampel-Auffahrunfälle gäbe es auch nicht. Und in der Mitte wäre nicht Asphalt und Beton sondern eine schöne Fläche für heimische Pflanzen und sogar für ein Objekt, dass die Stadt symbolisiert. Zum Beispiel Colmar .Und Strom und Wartung braucht der Kreisverkehr auch nicht.

Und wenn Sie die bestehenden Kreuzungen nicht ändern wollen, wie wäre es bei den Planungen für neue Wohngebiete und Industriegebiete gleich an diese  Lösungen zu denken?

Bonustrack: Jugend macht sich stark

Spruch des Tages: „Reden über Probleme lässt die Probleme wachsen.
Reden über Lösungen lässt die Lösungen wachsen«

Steve de Shazer


 

politische Briefe

Vielleicht reicht dir das eigene Handeln und Unterlassen nicht und du würdest gerne politischer agieren? Da biete ich dir in der nächsten Zeit ein paar Brief-Vorlagen an. Vielleicht sind ja Themen dabei, die dir eh am Herzen liegen.

Die Briefe sind von mir erstellt. Ich verzichte auf jegliches Copyright. Du kannst die Briefe also gerne kopieren, entsprechend abändern und abschicken. Vielleicht hast du ja Kontakt zu einer Zeitung und kannst die Briefe dort als offenen Brief abdrucken lassen? Vielleicht hast du auch schon die Verbindungen, da eine Art Bürgerbegehren zu starten und Unterschriften zu sammeln.

Los gehts mit Wasser.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ob es einen Klimawandel gibt, ob der von uns Menschen verursacht wurde, darüber wird kräftig gestritten. Dass sich das Wetter ändert, darüber herrscht ziemlich Einigkeit. Gärtner können Ihnen das gerne bestätigen. Und vielleicht Ihre Stadtwerke mit Abwasser, Kläranlage und Wasserversorgung ebenfalls.

  • Es kommt immer häufiger vor, dass es sehr stark regnet. Und dass es dadurch zu Überschwemmungen kommt, die Leitungen und Klärwerke überlastet sind, der Überlauf direkt in die Flüsse und Bäche geschwemmt wird. Nicht schön.
  • Und ebenfalls werden die Zeiten immer häufiger, wo es lange nicht regnet. Wo viel Wasser benötigt wird, das sich zu wenig durch den Regen auffüllt.

Sicherlich fangen unsere Stadtwerke das Regenwasser der Dächer der Stadtverwaltungen und der öffentlichen Gebäude auf, um damit später die öffentlichen Grünanlagen zu bewässern. Das entlastet die Kanalisation und spart später Wasser.

Und viele Gärtner haben auch ein Regenfass und handeln ähnlich.

Aber all das reicht nicht.

Rechnen Sie doch mal durch, wieviel Dachfläche in unserer Gemeinde vorhanden ist. Oder fragen Sie die Stadtwerke,  die können Ihnen das ganz genau sagen. Viel Regen der auf all dieser Dächer fällt, könnte in Zisternen und Regentonnen geleitet werden. Bei Starkregen vermindern Sie dadurch die Belastung der Kanalisation. Und wenn es wieder trocken wird, dann kann all dieses Regenwasser die Gärten und Balkone bewässern. Eine echte win-win Situation.

Vielleicht hat unsere Gemeinde ja ein Budget um die Nachhaltigkeit zu fördern. Die Folgen des Klimawandels abzumildern. Und vielleicht können Sie ja damit den Bau und Erwerb von privaten Zisternen fördern. Den Erwerb von Regentonnen und Regendieben. Oder wenigstens die Bürger über diese Möglichkeiten informieren und zum Handeln anregen.

Wie gesagt, das hat viele Vorteile:

  • Sie entlasten die Kanalisation und die ganze Abwasserbehandlung bei Starkregen, weil zunächst mal viel Wasser in Zisternen und Regentonnen fließt.
  • Sie entlasten die Wasserwerke bei anhaltender Trockenheit.
  • Und Ihre Bürger freuen sich über die Förderung von Zisterne, Regenfass und Regendieb und über eine praktische Verwendung von Steuermitteln, die ihnen direkt zu Gute kommt. „Des is doch endlich mal was Gscheits! Da hat mer wenigstens mal was davon!“ wird man hier in Franken sagen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Bonustrack: Essbare Wildkräuter

Spruch der Woche: Lieber für jemanden sorgen als um jemanden sorgen. Bleib gesund und fröhlich.

Philosophie: Ins Handeln kommen

tierpark-033.jpgIst ja grad alles nicht ganz so lustig. Und da lieg ich dann schon mal auf der Couch und tu mir von Herzen leid.

Corona, Klimakrise, finanzielle Unsicherheit, Sorgen um die Freund*innen, vor allem, wenn ich schon länger nix mehr gehört oder gelesen habe.

Und diese Freund*innen fehlen mir wahnsinnig. Ich will sie treffen, in den Arm nehmen, ohne Maske und zwei Meter Abstand. Abbusseln. Zeit mit ihnen verbringen. Spazieren gehen, Essen gehen. Ach ja. Telefonieren reicht einfach nicht.

Fad wird mir auch so langsam, in Woche Sieben der Beschränkungen. Am Anfang dachte ich noch: Super, endlich hab ich Zeit all die Rezepte zu kochen, die ich schon lange ausprobieren will. All die Dinge zu Basteln, die hier schon lange auf mich warten (hab ich jetzt gemacht: Meine Weihnachtskarten sind fertig! Yeah!). Im Garten buddeln und doch ein wenig Ordnung reinbringen. Jeden Tag ein wenig Rumputzen. Dabei bin ich wirklich nicht der Welt beste Hausfrau und will es auch gar nicht sein.

Aber Tag für Tag fällt es mir schwerer mich zu motivieren. Und da lieg ich dann eben rum und tu mir selber Leid. Was mich noch von der Couch locken könnte ist natürlich die Schokolade. Oder Anderes zu essen. Oder im Net was zu bestellen. Also die alten Tröster: Konsum. Will ich aber nicht.

Und dann sag ich mir: Gretl, los, komm ins Handeln, ganz egal was du machst, fang einfach an. Steh auf, leg Musik auf, fang einfach an.

Und was soll ich sagen? Ja, es hilft, ich fang an zu handeln und meine Stimmung steigt. Ist ja auch so ein Tipp: Wenn du verzweifelst an der Situation, der Welt, deinem Umfeld, deinem Leben: Geh und räum dein Zimmer auf. Klingt zynisch, klingt doof – aber klappt. Und wenn dein Zimmer aufgeräumt ist: Geh raus und sammle Müll. Deine Nachbarschaft ist wie ein großes Zimmer. Und wahrscheinlich leider voll Müll: Kippen, Tempos, Bonbonpapierchen, Flaschen, schon faszinierend, was alles so schwer ist, dass mensch es nicht nach Hause tragen kann. 🙂

noch ein Tipp von Klaus Birk

Spruch des Tages, diesmal von Marc Aurel, dem alten Römer:
Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt! Suche von den Dingen, die du hast, die Besten aus und überlege dann, wie eifrig du nach ihnen suchen würdest, wenn du sie nicht hättest.

Nochmals Gartenfreuden: Jäten = Ernten

fruehlingsbote.jpg

Unser Garten ist recht klein, nur so ein Handtuch, vielleicht 20-25 m2.

Da ist ein Pfirsichbaum. Dieses Jahr hat leider der Frost die Blüten zerstört, es gibt also keine Pfirsiche. Schade.

Die Johannisbeeren blühen jetzt aber schön, die Erdbeeren kommen auch. Die Heidelbeere bekommt Blätter und die Stachelbeere habe ich erst letztes Jahr gesetzt, da habe ich noch wenig Erwartungen.

Dieses Jahr habe ich noch eine Physalis gepflanzt, mal sehen, ob das klappt.

Unter dem Pfirsichbaum ist die Kräuter und Salatecke. Da wächst es ziemlich wild: Rosmarin neben Schnittlauch und Ruccola. Pfefferminze neben Sauerampfer und Estragon. Thymian neben Bärlauch und Salat. Basilikum neben Kapuzinerkresse.

Überhaupt haben wir keine Beete im eigentlichen Sinn. Es wächst bei uns alles durcheinander. Es gibt nur eine grobe Zweiteilung. Rechts ist mehr das zum Essen und links sind die Blumen, fürs Auge.

Und dazwischen wachsen auch viele ungeliebte Kräuter, oder Pflanzen wachsen da, wo wir sie nicht haben wollen. Und da verbinde ich dann gerne Jäten und Ernten. Es gibt ungeliebte Kräuter, wie zum Beispiel den Giersch, der kommt in den Salat oder in die Suppe. Ebenso Löwenzahn und Brennnessel. Die Brennnessel nehme ich auch gerne als Dünger, ohne den Umweg der Jauche, einfach klein schneiden und um die Pflanzen legen, die ich gerade erst eingegraben habe. Das deckt den Boden ab und verhindert so ein schnelles Austrocknen. Und die ungeliebten Kräuter wie auch die Rückschnitte der Büsche machen sich oft gut in der Vase. So dauert der Rückschnitt zwar länger, aber hey, ist ja keine Arbeit, die ich möglichst schnell hinter mich bringen muss. Da sitzt mir kein Boss im Genick. Und viele Blüten, wie die vom Gänseblümchen sind essbar oder können getrocknet in den Haustee.

Eine Kompostecke haben wir nicht. Ich bin ein großer Fan von Direktkompost. Ich schneide vieles klein und lege es direkt aufs Beet. Zumindest über die Apfelschalen freut sich die Amsel riesig. Da haben die Regenwürmer keine Chance. Bananenschalen sollen auch ein super Dünger sein, voller Mineralien. Und so lange die ungeliebten Kräuter noch nicht blühen oder gar Samen gebildet haben lege ich sie auch einfach wieder dahin, wo ich sie gerade ausgerupft habe. Ausnahme ist das Gras und das Moos, das kommt in die Biotonne.

Da bei uns weder gespritzt noch gedüngt wird und von den Nachbarn auch nicht viel Gift über den Zaun weht können wir auch problemlos ernten.

Und durch die vielen ungeliebten Kräuter kommen auch die Bienen und Schmetterlinge auf ihre Kosten. Für mich gehören Tiere in einem Garten einfach dazu. Und wenn die Amsel dann im Herbst den Sanddorn erntet, ja mei. Ist halt so.

Natürlich haben wir Wasserstellen für Vögel und Insekten und auch Insektenhotels, die sind grad gut besucht.

Für uns ist dieser Garten ein Paradies.

Warum ist das ökologisch? Wenn wir Essen selbst erzeugen, oder auch die Blumen für die Vase bedeutet dies: Null Pestizide, kein Transport, wenig Verschwendung. Biologische Vielfalt ist auch möglich, wenn nicht der Ertrag im Vordergrund steht. Und Entspannung ohne Konsum oder weite Reise ist noch so ein Bonus.

Und schmecken tut’s uns auch.

BonustrackSeite des NABU zum Thema Elektroschrott

Spruch des Tages, passt zu Corona wie auch zur Klimakrise: „Am schwersten ist der zu wecken, der sich schlafend stellt.“

Bleib gesund und fröhlich

 

 

 

Gärtnerseife

Also gut, noch drei Wochen Kontaktsperre und wenig Freizeitangebot. Glücklich sind die, die einen Garten oder Balkon haben und voller Freude in der Erde buddeln. Oder den Zimmerdschungel pflegen.

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Ich mach beides gerne, und „mit ohne“ Handschuhe, wie wir hier in Franken sagen. Und so sehen meine Hände dann auch schnell aus.

Zum Glück gibts Gärtnerseife. Und sogar in mehreren Versionen. Mit Salz und Öl. Mit Salz und Honig. Gibt bestimmt noch mehr Rezepte.
Und so geht meines:

Ein kleines Glas mit gut schließendem Deckel fülle ich zu Dreiviertel mit Zucker. Ganz normaler Rieselzucker. Und dann gebe ich tropfenweise (!) Spülmittel hinein und rühre um. Der Zucker soll feucht werden, aber sich nicht auflösen. Dann gibt das im Idealfall eine grobe Paste. Zuviel Spülmittel geht sehr schnell, also, sei bitte zögerlich.

Wenn du magst kannst du den Zucker vor dem Spülmittel noch ein wenig verschönern, mit:

  • gemahlenem Kardamom, oder
  • gemahlener Nelken, oder
  • einem ätherischen Öl (1 Tropfen)

Alles drei duftet ein wenig und desinfiziert auch ein bißchen.

Diese Gärtnerseife kommt dann auf die feuchte Haut und rubbelt die Hornhaut und die rauen Stellen schön weg. Klappt auch super mit der Hornhaut an den Ellenbogen. Ich nehm’s auch so gerne als Peeling.

Letztendlich wirken die Zuckerkörnchen hier wie Mikroplastik, sind aber kein Plastik und damit viel umweltverträglicher.

Von meiner französischen Freundin kommt der Tipp vor dem Buddeln die Fingernägel in feuchte Seife zu graben, dann löst sich später die Erde unter den Nägeln viel leichter.

Bonustrack: wenn du nach alternativen Produkten suchst, um ein wenig ökologischer zu werden

Kennt jemand Kochen mit der wunderbag oder ähnlichen Produkten ? Könnt ihr bitte einen Kommentar schreiben mit euren Erfahrungen? Ich denke über so ein Teil nach …

Spruch der Woche:
Mich sorgen ist ein sinnloser Dialog mit mir selbst über Dinge, die ich nicht ändern kann.
Also: bleibt gesund und fröhlich


 

 

 

 

Philosophie, die Zweite

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Dankbarkeit als Heilmittel gegen Frust und Unzufriedenheit wird alleweil gerne propagiert. Mir hilft sie sehr.

Sehr häufig übersehen wir das Naheliegende. Das was wir schon haben, das Selbstverständliche. Und fokussieren zu sehr auf das was uns (vermeintlich) noch fehlt zum Glück. Und wenns geht, dann erwerben wir das Fehlende und sind hinterher ganz schnell genauso unzufrieden wie vorher. Und wehe, es geht nicht!

Gerade jetzt, mit den ganzen Ausgangsbeschränkungen und der vielen Zeit sind viele frustriert, all die geplatzten Pläne. Mein Schwager hatte Ägypten und Tauchen gebucht, wir wollten ins Elsaß und mit dem neuen Motorrad die Vogesenpässe genießen, eine Kollegin hatte Ostern in New York auf dem Programm und die Liste ist endlos.

Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!

Und wieder locken die üblichen Trösterchen: online shopping, zocken, Schoki, Alkohol, Chips, Netflix. Fällt mir noch mehr ein, dir bestimmt auch. Und wie üblich geht davon der Frust nicht wirklich weg, kommt evtl. noch der Frust über das steigende Gewicht und den schwindenden Kontostand dazu.

Und da kann die Dankbarkeit helfen. Ich mach das so:

Wo immer ich grad bin mach ich die Augen kurz zu. Und wenn ich die wieder öffne, dann sehe ich meist sofort etwas, für das ich dankbar sein kann. Ich habs mal in der Badewanne gemacht und war gleich froh, dass da so eine schöne geflieste Wand war. Die hat nicht nur den Wind und den Regen draußen gelassen sondern auch die Blicke der Nachbarin. Und dass die Fliesen scheußlich waren, das hat mich dann gar nicht gestört. 🙂

Meist stell ich mir den handy-Wecker und suche ein paar Minuten lang gezielt Wesen und Dinge für die ich dankbar bin. Mann und Kater zum Beispiel. Die Spatzen vor dem Fenster. Die gemütliche Couch, auf der ich grad liege. Das schöne Bild, das der Markus gemalt hat. Die vielen Zimmerpflanzen. Die Bücherwand. Egal.

Du wirst sehen, es gibt so viel für das du dankbar sein kannst. Und du wirst sehen, nach ein paar Minuten fängst du an zu lächeln und es geht dir besser. Auch dieses Trösterchen hält nicht ewig, aber es macht wenigstens nicht dick und nicht arm.

Bonustrack:  Liste von Einrichtungen die Sachspenden nehmen

Spruch der Woche: Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten.
Henry Ford


 

Und was jetzt?

Corona machts möglich. Auf einmal haben wir viel Zeit. Und was machen wir jetzt damit?

Hier ein paar meiner Vorsätze. Bis jetzt habe ich kaum was davon verwirklicht, weil ich noch mit dem Organisieren des neuen Lebens beschäftigt war. Aber jetzt:

Ich will einiges lernen. Zum Beispiel welche Wildkräuter wir essen können und wie die schmecken. In unserem Garten lassen wir ja so einige ungeliebte Kräuter stehen. Zumindest mal bis sie überhand nehmen oder ich an diese Stelle eine andere Pflanze setzen will. (Da habe wir uns übrigens einen Vorrat zugelegt, Bellis, Primeln, Nelken, Rapunzeln. Ich hoffe das Lagerhaus hat noch lange auf, dann geh ich da immer wieder rein und hole Nachschub). Zu diesem Thema gibt es ganz viele Bücher.

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Das ist das Buch, das ich verwende:

Zur Zeit habe ich sehr viele Taubnesseln im Garten. Leider schmecken mir weder Blüte noch Blatt. Schmeckt ein wenig wie rote Beete. Und das ist so gar nicht meins.

 

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Das andere, das ich lernen will ist, wie ich Drogerie-Produkte selber machen kann. Auch dafür habe ich ein Buch.

 

 

 

Und was ich auch will, das ist wieder mal durch die Räume gehen und mir überlegen, ob ich all das behalten will, was sich da so findet. Da kann bestimmt viel weg, ohne dass ich zu Marie Kondo werde. 🙂 Und was ich dann nicht mehr haben will, das versuche ich einzutauschen, zu verkaufen, zu spenden, zu verschenken. Oder zu verwandeln. Hier genieße ich sehr die Anregungen im blog von Astrid und Manfred Schlüter (https://schlueterhomedesign.com/author/astridmanfred/) Wegwerfen will ich nur wenig. Aber sicher, das eine oder andere wird in der Tonne landen.

Wie verbringst du jetzt die freie Zeit? Hilfst du Nachbarn die zuhause bleiben wollen beim Einkauf? Betreust Kinder die nicht in die Schule können? Netflix und chill? Endlich mal den Schreibtisch aufräumen? Ihr Kinderlein kommet realisieren?  Bitte hinterlasse einen Kommentar.

Bonustrack: Selbstversorgung auf dem Balkon

Spruch des Tages:
Wer nicht kann wie er will, muss wollen was er kann.

Bleib gesund und fröhlich


 

 

 

 

Yippie, Gartenzeit

Jetzt geht sie wieder los, die Gartenzeit. Juckt es dich auch schon wieder in den Fingern? Ich freu mich drauf.

Du hast nur einen Balkon? Macht nix, die Tipps gehen auch auf dem Balkon.

Du hast nur Freunde mit Balkon oder Garten? Dann lies trotzdem bitte weiter. Pflanzen sind auch immer ein schönes Geschenk………

Also, wenn du jetzt Lust bekommst neu zu säen oder zu pflanzen, dann denke bitte auch an die heimische Tierwelt. Viele Gärtnereien wissen inzwischen Bescheid, welche Pflanzen wichtig sind für Insekten. Solche mit offenen Blüten zum Beispiel. Oder welche Früchte und Samenstände auch für die Vögel interessant sind. Die Amsel zum Beispiel, der Verrecken, liebt den Sanddorn. Noch bevor der richtig reif ist und ich mir überlegt habe, was ich aus den Beeren mache zupft die Amsel die Beeren ab. Sieht lustig aus. Soll mir Recht sein.

Besonders wenn du mehrjährige Pflanzen in deinen Garten holen willst wäre es toll, wenn du dich gut informierst. Ja, heimische Obstgehölze brauchen mehr Zeit und Einsatz als die Thuja Hecke. (Aber eigenes Obst oder Nüsse haben ihren Reiz). Und Geranien hat vielleicht schon deine Oma immer auf dem Balkon gehabt. Und dir gefallen sie auch. Aber leider bieten Geranien den heimischen Insekten so gar keine Nahrung. Du kannst ja mal mit ein paar ökologisch interessanten Pflanzen anfangen und schauen, wie die sich machen – und welche Schmetterlinge sie anlocken.

Und noch eine Bitte: Vielleicht kannst du dich mit den ungeliebten Kräutern ein wenig arrangieren. Gerade Brennnessel und Co. sind so wichtig für Insekten. Und jetzt im Frühjahr können sie deinen Speisezettel bereichern. Jäten durch Ernten, das hat mir schon immer gefallen. 🙂

Schmetterling

Das ist ein super Gewinn für die Umwelt und für dich und gibt ganz viele Glückspunkte

Bonustrack: Bioboden versucht heimischen wertvollen Ackerboden zu schützen

Spruch der Woche:
Sobald die Gänse den Teich verlassen haben, lässt das Wasser ihr Spiegelbild los
Huancha Daoren


 

Philosophisches

Wie oft passiert dir dies? Du bist frustriert, müde, genervt, traurig, unzufrieden? Dein Leben ist nicht so wie du es möchtest? Deine Arbeit? Deine Familie und Freunde? Dein Körper? Deine Freizeit?

Wahrscheinlich doch recht häufig. Schon komisch, wir leben in einem reichen Land, haben fast alles was wir zum guten Leben brauchen. Wenig Katastrophen bedrohen uns. Ich sage gerne: Dieses Franken ist eine gesegnete Gegend. Keine Erdeben, keine Vulkane, wenig Unwetter, selten Hochwasser, friedlich, gutes Essen und Trinken. Viel Sicherheit. Viel Freizeit, schöne Feste. Sogar das Wetter ist gut, meistens. Andere kommen hierher um Urlaub zu machen. Fahrrad fahren und wandern und paddeln und Kultur genießen. Und wir? Wir sind unglücklich, unzufrieden.

Und was machen wir dann?

Erstmal ein Bier auf. Brauchen ein Stück Schoki. Gehen shoppen. Hocken vor der Glotze. Spielen am Computer. Rolladen runter und rauf auf die Couch.

Obwohl, das mit der Couch könnte der Anfang einer Lösung sein.

Jeden Tag mal fünfzehn Minuten gar nix machen, außer vielleicht die Katze streicheln. Nur sein. Auf der Couch liegen, vielleicht mit der Kuscheldecke. Gerne auch mit dem Kuschelmenschen. Schweigen. Nix lesen, kein Radio, kein TV, nix essen, nix planen. Einfach nur sein. Gar nicht so leicht. Meistens fällt mir dann ein, dass ich noch schnell ein Brot fürs Abendessen auftauen muss, oder die Wäsche in den Trockner schmeißen, oder jemanden anrufen, oder dieses dringende mail beantworten, oder die Blumen gießen. Und da ruhig liegen zu bleiben und mir zu sagen, dass das jetzt die paar Minuten noch warten kann, das ist schwer.

Aber hallo! Diese fünfzehn Minuten am Tag, nur für mich, das muss doch gehen, oder? Einfach nur zur Ruhe kommen, den Kopf wieder über die Füße bringen. Die Gedanken laufen lassen.

Und wenn ich mich danach frage, wie es mir geht, dann geht es mir meistens besser. Mich macht diese Pause ruhiger, gelassener. Danach lebe ich konzentrierter, fokussierter.

Probiers doch mal aus. Und ob du das dann Pause nennst, oder Meditation, oder ein Nickerchen, das ist egal. Schau doch mal, was es mit dir macht. Und vielleicht, vielleicht musst du dann erst mal nix konsumieren. Und dann ist das wieder ökologisch.

Und jetzt gieß ich die Blumen.

Bonustrack: Übersicht über ethische Geldverwaltung

Spruch des Tages: Zeithaben ist das zweitschönste Wort. Nach Liebe.
Von meinem Tankstellenwirt


 

Heute mal: Mehr in der Küche

Nämlich mehr Geschmack.

Ich mag mein Essen „bröckelich“ wie wir hier in Franken sagen. Also mit Stückchen. Suppen, Saucen, Marmeladen und auch der Kartoffelbrei. Bei mir wird in der Küche geschnippelt und gemörsert und gestampft statt püriert.

So bleibt der Geschmack interessanter und intensiver. Geschmackstaschen nennen wir das, wenn die einzelnen Bestandteile eines Gerichts noch zu sehen, spüren und zu schmecken sind.

Auch Kuchenteige rühre ich von Hand (mit einem Messer) und auch da muss nicht alles super gleichmäßig verteilt sein.

So bleiben Mixer und Pürierstab meistens aus – und damit wirds wieder ökologischer, weil ich weniger Strom verbrauche. Ich habe mehr Bewegung, was mir auch gut tut. Und besser schmeckt es uns auch.

Das rettet die Welt nicht wirklich. Aber ein Anfang ist gemacht und es geht mir ja viel darum umzudenken und möglichst wenig zu verschwenden.

Ich bin sicher, dass schon viel gewonnen wäre, wenn wir nicht so gewohnheitsmäßig verschwenderisch mit den Ressourcen umgehen. Dann reicht es länger für uns alle.

Spruch der Woche: „Ein kleiner Schritt ist auch ein Schritt.“

Bonustrack: Berater zum Thema E-Mobilität


Mengenmäßig less waste

Noch immer less waste in der Küche: In Deutschland und überall wird zu viel Essen weggeworfen oder falsch verwendet. Dafür gibt es viele Gründe, nicht alle kann ich und kannst du ändern. Aber ein wenig geht schon.

  • Ich akzeptiere, dass ich nicht alles essen mag. Und den Anderen an unserem Tisch geht es genauso. Und wenn es noch so gesund ist. Also am Besten nicht wieder kaufen.
  • Obst und Gemüse und Salat werden bei uns leider immer wieder weggeworfen, weil es einfach schneller schlecht wird wie aufgegessen. Dummerweise kann ich aber nicht täglich gute Ware kaufen – also gibts Vorrat und Vorrat hält nicht durch. Dagegen hilft ein rechtzeitiges Einkochen und Einfrieren. Hilft auch bei Milch und anderen Speisen mit begrenzter Haltbarkeit.
  • Ich will nur kaufen und essen, was ich wirklich brauche für Leib und Seele. Und wieviel ich wirklich brauche für Leib und Seele. Viele Leute kämpfen mit dem Übergewicht – oder noch schlimmer: sie haben aufgegeben. Und die Schlanken, die wollen auch lieber weniger essen, damit sie ihre schöne Taille behalten können, oder den Sixpack.
    Da sind große Packungen einfach die schlechtere Wahl. Auch wenn das Verhältnis von Preis und Menge besser ist. Und auch das Verhältnis von Verpackung und Inhalt. Dennoch.
    Da fällt mir ein, als ich Kind war, da wurden am Ende vom Mittagessen die Reste aufgeteilt. Ob wir noch Hunger hatten oder nicht. Es musste alles weg. Meistens waren es Kartoffeln. Und noch nicht mal leckere, nee, so richtige Potacken. Natürlich mit dem Argument, dass die armen Kinder in Afrika… Mein Hinweis, dann doch lieber weniger zu kochen und das gesparte Geld den armen Kindern in Afrika zu spenden fiel nicht auf offene Ohren. Aber ich fand’s logisch.
  • Wenn ich abnehme, dann esse ich jetzt weniger und ich brauche auch in Zukunft weniger. Dabei hilft mir, bewußt zu essen, oft zu kauen. Langsam zu essen und zu versuchen, das Essen wirklich zu genießen und nicht zu schlingen. Leider ist auch das ein Überbleibsel meiner Kindheit. Schnell musste es schon gehen, mit dem Essen. Aber ich kann mich immer noch ändern. Schwer, aber machbar.
    Und was beim Abnehmen noch hilft, das sind möglichst kleine Teller, Schüsseln und Töpfe zu verwenden. Schließlich isst das Auge mit und wenn ich so einen vollen Teller geleert habe, dann muss ich ja satt sein, oder? 🙂
    Und bevor ich einen Nachschlag nehme, da atme ich schön tief in den Bauch hinein. Probiers mal aus, wie es dir damit geht.
  • Fantasie ist natürlich auch gefragt, wenn es um den Genuss von Resten geht. Rumfort Essen nannten wir das in der Rhön. Liegt rum, muß fort.

Nachtrag zum Reis-Einweichen: Anscheinend ist Einweichen auch noch gesünder

Spruch der Woche:
Halte dich von negativen Leuten fern. Sie haben ein Problem für jede Lösung. (Albert Einstein)

Wie vermeidest du dass aus Essen Müll wird? Bitte schreibe einen Kommentar.


 

Less waste: Gefrierschrank

Gefrierschrank oder Truhe brauchen einiges an Strom. Aber sie haben ihr Vorteile.

Sie sind super Helfer bei der Vorratshaltung. Nicht alles eignet sich für Trocknen oder Einkochen. (Eis zum Beispiel 🙂 )Und wenn sich durch Einfrieren die Einkaufsfahrten verringern lassen, dann sparst du wieder Energie. Einmal große Mengen kochen oder backen statt öfter kleine Portionen spart nicht nur Zeit sondern ebenfalls Energie.

Wieviel Energie dein Gerät tatsächlich benötigt, hängt von dir ab:

Ganz klar, aber das weißt du ja, nur kalte Speisen reinlegen. Und mindestens einmal im Jahr abtauen. Und eine Liste, welches Essen in welchem Fach liegt hilft enorm beim Suchen.

Und möglichst selten öffnen. Denn bei jedem Öffnen fließt kalte Luft heraus und zimmerwarme Luft strömt hinein – und die muss wieder gekühlt werden. Und gerade jetzt ist mein Gefrierschrank fast leer, weil die Vorräte von Sommer und Herbst aufgefuttert sind. Also wird ganz viel Luft ausgetauscht.

Ich habe jetzt aber ganz viele leere Vorratsbehälter. (Am Besten aus Glas, kein Plastik, natürlich.) Die Lösung: ich stell die Behälter in den Gefrierschrank. Sie sind aus dem Weg und sie füllen den Platz, so dass weniger Luft strömen kann.

Und wenn ich dann was futtern will, dann lasse ich das über Nacht im Kühlschrank auftauen. Ist eh besser, weil schonend, und der Kühlschrank muss weniger kühlen.

Geht natürlich nur, wenn ich rechtzeitig dran denke 🙂

Aber das liegt ja an mir.

Bonustrack: Nachhaltiger Einkaufen

Spruch der Woche:

Aus Fehlern wird man klug, daher ist einer nie genug!


Neulich in der Straßenbahn

Hinter mir sitzen zwei Damen und – äh – debattieren. Anscheinend Mutter und Tochter.

T: bitte gib ihr keine Kekse mehr. Sie hat Zöliakie, das weißt du doch. Es geht ihr dann schlecht.

M: ach das glaube ich nicht. Das ist doch so ein Modeding. Das ist doch gar nicht bewiesen. Das ist doch nur Geldmacherei von der Dinkelmafia.

T: Mama bitte, sie verträgt es nicht. Der Arzt hat gesagt, sie darf kein Gluten …

M: aber alle Omas geben ihren Enkeln Kekse. Nur ich darf nicht oder was?

T: das ist doch kein Argument. Du schadest ihr.

M: dir habe ich auch immer Kekse gegeben, es hat dir auch nicht geschadet, oder?

T: ich hab ja auch keine Zöliakie. Aber die Lüttelotte hat nun mal.

M: also von mir hat sie das nicht. Das kommt nur von dem Vater und seiner Familie. Und jetzt soll ich ihr keine Kekse geben dürfen.

T: ist doch egal, warum sie das hat, wir müssen das akzeptieren und uns danach richten.

M: ich geb ihr ja auch immer nur einen Keks. Das bißchen schadet nun wirklich nicht.

T: Mama, bitte gib ihr keine Kekse mehr. Jeder blöde kleine Keks schadet ihr. Wenn du unbedingt willst, dann kauf ihr halt Gluten freie Kekse.

M: die sind mir viel zu teuer.

T: Mama, sie ist deine Enkelin, hallo!

M: ok, dann soll die Lüttelotte eben sagen, dass sie keine Kekse will.

T: klar, die Lüttelotte mit ihren 4 Jahren soll jetzt die Vernunft und die Disziplin aufbringen, die du nicht hast.

M: wie sprichst du denn mit mir? Ich bin deine Mutter.

Ich sitz da und denke, wie blöd ist denn diese Oma? Sieht sie nicht, dass sie ihrer Enkelin schadet? Und was sind das denn für blöde Argumente? Weil alle es machen? Weil es schon immer so war? Weil das bißchen bestimmt nicht schadet? Weil das eh nicht bewiesen ist?

Und dann denke ich, wir als Gesellschaft sind nicht besser. Das sind genau unsere Begründungen für zu viel Fleisch, zu große Autos, Flugreisen, Bequemlichkeit und Konsum. Und dass wir uns nicht ändern wollen.

Nur dass es bei der Oma und der Enkelin deutlicher ist. Unmittelbarer.

Bonustrack: Eine Woche Tipps zur veganen Lebensweise

Spruch der Woche: Dream big – if you want a pony, ask for a unicorn

James Victore


Stromsparen beim Kochen

Ganz klar, am meisten Strom sparst du, wenn du konsequent essen gehst 🙂

Nee, ernsthaft, selber kochen hat viele Vorteile. Meistens machen wir es ja wie immer, wie wir es halt gelernt haben.

Dazu gelernt habe ich beim campen: nur eine Kochstelle und immer zuwenig Gas. Und oft genug kalt und unbequem und windig. Aber wir wollen es ja nicht anders.

Also habe ich angefangen rechtzeitig einzuweichen: Reis, Getreide, Getrocknete Lebensmittel wie Linsen. Mit Nudeln habe ich es noch nicht probiert. Aber sonst kann ich damit die Garzeit locker halbieren.

Und neulich im Kino haben wir ja fast alle gelernt, dass es eine gestotterte Lichtgeschwindigkeit gibt 😂. Und gestottert kochen habe ich auf dem Zeltplatz gelernt. Weil, wie gesagt, nur eine Kochstelle, aber zwei oder drei Töpfe. Also habe ich die abwechselnd auf den Kocher gestellt, grad bis es wieder gekocht hat. Und was soll ich sagen? Die Kochzeit hat sich kaum verlängert. WOW!

Und mit den modernen Herden und Kochtöpfen klappt das zuhause erst recht. Klar nicht bei allen Rezepten aber erstaunlich oft.

Hab ich schon erwähnt, dass ich gerne experimentiere? 😂😂😂

Ich nutze auch gerne den Platz in der Röhre aus und lass da gleich noch was mitgaren.

Wie sparst du Energie beim Kochen? Bitte schreibe einen Kommentar.

Spruch des Tages:

Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner. Bis die Idee Erfolg hat.

Mark Twain

Macht Hoffnung: Solar E-Mobil

Macht betroffen: The turning point (youtube)

Dein Gewinn: das sanfte Garen lässt das Essen oft besser schmecken, du sparst Zeit und Geld

2 Punkte


Less waste: Zitrusfrüchte

Jetzt ist die Zeit für Orangen, Zitronen, Grapefruit und Mandarinen.

Und da fallen viele Schalen an. Auf den Kompost sollen sie nicht, und im Biomüll sind sie auch nicht wirklich erwünscht.

Wohin damit, wenn ich Müll sparen will?

Wenn es eine Bio-Zitrone ist dann schäle ich die oberste, farbige Schicht möglichst dünn ab und trockne sie. Damit würze ich Tee, Limo, Marmelade usw.

Die Schale von Bio-Zitrusfrüchten lass ich kurz antrocknen und lege sie dann in Essig oder Öl ein, 4 bis 6 Wochen ziehen lassen und abseihen. Super für die Topf und Salate.

Aber das weißt du bestimmt schon.

Und jetzt kommen die Experimente. Ich mag Experimente. Bei mir klappt das alles problemlos, aber ich übernehme keine Haftung. Wenn du das ausprobieren willst, ist das – wie immer – deine Entscheidung und deine Konsequenzen.

Regel Nummer 1: Keine Experimente mit verchromten Teilen, Maschinen oder Stein. Das gibt nur Ärger und Verdruss.

  • Mit der Schale einer ausgelöffelten Grapefruit putze ich Waschbecken, Spülbecken, die Badewanne und die WC-Schüssel. Also Keramik, Edelstahl und Emaille. Das rostet nicht und löst sich nicht. Und lässst sich bequem abbrausen.
  • Zitronensäure entkalkt und entfernt Urinstein, deshalb schneide ich Zitronenschalen klein und lass sie über Nacht im WC schwimmen. Klappt auch super mit Mandarinenschalen.
  • Vasen, Pflanzgefässe, Wasserkaraffen, alles was robust genug ist, wird ebenfalls über Nacht eingeweicht und ist am nächsten Tag wesentlich leichter zu reinigen.

Was machst du mit den Schalen? Hast du schon mal kandiert oder in Schokolade getaucht? Hast du Erfahrung mit selbstgemachtem Orangenreiniger? Bitte schreibe einen Kommentar. Danke.

Du sparst Zeit und Geld und entlastet die Umwelt. Weniger Verpackungen brauchst du auch.

Und vielleicht magst du ja auch Experimente.

„jetzt ist eh die Zeit der guten Vorsätze, warum nicht Richtung Ökologie?“

Cathagoessustainable.wordpress.com


zero waste: Kalender

Wieder mal auf den letzten Drücker:

Jetzt ist ja nicht nur die Zeit der guten Vorsätze (wenn du noch einen brauchst: Suche jeden Tag das Lachen. Und gib es weiter). Es ist auch die Zeit die alten Kalender ab zu hängen, dass Platz ist für die Neuen.

Und alte Kalender kannst du komplett verwenden:

  1. Du kannst Briefumschläge draus basteln, entweder ist eh eine Seite weiß – oder du klebst auf die bunte Seite einen kleinen Aufkleber für die Adresse.
  2. Du kannst kleine Notizzettel ausschneiden, zum Einkaufen, als Botschaft für deine Lieblingsmenschen, als Lesezeichen. Hab ich schon ein paar mal verschenkt, kam meistens gut an.
  3. Du kannst Motive ausschneiden und auf Selbermach-Karten kleben. Und gleich noch den Umschlag dazu.
  4. Oder in kleine Bilderrahmen stecken.
  5. Aus großen Kalenderblättern kannst du Geschenktüten basteln:
    Anleitung
    oder so
    Filmchen zum Thema
  6. Oder du wickelst gleich deine Geschenke drin ein.
  7. Und die Drahtbügel sind prima zum Basteln, weil sie schon so schön kringelig sind. Ich hab zum Beispiel Suncatcher  draus gebastelt.
  8. Je nach Papier und Kleber kannst du Kartons damit bekleben, als Aufbewahrungsbox.
  9. Wenn du nicht selber basteln willst, frag doch mal im Kindergarten, oder in der Mittagsbetreuung der Grundschule, oder im Seniorenheim. Meistens sind diese Organisationen sehr dankbar für Materialien.
  10. Und wenn du nicht genug alte Kalender hast – frag doch mal deine Ärzt*innen oder in der Firma oder wo immer schöne Kalender hängen. Viele geben diese gerne ab.

Spruch des Tages: 

„Was sind das für Schiffe? Die haben doch keine Flotte!“
„Das ist keine Flotte, Sir. Das sind einfach nur Leute.“
Aus Star Wars. Ja genau, wir sind keine Flotte, aber ganz viele Leute 🙂

Bonustrack: Nutztierschutz

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Produktion, weniger Transport

Dein Gewinn: Individuelle Geschenke, Spaß am Selbermachen, glückliche Empfänger

5 Punkte


 

 

 

Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus …

Das singen die Kinder gerade in der Schule. Voller Freude (und richtig laut). Wie schön, diese Begeisterung. Da haben uns die Kinder einiges voraus.

Ich nehme mir ein Beispiel und singe mit.

Tut gut.

Was mich auch begeister hat, das war die blog-Parade von Jani und Freddy:

https://nochsoein.blog/

Und da nehme ich mir auch ein Beispiel.

Wenn du also auch einen Blog hast oder eine HomePage, die zum Thema Ökologie oder Nachhaltigkeit oder Upcycling oder Essenretten passt, oder zur Vermeidung von Müll oder Plastik, dann ist bist du hier richtig:

Wenn du magst, dann schreibe einen Kommentar, beschreibe kurz, worum es geht und setz den link ein.

Wenn es ein kommerzielles Angebot ist, dann schreibe auch das bitte in den Kommentar.

So, und jetzt bin ich gespannt, wer mitmacht.

Und dann habe ich noch eine Empfehlung zu einer Autorin:

Ruth Ozeki schreibt Romane, spannendes plot, interessante Menschen, und das Ganze hat mit den Themen Konsum, Ökologie, Fleisch, Protest usw. zu tun. Ich lese sie gerne, vielleicht gefällt sie dir auch?


Weihnachtsgeschichte

Dies ist meine Lieblingsweihnachtsgeschichte. Habe ich vor vielen Jahren gelesen. Ich weiß schon gar nicht mehr wo und erst recht nicht, wer sie geschrieben hat. Liebe*r Autor*in, bitte sei nicht böse, wenn ich die Geschichte hier erzähle.

Also: Eine Familie sitzt kurz vor Weihnachten beim Abendbrot. Papa, Mama, Lily und ihr Bruder Timmy.

Auf einmal fängt Timmy an und macht sich lustig über seine kleine Schwester. „Die ist doch blöd, die Lily, die ist total blöd.“ Seine Mutter sagt zu ihm:“Hör doch auf, wie kannst du so etwas sagen?“ Und Timmy antwortet: „Die ist so blöd, die glaubt doch noch ans Christkind.“ Die kleine Lily fängt prompt an zu weinen. „Aber das Christkind, das gibt es doch, das kommt doch am Sonntag, oder?“

Die Mutter schimpft Timmy, sagt „schau, jetzt weint sie, du bist gemein. Los, ab auf dein Zimmer. Und Nachtisch gibts auch keinen.“ Und zu Lily sagt sie:“klar, meine Süße, das Christkind kommt am Sonntag.“ Der Vater stöhnt genervt.

Am nächsten Tag, im Schulbus, erzählt Timmy seinem besten Freund: „Neulich habe ich gehört, wie Papa und Mama beschlossen haben, dass wir Weihnachten nicht mehr feiern. Und die Lily, die ist doch erst vier, die ist dich noch so klein. Aber ich habe Weihnachten gerettet. Und für nächstes Jahr fällt mir bestimmt auch noch was ein.“

Das ist doch schön, oder? Weihnachten mit viel Liebe, ein wenig Opfer und gar keinen Konsum.

Dieses Jahr tu ich mir echt schwer mit Geschenken. Ich habe schon oft völlig daneben gelegen. Und war mir eigentlich total sicher, den Geschmack getroffen zu haben. Die Idee, mit den gemeinsamen Unternehmungen fand ich klasse, aber es ist echt schwer gemeinsame Zeiten zu finden.

Vielleicht beschenke ich dieses Jahr mal jemanden, der nicht damit rechnet. Oder ich spende, gibt ja genug Organisationen, die für meine Ziele kämpfen.

Lasst uns Weihnachten wieder zum Fest der Liebe machen.


Statistik, oder: andere Länder, andere Sitten

Als Frankreichfan habe ich mich ja bereits geoutet. Da sind ganz andere Dinge wichtig als hier in Deutschland.

Autos und Häuser sind kleiner zum Beispiel. Dafür hat das Essen, vor allem in Gesellschaft, einen höheren Stellenwert.

Um besser Französisch zu verstehen lese ich gerne französische Zeitschriften. Und war ganz begeistert, ein Magazin zu finden, das „zero gaspi“ heißt, auf deutsch: keine Verschwendung. Zero waste, auf Neudeutsch.

Ist sehr gut gemacht, Theorie und viel Praxis.

Und bei der Theorie fand ich die Statistik: Franzosen geben ca. 25 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Und sie werfen davon durchschnittlich 30 kg pro Mensch und Jahr weg. Und finden das furchtbar.

Deutsche geben im Schnitt 10 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus und werfen im Schnitt 80 kg pro Mensch und Jahr weg. Und das ist uns ziemlich egal.

Da könnten wir doch von den Nachbarn lernen, oder?

Und ich suche konkret nach Rezepten für reife Bananen. Möglichst einfach in der Zubereitung. Bei uns in der Tafel W*heim bleiben immer soviele Bananen übrig und da würde ich gerne ein paar Rezepte malen (können nicht alle gut deutsch) und dort anbieten. Ich bin dankbar für Vorschläge.

Spruch des Tages:

Alles Unglück des Menschen kommt von seiner Unfähigkeit, still in seinem Zimmer zu sitzen.

Blaise Pascal (meine Übersetzung)

Bonustrack: Lebensmittelretter


Trenn dich challenge, die Zweite

Das war eine richtig gute Erfahrung. Und erschreckend.

Ich habe mich in den letzten beiden Wochen wirklich von 56 Dingen getrennt. Sogar von mehr.

Und für den Restmüll gabs nur eine Sache, eine bodylotion, die mich immer zum Schwitzen gebracht hat. Eindeutig kein bio-Produkt, sondern was mit Mineralöl Inhaltsstoffen. Alles andere habe ich verschenkt, gespendet, oder es kam in den Glascontainer, oder als Kompost in den Garten oder es kommt demnäx ins nächste Sozial Kaufhaus.

Vieles davon hatte ich aufgehoben, um irgendwann diese Rezepte nachzukochen oder mit den Materialien zu basteln. Und irgendwann wurde aus dieser Vorfreude eine Verpflichtung, oder eine Aufgabe. Und die ist jetzt weg. Yippie!!!!!!!

Erschreckend war, dass es ganz leicht war, mich von allem zu trennen. Das lag alles rum und hatte keine Bedeutung oder Freude für mich.

Mir ist aber auch klar, dass es viele Menschen gibt, hier und überall, die viel zu wenig haben. Für die ist das gar keine Option. Deswegen spende ich viele Gegenstände für das Sozialkaufhaus und ich spende auch Geld für Entwicklungsprojekte.

Hier spende ich gerne

Und hier auch

Gehört irgendwie zusammen, finde ich.

Es ist genug für alle da, wenn es gerechter zugeht. Und wenn ich Gerechtigkeit will, dann muss ich gerecht sein.

Spruch der Woche:

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:

Durch Nachdenken ist der edelste,

Durch Nachahmen der einfachste,

Durch Erfahrung der bitterste.

Konfuzius


Trenn dich mal Challenge

Minimalismus ist in. Tiny houses sind in. Downsizing ist in. Warum schaut es dann bei uns so voll aus?

Weil wir nur selten mitmachen.

Dabei sind wir in den letzten 4 Jahren zwei mal umgezogen. Die Chance haben wir genutzt und uns immer wieder überlegt: Pack ich das jetzt in den Karton? Oder kommt es weg. Und dennoch: Regale, Schränke, Keller, Kisten sind voll.

Und warum nicht? Frist doch kein Brot, haben wir früher gesagt. Heb es erst mal auf, du weißt ja nie…
Doch diese Gründe haben mich bewogen, doch mal eine Trenn-dich-challenge mitzumachen:

  • Der nächste Umzug kommt bestimmt. Und wenn es der Umzug ins Altenheim ist.
  • Wehe, wenn ich was suchen muss.
  • Abstauben und Hausputz.
  • Mehr Platz wäre schön, mehr optische Ruhe.
  • Dinge zu horten, die nicht genutzt werden ist Ressourcen-Verschwendung hoch drei. Hier steht es im Weg, jemand Anderes könnt es verwenden und kauft es neu.

Die Challenge geht so: 

Du trennst dich von ungenutzten, ungeliebten Dingen. Verkaufen, verschenken, eintauschen, spenden und wenn es gar nicht anders geht, eben wegwerfen. Am ersten Tag eine Sache, am zweiten Tag zwei, am dritten Tag drei, …, am siebten Tag sieben, am achten Tag sieben, am neunten Tag sechs, am zehnten Tag fünf, …, und am vierzehnten Tag wieder eine Sache.

Beispiele und Favoriten:

  • Kleiderschrank: Grenzwertige Klamotten sammle ich für den nächsten Urlaub. Dann noch einmal anziehen und dann werfe ich sie weg. Spart auch viel Waschen wenn ich wieder zuhause bin.
  • Platten, CDs, Filme, Bücherschrank: Über Tauschticket und booklooker habe ich schon viele Abnehmer gefunden.
  • Abos, Vereine, Versicherungen überprüfen und eventuell kündigen. Möglichst noch, bevor der nächste Jahresbeitrag abgebucht wird. 🙂 Warum ist das ökologisch? Weil Datenhaltung und -Auswertung viel Strom braucht. Und weil du dann mehr Geld in den Bioladen tragen kannst. 🙂
  • Die alten Kalender, die viel zu schade zum Wegwerfen waren: Vielleicht eignen sie sich als Geschenkverpackung.
  • Schuhe, Taschen, Schmuck, gute Kleidung, Schals und Tücher: Wie wäre es mit einem Stand beim nächsten Fashion Flohmarkt?
  • Wollreste, Stoffreste, Bastelkramreste, Spiele: Darüber freut sich eventuell der Kindergarten, das Altenheim, die Nachmittagsbetreuung. Oder du organisierst einen Bastelnachmittag mit deinen Freund*innen und brauchst das endlich auf.
  • Vielleicht ein paar Vorurteile und feste Meinungen? Alte Gewohnheiten? Probier doch mal was Neues aus. Der Mann in meinem Leben, der „völlig unmusikalisch ist und nicht tanzen kann“ ist jetzt ein begeisterter Square Dancer. Und Neues macht Lust auf Neues. Und Neues braucht Platz.

Was fällt dir noch ein? Ich freu mich auf deine Tipps.

Spruch des Tages: „Die mutigste Handlung ist immer noch selbst zu denken. Laut.“ Coco Chanel.

Bonustrack: auch irgendwie nachhaltig

Pro Entsorgung 2 Punkte


 

 

Darf ein bißchen mehr sein? Nein danke!

Dialog meiner Jugend in Nordbayern:
Ich: He Wirt, bring mir eine Halbe (= halbe Maß = 0,4 l Bier).
Wirt: Wart bis du durstig bist und dann bestell eine Maß!

Das gibts jetzt zum Glück nicht mehr. Aber vieles Andere scheint immer größer zu werden. Keine Angst, ich schreibe jetzt nicht von Autos oder Fernreisen. 🙂

Ist dir auch schon aufgefallen?

  • Pizza wird immer größer, ne kleine Pizza gibts schon gar nicht mehr, zumindest nicht hier.
  • Der normale Espresso wandelt sich gerade zum doppelten Espresso. Jetzt muss mensch einen kleinen Espresso bestellen wenn man die Größe von 2015 haben möchte. Das Gleiche gilt für Saft oder Schorle.
  • Es gibt hier in der Nähe einen Biergarten, da kann mensch 900 (!) g Steaks vom Grill bestellen.
  • Und eine Schnitzelkneipe, da ist das Schnitzel so groß, dass die Beilagen auf einem separaten Teller serviert werden.
  • Überhaupt werden Portionen immer größer, in Kantinen wie in Restaurants. Und da wir alle brav unseren Teller aufessen werden wir immer dicker. 😦
  • Aussage einer französischen Winzerin: Ihr Deutschen wollt immer nur den besten Wein. Drunter tut ihr’s nicht.
  • Und es gibt jede Menge Leute, die jetzt eine Winterjacke kaufen, die polartauglich ist und damit in deutschen Städten im Eiscafé sitzen. Draußen, unterm Heizpilz.

Und so weiter.

Stört das nur mich? Hast du auch Beispiele für diesen Größenwahn? Was können wir tun? Bitte schreibe mir deine Gedanken. Ich meckere wenigstens gelegentlich dagegen an.

Das Zitat des Tages kommt von Saphira, dem Drachen von Eragon:
Warum ist alles so schwierig?
Weil jeder essen will aber keiner will gegessen werden!

Bonustrack: Gute Nachrichten

Ich wünsche dir einen schönen Herbst.


 

Bunte Reste

Neulich habe ich mir Garne gekauft für ein Projekt. Leider waren es die Falschen. Passt nicht. Schade.

Zum Glück steht Weihnachten vor der Tür. Und da ich eine bekennende Schenkerin bin und eine bekennende Öko habe ich aus den Garnen kleine Säckchen gehäkelt. Statt Geschenkpapier. So langsam fallen mir jetzt auch die vielen Muster wieder ein. Auch gut.

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Sind doch schön geworden, oder?

  • Schenken statt wegwerfen klappt auch immer öfter. Meine überzähligen Zimmerpflanzen bin ich alle losgeworden. Und manche kann ich sogar besuchen kommen. Und Freunde brachten eine ganze Kiste mit Quitten. Leckerlecker.
  • Bei einem Bekannten zog eine Haushaltshilfe ein. Darauf hin stiegen die jährlichen Stromkosten um 1.000,00 €. Um Tausend Euro! Bei zwei Personen im Haushalt. Wir haben – auch zu zweit – nicht mal 500 € im Jahr. Öko sein lohnt sich. Dafür kann ich dann  viel im Bioladen einkaufen. 🙂
  • Spruch des Tages: Alles, was du tust, macht einen Unterschied. Du musst dich nur entscheiden, was für einen Unterschied du machen willst.
    Jane Goodall
  • Zahl des Tages: Pro Jahr verschmutzen zwischen 340 und 680.000 Tonnen Kippen unseren Planeten – ein gigantischer Berg von toxischem Sondermüll. (Quelle wwf)

Bonustrack: noch mehr Tipps.

Gewinn für die Umwelt: Alles was verwendet wird statt weggeworfen schont doppelt.

Dein Gewinn: Du kannst so jede Menge Geld sparen und hast mehr Platz in der Tonne. Und eines Tages wirst du diesen Platz an deine Nachbarn verkaufen können.

5 Punkte


 

 

 

Glückliche Menschen kaufen weniger Kram

Es gibt ja inzwischen etliche Initiativen für Menschenfreunde. Free Hugs, give you Child a Hug today. Lächeln, die über die Medien verschickt werden. Witzeketten und so weiter.

Warum ist das ökologisch?

Wie geht es dir, wenn jemand unfreundlich zu dir ist?

Ich ess dann mehr Schokolade. Freunde machen dann erst mal eine Flasche Bier oder Wein auf. Steigen aufs Motorrad und fahren eine Runde. Kaufen ein neues T-Shirt oder ein paar Schuhe. Die Mutter einer Freundin putzt dann die Fenster. Und meistens sind wir dann auch unfreundlich zu Anderen. Und die essen dann erst mal eine Packung Gummibärchen, drehen im Auto die Musik laut, fahren aggressiv, vergessen fürs Abendessen zu sorgen und so geht das immer weiter. Konsum gegen Frust. Mit allen Konsequenzen.

Deswegen: starte eine positive Kette.

Lächle, mache Komplimente, erzähle Witze (Kommt ein Mann ins Schuhgeschäft und sagt: Ich habe 2 linke Füße. Haben Sie Flipflips?), spende an eine Hilfsorganisation und erzähle davon, verschenke Blumen (oder noch besser Pflanzen), bringe Spenden ins nächste Sozialkaufhaus, lass mal jemanden links abbiegen, der sonst ewig warten müsste, lobe Partner, Kinder, Kollegen, Bäckereiverkäuferinnen, Vereinskollegen, engagiere dich ehrenamtlich. Starte eine Kuchencooperative. Dir fällt schon was ein.

Und für ganz Mutige: Wenn du gefrustet bist, erzähl es doch mal jemanden und bitte um einen Witz oder gar um eine Umarmung und ein Lächeln. Um ein Kompliment. Um einen gemeinsamen Spaziergang.

Gewinn für die Umwelt: weniger Frustkäufe, weniger Produktion, weniger Transport.

Dein Gewinn: Mehr Lebensfreude, vor allem wenn die Kette auch mal bei dir landet. Und weniger LKW auf der Autobahn.

Bonustrack: Helden der Meere


 

Reichtum

Manchmal denke ich, wie reich wir sind, das sehen wir nicht daran, was wir uns leisten können, sondern daran, was wir alles weg werfen.

Über meine Erlebnisse bei der Arbeit für die Tafel habe ich ja bereits geschrieben. Jeden Mittwoch schlimm, welche Mengen wir von den Händlern bekommen (die das Ganze ja ansonsten „entsorgen“würden), und welche Mengen wir dann selbst „entsorgen“, weil die Kunden sie nicht kaufen. Das ist oft richtig hart.

Wir leben jedoch in einer Wegwerf-Gesellschaft. Leider.

Der Mann meines Herzens half neulich einer Bekannten beim Umzug. Und obwohl der Umzug an sich schon gelaufen war (und seit Monaten bekannt; das war keine überstürzte Flucht) waren Haus und Keller und Dachboden und Garage und Schuppen noch voll. Alles Dinge, die die Familie nicht mehr haben wollte. Der fünfte und sechste Christbaumständer. Kleider. Kinderspielzeug. Werkzeuge und andere Geräte. Holz. Drahtseile. Bastelkram. Dekokram. Kleinmöbel. Großmöbel. Holz für den Kamin. Und so weiter.

Der Mann meines Herzens und die anderen Helfer nahmen dann jeder noch eine Autoladung voll mit nach Hause, weil sie es nicht mit ansehen konnten, was da alles zum Wertstoffhof gekarrt werden sollte. Und dennoch wurde Anhänger um Anhänger beladen und alles wurde weggeworfen.

Markus sagte, das waren Dinge im Wert von mehreren Hundert Euro. Selbst als gebrauchte Ware.

Aber wir haben’s ja. Und bevor wir was verschenken, oder spenden, da räumen wir es erst mal in Keller und Dachboden und Schuppen und Garage. Und wenn es dann zeitlich eng wird, ja dann, dann werfen wir es eben weg.

Wie gesagt, wir haben es ja. Und unsere Freunde und Bekannten auch. Und die Menschen, die es „nicht so haben“ und sich über ein Schnäppchen freuen würden, ja mei, die gehen uns ja nix an.

Eine Freundin von mir, die sich mehr Zeit genommen hat, hat mir ihrer Schwester zusammen Stück für Stück das Elternhaus geleert, verkauft, verschenkt, eingetauscht. Und sich über viele Fundsachen aus ihrer Kindheit gefreut und über viele Erinnerungen. So gehts auch.

Und was dabei gerne vergessen wird. Ich werfe was weg, und jemand anderes, der es brauchen kann, der kauft es dann neu. Und so wird weiter produziert und verpackt und transportiert… Und die Müllhalden füllen sich weiter.

Meine Bitte daher. Ob du demnächst umziehen willst oder nicht. Schau dich doch mal um in deiner Wohnung und an deinen Lagerplätzen und überlege, ob du dich nicht schon heute von Dingen trennen magst, verkaufen, eintauschen, spenden, den Freunden und Nachbarn anbieten. Entrümpeln befreit 🙂

Bonustrack: so findest du neue Freunde und evtl. Abnehmer

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Raubbau, weniger Belastung

Dein Gewinn: ein leichteres Leben und evtl. einen schnelleren Umzug

5 Punkte


 

 

 

Zahlenspiele

So, Fridays for Future war. Die Regierung war nicht beeindruckt und hat ein Klimapaket verabschiedet, dass weitest gehend als nicht ausreichend kritisiert wurde.

10,00 € pro Tonne CO2. In der Schweiz sind es 80,00 €, in Schweden sogar 115,00 €. Und die Pendlerpauschale soll im Gegenzug erhöht werden. Oh Hilfe.

Dabei kam und kommt auch immer wieder zur Sprache, dass wir Deutschen ja nur für 2 % des Kohlendioxid Ausstoßes verantwortlich wären, und dass deshalb jede Änderung bei uns völlig irrelevant wäre.

Wir stellen aber nur gut 1 % der Erdbevölkerung. Und sind verantwortlich für ca. 2 % des Kohlendioxids.

  1. Das ist nicht fair. Wer mehr Dreck (es geht ja um mehr als nur Kohlendioxid) macht als Andere, der sollte auch mehr Dreck wegmachen. Und nicht sagen: „Och, ist doch nur so ein kleines Häufchen.“
  2. Unser Wirtschaftssystem arbeitet fleißig daran, dass auch die Bürger der ärmeren Länder viel konsumieren, große Autos fahren, energieintensive Geräte nutzen, viel Fleisch essen und jede Woche 2 neue T-Shirts kaufen. Und wie schaut die Welt und das Klima denn aus, wenn sich die Bürger der ärmeren Länder da ein Beispiel an uns nehmen? Wäre auch irgendwie gut, weil dann sind wir ja nicht mehr die Einzigen die Schuld sind. 🙂
  3. Dass es hier bei uns noch schön ist, und wir so im Wohlstand leben können, das liegt auch daran, dass schon jetzt andere Menschen und Völker unseren Dreck wegmachen. Die Kosten tragen. Es wird nicht unser Wald vernichtet, um Soja für die Tiermast anzubauen. Wir exportieren noch immer Müll. Wir verkaufen noch immer Produkte, die hier schon längst als gesundheitsgefährlich verboten sind in andere Länder, um Gewinne und Exporte zu sichern.

Und, seien wir ehrlich. Wir sind ein reiches Land. Konsum hier ist für viele in erster Linie ein Luxus, es geht nicht mehr oft um echte Notwendigkeiten.

Bonustrack: nächstes Ziel: Die Weltklima Konferenz am 29.11.

Gebt nicht auf.

Danke

 

 

Ein paar Wünsche

In dieser Woche kannst du dich richtig für die Umwelt einsetzten:

1) Politisch: Am Freitag, den 20.09.2019 wird es bundesweit Demonstrationen geben, Fridays for Future und nicht nur für Greta und die Schüler*innen. Nein. Wir alle sind aufgerufen diesmal mit zu machen. Wenn es irgendwie geht, dann sei dabei.

Termine und Gruppen

Später wirst du stolz sein, dabei gewesen zu sein, als es drauf ankam. Und diesen Freitag kommt es drauf an. Wir wollen einen richtig großen Aufschrei hören:

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“

Genau genommen klaut man uns ja schon die Gegenwart 😦

2) Praktisch: Am Samstag, den 21.09.2019 ist International Coastal Cleanup Day. Weltweit werden dann Strände vom Müll befreit. Auch wenn du nicht an der Küste lebst kannst du helfen. Denn der Müll, der jetzt in den Bächen schwimmt, der landet irgendwann auch an der Küste. (Oder jetzt in den Mägen der Tiere hier, der Rest dann in den Mägen der Seevögel und -Fische).

Termine und Gruppen

Ganz einfach geht es, wenn du an diesem (und vielleicht noch anderen Tagen) mit einer Plastiktüte und einem Handschuh bewaffnet spazieren gehst und den Müll einsammelst, der am Wegesrand liegt. Eine Tüte voll Müll passt auch bestimmt noch in deine Tonne. Oder du findest andere, gute Wege, diesen Müll dann zu entsorgen.

Was ich mir noch wünsche:

  • Ökosongs, wie in den Sechziger Jahren. Die Bürgerrechtssongs und Anti-Vietnam-Songs und Protestsongs in Amerika. We will overcome. Diesmal für Grün.
  • Grüne Pfeile an jeder Ampel. Wir Deutschen sind in der Lage, das zu lernen.
  • Kleine, sexy, pfiffige Autos deutscher Hersteller, die sehr wenig Sprit verbrauchen. Gerne als Luxusausführung, als Angeberauto, als Prestigeauto. Ich bin sicher die deutschen Autobauer können das.
  • Mehr interessante und leckere vegetarische Gerichte auf den Speisekarten. Ich bin sicher, unsere Köche können das.

Allein sind wir stark genug, aber gemeinsam können wir etwas verändern .


 

 

Kleine Schritte

Einfach ein paar Nachträge zu früheren Themen: Keine Werbung aber Nennung von Produktnamen oder Firmennamen.

Auf dem Weg Richtung vegane Ernährung:

backen wir jetzt mit veganem Eiersatz. Schmeckt und funktioniert wirklich genauso gut. Gibts beim dm und bestimmt auch noch wo anders. Im Päckchen sind 4 Einzeltüten (immerhin aus Papier), jede Tüte ersetzt ein Ei und wird mit 50 ml Sprudel angerührt, dann alles wie gehabt.

Statt Butter haben wir jetzt mal die bio-Alsan probiert. Backen, kochen, aufs Brot alles gut. Kann ich mir schon vorstellen. Der Versuch läuft aber noch.

Statt Cappuccino gibts jetzt Espresso, geht auch. Guck ma an.

Bei allen 3 Sachen freut sich auch mein Arzt, der mir schon lange erzählt, mein Cholesterin-Spiegel sei zu hoch. Und das obwohl ich Veggi bin 😉 Und angeblich sorgt Cappuccino statt Espresso ja auch für ein kilo mehr auf der Waage.

Verpackungen sparen:

Die Katze kriegt – nach Rücksprache mit der Tierärztin – nur noch Trockenfutter. Früh mit Wasser vermischt. (Kommentar Tierärztin: Und das frisst der? Sie haben eine komische Katze). Wichtig ist nur, dass der Kerle genug trinkt, das sei die einzige Funktion des Nassfutters. Trockenfutter gibts auch im Karton und wenn doch Plastiktüte, dann nehme ich die als Mülltüte, wenn sie mal leer gefuttert ist.

Ich springe über meinen Schatten und nehme keine Einzelpackungen mehr für die Badewanne. Wenn ich es recht bedenke, ist mir der Duft ziemlich egal, wenn ich erst mal drin liege.

Seife statt Duschgel. Der Klassiker. Festes Shampoo statt Shampoo aus der Flasche.

Und immer öfter nehme ich eigene Verpackungen zum Befüllen mit, wenn ich einkaufen gehe.

Und neulich habe ich beim waschbär bestellt und war angenehm überrascht, dass das Päckchen nicht mit Klebeband verklebt war sondern mit zwei Schnüren, die ich gleich aufgehoben habe für den Garten oder so.

Wie gesagt, ich gehe lieber kleine Schritte als auf die große Lösung zu warten. Reicht nicht, das weiß ich schon, aber ich bleib dran.

Bonustrack (danke Catha): interessante Baumpflanzaktion

Gewinn für die Umwelt: Weniger Tierleid, weniger Umweltzerstörung durch Tierhaltung, weniger Müll

Dein Gewinn: Du lebst gesünder und sparst Geld

jeweils 1 Punkt


 

 

 

 

Pareto

Das hören wir oft: Wenn du konsequent vegetarisch lebst, dann darfst du aber auch keine Eier essen. Mach es richtig oder gar nicht.

Nun ja.

Wir sehen das so, dass wir uns auf den Weg gemacht haben und auf diesem Weg schon ganz schön weit voran gekommen sind. Und da stellt sich die Frage, wie aufwändig es ist, die letzten Meter dieses Weges zu gehen, und ob es nicht sinnvoller ist, diese Energie in andere Ziele zu stecken. Diese Frage hat sich Vilfredo Pareto auch gestellt und kam zu einer interessanten Theorie. Und die „besagt, dass sich viele Aufgaben mit einem Mitteleinsatz von ca. 20 % erledigen lassen, so dass 80 % aller Probleme gelöst werden.“ (Wikipedia).  Und das bedeutet:

  • Wenn ich eine 100 %-Lösung anstrebe, dann brauche ich dafür 80 % mehr Ressourcen (Zeit/Energie) als wenn ich mich mit der 80 %-Lösung zufrieden gebe. Was jede Hausfrau beim Fensterputzen bestätigen wird.
  •  Und wenn mir die 80 %-Lösung reicht, dann habe ich noch 80 % Ressourcen übrig für andere Aktivitäten, was jeder Schüler beim Vokabel-Lernen bestätigen wird.

Die Engländer sagen dazu: Leave well enough alone.
Auf deutsch etwa: Es ist gut genug.

Und so habe ich mich (endlich) auf einen weiteren Weg gemacht: Vermeidung von Verpackungsmüll. Zeit wird’s. Also nachdenken über  eigene Verpackungen mitnehmenMülltütenselber machenGeschenke verpackenupcycling, usw.

Was machst du, um Verpackungen zu vermeiden? Bitte schreibe einen Kommentar.

Und weil der Müll nun schon mal überall ist: Am 21.09.2019 ist International Coastal Cleanup Day . Auch wenn du nicht an der Küste wohnst, Ufer gibts bestimmt in deiner Nähe. Oder Wege, von denen der Wind den Müll in den nächsten Bach und damit schnell ins Meer befördert. Mach doch mit, organisier was oder geh einfach sammeln. Wenn jede*r nur eine Tüte Müll sammelt geht das bestimmt noch in die eigene Tonne und entlastet uns und unsere Umwelt.

Gewinn für die Umwelt: enorm.

Dein Gewinn: Pareto? Mehr Zeit fürs Wichtige. Oder: Lieber inkonsequent auf dem richtigen Weg als konsequent auf dem Falschen.


 

Degustation

Jetzt haben wir es wieder mal deutlich gesagt bekommen: Der Verzehr von Tieren und Tierprodukten ist erstens ein großer Grund für die Klimaveränderung. Und er ist zweitens eine Möglichkeit für alle Menschen da schnell und wirksam gegen zu steuern.

Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme.

Und das bringt dich ja vielleicht ins Grübeln, inwieweit du – mit Genuß – deine Ernährung umstellen kannst. Was isst mensch denn so, wenn es keine Wurst und kein Fleisch sein soll? Evtl. noch nicht mal Käse und Yoghurt? Wie schmeckt denn all das Tofuzeugs? Die Linsenburger? Die Weizenwürstchen? Die Hafermilch und die Soyasahne? Kuchen mit diesem Ersatzei? Die Lebenswurst?

Wir standen auch mal vor dieser Frage und haben eine Degustation durchgeführt, mit Freund*innen, von denen wir annahmen, dass diese sich auch so ihre Gedanken machen.

So richtig mit Fragebogen, Fotos der angebotenen Speisen samt ungefährem Preis, verschiedene Kriterien (Aussehen, Textur, Geschmack,…).

Wenn ich mich recht erinnere hatten wir an die 10 verschiedene „Würste“ und „Schinken“ im Angebot. Denn der Mann mag Senf. Da muss was was Wurstartiges drunter.

Und haben tatsächlich was gefunden, was uns geschmeckt hat. Ob die Freunde das auch so gesehen haben, naja, wer weiß. Aber es war ein schöner und interessanter Abend.

Wenn zu dem Thema noch ein wenig theoretischen Input möchtest gibt es zwei – sehr deutliche – Bücher, die ich empfehlen kann:

„Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer.

„Anständig essen“ von Karen Duve.

Bonustrack: für das andere große Thema: Müllvermeidung

Gewinn für die Umwelt: Siehe oben.

Dein Gewinn: Du lebst gesünder und erweiterst deine Möglichkeiten.


 

 

 

Regendieb

Wir haben schon lange eine Regentonne. Mit Deckel, dass mir da kein Viech drin ertrinkt. Und das heißt, wenn es regnet renne ich (oder my beloved) raus, mach den Deckel ab und wenn es aufhört zu regnen machen wir den Deckel wieder drauf. Und wenn keiner da ist, dann bleibt die Tonne leer.

Und das ist bei diesen Sommern (und bei der Menge an Pflanzen, die mit uns leben) nicht so prickelnd.

An einen anderen Platz sollte die Regentonne eh und so hat sich mein beloved in den Weiten des Internets getummelt und prompt eine bessere Lösung gefunden.

einen Regendieb

Der Name gefällt mir natürlich gleich. Und weil der Regendieb völlig selbstständig arbeitet, haben wir mehr Wasser für den Garten und werden auch nicht mehr so naß. Bingo.

War auch gar nicht so teuer. Aber um Geld zu sparen machen wir das eh nicht.

So schaut das Ganze bei uns aus.

regendieb-2

Hat er super gut gemacht, mein Schatz. Es klappt wunderbar.

regendieb-1

 

 

 

 

 

 

 

Und passt zu unserem Chaos 🙂

Bonus Track: Zum Kompensieren von Flugreisen oder auch einfach so

Gewinn für die Umwelt: Die Gewinnung von Trinkwasser ist absolut nötig, aber verursacht natürlich auch jede Menge Schäden. Deshalb ist es wünschenswert Trinkwasser möglichst nur zum Trinken zu nehmen.

Dein Gewinn: Spart im Sommer schon echtes Geld.


 

Endlich gefunden

Große Freude. Ich habe endlich ein Deo gefunden, dass bei mir funktioniert. Ich schwitze nämlich gut und oft. Grad ist es ja eh schön warm. Und dann sind Frauen in meinem Alter ja einer der Ursachen der globalen Erwärmung. Zumindest der sehr lokalen Erwärmung. Und jetzt hab ich endlich ein Deo, dass tatsächlich 12 Stunden durchhält.

Und was hat das in diesem Blog zu suchen?

Das Deo erfüllt noch andere Anforderungen: Kaum Transportwege, nachfüllbar, kein Aluminium, kein Spray, keine Duftstoffe, kein Nix.

Ich hab das Rezept aus einem der Servus Austria Hefte. Und weil ich Experimente liebe habe ich es auch gleich ausprobiert. Es geht ganz einfach.

Ich verrühre 50 g Kokosfett mit 1 Teelöffel Natron. In einem Glas mit gut schließendem Deckel. Fertig. Mit der Fingerspitze gaaaanz wenig aufnehmen und unter die Achsel reiben.

Meiner Haut geht es gut damit und der Wäsche macht es auch nichts aus.

Yippie!

Für mich eine super gute Lösung, noch dazu wo ich beides eh im Haus habe.

Jetzt suche ich noch ähnliche gute Ideen für Zahnpasta. Hast du da einen Vorschlag? Dann schreibe bitte einen Kommentar.

Bonustrack: aktueller Appell gegen das Insektensterben

Und noch ein Bonustrack: Temperaturanstieg Weltweit und für einzelne Länder und Regionen

Gewinn für die Umwelt: absolute Reduzierung der Umweltbelastung.

Dein Gewinn: Noch billiger geht nur noch Stinken 🙂


 

Schrottbasteln

naja, eigentlich mehr Nähen.

Ein Kopfkissenbärchen

Fast komplett aus Resten: Stoff, Nähgarn, Knöpfe und Wolle lag hier schon rum. Gekauft habe ich nur die Füllwatte (später habe ich gedacht, mit alten Frotteehandtüchern wäre das bestimmt auch gegangen. Kennst du dich mit Füllungen aus? Bitte hinterlasse einen Kommentar) und den Lavendel.

Und das ist eben das Geheimnis des Bären, der schläft tagsüber auf dem Kopfkissen, der Lavendel beduftet das Kissen – und dann schläft es sich besser.

Der winzig kleine Puschel ist übrigens mit einer Gabel gemacht.

Bonustrack: Aktivurlaub mal anders

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Konsum

Dein Gewinn: macht Spaß, ist auch ein schönes Geschenk.


 

 

Artenschutz ganz praktisch

Neulich habe ich gelesen (aber wo? Quellenangaben sind ja wichtig), dass die Felsenbirne auf die Vorwarnliste gesetzt wurde. Jetzt habe ich keine emotionale Bindung an die Felsenbirne, eine Freundin hat sie im Garten, daher kenn ich den Namen. Das hat mich aber zum Nachdenken gebracht. Wenn nun Öko-Gärtnern den Platz und den Willen hätten, die Felsenbirne in ihrem Garten zu pflanzen, dann wäre das ein sehr praktischer Artenschutz. Und dann überlegte ich, warum das Ganze auf die Felsenbirne beschränken? Es gibt bei uns so viele gefährdete Arten, warum holen wir da nicht in unsere Gärten, was uns gefällt? Und ich machte mich auf die Suche nach der roten Liste. Und fand sie auf die Schnelle nicht. Aber ich kam zur Seite des Bundesamtes für Naturschutz. Und da hab ich dann mal angefragt, ob das Amt das auch für eine gute Idee halten würde, mit dem Asyl von gefährdeten Pflanzen im heimischen Garten. Leider war die Antwort dann anders als erhofft. Die Pflanzen, die mensch kaufen kann sind oft Weiterzüchtungen, Hybride und diese könnten für den Erhalt der gefährdeten Arten keinen Beitrag leisten und im Gegenteil die natürlichen Vorkommen genetisch verfälschen. Schade, ich dachte, so eine schöne Idee. Wie die Tiere, die von diesen Pflanzen abhängig sind das sehen, weiß ich natürlich auch nicht. Und wieder bekam ich die Empfehlung, einen möglichst naturnahen Garten zu haben, wenn ich was für die Natur tun will. Zur Zeit blühen bei uns der Mohn und das Johanniskraut und geben das Frühstücksbuffet für die Wildbienen.

Was ich aber gemacht habe, letztes Jahr: Ich bin in die Gärtnerei meines Vertrauens und habe gezielt nach einer Pflanze gefragt, deren Blüten schön sind und gut duften (für mich) und deren Blüten ungefüllt sind (für die Bienen) und deren Früchte essbar sind (für uns und für die Vögel, je nach dem wer schneller ist). Und die nicht so anspruchsvoll ist, was Boden und Umgebung angeht. Wir kamen dann auf eine Hundsrose. Überwintert hat sie gut, sie wächst – aber leider, sie blüht noch nicht.

Für die Insekten und die Vögel habe ich Schalen mit Wasser aufgestellt. Zur Zeit nutzen es in erster Linie die Wespen, die damit ihre Nester bauen. Im Obstgarten sind die Wasserschalen auch praktisch. Die durstigen Insekten lassen dadurch die Früchte in Ruhe, besonders die Himbeeren haben von der Tränke sehr profitiert. Also, wir haben da von der Tränke profitiert. 🙂

Bonustrack: ganz praktische Bäumepflanzer

Gewinn für die Umwelt: Wenn du heimische Pflanzen in deinen Garten oder auf deinen Balkon holst, dann unterstützt du damit auch die heimische Tierwelt.

Dein Gewinn: Ist doch schön, wenn es summt und brummt. Und zwitschert.


 

Verpackungen

Ein leidiges Thema. Und komplexer als mir lieb ist.

Natürlich ist es das Beste, gar keine Verpackung mit kaufen zu müssen. Also mit dem Einkaufskorb und mit Baumwolltaschen bewaffnet auf den lokalen Gemüsemarkt und zum Bäcker zu gehen. Oder gleich ein Glas- oder Edelstahlgefäß zum Metzger und in den Supermarkt mit zu nehmen. Muss ich nur vorher dran denken – und spontan geht dann halt vieles nicht. Gleiches wenn wir essen gehen. Meist bleibt was übrig. Da wäre es schön, wenn ich gleich ein Gefäß dabei hätte.

Dazu bekam ich mal den guten Rat, sowas gleich im Auto oder im Einkaufskorb zu lagern. So habe ich öfters was zur Hand.

Und es gibt ja auch immer mehr Unverpacktläden.

Ansonsten versuche ich, beim Kauf ein Auge auf die Verpackung zu haben. Sprich: Kann ich mit der Verpackung noch was anfangen? Aludeckel zum Basteln? Tüte als Mülltüte? Glas für Marmelade oder zum Einfrieren? Als Windlicht? Schönes Papier zum Basteln?

Und wenn das alles nicht greift wird es richtig schwierig: Welche Verpackung ist am Ökologischsten? Plastik ist grad in aller Munde, aber ist die Konservendose wirklich besser? Sie landet wahrscheinlich auch im Meer, nur sieht mensch sie da nicht, weil sie halt nicht schwimmt. Zu Einweg oder Mehrweg gibt’s verschiedene Studien. Mehrweg müsse umständlich und mit viel Chemie gereinigt werden. Aber das wird der Tetrapack doch vor dem Befüllen hoffentlich auch. Mehrweg verursache durch das Gewicht höhere Transportkosten, ist aber oft regional zu realisieren.

Wie gesagt, das Thema ist komplexer als mir lieb ist.

Welche Strategien verfolgst du da? Welche Empfehlung hast du für mich?

Gerade habe ich das Buch: „Plastikfreie Zone“ von Sandra Krautwaschl gelesen, da geht es um mehr als nur Verpackung. Aber viele Tipps dazu.

Bonustrack: Artenschutz mal anders


 

Wasser sparen

Zum Glück scheint dieser Sommer nicht so mega trocken zu sein wie letztes Jahr. Bei aller Liebe für schönes Wetter – Biergarten, Wandern, Eisessen, Motorradfahren und einfach nur faul in der Sonne liegen – der Regen ist mir willkommen. Mein Gärtchen freut sich über die Tropfen. Und ich auch. Ich kann mir dann das Gießen sparen.

Wasser sparen will ich aber dennoch. Da habe ich mir im Lauf der Jahre so Einiges angewöhnt, was wenig Verzicht bedeutet, höchstens ein wenig Aufwand.

  • Obst und Gemüse wasche ich in einer Schüssel, und das Wasser nehme ich dann zum Gießen des Gärtchens. Wenn da ein wenig Erde drin ist, oder sonstige Verunreinigungen, stört es die Pflanzen des Gartens nicht.
  • Wasser, das beim Eier kochen oder im Wasserkocher übrig bleibt nehme ich für die Zimmerpflanzen und Sträuße.
  • Wenn der Strauß dann am Ende ist dann lege ich den im Garten auf die Beete, auf die braune Erde. Vielleicht schneide ich die Pflanzen noch ein wenig klein. Dadurch wird der Boden vor Wind und Sonne geschützt – und ich muss wieder weniger gießen. Das Gleiche mache ich mit den ungekochten Resten von Obst und Gemüse. Verrottetet flott, die Insekten freuen sich und die Regenwürmer mögen es auch.
  • Das Wasser aus der Vase kommt auch in den Garten, als Dünger.
  • Trinkwasser, das ich im Auto so lange erwärmt habe, dass ich es nicht mehr trinken mag, das spende ich den Pflanzen am Parkplatz, die freuen sich auch.
  • Wenn dir das Alles zu pillepalle ist: Viel Wasser spare ich, weil ich bade statt zu duschen. Das Wasser lasse ich dann in der Wanne und nehme es für die WC-Spülung.

Bonustrack: schick das doch mal deinem Bürgermeister

Gewinn für die Umwelt: Weniger Wasserverbrauch und weniger Pestizide

Dein Gewinn: du sparst Bares und deine Stadt wird gesünder

5 Punkte


 

Dazu gelernt

In den letzten Tagen habe ich einiges gelernt.

🙂 Unser Leben klappt viel besser, wenn mensch zwei Hände zur Verfügung hat.

🙂 Leben mit nur einer Hand lernt mensch in der Not aber doch schnell, vor Allem, wenn die Haupthand unverletzt ist.

🙂 Eine gut geputzte Dusche erleichtert das Ausrutschen mit Sturz enorm. Diesen Fehler werde ich in Zukunft vermeiden.

🙂 Es gibt erstaunlich viele hilfsbereite Menschen. Zum Glück.

🙂 Es scheint sinnvoll bis nötig zu sein, das ganze Jahr über die Vögel zu füttern. Wir wollten eigentlich nur das übrig gebliebene Futter los werden. Jetzt habe ich ja viel Zeit, aus dem Fenster zu sehen, und an der Futterstelle geht es rund, die Spatzen und Meisen raufen sich geradezu. Ratzfatz verschwinden Meisenknödel und Körner. Mit einer Gier!

In unserem Garten summt und brummt es eigentlich ganz ordentlich. Wir haben ja einen Naturgarten, wo auch die ungeliebten Kräuter ein Bleiberecht haben. Gärtnern für Ökos. Wenn aber eine Fliege oder ein Schmetterling oder so davonfliegt, dann stürzen sich sofort die Spatzen und Schwalben drauf. Es gibt eben wirklich viel weniger Insekten.

Und deswegen haben wir beschlossen, weiter zu füttern. Freund J. sagte die Tage: Ich kaufe Essen für mich und für die Vögel und alle sind wir glücklich. Und C. – der den Naturschutz auch ernst nimmt – erzählte neulich, dass er die Krähen und Elstern mässtet, damit die die anderen Tiere in Ruhe lassen.

Und ganz ehrlich: Ich seh den Viechern auch gerne zu.

Bonustrack: entdeckt auf der Bundesgartenschau in Heilbronn

Jeder Meisenknödel 1 Punkt


 

Burzeltag

Gestern habe ich Geburtstag gefeiert. Ich mag Geburtstag. Ich mag mit meinem Mann, meinen Freund*innen, mit meinem Bruder und seiner Frau feiern. Es war ein wunderschöner Abend. Essen mit Freund*innen, am Besten noch draußen, vielleicht sogar ein Picknick, das ist für mich wunderschön.

Und das hatte ich mir auch gewünscht. Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ich mag. Prompt hatte eine Freundin ein shirt an, auf dem stand: Time is the new luxury. Seh ich ganz genauso.

Und ich liebe Geschenke. Geb ich ehrlich zu. In beide Richtungen.

Und so geh ich mit P+W auf eine Weinwanderung. Mit S+T schön essen und mit A+M Eis essen. Jetzt brauchen wir nur noch Termine 🙂

Und ich habe gute Kosmetikprodukte bekommen, ein Bienenhaus, ganz viel Leckeres zu Essen, Pflanzen, ein tolles Buch und noch viel mehr Schönes. Da hab ich mir gedacht: Hallo! Die kennen mich, das wissen was mir gefällt. Sinnvolle, leckere und schöne Geschenke. Und war auch ganz sparsam verpackt. Auch das ist schön. Dass dann nicht meine Tonne überquillt.

Und aus einem Sie (Hallo Frau Kihn) wurde ein Du (Hallo Gretl). Auch das ist wunderschön.

Heute ohne Punkte und Gewinne. Nur so gschwätzt.

Bonustrack, da hoffe ich sehr, dass das Erfolg hat: Plastikbank


 

No-Kill-Challenge

So, jetzt haben wir es wirklich schwarz auf weiß: Wir bringen unsere Mitgeschöpfe in einem Tempo um, dass es fast unglaublich ist.

Bericht über den Verlust an Tieren und Arten

Und da blutet meine Seele.

Geht auch anders: Vor Jahren kamen wir aus dem Urlaub in Südfrankreich zurück. Wir hatten auch ein paar Pflanzen gekauft und beim Auspacken entdeckte ich in der Tüte mit den Pflanzen einen Skorpion. Was tun? Zuerst wollte ich ihn wieder zurück nach Südfrankreich fahren. Da bin ich eh gerne. 🙂 War aber unpraktisch.

Dann wollte ich ihn im Garten aussetzen. Aber da hatte ich dann doch Angst um mich und meine Lieben.

Dann habe ich erst das Nachbarskind geholt, was ein echtes Schlaule ist, und danach habe ich ihn ins Tierheim gefahren, und die haben ihn an die Uni vermittelt. Den Skorpion, nicht den Mathias, der hat die Uni auch ohne mich gefunden.

Nicht für einen Moment dachte ich: Schlag ihn tot.

Und jetzt kommt meine Challenge: Für einen Tag/eine Woche/einen Monat/oder den Rest deines Lebens: Fang die Tiere, die sich in deinen Lebensraum verirrt haben ein (ich stülpe ein Glas drüber, schiebe dann eine Postkarte drunter, hab das Viech so gefangen ohne gebissen oder gestochen zu werden), und schmeiß es raus. Schnecken im Garten haben wir eingesammelt. My beloved kam auf die super Idee mit den Einmalhandschuhen. Und dann ab auf die nächste Wiese. Geht alles, wenn du willst.

Gewinn für die Umwelt: Wir erhalten unsere Lebensgrundlage

Dein Gewinn: Du erhältst deine Lebensgrundlage

Jedesmal einen Punkt. Bei Spinnen 5 Punkte.


 

Lobe deinen Nächsten und dich selbst

Ich hatte mal eine Kayak-Lehrerin, die Gitti. Die hat in der ersten halben Stunde immer nur gesagt: Gretl! Du machst das super! Dabei war ich alles andere als super. Aber sie hat mir dadurch soviel Selbstvertrauen gegeben, dass ich dann mehr konnte und mich mehr getraut habe und so mehr gelernt habe.

Gitti! Du hast das super gemacht! Danke!

Auch in anderen Ländern ist Loben selbstverständlicher. Ob es das Essen im Lokal ist, oder die neue Frisur der Freundin. Und ja, da ist immer auch ein wenig Schmeichelei dabei. Warum auch nicht?

Aber hier, da ist Loben, selten geworden. Meckern kann jeder, aber loben? Dabei ist die Theorie doch fast allen bekannt. Ein Lob, ein Kompliment verstärkt das gewünschte Verhalten. Und Kritik sorgt doch oft nur für Trotz. Bei mir zumindest.

Ich lobe gerne. Nur, wenn ich jemanden lobe, findet sich fast immer ein Mitmensch, der mich fragt, warum ich mich da „einschleimen“ will. Find ich furchtbar. Und ich kann inzwischen (!) ein Lob auch annehmen. War gar nicht so einfach. Dabei ist es doch so schön.

Denk mal drüber nach, spring vielleicht über deinen Schatten, lobe deine Mitmenschen, mach ihnen Komplimente, sag ihnen was dir an ihnen gefällt.

Haare – Lächeln – Essen – Witz – Kleidung – Intelligenz – Freundschaft – Ehrlichkeit – Kreativität – ………

Und, fange unbedingt mit dir selber an. Du bist nämlich klasse! Offen für neue Ideen, sozial engagiert, nachdenklich, vielleicht auch ein wenig missionarisch, setzt dich ein für Andere…

Gewinn für die Umwelt: Glückliche Menschen kaufen weniger Dinge aus Frust

Dein Gewinn: Du wirst viel Schönes zurück bekommen

Bonustrack: „das Gesicht der dt. Klimabewegung“

Für jedes Lob 1 Punkt, 5 Punkte 1 Heiligenschein


 

nur ganz kurz und nur ganz schnell

Arbeitslos zu sein verbraucht mehr Zeit als erwartet. 🙂 Deshalb heute nur ganz kurz und ganz schnell:

Es gibt eine E-Petition für den Klimaschutz. Bis 06.05.2019 werden 50.000 Unterschriften benötigt, damit die Eltern für die Zukunft ihre Wünsche an den Bundestag vortragen können.

Wir fordern die Verabschiedung eines echten Klimaschutzgesetzes in den nächsten 6 Monaten! Die Petition sieht unter anderem vor, verbindliche, überprüfbare und unaufschiebbare Maßnahmen zu verankern, damit Deutschland seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen vollständig nachkommt und seinen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad leistet.

 

Und hier gehts zur Petition.

Wie schön, es gibt immer mehr Aktionen und Mitmacher.

5 Punkte. Und für jede Weiterleitung noch mal 5 Punkte.

Wir schaffen das.


 

Umdneknen :-)

Routine ist ja eigentlich was Feines. Ich muss mir nicht bei jeder meiner Handlungen Gedanken machen, wie das jetzt wieder geht. Atmen, laufen, Zähneputzen, der Weg zur Schule oder Arbeit, Einkaufen… Zum Glück geht da Vieles mit Autopilot.

Der Nachteil ist: obwohl ich schon viele Jahre einen eigenen Kopf habe, mache ich noch viel so, wie es meine Eltern gemacht haben – und die haben es von ihren Eltern gelernt. Nur dass sich in der Welt so einiges geändert hat, seit dieser Zeit. Meine Großeltern wurden um 1900 geboren.

Umdenken gelingt mir am Besten, wo meine eigene Faulheit mit entscheidet. Zum Beispiel beim Fensterputzen. Als ich Kind war, wurden alle 2 Wochen alle Fenster geputzt. Begeistert hat mich das nicht, aber: Was sollen denn die Nachbarn von uns denken. Meine Oma „in ihr klein Häuschen“ hatte aber viel weniger Fenster als ich jetzt und viel weniger Dinge davor stehen.

Dann las ich irgendwo, dass es Unglück bringt, die Fenster zu putzen zu einer Zeit, wo der Monatsname ein „r“ hat. Hab ich sofort geglaubt. Dann bleibt nur noch Mai, Juni, Juli und August. Yippie! So ein Aberglaube kann doch sehr befreiend sein. Jetzt reicht mir ein mal im Jahr. Hat sich noch kein Nachbar dazu geäußert… Und wenn meine Tante zu Besuch kommt, nehme ich ihr an der Türe die Brille ab.

Und noch so eine Routine ist der Mülleimer unter der Spüle, heutzutage ja vielleicht sogar unterteilt in Bio, Rest und Plastikmüll. Und jeder dieser Eimer kriegt passende Mülltüten dafür gekauft. Umgedacht habe ich, als ich mal weder Geld noch Platz für so einen Mülleimer hatte. Da habe ich 2 Nägel ins Regal gehauen und da eine Plastiktüte dran gehängt, die ich eh hatte: Die Tüte vom Katzenfutter, von den Tempos, vom Klopapier, von den Chips, vom Gemüse und Obst, vom Käse… Der Nachteil ist natürlich, dass das erstens nicht super doll ausschaut. Und dass zweitens diese Tüten viel kleiner sind und ich dann öfter damit zur Tonne muss. Aber ich will ja auch nicht warten, bis der Müll dann so weit evolviert ist, dass er Mama zu mir sagt. Und bei der aktuellen Recyclingquote habe ich da auch gar kein schlechtes Gewissen.

Wo hast du umgedacht, und dich von den Routinen deiner Vorfahren gelöst?

Jedes Umdenken, das die Umwelt entlastet: 25 Punkte

Bonustrack: noch mehr Kinder, von denen wir lernen können.


 

 

Diät

Alle die mich kennen wissen, dass ich eher ein paar Pfunde zu viel habe als zu wenig.

Und – wie alle, die ich kenne (naja, fast alle) will ich seit Jaaaaaaahren diese Pfunde abnehmen. Und wie alle die ich kenne …

Also, das letzte Kilo habe ich letztes Jahr abgenommen, in einer Woche Ökodiät. War ganz leicht. Ist aber nicht so leicht in den Alltag zu integrieren. Die Ökodiät geht so:

Jeder Bissen wird, falls das überhaupt geht, 30 Mal gekaut. Bei Suppe echt schwierig. Das Paradebeispiel Rosine, die nach 20 Mal kauen erst richtig gut schmecken soll, funktioniert bei mir nicht. Die Rosine ist nach 10 Mal kauen fort. Aber es gibt schon ein paar Sachen, die da genug Widerstand leisten. Und so dauert eine Mahlzeit ca. 20 Minuten.

Beim ersten Versuch hab ich wie gewohnt mein Essen runter geschlungen. Was ja eigentlich doof ist, weil ich im Magen keine Geschmackszellen habe. Nach 5 Minuten war ich fertig und durfte zur Belohnung den Anderen noch 15 Minuten beim Kauen zuschauen. (Ich war aber nicht die Einzige, immerhin). Beim zweiten Mal war ich langsamer. Und was soll ich sagen. Nach 20 Minuten war ich pappensatt, der Magen proppenvoll – und der Teller auch. Ich hatte vielleicht ein Drittel gegessen.

Und, die größte Überraschung: ich hatte auch Stunden später keinen Hunger. Ich hab das locker durchgehalten bis zur nächsten Mahlzeit. Meinen Teller dann nur zur Hälfte gefüllt. War immer noch zu viel. Am Ende der Woche habe ich bei jeder Mahlzeit nur etwa ein Viertel meiner üblichen Menge gefuttert. Hat völlig gereicht.

Und die Waage hat mich belohnt. Yeah!!!!!

Ökologisch ist das doppelt sinnvoll.

  1. Wenn du nur noch ein Viertel futterst, nur noch ein Viertel kaufst, nur noch ein Viertel produziert wird (gespritzt und gedüngt) und transportiert wird. Wow! Das könnte der größte und leichteste Gewinn sein, den du erzielen kannst um deinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.
  2. Und mit dem gesparten Geld kannst du dir was richtig Schönes gönnen. Am Besten aus dem Bioladen 🙂

Ich kann das wirklich nicht bei jeder Mahlzeit und bei der kompletten Mahlzeit. Aber ich kann das immer öfter. Wenigstens einen Teil 30 Mal kauen, bewußt essen und genießen. Schokolade im Mund schmelzen lassen statt kauen und weg damit. Oder Honig. Oder Käse.

Jede Diät-Mahlzeit 1 Punkt. Gespartes Geld in den Bioladen getragen 50 Punkte

Kampagnen um große Firmen von ökologischem Verhalten zu überzeugen.


 

Belauscht

Neulich in der Straßenbahn. Hinter mir unterhalten sich 2 Männer. Einer erzählt stolz, dass in ein paar Tagen sein Sohn geboren wird. Und dass er bereits einen Sparvertrag abgeschlossen hat, dass der Junior – wenn es soweit ist – einen Führerschein machen kann und ein Auto kaufen.

Gab’s das bei dir auch schon? Sparverträge für die Uni? Für die Aussteuer? Für den Hausbau oder eben für das Auto?

Ich bekam zu Weihnachten von meiner Patentante Besteck für die Aussteuer. Silber. Hab ich heute noch. Gefällt mir noch immer nicht und als kleines Mädchen hätte ich eh gerne was Anderes gehabt. Aber ok. Immerhin gefällt es dem Markus.

Also, Sparvertrag fürs Auto. Nix Neues.

Aber dann kam die Antwort vom Freund. Und da war ich dann wirklich verblüfft. Der Freund sagte:  Find ich gut, du sorgst vor für den Kleinen. Aber da gäbe es noch viel Wichtigeres: Sauberes Wasser. Gute Böden für gutes Essen. Bäume für den Sauerstoff. Frieden unter den Menschen und halbwegs Gerechtigkeit. Das kriegst du auch mit Sparen. Machst du da was?

Und der werdende Vater sagte: Nö, das kommt ja dann allen zu Gute, das saubere Wasser kriegt ja nicht mein Sohn, nur weil ich jetzt spare. Oder wie soll das gehen?

Und der Freund: Stimmt, das kommt dann allen zu gute, auch den Kindern von deinem blöden Nachbarn. Aber, auf wen wird dein Sohn später sauer sein? Willst du wirklich, dass er dir Vorwürfe macht, oder dem Nachbarn?

Und da war ich so überrascht, da hab ich mich glatt umgedreht um zu sehen, wer da so interessant und klug redet. Und was soll ich sagen, es waren zwei richtig junge Männer. (In meinem Alter sehen ja alle richtig jung aus, vielleicht waren sie ja auch schon 30 Jahre alt). Und ich dachte mir: He, die jungen Leute, die fangen an und begreifen was auf dem Spiel steht. Das gibt Hoffnung. Vielleicht gibt es ja 50 Jahre nach ’68 wieder einen Umbruch.

Was du tun kannst? Spare, werfe weniger weg, verkaufe und verschenke was du nicht mehr haben willst. Das wäre doch ein guter Anfang für eine gute Welt für den Sohn deiner Nachbarn. Und rede drüber.

Bonustrack: Sammelstelle für alte handys


 

Ab in die Tonne


Puh!

Dass viele Lebensmittel weggeworfen werden, das weiß ich ja. Die Rede ist von einer 120-l Mülltonne pro Bürger*in. Pro Jahr.

Das habe ich letzten Mittwoch ganz alleine geschafft.

Eigentlich achte ich da schon drauf. Beim Einkaufen schlag ich schon mal zu. Aber so viel Hirn ist dabei, dass ich meistens nicht zu viel kaufe. Beim Kochen oder Semmel belegen kann ich viele Reste mit verwenden. Viel werfen wir wirklich nicht weg.

Aber letzten Mittwoch habe ich bei der Tafel hier in W*heim ausgeholfen. W*heim ist nicht so groß, ein paar Supermärkte und Bäcker haben wir schon. Die Tafel hier hat 3 Fahrer, die diese Märkte abklappern und die Ware anliefern. Vieles davon ist echt noch gut. Es gibt aber auch Märkte, naja. Hat alles seine Schattenseiten.

Trotzdem haben wir von Obst und Gemüse ca. die Hälfte erst mal aussortiert. Immerhin schon in Kisten, die dann zu Kleintierzuchtvereinen, Gnadenhöfen usw. gehen.

(Gibt übrigens schon Spargel, gibt sogar schon alten, trocknen Spargel, hallo? Mitte März?).

Die Kunden, die dann kamen haben uns auch das Meiste der guten Ware abgekauft, trotzdem blieb viel übrig. Ab in die Tonne.

Ist schwer mit anzusehen.

Hab ich eine Lösung? Nee. Höchstens, flexibel sein beim Einkauf. Nicht erwarten, dass immer alles vorrätig ist. Manche Händler bieten Ware zum reduzierten Preis an, wenn sie bald abläuft oder offensichtlich beschädigt ist. Vielleicht kannst du da mal in die Box schauen und es ist was dabei. Obst und Gemüse ist dann oft super reif und lecker – aber eben nur noch heute.

Das Problem geht ja noch weiter: All diese Dinge wurden ja produziert und transportiert, und dann ab in die Tonne. Irgendwas stimmt da nicht hab ich den Eindruck.

Bonustrack: wie viele Sklaven arbeiten für dich?
(noch mal puh! Bei mir sind es 27)

Gewinn für die Umwelt: Eigentlich schreibe ich hier immer das Gleiche oder? Verschwendung ist eine Ursache für all unsere Probleme.

Dein Gewinn: Ein gutes Gewissen – und ab und an ein Schnäppchen.

2 Punkte


 

 

Schrottbasteln: Suncatcher

Kalender sind was Feines, jeden Monat ein neues schönes Bild. Am Ende des Jahres 13 oder 53 Blätter mit Motiven für Briefpapier, Lesezeichen, Notizzettel oder für Geschenkverpackungen.

Aber was mach ich mit dem Draht? Grübel, grübel. Stabil ist er ja, aber halt ziemlich krinkelich. Also hab ich den immer weg geworfen. Und jetzt endlich: Die Idee (geklaut von der Frau, bei der wir manchmal zu Mittag essen, danke Birgit). Zusammen mit ein paar Perlen (zur Not kaufe ich Perlenketten auf dem Flohmarkt oder im Sozialkaufhaus) und dem ganz dünnen Draht, den ich für die Schmetterlinge brauche entstehen individuelle Suncatcher. Und schön, dass der Draht schon so schön krinkelich ist.

 

Jetzt muss sie nur noch scheinen, die Sonne 🙂 .

Gewinn für die Umwelt: Selber machen statt neu kaufen, verwenden statt weg werfen, Resourcen schonen, kaum Tranportschäden.

Dein Gewinn: Schöne, individuelle Geschenke und Mitbringsel und Basteln macht glücklich (sobald es halbwegs klappt).

Bonustrack: kostenfreies Leitungswasser in die eigene Flasche


 

Aufheller

Wie geht es dir heute, eigentlich? Oder überhaupt, so? Alles im grünen Bereich?

Dann ist dieser blog wohl nichts für dich.

Vielleicht aber geht es dir wie mir: Ich habe immer wieder mal schlechte Tage. Ärger, Kränkungen, Schmerzen, einen „alle-sind-doof/gemein zu mir/besser dran als ich/bin ich eigentlich der einzige Loser?/oh wäre ich heute doch nur im Bett geblieben“-Tag.

Da greif ich gerne zur Schoki, dem Sofort-Seelentröster. Naja, kurzfristig tröstet sie zumindest. Weil, wenn ich viele solche Tage habe, dann bringt der nächste Besuch auf der Waage ganz klar den nächsten schlechten Tag.

Und deswegen frage ich alleweil, statt zur Schoki zu greifen den nächst-besten Menschen nach einem Witz.

Aber was soll ich sagen? Kaum jemand hat mehr einen Witz parat.

Und deswegen dachte ich, ich schicke mal ein paar Witze auf die Reise.

Es geht los mit 🙂 Seiten Recycling

Witze sind ja auch ein wenig heikel, weil, man lacht ja meistens über Andere und wenn ich dann dieser Person diesen Witz erzähle…

Aber ich versuchs mal. Deswegen sind die Witze jetzt auch ein wenig lahm.

  • Der kleine Eisbär fragt seinen Vater: he Papa, du bist doch ein Eisbär. Ja sagt der Papa, ich bin ein Eisbär.
    Und die Mama? Ja, die ist auch ein Eisbär.
    Papa, mir ist trotzdem kalt.
  • Fuchs und Hase gehen gerne abends aus. Hase fährt ein Protzeauto, weil man damit die Mädchen besser aufreißen kann. Sagt er. Fuchs isses Recht. Aber eines Abends ist das Protzeauto kaputt. Hase ist ganz unglücklich, weil er auch zu viel getrunken hat, um jetzt nach Hause zu laufen. Fuchs sagt, he, Hase ist doch kein Problem. Du hängst dich hinten an meinen Schwanz, ich dreh mich im Kreis und wenn ich es dir sage, dann lässt du los. Gesagt getan – und Hase landet direkt vor seinem Bau.
    Am nächsten Abend sagt Fuchs nur: Hast du einen langen Schwanz, brauchst du kein Protzeauto.
  • Ein Mann stirbt und kommt in den Himmel. Seine Frau ist schon da und nimmt ihn mit Petrus in Empfang. Petrus zeigt dem Mann sein neues Heim. Eine echte schöne Villa, mit Golfplatz, drei Traumautos in der Garage, Bootsanleger mit Yacht. Und alles für umsonst, keine Kosten, keine Versicherung, keine Steuern, schließlich ist das der Himmel. Der Mann wird immer verärgerter und unglücklicher. Seine Frau wird immer verzweifelter und fragt schließlich. He, Männe, was ist denn los? Das wolltest du doch immer haben! Warum freust du dich denn nicht. Und der Mann antwortet: Das will ich dir sagen: Wenn du und dein blödes gesundes Essen nicht gewesen wäre, dann hätte ich all das schon vor 10 Jahren haben können.

Und hast du einen Witz für mich? Ich könnte einen brauchen, im Gegensatz zu noch einem Kilo mehr 🙂

Bonustrack: passt im Kleinen auch zu meinem letzten blog


 

 

Gärtnern für Ökos

Oh wie schön, die Sonne scheint, der Garten erwacht zu neuem Leben.

Aber ich bin eine faule Gärtnerin, und ich will auch der Natur in meinem Garten Platz bieten. Was also tun? Einfach mal wachsen lassen, auch die ungeliebten Kräuter.

1.) wir haben ein Schild am Tor, auf dem steht: Vorsicht wilder Garten. Damit die Nachbarn wissen, dass es Absicht ist.

2.) auf Nachfrage erkläre ich den Garten zu einer Wildkräuterplantage. Und Wildkräuter im Salat sind ein echter Leckerbissen, wenn du dich ein wenig auskennst. (Wichtig ist nur, die Kräuter sauber zu verlesen. Das Schärfste, was ich je gegessen habe, war eine kleine grüne Raupe, die ich übersehen habe. Für die Raupe war es schlimmer.)

3.) einen Teil des Gartens haben wir mal einfach wuchern lassen. Mit einem hübschen Zaun herum. Wir nannten es unsere Serengeti. Und wenn die Nachbarn da mit machen, dann wird die Serengeti schnell doppelt so groß. Und bietet so noch mehr Tieren und Pflanzen einen geschützten Raum. Der Garten war uns aber wirklich viel zu groß.

4.) ganz sachlich: Nackte Erde ist Wind und Sonne und Regen völlig ungeschützt ausgeliefert. Und das bedeutet: viel gießen und viel düngen, viel spritzen und natürlich viel jäten. Ohne Wildwuchs weniger pflanzliche und tierische Helferlein. Besser ist es, den Löwenzahn, den Giersch, die Brennnessel & Co. stehen zu lassen, bis das Fleckchen Erde tatsächlich gebraucht wird. Alles drei schmeckt eh lecker, wenn es noch jung ist.

5.) Direktkompost: Will heißen, ich lege die Garten- und Küchenabfälle direkt auf den Boden, ohne Kompostecke, so verrottet das schön langsam, bedeckt den Boden. OK, es sieht jetzt nicht so doll aus, wenn zwischen den Tulpen die Reste vom Salat liegen. Aber wer ist schon perfekt. Und die Reste vom Salat verschwinden schneller als erwartet.

Meistens wächst mehr als wir essen wollen, trotzdem.

Du hast keinen Garten? Aber einen Balkon oder eine Terrasse? Es gibt extra Samenmischungen für Schmetterlingspflanzen oder für Bienen.

Bonustracks:

Umfrage der europäischen Grünen zu der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik

Gewinn für die Umwelt: Enorm: Nicht nur die Landwirtschaft sorgt für Flächen, auf denen wenig Leben ist, auch der Standardgarten kann eine lebensfeindliche Fläche sein. Und hat dann seinen Anteil am Artensterben.

Dein Gewinn: Mehr freie Zeit, mehr bio-Lebensmittel auf dem Teller, mehr Käfer und Schmetterlinge und Vögel und Eidechsen und Igel und Abenteuer in deinem Garten

20 Punkte


 

Noch ein Rezept

Noch ein Rezept für die Röhre: Ofengemüse. Auf spanisch: Escalivada.

Du brauchst: kleine geschälte Zwiebeln, kleine Tomaten, Paprika in großen Stücken. Ebenso Zucchini und Auberginen. Ganzen Knofel. Vielleicht ein paar Pilze? Oder Oliven? Das wird alles auf dem Blech in Öl geschwenkt, mit Kräutern gemischt. Wenn du gerne scharf isst, ein paar Chilis dazu, bißchen Zitronenschale und dann alles ab in die Röhre. Bei ca. 120 Grad eine halbe Stunde schmoren lassen, ein Mal durchrühren, nochmals eine halbe Stunde in der Röhre brutzeln. (Die letzten 10 Minuten kannst du die Röhre ruhig schon ausschalten). Dann mit viel Zitronensaft und Olivenöl anrichten. Dazu etwas Käse und Weißbrot. Fertig. Und weil so wenig umgerührt wird schmeckt die Tomate nach Tomate, die Paprika nach Paprika und der Knofel? Der ist so lecker, dass sich alle drum reißen werden, ganz weich und cremig und würzig und yummie.

Abwandlungen gibts viele. Fränkisch zum Beispiel, mit Knofel und Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Kartoffeln, Blumenkohl und Kohlrabi. Dann kommt bestimmt auch das höchste fränkische Lob an die Köchin: „Der Hunger zwingts nei!“

Auch das ist ein super Rumfort-Essen, du kannst hier viele Reste reinpacken, lass deine Fantasie frei und leere die Vorräte.

Wenn du gleich für den nächsten Tag vorkochen willst: dicke Bohnen aus der Dose mit Öl, etwas Wein und Gewürzen und Tomatenmark in einem möglichst kleinen Topf mit in die Röhre, dann werden die Bohnen ganz cremig weich und oberlecker. Das gibt einen wunderbaren Brotaufstrich.

Guten Appetit.

Bonustrack: 2 Fliegen mit einer Klappe

Gewinn für die Umwelt: du heizt mit der Röhre und musst weniger Gemüse wegwerfen.

Dein Gewinn: Ein Essen, das ohne große Mühe kocht und sehr lecker schmeckt. Und du kannst von Spanien träumen.

5 Punkte