Maslow

Heute ist kein guter Tag für mich. Ohne viel Grund bin ich lustlos, müde, unzufrieden. Ok, ich habe wieder mal schlecht geschlafen. Aber das kenne ich eigentlich. Ok, ich spiele nicht auf meinem Spielplatz, wie es bei John Strelecky so schön heißt. Aber, dennoch, eigentlich geht es mir ja sehr gut, objektiv allemal. Ich jammere auf hohem Niveau.

Kennst du so Tage auch? Was machst du dann? Schokolade essen? Bier auf? Eine Freundin voll jammern? Einkaufen gehen? Mit einem Buch ab auf die Couch? Bin für alle Tipps dankbar.

Mir hilft dann oft, mir klar zu machen, wie gut es mir – objektiv – geht. Ich habe ja schon von einigen Möglichkeiten geschrieben:

Ins Handeln kommen.

Oder Dankbarkeit.

Und wenn das alles nicht hilft, dann spiele ich die Maslowsche Bedürfnispyramide durch. Das hilft vor allem, wenn ich wieder mal nicht schlafen kann.

Weil, dann liege ich schließlich bequem und im Warmen und in Sicherheit in meinem Bett. Es ist trocken, ich bin satt und habe relativ wenig Schmerzen. Neben mir liegen Mann und oft genug der Kater. Ok, mit dem Individualbedürfnis – nämlich Schlafen – klappt es grad nicht so gut, und Selbstverwirklichung sieht auch anders aus.

Andererseits wird in diesem Moment absolut nix von mir verlangt. Es ist mitten in der Nacht. Ich muss nix arbeiten. Absolut gar nix machen. Ich darf einfach im Bett liegen bleiben. Noch mehrere Stunden.

Das ist doch Luxus, oder?

Dann geht es mir meist viel besser, und mit etwas Glück schlafe ich dann auch ein.

Warum ist das ökologisch? Naja, so richte ich überhaupt keinen Schaden an, nicht bei mir, nicht bei Anderen. Ist doch fein, oder?

Bonustrack: englische kritische Stimmen zum Recyceln. Treehugger ist eh für viele gute Tipps gut. Und zum Übersetzen gibts ja Übersetzer im net. Zum Beispiel bei Bing.

Spruch der Woche:
Arbeit ist das beste Gegengift zu Trauer.
Arthur Conan Doyle.


Waschen mit dem ecoegg

Es gibt ja inzwischen eine ganze Menge Alternativen zu herkömmlichem Waschmittel. Alle mehr oder weniger ökologisch, umweltverträglich.

Wir haben seit fast zwei Jahren jetzt Erfahrung mit dem ecoegg. (Beim dm gekauft, deswegen auch der link auf dm, gibts auch woanders).

Zunächst war ich skeptisch. Ist ja auf den ersten Blick nicht billig. Auf den zweiten schon. Wie gesagt, wir waschen jetzt fast zwei Jahre mit dem ersten ecoegg. Und das geht schon noch ein paar Monate weiter, bei ca. 2 Wäschen in der Woche. 🙂

Fast zwei Jahre kein Waschmittel kaufen, nach Hause tragen, dosieren, keine Verpackung. Und das Wasser das die Waschmaschine verlässt ist viel sauberer und besser für die Umwelt.

Unser ecoegg ist ohne Duftstoffe, das ist ein Nachteil, aber die Wäsche riecht einfach nur nach nix. Wir haben uns dran gewöhnt. Ecoegg gibt es aber auch mit Duftstoffen.

Es ist halt super bequem, deutlich billiger als anderes Waschmittel, die Wäsche wird genauso sauber wie vorher.

Der Waschmaschine scheint es auch nicht geschadet zu haben, zumindest bis jetzt haben wir keine Probleme. Das Wasser hier ist aber nicht sonderlich hart, das kann schon eine Rolle spielen.

Und das gesparte Geld trage ich dann gerne in den Bioladen.

Bonustrack: Oder ich lasse mir Bio-Nahrungsmittel nach Hause liefern.

Spruch der Woche: Die Dinge ändern sich. Je mehr wir uns engagieren, desto schneller.


Urlaub

Trotz Corona haben wir es geschafft und sind in Urlaub gefahren. Wie gewohnt, mit dem Auto. Schließlich will ich ja im Urlaubsland einiges kaufen und mit nach Hause nehmen, um den Urlaub zu verlängern. Hat auch geklappt. 😉

Wir waren in Dänemark. Nicht ganz billig. Aber sehr schön. Hell, luftig, sehr freundliche Leute. Tolle Landschaft. Also für jemanden aus Süddeutschland. Ich habe diese fehlenden Berge und Hügel genossen. So viel flaches Land. So viel Himmel. Das ist auch ein Stück Freiheit für mich. So viel Platz. Ich glaube, das macht die Menschen auch selbstbewußt und offen.

Und Sonnenuntergänge zum Niederknien.

Gekauft habe ich – wie meistens – vor allem Essen. In Dänemark steht an vielen Häusern ein kleines Schrankregal. Da gibts alles Mögliche zu kaufen. Von privat. Für den „Vertrauensbetrag“. Marmelade, Kartoffeln, Obst und Gemüse. Flohmarktartikel, Corona-Masken, Pflanzen. Find ich klasse. Es wird weniger weggeworfen. Und ein wenig die Versorgung der Nachbarn sicher gestellt. Gibt gar nicht mal so viele Orte und Läden wie hier bei uns.

Und eine große Tüte voll Treibholz und Muscheln ist im Auto gelandet. Es gibt da ja viele Möglichkeiten zum Basteln und so die Küste ein wenig ins eigene Heim zu bringen. Ich mag die Seiten von Schlüters home design, da habe ich schon viele Anregungen gefunden. Und sie haben mich letztendlich ans Meer gelockt. Ich dachte ja immer, Strandurlaub ist nix für mich. Nun ja, der Mensch kann sich ändern…

Die Tüte habe ich dann gleich nochmals voll gemacht: Mit Müll. Das geht am Strand genauso schnell wie hier zuhause. Es ist schon erstaunlich, was alles in der Landschaft landet.

Darum gibt es auch dieses Jahr wieder den Coastal Cleanup Day, am

19. September.

Und auch dieses Jahr werden wir mitmachen. Auch wenn wir weit von der Küste entfernt leben. Denn der Wind treibt es in den nächsten Fluss und von da ist der Atlantik nicht mehr weit.

Dieses Jahr haben wir noch mehr Helfer. Die Angler und Fischer machen auch mit. Find ich gut.

Vielleicht magst du ja auch eine Müllsammelaktion entlang der Straßen und Wege organisieren, oder sogar mit Kanu am Ufer der Bäche? Oder wenigstens mit einer großen Tüte bewaffnet spazieren gehen. Sprich doch auch mal mit deiner Gemeinde, was danach mit dem gesammelten Müll passieren soll. Passt ja vielleicht nicht alles in deine Mülltonne. Meine Stadt nimmt den gesammelten Müll entgegen und entsorgt das dann.

Bonustrack: Für mehr Grün am Haus

Spruch des Tages: Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Francis Bacon


Müll sparen beim Hausputz

Putzen ist anerzogenes Verhalten. Und damit veränderlich. Abhängig von der Gesellschaft in der wir leben.

Dazu ein paar Gedanken und Persönliches:

Aufgewachsen bin ich in einer Familie, in der alle zwei Wochen fast alles feucht gewischt wurde. Weil man das schon immer so gemacht hat. Und wegen der Nachbarn. Und die Pflanzen wurden regelmäßig in der Dusche abgebraust. Das machte Sinn in einer Familie, wo der Mann in der Kohlegrube gearbeitet hat. Oder sich nicht die Stiefel ausgezogen hat, wenn er aus dem Stall ins Haus kam.

Und es war auch machbar in einem kleinen Häuschen.

Aber in so einer Familie lebe ich nicht. In unserer Küche wird auch nicht geschlachtet, keine Hühner gerupft und kein Rübenzucker eingekocht. So viel Dreck fällt bei uns nicht an. Wobei es schon erstaunlich ist, wieviel Schmutz zwei Menschen und ein Kater ins Haus tragen können. Aber da reicht Kehren und Staub saugen.

Als ich 19 war ging ich für ein Jahr als Au-pair-Mädchen ins Ausland. Und lernte da ganz andere Regeln kennen. Fenster zum Beispiel wurden nur zwei Mal im Jahr geputzt. UND DER BLITZ HAT UNS NICHT GETROFFEN!!!!!!!!! Wow!

Was für eine Befreiung vom deutschen Dogma.

Dann arbeitete ich ein paar Monate in einer Jugendherberge im Rheinland und lernte den berüchtigten rheinischen Putzteufel kennen. Oha!

Wie gesagt, Putzen ist Erziehungssache 😂

Unser Haus ist sauber genug, um gesund darin zu wohnen und schmutzig genug um glücklich darin zu sein. Und wenn wir unglücklich sind liegt es nicht am fehlenden Schmutz.

Und bei uns kann man nicht vom Boden essen. Muss man aber auch nicht, wir haben saubere Tische und Teller.

Kritischen Besuchern nehme ich schon mal die Brille ab oder drücke ihnen einen Lappen in die Hand. War aber schon lange nicht mehr nötig.

Selber isses mir egal, wenn ich wo zu Besuch bin schaue ich nicht nach dem Staub auf den Regalen. Ich hoffe halt, dass es mein Besuch ähnlich locker sieht.

Und Dreck geht ja nicht aus der Welt: Vermehrt durch Putzmittel schüttest du ihn ins Klo, von da geht er ins Klärwerk, die bringen die Reste ins Müllheizkraftwerk und über die Luft und dein offenes Fenster …

Praktisch heißt das für mich:

  • Viel seltener putzen
  • Meist reicht Wasser ohne Putzmittel
  • Wenn ich doch mal „Verstärkung“ brauche, dann wasche ich „leere“ Dusch- oder Spülmittelflaschen aus.
  • Zitronenschalen und Kaffeesatz helfen super im Badezimmer (aber schaden den verchromten Armaturen, Vorsicht)

Und so brauche ich fast keine Putzmittel.

Und es bringt Unglück wenn du Fenster in einem Monat putzt, der im Namen ein „R“ hat. Selbst erlebt, honest word.

So sparst du jede Menge Müll beim Hausputz. Und Geld und Zeit auch. Die kannst du dann verwenden fürs Glücklich sein.

Bonustrack: Plattform für second hand

Spruch der Woche: Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr.

Vincent van Gogh

Ich lärme also bin ich

Also gut, schreibe ich mal über Lärm, Krach, nervige Geräusche.

Wir fahren ja Motorrad. Gerne. Das kann auch schon mal laut werden, weil die Beschleunigung, die wir so mögen nun mal mit viel Getöse verbunden ist. Und Motorradfahren soll jetzt ja am Wochenende verboten oder eingeschränkt werden. Wegen dem Krach.

Verstehen tu ich das. Wenn wir so unterwegs sind, dann sehen wir schon gelegentlich andere Motorradfahrer. Da sind wir ja nun mal nicht alleine unterwegs. Wir suchen halt alle ähnliche Strecken. Kurvig soll es sein, für den Fahrer. Schön was zu sehen, für die Sozia. Schattige Straßen, vor allem im Sommer. Ausflugsziele, wo Motorradfahrer willkommen sind und es schön viele Parkplätze zum Flanieren und Gucken gibt. Und so tummeln wir uns auf den selben Straßen, die als Geheimtipp immer weiter gereicht werden. Und da wird’s ausgesprochen lästig für die Anwohner. Was ich spätestens immer dann merke, wenn wir mal halten und ein paar Minuten sitzen. Vroom Vroom Vroom. Tucker tucker tucker. JAUL!!!!!!!! Vor allem der schnelle Start am Ortsschild ist wirklich doof.

Aber:

Nur selten machen wir Motorradfahrer das früh um halb fünf. Da gibts ganz andere Lärmquellen. Da fliegen dann die ersten Flugzeuge über unser Haus zum nächsten Großflughafen. (Jetzt fliegen sie ja wieder). Night over. Gleich darauf geht unser Nachbar zum Husten auf den Balkon. (Sonst ist er ein netter Kerl, warum er zum Husten auf den Balkon geht, weiß ich auch nicht). Mit etwas Pech weckt das seine Hunde auf, die dann auch auf den Balkon kommen und den Mond anbellen. Was dann die Hunde der Nachbarschaft weckt. Kurz danach starten dann die ersten Nachbarn Richtung Arbeit. Motor an, Musik an, irgendwann dann los. Und so gehts immer weiter, bis Abends um 23 Uhr, oder noch länger.

Und zum Spaß spazieren fahren, das machen andere auch. Mein Ex-Chef spielt Freizeit Bauer und fährt mit seinem Traktor ins Eiscafé. Ein Nachbar fährt seinen Oldtimer Gassi. Im Sommer die Cabrios fahren auch gerne zum Spaß. Und auch die sind alle laut, wenn sie aufs Gas treten.

Und die Rasenmäher und Schredder und Laubbläser. Samstag Mittag. Und mit lautem Radio, dass Mann die Fußballbundesliga gut hören kann, über dem Krach des Rasenmähers. Elektrorasenmäher wären leiser…

Die ganzen Boomboxen und die Musik die aus den Fenstern quillt. Und dem Einen seine Musik ist dem Anderen sein Lärm.

Und was für mich besonders schlimm ist: Die vielen weinenden Kinder, deren Eltern das grad egal ist.

Und die jaulenden Hunde, deren Herrchen oder Frauchen in Urlaub fahren. Und zwar  ohne ihren „Schatz“, der dann zwei Wochen lang allen im Viertel erzählt, wie einsam er ist, und dass er Angst hat. Da hilft auch nicht, dass zwei mal am Tag jemand kommt und füttert.

Und so könnt ich grad weiter erzählen. Fakt ist, wir alle machen Krach und denken uns nix dabei. Manchmal denke ich, das ist so eine Art Bestätigung, dass wir existieren.

Wir waren in Afrika. Da gibts noch so viele unbesiedelte Gegenden. Keine Motoren, kein Radio, wenig Maschinen, wenig Autos. Und alles ist ruhig. Bis auf den Wind in den Gräsern und Blättern und den Geräuschen, die die Tiere machen. Und die Menschen sind es auch. Sie flüstern. Wie schön.

Bonus-Track: Green Belt Movement (englisch) Bewegung in Kenia, die Frauen stärkt und Bäume pflanzt

Spruch der Woche: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. Mahatma Ghandi

 

Struuuudel

Gestern war es bei uns ziemlich kühl für Juli, es hatte wieder mal ordentlich geregnet. Und da backe ich dann gerne. Heizt ein wenig, duftet gut, schmecken tuts meistens auch. Wir sind dann doch mit dem Motorrad zu Freunden gefahren, rausgelockt von einer Wolkenlücke. Naja, Backen wäre wärmer und trockener gewesen…

Meine Mutter machte einen genialen Apfelstrudel. Mit einer Kruste obendrauf, um die wir uns stritten. Keine Ahnung, was sie da drüber gegossen hat. (Vorschläge? Bitte schreibe einen Kommentar) Ich glaube auch fast, es war Nudelteig und nicht Strudelteig, den sie verwendet hat. Der geht dann noch dünner und ist innen weicher.

Und weil ich wußte, dass ich da nicht gegen „anstinken“ kann, habe ich mich lange nicht an Strudel getraut.

Dabei ist es ganz einfach, wenn er auch nicht so dolle schmeckt, wie der von meiner mom.

250g Mehl mit 20 g Öl verkneten, dazu 1 Ei verkneten, dann noch mit 100 ml heißem Wasser verkneten.

Bei mittlerer Geschwindigkeit kneten bis eine Kugel entsteht, die elastisch ist und nicht klebt, notfalls noch etwas Mehl zugeben. Und wenn du das von Hand machst, dann hast du den Sport für diesen Tag auch schon erledigt.

Abgedeckt bei Zimmertemperatur 1 Stunde ruhen lassen, evtl Behälter ein wenig einölen, dann löst sich der Teig später besser.

Danach ein Geschirrtuch mit großzügig Mehl bestäuben und den Teig erst mit dem Handballen, dann mit dem Nudelholz auf dem Geschirrtuch auswellen. Notfalls sanft mit den Händen von innen nach außen ziehen. Das Geschirrtuch sollte komplett bedeckt sein. Dann ist der Teig ziemlich dünn, fast durchscheinend, aber keine Löcher bitte. Obwohl, immer dieser Perfektionismus 🙂

Reicht für ein kg Äpfel mit Zucker und Nüssen und ein wenig Butter.

Die Füllung auf den Teig, dabei rechts und links 5 cm Rand lassen, oben 7 cm und unten 15 cm.

Mit Hilfe des Tuches aufrollen und in die gebutterte Form legen oder auf Backtrennpapier. Ränder ein wenig andrücken.

Mit zerlassener Butter bestreichen.

Bei 180 °C 45 Minuten backen, dann noch 10 Minuten in der Röhre lassen.

Was ich an Strudel mag ist, dass ich darin jede Menge Reste gut und schmackelig drin verstecken kann. Gerade  Gemüsestrudel werden zu Rumfort-Strudeln (liegt rum, muss fort). Käsereste, Quark, Buttermilch, Suppen oder Saucenreste, alles Mögliche mische ich da mit rein. Und die Strudel lassen sich prima einfrieren und auftauen. So haben wir ein schnelles Essen für stressige Tage. Oder eine Vesper zum mitnehmen.

Bonus-Tipp ist heute wieder mal ein Buch-Tipp. Da bin ich drüber gestöbert. Ist so ein wenig wellness, soulfood zum Lesen. Nicht wirklich heile Welt, aber am Ende ist alles gut oder doch wenigstens besser als am Anfang. Und es ist voller Basteltipps und Rezepte. Freude am Selbermachen zieht sich durch die Bücher von Marina Boos. Es sind diese Jule-Bücher, von der jungen Frau, die eine alte Kneipe zu einem Handarbeitstreff in einem kleinen Kaff verwandelt. Drei Bände habe ich inzwischen und hoffe auf einen vierten. Gibts auch viel gebraucht bei https://www.booklooker.de oder https://www.tauschticket.de oder auf anderen Second-hand-Plattformen.

gebrauchtes Buch – Marina Boos – Jules Welt - Das Glück der handgemachten Dinge: Ein Kreativ -Romangebrauchtes Buch – Marina Boos – Jules Welt - Vom Glück der winterlichen Dinge: Ein Kreativ-Romangebrauchtes Buch – Marina Boos – Jules Welt - Frühlingsglück und Gartenzauber: Ein Kreativ-Roman

Spruch des Tages: „Und im Leben muss man seine Gewinn- und Verlust Rechnung offen halten“.

Bleibt gesund und fröhlich


 

Tiere im Garten

Wir haben ja diesen kleinen Garten. Wir lassen ihn ziemlich wild, zum einen aus ökologischen Gründen. Aber ein wenig Faulheit ist auch dabei. Ich geb’s ja zu. Grundsätzlich lasse ich alles mögliche wachsen, bis ich den Platz brauche. Und so blühen viele ungeliebten Kräuter. Das ist, ungeliebt für Menschen, aber sehr begehrt bei den Tieren. Vor allem bei den Insekten.

Wir haben auch ein paar Nistkästen aufgehängt für die Wildbienen und diese Kästen sind gut gefüllt. Ab und zu kommen dann Meisen vorbei und picken sich die Larven aus der ersten Kammer. Aber das ist auch Natur.

Und klar, wir füttern die Vögel auch im Sommer. Nehmen tun sie es gerne. Und wir schauen gerne zu.

Vor ein paar Wochen hat eine Hornissenkönigin in einem alten Grill ihr Nest gebaut. Inzwischen sind es viele Hornissen, die durch den Garten fliegen. Sie lassen uns in Ruhe – und wir lassen sie in Ruhe. Schon interessante und beeindruckende Tiere. Laut. Wenn es sehr heiß ist und die Sonne auf diesen alten Grill scheint, dann sitzt eine Hornisse im Eingang und wedelt mit den Flügeln um zu lüften. Stark. Dann beschatte ich den Grill manchmal. Hab halt ein weiches Herz für arbeitende Frauen. Hornissen sind ja Jägerinnen und ich würde zu gerne mal sehen, wie eine Hornisse Beute ins Nest trägt. Aber noch war mir das nicht vergönnt. Ob wir so weniger Fliegen und Wespen haben? Ich kann’s nicht wirklich sagen.
Ab und zu verirren sich auch Hornissen in die Wohnung.  Und wie bei den anderen Insekten sammle ich die dann mit Glas und Postkarte von der Scheibe ein und trage sie nach draußen.

Gestochen wurden wir nicht. Und wir sind froh, dass die Katze und die Hornissen auch eine Art Nicht-Angriffspakt haben.

Wir haben auch mehrere Wasserstellen im Garten. Für die Vögel. Und zum andern, weil die durstigen Insekten dann nicht so an die Früchte gehen. Aber klar, auch aus Mitgefühl. Am meisten werden diese Wasserstellen von den Wespen genutzt, die da das Wasser für ihre Nester holen. Ein paar Steine ermöglichen es den Insekten wieder aus der Wasserstelle zu krabbeln. Ich glaube, die Schale vor dem Haus wird auch gerne von vorbeilaufenden Hunden genutzt, jedenfalls ist sie immer schnell leer. Ist auch ok.
Ich geh aber nicht so weit und stelle Bier und Prosecco draußen kühl, für die Hundebesitzer 🙂

Auf den Seiten des Nabu findest du viele Tipps wie auch du einen kleinen Garten oder Balkon in eine Anlaufstelle für Tiere verwandeln kannst.

Bonustrack: Unperfektshop

Spruch der Woche: Mich ärgern heißt zu viel Zeit mit Menschen oder Dingen verbringen, die ich nicht mag.


 

Leben und Gesundheit schützen

Corona hat’s gezeigt. Wir sind durchaus in der Lage uns einzuschränken, wenn es darum geht Leben und Gesundheit anderer Menschen zu schützen. Und die Politik kann sogar sehr schnell neue Regeln aufstellen, Gesetze und Verordnungen beschließen und umsetzen. Sogar zu Lasten der Wirtschaft. Und wir Bürger*innen haben uns mehr oder weniger an diese Regeln gehalten. Auch sehr schnell. Da können wir:

  • Stolz drauf sein.
  • Weiter machen.

Und das, obwohl der Sinn für die Bedrohung für viele Menschen gar nicht so stark war und viele der Vorschriften nicht wirklich eingeleuchtet haben.

Eine Runde Schulterklopfen. Natürlich jeder nur die Eigene, weil Abstandsregelung 🙂

Und weiter machen würde ich gerne mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Autobahn. Ein Blick zu Wikipedia zeigt, dass in Europa nur ein Land keine Beschränkungen für die Autobahn hat. Nämlich Deutschland. Grafik zu den Beschränkungen in Europa. In den anderen Ländern wird die Geschwindigkeit reduziert zwischen 100 km/h (z.B. Zypern) bis 140 km/h (z.B. in Polen).

Auch außerhalb der Ortschaften ist in vielen Ländern Europas eine geringere Geschwindigkeit vorgeschrieben als bei uns: Übersicht über die zulässigen Geschwindigkeiten in Europa.

Dies rettet Leben und Gesundheit direkt, weil weniger Geschwindigkeit in der Regel für weniger Unfälle – und harmlosere Unfälle – sorgt. Und es rettet Leben und Gesundheit indirekt, weil weniger Geschwindigkeit weniger Lärm erzeugt, weniger Abgase, weniger Ressourcenverbrauch. Weniger Stress. Das Fahren entspannter wird. (Abgesehen davon, dass bei geringeren Geschwindigkeiten auch viele Unfälle mit Tieren vermieden werden könnten. Ich habe ja mal ein Reh tot gefahren. Ist lange her, schnell war ich auch nicht, geht mir jetzt noch nach.)

Im Mai 2020 hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat eine entsprechende Empfehlung abgegeben.

Leider gibt es meines Wissens gerade keine Petition, keine Kampagne, die die Bundesregierung auffordert die Geschwindigkeitsbegrenzungen menschenfreundlicher zu gestalten.

Mein Traum: 30 km/h im Ort, 80 km/h außerorts, 130 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen.

Wie siehst du das? Bist du schon eine mobile Geschwindigkeitsbremse und fährst langsamer als erlaubt? Brauchen wir wirklich die Straßenverkehrsordnung und Bußgelder und Punkte in Flensburg um uns rücksichtsvoll und intelligent zu verhalten?

Glaubst du, wir Deutschen kriegen das auch noch hin, so wie unsere Nachbarn? Oder ist uns unser heiliges Bleche noch immer wichtiger als Leben und Gesundheit unserer Mitmenschen? Müssen wir schon froh sein, wenn sich mehr Autofahrer*innen an die bestehenden Beschränkungen halten?

Ich bin gespannt.

Bonustrack: Wildkräuter für deine Küche

Spruch des Tages: Alle Gefühle, wie stark sie auch sein mögen, haben einen Anfang und ein Ende.
Shamash Alidina


 

Holzschnitt zu Grillkohle

tansania-308Teil 3 von: Vielleicht reicht dir das eigene Handeln und Unterlassen nicht und du würdest gerne politischer agieren? Da biete ich dir in der nächsten Zeit ein paar Brief-Vorlagen an. Vielleicht sind ja Themen dabei, die dir eh am Herzen liegen.

Die Briefe sind von mir erstellt. Ich verzichte auf jegliches Copyright. Du kannst die Briefe also gerne kopieren, entsprechend abändern und abschicken. Vielleicht hast du ja Kontakt zu einer Zeitung und kannst die Briefe dort als offenen Brief abdrucken lassen? Vielleicht hast du auch schon die Verbindungen, da eine Art Bürgerbegehren zu starten und Unterschriften zu sammeln.

Weiter gehts mit Holz:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

ich hätte da mal eine Frage: Was passiert eigentlich mit dem Holz der Bäume und Büsche  in Gemeindebesitz oder Gemeindeverantwortung, die gefällt oder geschnitten werden? Oder mit den Pflanzen, wenn das Stadtgrün wieder mal durch neue Pflanzen ersetzt wird?

Manchmal sehe ich, dass dieses Holz auf einem großen Scheiterhaufen landet und dann verbrannt wird. Oft mit einer deutlichen Rauchfahne und den entsprechenden Emissionen. Ist ja oft feuchtes Holz, das da verbrannt wird. (Einen Kachelofen mit diesen Abgaswerten würde der Schornsteinfeger wahrscheinlich gleich stilllegen). Und die Pflanzen landen auf dem Anhänger mit Ziel Kompost.
Ist doch eigentlich schade, wenn das, was den Bürgern dieser Gemeinde gehört und von diesen mit Steuermitteln bezahlt wurde einfach so in Rauch aufgeht, oder auf dem Kompost landet, oder?

Ich hätte da zwei Vorschläge:

  • Warum verkaufen Sie das Holz und die Pflanzen nicht?
    Das stell ich mir so vor: Sie künden die Aktion an. Interessenten kommen und holen sich das Holz. Pro Minute Ladezeit 1,00 €. Als Spende für die Stadtbücherei, den Kindergarten, die Grünanlagen, das Altenstift, die Tafel, örtliche Vereine… Und Sie brauchen noch nicht mal eine Brandwache.
    Mit den ausgebuddelten Pflanzen würde ich das ähnlich machen. Pro Pflanze einen Betrag festlegen und das eingenommene Geld als Spende verwenden.
    So gibt es weniger Müll und das Eigentum der Bürger*innen wird nicht einfach weggeworfen und entsorgt.
    Und wer weder Garten noch Kachelofen hat, der kommt eventuell in den Genuss der Spendengelder.
  • Kennen Sie Nero-Grillkohle (https://www.nero-grillen.de)?
    Das ist Grillkohle, die aus heimischem Holz in Frankreich hergestellt wird.  Der Riesenvorteil ist, dass für das Grillvergnügen nicht Tropenholz aus dem Regenwald verwendet wird. Das Abholzen des Regenwaldes führt ja zu einem massiven Artenverlust. Angeblich sterben die Berggorillas auch deswegen aus, weil ihre Wälder hier in Europa den Grill befeuern. Viel besser ist es doch stattdessen das Holz zu verwenden, was durch diverse Pflegemaßnahmen eh anfällt und beseitigt werden muss. Und die Transportwege sind auch deutlich kürzer.

Und das ist doch auch ein schönes Ziel.

Mit freundlichen Grüßen

Bonustrack: Tipps für nachhaltigen Konsum

Spruch des Tages: Was uns im Wege steht, ist meist kein Hindernis, sondern ein Wegweiser. Gelesen auf: https://www.effekt-voll.com.


 

Oh wie schön ist doch ein Kreisverkehr

Teil 2 von: Vielleicht reicht dir das eigene Handeln und Unterlassen nicht und du würdest gerne politischer agieren? Da biete ich dir in der nächsten Zeit ein paar Brief-Vorlagen an. Vielleicht sind ja Themen dabei, die dir eh am Herzen liegen.

Die Briefe sind von mir erstellt. Ich verzichte auf jegliches Copyright. Du kannst die Briefe also gerne kopieren, entsprechend abändern und abschicken. Vielleicht hast du ja Kontakt zu einer Zeitung und kannst die Briefe dort als offenen Brief abdrucken lassen? Vielleicht hast du auch schon die Verbindungen, da eine Art Bürgerbegehren zu starten und Unterschriften zu sammeln.

Weiter gehts mit Ampeln

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister/Landrat/Stadtplaner,

jetzt nach Corona soll die Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Und der Ruf wird immer lauter nach einer nachhaltigen, klimaverbessernden Förderung der Wirtschaft . Dazu ein Vorschlag:

Im Ort gibt es viele Kreuzungen mit Ampeln. Und wenn morgens und mittags Berufsverkehr ist, dann freu ich mich drüber und da sind sie sicher auch sinnvoll. An 20 Stunden des Tages käme ich aber problemlos und vor allem schneller über die Kreuzung, wenn ich nicht erst warten müsste, bis die Ampel mich bemerkt hat und mir grünes Licht gibt. An 20 von 24 Stunden des Tages bin ich nämlich alleine an der Kreuzung. Oder fast alleine. Kein Fußgänger, kein Radfahrer, kein Auto. 

Aber jetzt, da bremse ich (Feinstaub durch Bremse und Reifen, Lärm durch Bremse), steh dann mit laufendem Motor da und warte (zum Glück warte ich selten länger als 10 Sekunden) (Abgase, Lärm durch Musik und Motor) und dann fahre ich wieder los (Lärm, Abgase, Feinstaub durch Reifenabrieb). Und mehr Benzin brauche ich auch, mit allen Konsequenzen. Und ich habe ein kleines, leises, benzinsparendes Auto. Gibt ja auch Andere…

Darum bitte ich Sie, jetzt mit den Möglichkeiten der Förderung über Alternativen nachzudenken. Zum Beispiel:

  • Am schwächsten finde ich den grünen Pfeil. Bremsen muss ich dann trotzdem, aber nicht so oft warten. 
  • Besser wäre eine intelligente Ampelschaltung, die grundsätzlich alles auf grün hat und nur wenn ein Verkehrsteilnehmer kommt die anderen Spuren aus Rot schaltet. Letztendlich wie bei einer Fußgängerampel, nur dass die Anforderung durch eine Kamera erfolgt. Gibts.
  • Noch besser fände ich es, in Zeiten mit wenig Verkehr die Ampeln einfach auszuschalten. Rechts vor links. Kennen wir alle, können wir alle.
  • Aber am liebsten wäre mir ein Kreisverkehr. Warum? Ich muss meistens gar nicht bremsen. Ich komme, alles frei von links, der Rest geht mich nix an, ich fahre rein, ich fahre raus, ratzfatz, kein Bremsenquietschen, weniger Feinstaub, kein Rumgediesel von dem Auto vor mir, viel weniger Lärmbelästigung für die Anwohner, von der besseren Luft gar nicht zu reden. Die klassischen Ampel-Auffahrunfälle gäbe es auch nicht. Und in der Mitte wäre nicht Asphalt und Beton sondern eine schöne Fläche für heimische Pflanzen und sogar für ein Objekt, dass die Stadt symbolisiert. Zum Beispiel Colmar .Und Strom und Wartung braucht der Kreisverkehr auch nicht.

Und wenn Sie die bestehenden Kreuzungen nicht ändern wollen, wie wäre es bei den Planungen für neue Wohngebiete und Industriegebiete gleich an diese  Lösungen zu denken?

Bonustrack: Jugend macht sich stark

Spruch des Tages: „Reden über Probleme lässt die Probleme wachsen.
Reden über Lösungen lässt die Lösungen wachsen«

Steve de Shazer


 

politische Briefe

Vielleicht reicht dir das eigene Handeln und Unterlassen nicht und du würdest gerne politischer agieren? Da biete ich dir in der nächsten Zeit ein paar Brief-Vorlagen an. Vielleicht sind ja Themen dabei, die dir eh am Herzen liegen.

Die Briefe sind von mir erstellt. Ich verzichte auf jegliches Copyright. Du kannst die Briefe also gerne kopieren, entsprechend abändern und abschicken. Vielleicht hast du ja Kontakt zu einer Zeitung und kannst die Briefe dort als offenen Brief abdrucken lassen? Vielleicht hast du auch schon die Verbindungen, da eine Art Bürgerbegehren zu starten und Unterschriften zu sammeln.

Los gehts mit Wasser.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ob es einen Klimawandel gibt, ob der von uns Menschen verursacht wurde, darüber wird kräftig gestritten. Dass sich das Wetter ändert, darüber herrscht ziemlich Einigkeit. Gärtner können Ihnen das gerne bestätigen. Und vielleicht Ihre Stadtwerke mit Abwasser, Kläranlage und Wasserversorgung ebenfalls.

  • Es kommt immer häufiger vor, dass es sehr stark regnet. Und dass es dadurch zu Überschwemmungen kommt, die Leitungen und Klärwerke überlastet sind, der Überlauf direkt in die Flüsse und Bäche geschwemmt wird. Nicht schön.
  • Und ebenfalls werden die Zeiten immer häufiger, wo es lange nicht regnet. Wo viel Wasser benötigt wird, das sich zu wenig durch den Regen auffüllt.

Sicherlich fangen unsere Stadtwerke das Regenwasser der Dächer der Stadtverwaltungen und der öffentlichen Gebäude auf, um damit später die öffentlichen Grünanlagen zu bewässern. Das entlastet die Kanalisation und spart später Wasser.

Und viele Gärtner haben auch ein Regenfass und handeln ähnlich.

Aber all das reicht nicht.

Rechnen Sie doch mal durch, wieviel Dachfläche in unserer Gemeinde vorhanden ist. Oder fragen Sie die Stadtwerke,  die können Ihnen das ganz genau sagen. Viel Regen der auf all dieser Dächer fällt, könnte in Zisternen und Regentonnen geleitet werden. Bei Starkregen vermindern Sie dadurch die Belastung der Kanalisation. Und wenn es wieder trocken wird, dann kann all dieses Regenwasser die Gärten und Balkone bewässern. Eine echte win-win Situation.

Vielleicht hat unsere Gemeinde ja ein Budget um die Nachhaltigkeit zu fördern. Die Folgen des Klimawandels abzumildern. Und vielleicht können Sie ja damit den Bau und Erwerb von privaten Zisternen fördern. Den Erwerb von Regentonnen und Regendieben. Oder wenigstens die Bürger über diese Möglichkeiten informieren und zum Handeln anregen.

Wie gesagt, das hat viele Vorteile:

  • Sie entlasten die Kanalisation und die ganze Abwasserbehandlung bei Starkregen, weil zunächst mal viel Wasser in Zisternen und Regentonnen fließt.
  • Sie entlasten die Wasserwerke bei anhaltender Trockenheit.
  • Und Ihre Bürger freuen sich über die Förderung von Zisterne, Regenfass und Regendieb und über eine praktische Verwendung von Steuermitteln, die ihnen direkt zu Gute kommt. „Des is doch endlich mal was Gscheits! Da hat mer wenigstens mal was davon!“ wird man hier in Franken sagen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Bonustrack: Essbare Wildkräuter

Spruch der Woche: Lieber für jemanden sorgen als um jemanden sorgen. Bleib gesund und fröhlich.

Philosophie: Ins Handeln kommen

tierpark-033.jpgIst ja grad alles nicht ganz so lustig. Und da lieg ich dann schon mal auf der Couch und tu mir von Herzen leid.

Corona, Klimakrise, finanzielle Unsicherheit, Sorgen um die Freund*innen, vor allem, wenn ich schon länger nix mehr gehört oder gelesen habe.

Und diese Freund*innen fehlen mir wahnsinnig. Ich will sie treffen, in den Arm nehmen, ohne Maske und zwei Meter Abstand. Abbusseln. Zeit mit ihnen verbringen. Spazieren gehen, Essen gehen. Ach ja. Telefonieren reicht einfach nicht.

Fad wird mir auch so langsam, in Woche Sieben der Beschränkungen. Am Anfang dachte ich noch: Super, endlich hab ich Zeit all die Rezepte zu kochen, die ich schon lange ausprobieren will. All die Dinge zu Basteln, die hier schon lange auf mich warten (hab ich jetzt gemacht: Meine Weihnachtskarten sind fertig! Yeah!). Im Garten buddeln und doch ein wenig Ordnung reinbringen. Jeden Tag ein wenig Rumputzen. Dabei bin ich wirklich nicht der Welt beste Hausfrau und will es auch gar nicht sein.

Aber Tag für Tag fällt es mir schwerer mich zu motivieren. Und da lieg ich dann eben rum und tu mir selber Leid. Was mich noch von der Couch locken könnte ist natürlich die Schokolade. Oder Anderes zu essen. Oder im Net was zu bestellen. Also die alten Tröster: Konsum. Will ich aber nicht.

Und dann sag ich mir: Gretl, los, komm ins Handeln, ganz egal was du machst, fang einfach an. Steh auf, leg Musik auf, fang einfach an.

Und was soll ich sagen? Ja, es hilft, ich fang an zu handeln und meine Stimmung steigt. Ist ja auch so ein Tipp: Wenn du verzweifelst an der Situation, der Welt, deinem Umfeld, deinem Leben: Geh und räum dein Zimmer auf. Klingt zynisch, klingt doof – aber klappt. Und wenn dein Zimmer aufgeräumt ist: Geh raus und sammle Müll. Deine Nachbarschaft ist wie ein großes Zimmer. Und wahrscheinlich leider voll Müll: Kippen, Tempos, Bonbonpapierchen, Flaschen, schon faszinierend, was alles so schwer ist, dass mensch es nicht nach Hause tragen kann. 🙂

noch ein Tipp von Klaus Birk

Spruch des Tages, diesmal von Marc Aurel, dem alten Römer:
Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt! Suche von den Dingen, die du hast, die Besten aus und überlege dann, wie eifrig du nach ihnen suchen würdest, wenn du sie nicht hättest.

Nochmals Gartenfreuden: Jäten = Ernten

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Unser Garten ist recht klein, nur so ein Handtuch, vielleicht 20-25 m2.

Da ist ein Pfirsichbaum. Dieses Jahr hat leider der Frost die Blüten zerstört, es gibt also keine Pfirsiche. Schade.

Die Johannisbeeren blühen jetzt aber schön, die Erdbeeren kommen auch. Die Heidelbeere bekommt Blätter und die Stachelbeere habe ich erst letztes Jahr gesetzt, da habe ich noch wenig Erwartungen.

Dieses Jahr habe ich noch eine Physalis gepflanzt, mal sehen, ob das klappt.

Unter dem Pfirsichbaum ist die Kräuter und Salatecke. Da wächst es ziemlich wild: Rosmarin neben Schnittlauch und Ruccola. Pfefferminze neben Sauerampfer und Estragon. Thymian neben Bärlauch und Salat. Basilikum neben Kapuzinerkresse.

Überhaupt haben wir keine Beete im eigentlichen Sinn. Es wächst bei uns alles durcheinander. Es gibt nur eine grobe Zweiteilung. Rechts ist mehr das zum Essen und links sind die Blumen, fürs Auge.

Und dazwischen wachsen auch viele ungeliebte Kräuter, oder Pflanzen wachsen da, wo wir sie nicht haben wollen. Und da verbinde ich dann gerne Jäten und Ernten. Es gibt ungeliebte Kräuter, wie zum Beispiel den Giersch, der kommt in den Salat oder in die Suppe. Ebenso Löwenzahn und Brennnessel. Die Brennnessel nehme ich auch gerne als Dünger, ohne den Umweg der Jauche, einfach klein schneiden und um die Pflanzen legen, die ich gerade erst eingegraben habe. Das deckt den Boden ab und verhindert so ein schnelles Austrocknen. Und die ungeliebten Kräuter wie auch die Rückschnitte der Büsche machen sich oft gut in der Vase. So dauert der Rückschnitt zwar länger, aber hey, ist ja keine Arbeit, die ich möglichst schnell hinter mich bringen muss. Da sitzt mir kein Boss im Genick. Und viele Blüten, wie die vom Gänseblümchen sind essbar oder können getrocknet in den Haustee.

Eine Kompostecke haben wir nicht. Ich bin ein großer Fan von Direktkompost. Ich schneide vieles klein und lege es direkt aufs Beet. Zumindest über die Apfelschalen freut sich die Amsel riesig. Da haben die Regenwürmer keine Chance. Bananenschalen sollen auch ein super Dünger sein, voller Mineralien. Und so lange die ungeliebten Kräuter noch nicht blühen oder gar Samen gebildet haben lege ich sie auch einfach wieder dahin, wo ich sie gerade ausgerupft habe. Ausnahme ist das Gras und das Moos, das kommt in die Biotonne.

Da bei uns weder gespritzt noch gedüngt wird und von den Nachbarn auch nicht viel Gift über den Zaun weht können wir auch problemlos ernten.

Und durch die vielen ungeliebten Kräuter kommen auch die Bienen und Schmetterlinge auf ihre Kosten. Für mich gehören Tiere in einem Garten einfach dazu. Und wenn die Amsel dann im Herbst den Sanddorn erntet, ja mei. Ist halt so.

Natürlich haben wir Wasserstellen für Vögel und Insekten und auch Insektenhotels, die sind grad gut besucht.

Für uns ist dieser Garten ein Paradies.

Warum ist das ökologisch? Wenn wir Essen selbst erzeugen, oder auch die Blumen für die Vase bedeutet dies: Null Pestizide, kein Transport, wenig Verschwendung. Biologische Vielfalt ist auch möglich, wenn nicht der Ertrag im Vordergrund steht. Und Entspannung ohne Konsum oder weite Reise ist noch so ein Bonus.

Und schmecken tut’s uns auch.

BonustrackSeite des NABU zum Thema Elektroschrott

Spruch des Tages, passt zu Corona wie auch zur Klimakrise: „Am schwersten ist der zu wecken, der sich schlafend stellt.“

Bleib gesund und fröhlich

 

 

 

Gärtnerseife

Also gut, noch drei Wochen Kontaktsperre und wenig Freizeitangebot. Glücklich sind die, die einen Garten oder Balkon haben und voller Freude in der Erde buddeln. Oder den Zimmerdschungel pflegen.

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Ich mach beides gerne, und „mit ohne“ Handschuhe, wie wir hier in Franken sagen. Und so sehen meine Hände dann auch schnell aus.

Zum Glück gibts Gärtnerseife. Und sogar in mehreren Versionen. Mit Salz und Öl. Mit Salz und Honig. Gibt bestimmt noch mehr Rezepte.
Und so geht meines:

Ein kleines Glas mit gut schließendem Deckel fülle ich zu Dreiviertel mit Zucker. Ganz normaler Rieselzucker. Und dann gebe ich tropfenweise (!) Spülmittel hinein und rühre um. Der Zucker soll feucht werden, aber sich nicht auflösen. Dann gibt das im Idealfall eine grobe Paste. Zuviel Spülmittel geht sehr schnell, also, sei bitte zögerlich.

Wenn du magst kannst du den Zucker vor dem Spülmittel noch ein wenig verschönern, mit:

  • gemahlenem Kardamom, oder
  • gemahlener Nelken, oder
  • einem ätherischen Öl (1 Tropfen)

Alles drei duftet ein wenig und desinfiziert auch ein bißchen.

Diese Gärtnerseife kommt dann auf die feuchte Haut und rubbelt die Hornhaut und die rauen Stellen schön weg. Klappt auch super mit der Hornhaut an den Ellenbogen. Ich nehm’s auch so gerne als Peeling.

Letztendlich wirken die Zuckerkörnchen hier wie Mikroplastik, sind aber kein Plastik und damit viel umweltverträglicher.

Von meiner französischen Freundin kommt der Tipp vor dem Buddeln die Fingernägel in feuchte Seife zu graben, dann löst sich später die Erde unter den Nägeln viel leichter.

Bonustrack: wenn du nach alternativen Produkten suchst, um ein wenig ökologischer zu werden

Kennt jemand Kochen mit der wunderbag oder ähnlichen Produkten ? Könnt ihr bitte einen Kommentar schreiben mit euren Erfahrungen? Ich denke über so ein Teil nach …

Spruch der Woche:
Mich sorgen ist ein sinnloser Dialog mit mir selbst über Dinge, die ich nicht ändern kann.
Also: bleibt gesund und fröhlich


 

 

 

 

Philosophie, die Zweite

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Dankbarkeit als Heilmittel gegen Frust und Unzufriedenheit wird alleweil gerne propagiert. Mir hilft sie sehr.

Sehr häufig übersehen wir das Naheliegende. Das was wir schon haben, das Selbstverständliche. Und fokussieren zu sehr auf das was uns (vermeintlich) noch fehlt zum Glück. Und wenns geht, dann erwerben wir das Fehlende und sind hinterher ganz schnell genauso unzufrieden wie vorher. Und wehe, es geht nicht!

Gerade jetzt, mit den ganzen Ausgangsbeschränkungen und der vielen Zeit sind viele frustriert, all die geplatzten Pläne. Mein Schwager hatte Ägypten und Tauchen gebucht, wir wollten ins Elsaß und mit dem neuen Motorrad die Vogesenpässe genießen, eine Kollegin hatte Ostern in New York auf dem Programm und die Liste ist endlos.

Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!

Und wieder locken die üblichen Trösterchen: online shopping, zocken, Schoki, Alkohol, Chips, Netflix. Fällt mir noch mehr ein, dir bestimmt auch. Und wie üblich geht davon der Frust nicht wirklich weg, kommt evtl. noch der Frust über das steigende Gewicht und den schwindenden Kontostand dazu.

Und da kann die Dankbarkeit helfen. Ich mach das so:

Wo immer ich grad bin mach ich die Augen kurz zu. Und wenn ich die wieder öffne, dann sehe ich meist sofort etwas, für das ich dankbar sein kann. Ich habs mal in der Badewanne gemacht und war gleich froh, dass da so eine schöne geflieste Wand war. Die hat nicht nur den Wind und den Regen draußen gelassen sondern auch die Blicke der Nachbarin. Und dass die Fliesen scheußlich waren, das hat mich dann gar nicht gestört. 🙂

Meist stell ich mir den handy-Wecker und suche ein paar Minuten lang gezielt Wesen und Dinge für die ich dankbar bin. Mann und Kater zum Beispiel. Die Spatzen vor dem Fenster. Die gemütliche Couch, auf der ich grad liege. Das schöne Bild, das der Markus gemalt hat. Die vielen Zimmerpflanzen. Die Bücherwand. Egal.

Du wirst sehen, es gibt so viel für das du dankbar sein kannst. Und du wirst sehen, nach ein paar Minuten fängst du an zu lächeln und es geht dir besser. Auch dieses Trösterchen hält nicht ewig, aber es macht wenigstens nicht dick und nicht arm.

Bonustrack:  Liste von Einrichtungen die Sachspenden nehmen

Spruch der Woche: Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten.
Henry Ford


 

Und was jetzt?

Corona machts möglich. Auf einmal haben wir viel Zeit. Und was machen wir jetzt damit?

Hier ein paar meiner Vorsätze. Bis jetzt habe ich kaum was davon verwirklicht, weil ich noch mit dem Organisieren des neuen Lebens beschäftigt war. Aber jetzt:

Ich will einiges lernen. Zum Beispiel welche Wildkräuter wir essen können und wie die schmecken. In unserem Garten lassen wir ja so einige ungeliebte Kräuter stehen. Zumindest mal bis sie überhand nehmen oder ich an diese Stelle eine andere Pflanze setzen will. (Da habe wir uns übrigens einen Vorrat zugelegt, Bellis, Primeln, Nelken, Rapunzeln. Ich hoffe das Lagerhaus hat noch lange auf, dann geh ich da immer wieder rein und hole Nachschub). Zu diesem Thema gibt es ganz viele Bücher.

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Das ist das Buch, das ich verwende:

Zur Zeit habe ich sehr viele Taubnesseln im Garten. Leider schmecken mir weder Blüte noch Blatt. Schmeckt ein wenig wie rote Beete. Und das ist so gar nicht meins.

 

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Das andere, das ich lernen will ist, wie ich Drogerie-Produkte selber machen kann. Auch dafür habe ich ein Buch.

 

 

 

Und was ich auch will, das ist wieder mal durch die Räume gehen und mir überlegen, ob ich all das behalten will, was sich da so findet. Da kann bestimmt viel weg, ohne dass ich zu Marie Kondo werde. 🙂 Und was ich dann nicht mehr haben will, das versuche ich einzutauschen, zu verkaufen, zu spenden, zu verschenken. Oder zu verwandeln. Hier genieße ich sehr die Anregungen im blog von Astrid und Manfred Schlüter (https://schlueterhomedesign.com/author/astridmanfred/) Wegwerfen will ich nur wenig. Aber sicher, das eine oder andere wird in der Tonne landen.

Wie verbringst du jetzt die freie Zeit? Hilfst du Nachbarn die zuhause bleiben wollen beim Einkauf? Betreust Kinder die nicht in die Schule können? Netflix und chill? Endlich mal den Schreibtisch aufräumen? Ihr Kinderlein kommet realisieren?  Bitte hinterlasse einen Kommentar.

Bonustrack: Selbstversorgung auf dem Balkon

Spruch des Tages:
Wer nicht kann wie er will, muss wollen was er kann.

Bleib gesund und fröhlich


 

 

 

 

Yippie, Gartenzeit

Jetzt geht sie wieder los, die Gartenzeit. Juckt es dich auch schon wieder in den Fingern? Ich freu mich drauf.

Du hast nur einen Balkon? Macht nix, die Tipps gehen auch auf dem Balkon.

Du hast nur Freunde mit Balkon oder Garten? Dann lies trotzdem bitte weiter. Pflanzen sind auch immer ein schönes Geschenk………

Also, wenn du jetzt Lust bekommst neu zu säen oder zu pflanzen, dann denke bitte auch an die heimische Tierwelt. Viele Gärtnereien wissen inzwischen Bescheid, welche Pflanzen wichtig sind für Insekten. Solche mit offenen Blüten zum Beispiel. Oder welche Früchte und Samenstände auch für die Vögel interessant sind. Die Amsel zum Beispiel, der Verrecken, liebt den Sanddorn. Noch bevor der richtig reif ist und ich mir überlegt habe, was ich aus den Beeren mache zupft die Amsel die Beeren ab. Sieht lustig aus. Soll mir Recht sein.

Besonders wenn du mehrjährige Pflanzen in deinen Garten holen willst wäre es toll, wenn du dich gut informierst. Ja, heimische Obstgehölze brauchen mehr Zeit und Einsatz als die Thuja Hecke. (Aber eigenes Obst oder Nüsse haben ihren Reiz). Und Geranien hat vielleicht schon deine Oma immer auf dem Balkon gehabt. Und dir gefallen sie auch. Aber leider bieten Geranien den heimischen Insekten so gar keine Nahrung. Du kannst ja mal mit ein paar ökologisch interessanten Pflanzen anfangen und schauen, wie die sich machen – und welche Schmetterlinge sie anlocken.

Und noch eine Bitte: Vielleicht kannst du dich mit den ungeliebten Kräutern ein wenig arrangieren. Gerade Brennnessel und Co. sind so wichtig für Insekten. Und jetzt im Frühjahr können sie deinen Speisezettel bereichern. Jäten durch Ernten, das hat mir schon immer gefallen. 🙂

Schmetterling

Das ist ein super Gewinn für die Umwelt und für dich und gibt ganz viele Glückspunkte

Bonustrack: Bioboden versucht heimischen wertvollen Ackerboden zu schützen

Spruch der Woche:
Sobald die Gänse den Teich verlassen haben, lässt das Wasser ihr Spiegelbild los
Huancha Daoren


 

Philosophisches

Wie oft passiert dir dies? Du bist frustriert, müde, genervt, traurig, unzufrieden? Dein Leben ist nicht so wie du es möchtest? Deine Arbeit? Deine Familie und Freunde? Dein Körper? Deine Freizeit?

Wahrscheinlich doch recht häufig. Schon komisch, wir leben in einem reichen Land, haben fast alles was wir zum guten Leben brauchen. Wenig Katastrophen bedrohen uns. Ich sage gerne: Dieses Franken ist eine gesegnete Gegend. Keine Erdeben, keine Vulkane, wenig Unwetter, selten Hochwasser, friedlich, gutes Essen und Trinken. Viel Sicherheit. Viel Freizeit, schöne Feste. Sogar das Wetter ist gut, meistens. Andere kommen hierher um Urlaub zu machen. Fahrrad fahren und wandern und paddeln und Kultur genießen. Und wir? Wir sind unglücklich, unzufrieden.

Und was machen wir dann?

Erstmal ein Bier auf. Brauchen ein Stück Schoki. Gehen shoppen. Hocken vor der Glotze. Spielen am Computer. Rolladen runter und rauf auf die Couch.

Obwohl, das mit der Couch könnte der Anfang einer Lösung sein.

Jeden Tag mal fünfzehn Minuten gar nix machen, außer vielleicht die Katze streicheln. Nur sein. Auf der Couch liegen, vielleicht mit der Kuscheldecke. Gerne auch mit dem Kuschelmenschen. Schweigen. Nix lesen, kein Radio, kein TV, nix essen, nix planen. Einfach nur sein. Gar nicht so leicht. Meistens fällt mir dann ein, dass ich noch schnell ein Brot fürs Abendessen auftauen muss, oder die Wäsche in den Trockner schmeißen, oder jemanden anrufen, oder dieses dringende mail beantworten, oder die Blumen gießen. Und da ruhig liegen zu bleiben und mir zu sagen, dass das jetzt die paar Minuten noch warten kann, das ist schwer.

Aber hallo! Diese fünfzehn Minuten am Tag, nur für mich, das muss doch gehen, oder? Einfach nur zur Ruhe kommen, den Kopf wieder über die Füße bringen. Die Gedanken laufen lassen.

Und wenn ich mich danach frage, wie es mir geht, dann geht es mir meistens besser. Mich macht diese Pause ruhiger, gelassener. Danach lebe ich konzentrierter, fokussierter.

Probiers doch mal aus. Und ob du das dann Pause nennst, oder Meditation, oder ein Nickerchen, das ist egal. Schau doch mal, was es mit dir macht. Und vielleicht, vielleicht musst du dann erst mal nix konsumieren. Und dann ist das wieder ökologisch.

Und jetzt gieß ich die Blumen.

Bonustrack: Übersicht über ethische Geldverwaltung

Spruch des Tages: Zeithaben ist das zweitschönste Wort. Nach Liebe.
Von meinem Tankstellenwirt


 

Heute mal: Mehr in der Küche

Nämlich mehr Geschmack.

Ich mag mein Essen „bröckelich“ wie wir hier in Franken sagen. Also mit Stückchen. Suppen, Saucen, Marmeladen und auch der Kartoffelbrei. Bei mir wird in der Küche geschnippelt und gemörsert und gestampft statt püriert.

So bleibt der Geschmack interessanter und intensiver. Geschmackstaschen nennen wir das, wenn die einzelnen Bestandteile eines Gerichts noch zu sehen, spüren und zu schmecken sind.

Auch Kuchenteige rühre ich von Hand (mit einem Messer) und auch da muss nicht alles super gleichmäßig verteilt sein.

So bleiben Mixer und Pürierstab meistens aus – und damit wirds wieder ökologischer, weil ich weniger Strom verbrauche. Ich habe mehr Bewegung, was mir auch gut tut. Und besser schmeckt es uns auch.

Das rettet die Welt nicht wirklich. Aber ein Anfang ist gemacht und es geht mir ja viel darum umzudenken und möglichst wenig zu verschwenden.

Ich bin sicher, dass schon viel gewonnen wäre, wenn wir nicht so gewohnheitsmäßig verschwenderisch mit den Ressourcen umgehen. Dann reicht es länger für uns alle.

Spruch der Woche: „Ein kleiner Schritt ist auch ein Schritt.“

Bonustrack: Berater zum Thema E-Mobilität


Mengenmäßig less waste

Noch immer less waste in der Küche: In Deutschland und überall wird zu viel Essen weggeworfen oder falsch verwendet. Dafür gibt es viele Gründe, nicht alle kann ich und kannst du ändern. Aber ein wenig geht schon.

  • Ich akzeptiere, dass ich nicht alles essen mag. Und den Anderen an unserem Tisch geht es genauso. Und wenn es noch so gesund ist. Also am Besten nicht wieder kaufen.
  • Obst und Gemüse und Salat werden bei uns leider immer wieder weggeworfen, weil es einfach schneller schlecht wird wie aufgegessen. Dummerweise kann ich aber nicht täglich gute Ware kaufen – also gibts Vorrat und Vorrat hält nicht durch. Dagegen hilft ein rechtzeitiges Einkochen und Einfrieren. Hilft auch bei Milch und anderen Speisen mit begrenzter Haltbarkeit.
  • Ich will nur kaufen und essen, was ich wirklich brauche für Leib und Seele. Und wieviel ich wirklich brauche für Leib und Seele. Viele Leute kämpfen mit dem Übergewicht – oder noch schlimmer: sie haben aufgegeben. Und die Schlanken, die wollen auch lieber weniger essen, damit sie ihre schöne Taille behalten können, oder den Sixpack.
    Da sind große Packungen einfach die schlechtere Wahl. Auch wenn das Verhältnis von Preis und Menge besser ist. Und auch das Verhältnis von Verpackung und Inhalt. Dennoch.
    Da fällt mir ein, als ich Kind war, da wurden am Ende vom Mittagessen die Reste aufgeteilt. Ob wir noch Hunger hatten oder nicht. Es musste alles weg. Meistens waren es Kartoffeln. Und noch nicht mal leckere, nee, so richtige Potacken. Natürlich mit dem Argument, dass die armen Kinder in Afrika… Mein Hinweis, dann doch lieber weniger zu kochen und das gesparte Geld den armen Kindern in Afrika zu spenden fiel nicht auf offene Ohren. Aber ich fand’s logisch.
  • Wenn ich abnehme, dann esse ich jetzt weniger und ich brauche auch in Zukunft weniger. Dabei hilft mir, bewußt zu essen, oft zu kauen. Langsam zu essen und zu versuchen, das Essen wirklich zu genießen und nicht zu schlingen. Leider ist auch das ein Überbleibsel meiner Kindheit. Schnell musste es schon gehen, mit dem Essen. Aber ich kann mich immer noch ändern. Schwer, aber machbar.
    Und was beim Abnehmen noch hilft, das sind möglichst kleine Teller, Schüsseln und Töpfe zu verwenden. Schließlich isst das Auge mit und wenn ich so einen vollen Teller geleert habe, dann muss ich ja satt sein, oder? 🙂
    Und bevor ich einen Nachschlag nehme, da atme ich schön tief in den Bauch hinein. Probiers mal aus, wie es dir damit geht.
  • Fantasie ist natürlich auch gefragt, wenn es um den Genuss von Resten geht. Rumfort Essen nannten wir das in der Rhön. Liegt rum, muß fort.

Nachtrag zum Reis-Einweichen: Anscheinend ist Einweichen auch noch gesünder

Spruch der Woche:
Halte dich von negativen Leuten fern. Sie haben ein Problem für jede Lösung. (Albert Einstein)

Wie vermeidest du dass aus Essen Müll wird? Bitte schreibe einen Kommentar.


 

Less waste: Gefrierschrank

Gefrierschrank oder Truhe brauchen einiges an Strom. Aber sie haben ihr Vorteile.

Sie sind super Helfer bei der Vorratshaltung. Nicht alles eignet sich für Trocknen oder Einkochen. (Eis zum Beispiel 🙂 )Und wenn sich durch Einfrieren die Einkaufsfahrten verringern lassen, dann sparst du wieder Energie. Einmal große Mengen kochen oder backen statt öfter kleine Portionen spart nicht nur Zeit sondern ebenfalls Energie.

Wieviel Energie dein Gerät tatsächlich benötigt, hängt von dir ab:

Ganz klar, aber das weißt du ja, nur kalte Speisen reinlegen. Und mindestens einmal im Jahr abtauen. Und eine Liste, welches Essen in welchem Fach liegt hilft enorm beim Suchen.

Und möglichst selten öffnen. Denn bei jedem Öffnen fließt kalte Luft heraus und zimmerwarme Luft strömt hinein – und die muss wieder gekühlt werden. Und gerade jetzt ist mein Gefrierschrank fast leer, weil die Vorräte von Sommer und Herbst aufgefuttert sind. Also wird ganz viel Luft ausgetauscht.

Ich habe jetzt aber ganz viele leere Vorratsbehälter. (Am Besten aus Glas, kein Plastik, natürlich.) Die Lösung: ich stell die Behälter in den Gefrierschrank. Sie sind aus dem Weg und sie füllen den Platz, so dass weniger Luft strömen kann.

Und wenn ich dann was futtern will, dann lasse ich das über Nacht im Kühlschrank auftauen. Ist eh besser, weil schonend, und der Kühlschrank muss weniger kühlen.

Geht natürlich nur, wenn ich rechtzeitig dran denke 🙂

Aber das liegt ja an mir.

Bonustrack: Nachhaltiger Einkaufen

Spruch der Woche:

Aus Fehlern wird man klug, daher ist einer nie genug!


Neulich in der Straßenbahn

Hinter mir sitzen zwei Damen und – äh – debattieren. Anscheinend Mutter und Tochter.

T: bitte gib ihr keine Kekse mehr. Sie hat Zöliakie, das weißt du doch. Es geht ihr dann schlecht.

M: ach das glaube ich nicht. Das ist doch so ein Modeding. Das ist doch gar nicht bewiesen. Das ist doch nur Geldmacherei von der Dinkelmafia.

T: Mama bitte, sie verträgt es nicht. Der Arzt hat gesagt, sie darf kein Gluten …

M: aber alle Omas geben ihren Enkeln Kekse. Nur ich darf nicht oder was?

T: das ist doch kein Argument. Du schadest ihr.

M: dir habe ich auch immer Kekse gegeben, es hat dir auch nicht geschadet, oder?

T: ich hab ja auch keine Zöliakie. Aber die Lüttelotte hat nun mal.

M: also von mir hat sie das nicht. Das kommt nur von dem Vater und seiner Familie. Und jetzt soll ich ihr keine Kekse geben dürfen.

T: ist doch egal, warum sie das hat, wir müssen das akzeptieren und uns danach richten.

M: ich geb ihr ja auch immer nur einen Keks. Das bißchen schadet nun wirklich nicht.

T: Mama, bitte gib ihr keine Kekse mehr. Jeder blöde kleine Keks schadet ihr. Wenn du unbedingt willst, dann kauf ihr halt Gluten freie Kekse.

M: die sind mir viel zu teuer.

T: Mama, sie ist deine Enkelin, hallo!

M: ok, dann soll die Lüttelotte eben sagen, dass sie keine Kekse will.

T: klar, die Lüttelotte mit ihren 4 Jahren soll jetzt die Vernunft und die Disziplin aufbringen, die du nicht hast.

M: wie sprichst du denn mit mir? Ich bin deine Mutter.

Ich sitz da und denke, wie blöd ist denn diese Oma? Sieht sie nicht, dass sie ihrer Enkelin schadet? Und was sind das denn für blöde Argumente? Weil alle es machen? Weil es schon immer so war? Weil das bißchen bestimmt nicht schadet? Weil das eh nicht bewiesen ist?

Und dann denke ich, wir als Gesellschaft sind nicht besser. Das sind genau unsere Begründungen für zu viel Fleisch, zu große Autos, Flugreisen, Bequemlichkeit und Konsum. Und dass wir uns nicht ändern wollen.

Nur dass es bei der Oma und der Enkelin deutlicher ist. Unmittelbarer.

Bonustrack: Eine Woche Tipps zur veganen Lebensweise

Spruch der Woche: Dream big – if you want a pony, ask for a unicorn

James Victore


Stromsparen beim Kochen

Ganz klar, am meisten Strom sparst du, wenn du konsequent essen gehst 🙂

Nee, ernsthaft, selber kochen hat viele Vorteile. Meistens machen wir es ja wie immer, wie wir es halt gelernt haben.

Dazu gelernt habe ich beim campen: nur eine Kochstelle und immer zuwenig Gas. Und oft genug kalt und unbequem und windig. Aber wir wollen es ja nicht anders.

Also habe ich angefangen rechtzeitig einzuweichen: Reis, Getreide, Getrocknete Lebensmittel wie Linsen. Mit Nudeln habe ich es noch nicht probiert. Aber sonst kann ich damit die Garzeit locker halbieren.

Und neulich im Kino haben wir ja fast alle gelernt, dass es eine gestotterte Lichtgeschwindigkeit gibt 😂. Und gestottert kochen habe ich auf dem Zeltplatz gelernt. Weil, wie gesagt, nur eine Kochstelle, aber zwei oder drei Töpfe. Also habe ich die abwechselnd auf den Kocher gestellt, grad bis es wieder gekocht hat. Und was soll ich sagen? Die Kochzeit hat sich kaum verlängert. WOW!

Und mit den modernen Herden und Kochtöpfen klappt das zuhause erst recht. Klar nicht bei allen Rezepten aber erstaunlich oft.

Hab ich schon erwähnt, dass ich gerne experimentiere? 😂😂😂

Ich nutze auch gerne den Platz in der Röhre aus und lass da gleich noch was mitgaren.

Wie sparst du Energie beim Kochen? Bitte schreibe einen Kommentar.

Spruch des Tages:

Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner. Bis die Idee Erfolg hat.

Mark Twain

Macht Hoffnung: Solar E-Mobil

Macht betroffen: The turning point (youtube)

Dein Gewinn: das sanfte Garen lässt das Essen oft besser schmecken, du sparst Zeit und Geld

2 Punkte


Less waste: Zitrusfrüchte

Jetzt ist die Zeit für Orangen, Zitronen, Grapefruit und Mandarinen.

Und da fallen viele Schalen an. Auf den Kompost sollen sie nicht, und im Biomüll sind sie auch nicht wirklich erwünscht.

Wohin damit, wenn ich Müll sparen will?

Wenn es eine Bio-Zitrone ist dann schäle ich die oberste, farbige Schicht möglichst dünn ab und trockne sie. Damit würze ich Tee, Limo, Marmelade usw.

Die Schale von Bio-Zitrusfrüchten lass ich kurz antrocknen und lege sie dann in Essig oder Öl ein, 4 bis 6 Wochen ziehen lassen und abseihen. Super für die Topf und Salate.

Aber das weißt du bestimmt schon.

Und jetzt kommen die Experimente. Ich mag Experimente. Bei mir klappt das alles problemlos, aber ich übernehme keine Haftung. Wenn du das ausprobieren willst, ist das – wie immer – deine Entscheidung und deine Konsequenzen.

Regel Nummer 1: Keine Experimente mit verchromten Teilen, Maschinen oder Stein. Das gibt nur Ärger und Verdruss.

  • Mit der Schale einer ausgelöffelten Grapefruit putze ich Waschbecken, Spülbecken, die Badewanne und die WC-Schüssel. Also Keramik, Edelstahl und Emaille. Das rostet nicht und löst sich nicht. Und lässst sich bequem abbrausen.
  • Zitronensäure entkalkt und entfernt Urinstein, deshalb schneide ich Zitronenschalen klein und lass sie über Nacht im WC schwimmen. Klappt auch super mit Mandarinenschalen.
  • Vasen, Pflanzgefässe, Wasserkaraffen, alles was robust genug ist, wird ebenfalls über Nacht eingeweicht und ist am nächsten Tag wesentlich leichter zu reinigen.

Was machst du mit den Schalen? Hast du schon mal kandiert oder in Schokolade getaucht? Hast du Erfahrung mit selbstgemachtem Orangenreiniger? Bitte schreibe einen Kommentar. Danke.

Du sparst Zeit und Geld und entlastet die Umwelt. Weniger Verpackungen brauchst du auch.

Und vielleicht magst du ja auch Experimente.

„jetzt ist eh die Zeit der guten Vorsätze, warum nicht Richtung Ökologie?“

Cathagoessustainable.wordpress.com


zero waste: Kalender

Wieder mal auf den letzten Drücker:

Jetzt ist ja nicht nur die Zeit der guten Vorsätze (wenn du noch einen brauchst: Suche jeden Tag das Lachen. Und gib es weiter). Es ist auch die Zeit die alten Kalender ab zu hängen, dass Platz ist für die Neuen.

Und alte Kalender kannst du komplett verwenden:

  1. Du kannst Briefumschläge draus basteln, entweder ist eh eine Seite weiß – oder du klebst auf die bunte Seite einen kleinen Aufkleber für die Adresse.
  2. Du kannst kleine Notizzettel ausschneiden, zum Einkaufen, als Botschaft für deine Lieblingsmenschen, als Lesezeichen. Hab ich schon ein paar mal verschenkt, kam meistens gut an.
  3. Du kannst Motive ausschneiden und auf Selbermach-Karten kleben. Und gleich noch den Umschlag dazu.
  4. Oder in kleine Bilderrahmen stecken.
  5. Aus großen Kalenderblättern kannst du Geschenktüten basteln:
    Anleitung
    oder so
    Filmchen zum Thema
  6. Oder du wickelst gleich deine Geschenke drin ein.
  7. Und die Drahtbügel sind prima zum Basteln, weil sie schon so schön kringelig sind. Ich hab zum Beispiel Suncatcher  draus gebastelt.
  8. Je nach Papier und Kleber kannst du Kartons damit bekleben, als Aufbewahrungsbox.
  9. Wenn du nicht selber basteln willst, frag doch mal im Kindergarten, oder in der Mittagsbetreuung der Grundschule, oder im Seniorenheim. Meistens sind diese Organisationen sehr dankbar für Materialien.
  10. Und wenn du nicht genug alte Kalender hast – frag doch mal deine Ärzt*innen oder in der Firma oder wo immer schöne Kalender hängen. Viele geben diese gerne ab.

Spruch des Tages: 

„Was sind das für Schiffe? Die haben doch keine Flotte!“
„Das ist keine Flotte, Sir. Das sind einfach nur Leute.“
Aus Star Wars. Ja genau, wir sind keine Flotte, aber ganz viele Leute 🙂

Bonustrack: Nutztierschutz

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Produktion, weniger Transport

Dein Gewinn: Individuelle Geschenke, Spaß am Selbermachen, glückliche Empfänger

5 Punkte


 

 

 

Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus …

Das singen die Kinder gerade in der Schule. Voller Freude (und richtig laut). Wie schön, diese Begeisterung. Da haben uns die Kinder einiges voraus.

Ich nehme mir ein Beispiel und singe mit.

Tut gut.

Was mich auch begeister hat, das war die blog-Parade von Jani und Freddy:

https://nochsoein.blog/

Und da nehme ich mir auch ein Beispiel.

Wenn du also auch einen Blog hast oder eine HomePage, die zum Thema Ökologie oder Nachhaltigkeit oder Upcycling oder Essenretten passt, oder zur Vermeidung von Müll oder Plastik, dann ist bist du hier richtig:

Wenn du magst, dann schreibe einen Kommentar, beschreibe kurz, worum es geht und setz den link ein.

Wenn es ein kommerzielles Angebot ist, dann schreibe auch das bitte in den Kommentar.

So, und jetzt bin ich gespannt, wer mitmacht.

Und dann habe ich noch eine Empfehlung zu einer Autorin:

Ruth Ozeki schreibt Romane, spannendes plot, interessante Menschen, und das Ganze hat mit den Themen Konsum, Ökologie, Fleisch, Protest usw. zu tun. Ich lese sie gerne, vielleicht gefällt sie dir auch?


Weihnachtsgeschichte

Dies ist meine Lieblingsweihnachtsgeschichte. Habe ich vor vielen Jahren gelesen. Ich weiß schon gar nicht mehr wo und erst recht nicht, wer sie geschrieben hat. Liebe*r Autor*in, bitte sei nicht böse, wenn ich die Geschichte hier erzähle.

Also: Eine Familie sitzt kurz vor Weihnachten beim Abendbrot. Papa, Mama, Lily und ihr Bruder Timmy.

Auf einmal fängt Timmy an und macht sich lustig über seine kleine Schwester. „Die ist doch blöd, die Lily, die ist total blöd.“ Seine Mutter sagt zu ihm:“Hör doch auf, wie kannst du so etwas sagen?“ Und Timmy antwortet: „Die ist so blöd, die glaubt doch noch ans Christkind.“ Die kleine Lily fängt prompt an zu weinen. „Aber das Christkind, das gibt es doch, das kommt doch am Sonntag, oder?“

Die Mutter schimpft Timmy, sagt „schau, jetzt weint sie, du bist gemein. Los, ab auf dein Zimmer. Und Nachtisch gibts auch keinen.“ Und zu Lily sagt sie:“klar, meine Süße, das Christkind kommt am Sonntag.“ Der Vater stöhnt genervt.

Am nächsten Tag, im Schulbus, erzählt Timmy seinem besten Freund: „Neulich habe ich gehört, wie Papa und Mama beschlossen haben, dass wir Weihnachten nicht mehr feiern. Und die Lily, die ist doch erst vier, die ist dich noch so klein. Aber ich habe Weihnachten gerettet. Und für nächstes Jahr fällt mir bestimmt auch noch was ein.“

Das ist doch schön, oder? Weihnachten mit viel Liebe, ein wenig Opfer und gar keinen Konsum.

Dieses Jahr tu ich mir echt schwer mit Geschenken. Ich habe schon oft völlig daneben gelegen. Und war mir eigentlich total sicher, den Geschmack getroffen zu haben. Die Idee, mit den gemeinsamen Unternehmungen fand ich klasse, aber es ist echt schwer gemeinsame Zeiten zu finden.

Vielleicht beschenke ich dieses Jahr mal jemanden, der nicht damit rechnet. Oder ich spende, gibt ja genug Organisationen, die für meine Ziele kämpfen.

Lasst uns Weihnachten wieder zum Fest der Liebe machen.


Statistik, oder: andere Länder, andere Sitten

Als Frankreichfan habe ich mich ja bereits geoutet. Da sind ganz andere Dinge wichtig als hier in Deutschland.

Autos und Häuser sind kleiner zum Beispiel. Dafür hat das Essen, vor allem in Gesellschaft, einen höheren Stellenwert.

Um besser Französisch zu verstehen lese ich gerne französische Zeitschriften. Und war ganz begeistert, ein Magazin zu finden, das „zero gaspi“ heißt, auf deutsch: keine Verschwendung. Zero waste, auf Neudeutsch.

Ist sehr gut gemacht, Theorie und viel Praxis.

Und bei der Theorie fand ich die Statistik: Franzosen geben ca. 25 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Und sie werfen davon durchschnittlich 30 kg pro Mensch und Jahr weg. Und finden das furchtbar.

Deutsche geben im Schnitt 10 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus und werfen im Schnitt 80 kg pro Mensch und Jahr weg. Und das ist uns ziemlich egal.

Da könnten wir doch von den Nachbarn lernen, oder?

Und ich suche konkret nach Rezepten für reife Bananen. Möglichst einfach in der Zubereitung. Bei uns in der Tafel W*heim bleiben immer soviele Bananen übrig und da würde ich gerne ein paar Rezepte malen (können nicht alle gut deutsch) und dort anbieten. Ich bin dankbar für Vorschläge.

Spruch des Tages:

Alles Unglück des Menschen kommt von seiner Unfähigkeit, still in seinem Zimmer zu sitzen.

Blaise Pascal (meine Übersetzung)

Bonustrack: Lebensmittelretter


Trenn dich challenge, die Zweite

Das war eine richtig gute Erfahrung. Und erschreckend.

Ich habe mich in den letzten beiden Wochen wirklich von 56 Dingen getrennt. Sogar von mehr.

Und für den Restmüll gabs nur eine Sache, eine bodylotion, die mich immer zum Schwitzen gebracht hat. Eindeutig kein bio-Produkt, sondern was mit Mineralöl Inhaltsstoffen. Alles andere habe ich verschenkt, gespendet, oder es kam in den Glascontainer, oder als Kompost in den Garten oder es kommt demnäx ins nächste Sozial Kaufhaus.

Vieles davon hatte ich aufgehoben, um irgendwann diese Rezepte nachzukochen oder mit den Materialien zu basteln. Und irgendwann wurde aus dieser Vorfreude eine Verpflichtung, oder eine Aufgabe. Und die ist jetzt weg. Yippie!!!!!!!

Erschreckend war, dass es ganz leicht war, mich von allem zu trennen. Das lag alles rum und hatte keine Bedeutung oder Freude für mich.

Mir ist aber auch klar, dass es viele Menschen gibt, hier und überall, die viel zu wenig haben. Für die ist das gar keine Option. Deswegen spende ich viele Gegenstände für das Sozialkaufhaus und ich spende auch Geld für Entwicklungsprojekte.

Hier spende ich gerne

Und hier auch

Gehört irgendwie zusammen, finde ich.

Es ist genug für alle da, wenn es gerechter zugeht. Und wenn ich Gerechtigkeit will, dann muss ich gerecht sein.

Spruch der Woche:

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:

Durch Nachdenken ist der edelste,

Durch Nachahmen der einfachste,

Durch Erfahrung der bitterste.

Konfuzius


Trenn dich mal Challenge

Minimalismus ist in. Tiny houses sind in. Downsizing ist in. Warum schaut es dann bei uns so voll aus?

Weil wir nur selten mitmachen.

Dabei sind wir in den letzten 4 Jahren zwei mal umgezogen. Die Chance haben wir genutzt und uns immer wieder überlegt: Pack ich das jetzt in den Karton? Oder kommt es weg. Und dennoch: Regale, Schränke, Keller, Kisten sind voll.

Und warum nicht? Frist doch kein Brot, haben wir früher gesagt. Heb es erst mal auf, du weißt ja nie…
Doch diese Gründe haben mich bewogen, doch mal eine Trenn-dich-challenge mitzumachen:

  • Der nächste Umzug kommt bestimmt. Und wenn es der Umzug ins Altenheim ist.
  • Wehe, wenn ich was suchen muss.
  • Abstauben und Hausputz.
  • Mehr Platz wäre schön, mehr optische Ruhe.
  • Dinge zu horten, die nicht genutzt werden ist Ressourcen-Verschwendung hoch drei. Hier steht es im Weg, jemand Anderes könnt es verwenden und kauft es neu.

Die Challenge geht so: 

Du trennst dich von ungenutzten, ungeliebten Dingen. Verkaufen, verschenken, eintauschen, spenden und wenn es gar nicht anders geht, eben wegwerfen. Am ersten Tag eine Sache, am zweiten Tag zwei, am dritten Tag drei, …, am siebten Tag sieben, am achten Tag sieben, am neunten Tag sechs, am zehnten Tag fünf, …, und am vierzehnten Tag wieder eine Sache.

Beispiele und Favoriten:

  • Kleiderschrank: Grenzwertige Klamotten sammle ich für den nächsten Urlaub. Dann noch einmal anziehen und dann werfe ich sie weg. Spart auch viel Waschen wenn ich wieder zuhause bin.
  • Platten, CDs, Filme, Bücherschrank: Über Tauschticket und booklooker habe ich schon viele Abnehmer gefunden.
  • Abos, Vereine, Versicherungen überprüfen und eventuell kündigen. Möglichst noch, bevor der nächste Jahresbeitrag abgebucht wird. 🙂 Warum ist das ökologisch? Weil Datenhaltung und -Auswertung viel Strom braucht. Und weil du dann mehr Geld in den Bioladen tragen kannst. 🙂
  • Die alten Kalender, die viel zu schade zum Wegwerfen waren: Vielleicht eignen sie sich als Geschenkverpackung.
  • Schuhe, Taschen, Schmuck, gute Kleidung, Schals und Tücher: Wie wäre es mit einem Stand beim nächsten Fashion Flohmarkt?
  • Wollreste, Stoffreste, Bastelkramreste, Spiele: Darüber freut sich eventuell der Kindergarten, das Altenheim, die Nachmittagsbetreuung. Oder du organisierst einen Bastelnachmittag mit deinen Freund*innen und brauchst das endlich auf.
  • Vielleicht ein paar Vorurteile und feste Meinungen? Alte Gewohnheiten? Probier doch mal was Neues aus. Der Mann in meinem Leben, der „völlig unmusikalisch ist und nicht tanzen kann“ ist jetzt ein begeisterter Square Dancer. Und Neues macht Lust auf Neues. Und Neues braucht Platz.

Was fällt dir noch ein? Ich freu mich auf deine Tipps.

Spruch des Tages: „Die mutigste Handlung ist immer noch selbst zu denken. Laut.“ Coco Chanel.

Bonustrack: auch irgendwie nachhaltig

Pro Entsorgung 2 Punkte


 

 

Darf ein bißchen mehr sein? Nein danke!

Dialog meiner Jugend in Nordbayern:
Ich: He Wirt, bring mir eine Halbe (= halbe Maß = 0,4 l Bier).
Wirt: Wart bis du durstig bist und dann bestell eine Maß!

Das gibts jetzt zum Glück nicht mehr. Aber vieles Andere scheint immer größer zu werden. Keine Angst, ich schreibe jetzt nicht von Autos oder Fernreisen. 🙂

Ist dir auch schon aufgefallen?

  • Pizza wird immer größer, ne kleine Pizza gibts schon gar nicht mehr, zumindest nicht hier.
  • Der normale Espresso wandelt sich gerade zum doppelten Espresso. Jetzt muss mensch einen kleinen Espresso bestellen wenn man die Größe von 2015 haben möchte. Das Gleiche gilt für Saft oder Schorle.
  • Es gibt hier in der Nähe einen Biergarten, da kann mensch 900 (!) g Steaks vom Grill bestellen.
  • Und eine Schnitzelkneipe, da ist das Schnitzel so groß, dass die Beilagen auf einem separaten Teller serviert werden.
  • Überhaupt werden Portionen immer größer, in Kantinen wie in Restaurants. Und da wir alle brav unseren Teller aufessen werden wir immer dicker. 😦
  • Aussage einer französischen Winzerin: Ihr Deutschen wollt immer nur den besten Wein. Drunter tut ihr’s nicht.
  • Und es gibt jede Menge Leute, die jetzt eine Winterjacke kaufen, die polartauglich ist und damit in deutschen Städten im Eiscafé sitzen. Draußen, unterm Heizpilz.

Und so weiter.

Stört das nur mich? Hast du auch Beispiele für diesen Größenwahn? Was können wir tun? Bitte schreibe mir deine Gedanken. Ich meckere wenigstens gelegentlich dagegen an.

Das Zitat des Tages kommt von Saphira, dem Drachen von Eragon:
Warum ist alles so schwierig?
Weil jeder essen will aber keiner will gegessen werden!

Bonustrack: Gute Nachrichten

Ich wünsche dir einen schönen Herbst.


 

Bunte Reste

Neulich habe ich mir Garne gekauft für ein Projekt. Leider waren es die Falschen. Passt nicht. Schade.

Zum Glück steht Weihnachten vor der Tür. Und da ich eine bekennende Schenkerin bin und eine bekennende Öko habe ich aus den Garnen kleine Säckchen gehäkelt. Statt Geschenkpapier. So langsam fallen mir jetzt auch die vielen Muster wieder ein. Auch gut.

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Sind doch schön geworden, oder?

  • Schenken statt wegwerfen klappt auch immer öfter. Meine überzähligen Zimmerpflanzen bin ich alle losgeworden. Und manche kann ich sogar besuchen kommen. Und Freunde brachten eine ganze Kiste mit Quitten. Leckerlecker.
  • Bei einem Bekannten zog eine Haushaltshilfe ein. Darauf hin stiegen die jährlichen Stromkosten um 1.000,00 €. Um Tausend Euro! Bei zwei Personen im Haushalt. Wir haben – auch zu zweit – nicht mal 500 € im Jahr. Öko sein lohnt sich. Dafür kann ich dann  viel im Bioladen einkaufen. 🙂
  • Spruch des Tages: Alles, was du tust, macht einen Unterschied. Du musst dich nur entscheiden, was für einen Unterschied du machen willst.
    Jane Goodall
  • Zahl des Tages: Pro Jahr verschmutzen zwischen 340 und 680.000 Tonnen Kippen unseren Planeten – ein gigantischer Berg von toxischem Sondermüll. (Quelle wwf)

Bonustrack: noch mehr Tipps.

Gewinn für die Umwelt: Alles was verwendet wird statt weggeworfen schont doppelt.

Dein Gewinn: Du kannst so jede Menge Geld sparen und hast mehr Platz in der Tonne. Und eines Tages wirst du diesen Platz an deine Nachbarn verkaufen können.

5 Punkte


 

 

 

Glückliche Menschen kaufen weniger Kram

Es gibt ja inzwischen etliche Initiativen für Menschenfreunde. Free Hugs, give you Child a Hug today. Lächeln, die über die Medien verschickt werden. Witzeketten und so weiter.

Warum ist das ökologisch?

Wie geht es dir, wenn jemand unfreundlich zu dir ist?

Ich ess dann mehr Schokolade. Freunde machen dann erst mal eine Flasche Bier oder Wein auf. Steigen aufs Motorrad und fahren eine Runde. Kaufen ein neues T-Shirt oder ein paar Schuhe. Die Mutter einer Freundin putzt dann die Fenster. Und meistens sind wir dann auch unfreundlich zu Anderen. Und die essen dann erst mal eine Packung Gummibärchen, drehen im Auto die Musik laut, fahren aggressiv, vergessen fürs Abendessen zu sorgen und so geht das immer weiter. Konsum gegen Frust. Mit allen Konsequenzen.

Deswegen: starte eine positive Kette.

Lächle, mache Komplimente, erzähle Witze (Kommt ein Mann ins Schuhgeschäft und sagt: Ich habe 2 linke Füße. Haben Sie Flipflips?), spende an eine Hilfsorganisation und erzähle davon, verschenke Blumen (oder noch besser Pflanzen), bringe Spenden ins nächste Sozialkaufhaus, lass mal jemanden links abbiegen, der sonst ewig warten müsste, lobe Partner, Kinder, Kollegen, Bäckereiverkäuferinnen, Vereinskollegen, engagiere dich ehrenamtlich. Starte eine Kuchencooperative. Dir fällt schon was ein.

Und für ganz Mutige: Wenn du gefrustet bist, erzähl es doch mal jemanden und bitte um einen Witz oder gar um eine Umarmung und ein Lächeln. Um ein Kompliment. Um einen gemeinsamen Spaziergang.

Gewinn für die Umwelt: weniger Frustkäufe, weniger Produktion, weniger Transport.

Dein Gewinn: Mehr Lebensfreude, vor allem wenn die Kette auch mal bei dir landet. Und weniger LKW auf der Autobahn.

Bonustrack: Helden der Meere


 

Reichtum

Manchmal denke ich, wie reich wir sind, das sehen wir nicht daran, was wir uns leisten können, sondern daran, was wir alles weg werfen.

Über meine Erlebnisse bei der Arbeit für die Tafel habe ich ja bereits geschrieben. Jeden Mittwoch schlimm, welche Mengen wir von den Händlern bekommen (die das Ganze ja ansonsten „entsorgen“würden), und welche Mengen wir dann selbst „entsorgen“, weil die Kunden sie nicht kaufen. Das ist oft richtig hart.

Wir leben jedoch in einer Wegwerf-Gesellschaft. Leider.

Der Mann meines Herzens half neulich einer Bekannten beim Umzug. Und obwohl der Umzug an sich schon gelaufen war (und seit Monaten bekannt; das war keine überstürzte Flucht) waren Haus und Keller und Dachboden und Garage und Schuppen noch voll. Alles Dinge, die die Familie nicht mehr haben wollte. Der fünfte und sechste Christbaumständer. Kleider. Kinderspielzeug. Werkzeuge und andere Geräte. Holz. Drahtseile. Bastelkram. Dekokram. Kleinmöbel. Großmöbel. Holz für den Kamin. Und so weiter.

Der Mann meines Herzens und die anderen Helfer nahmen dann jeder noch eine Autoladung voll mit nach Hause, weil sie es nicht mit ansehen konnten, was da alles zum Wertstoffhof gekarrt werden sollte. Und dennoch wurde Anhänger um Anhänger beladen und alles wurde weggeworfen.

Markus sagte, das waren Dinge im Wert von mehreren Hundert Euro. Selbst als gebrauchte Ware.

Aber wir haben’s ja. Und bevor wir was verschenken, oder spenden, da räumen wir es erst mal in Keller und Dachboden und Schuppen und Garage. Und wenn es dann zeitlich eng wird, ja dann, dann werfen wir es eben weg.

Wie gesagt, wir haben es ja. Und unsere Freunde und Bekannten auch. Und die Menschen, die es „nicht so haben“ und sich über ein Schnäppchen freuen würden, ja mei, die gehen uns ja nix an.

Eine Freundin von mir, die sich mehr Zeit genommen hat, hat mir ihrer Schwester zusammen Stück für Stück das Elternhaus geleert, verkauft, verschenkt, eingetauscht. Und sich über viele Fundsachen aus ihrer Kindheit gefreut und über viele Erinnerungen. So gehts auch.

Und was dabei gerne vergessen wird. Ich werfe was weg, und jemand anderes, der es brauchen kann, der kauft es dann neu. Und so wird weiter produziert und verpackt und transportiert… Und die Müllhalden füllen sich weiter.

Meine Bitte daher. Ob du demnächst umziehen willst oder nicht. Schau dich doch mal um in deiner Wohnung und an deinen Lagerplätzen und überlege, ob du dich nicht schon heute von Dingen trennen magst, verkaufen, eintauschen, spenden, den Freunden und Nachbarn anbieten. Entrümpeln befreit 🙂

Bonustrack: so findest du neue Freunde und evtl. Abnehmer

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Raubbau, weniger Belastung

Dein Gewinn: ein leichteres Leben und evtl. einen schnelleren Umzug

5 Punkte


 

 

 

Zahlenspiele

So, Fridays for Future war. Die Regierung war nicht beeindruckt und hat ein Klimapaket verabschiedet, dass weitest gehend als nicht ausreichend kritisiert wurde.

10,00 € pro Tonne CO2. In der Schweiz sind es 80,00 €, in Schweden sogar 115,00 €. Und die Pendlerpauschale soll im Gegenzug erhöht werden. Oh Hilfe.

Dabei kam und kommt auch immer wieder zur Sprache, dass wir Deutschen ja nur für 2 % des Kohlendioxid Ausstoßes verantwortlich wären, und dass deshalb jede Änderung bei uns völlig irrelevant wäre.

Wir stellen aber nur gut 1 % der Erdbevölkerung. Und sind verantwortlich für ca. 2 % des Kohlendioxids.

  1. Das ist nicht fair. Wer mehr Dreck (es geht ja um mehr als nur Kohlendioxid) macht als Andere, der sollte auch mehr Dreck wegmachen. Und nicht sagen: „Och, ist doch nur so ein kleines Häufchen.“
  2. Unser Wirtschaftssystem arbeitet fleißig daran, dass auch die Bürger der ärmeren Länder viel konsumieren, große Autos fahren, energieintensive Geräte nutzen, viel Fleisch essen und jede Woche 2 neue T-Shirts kaufen. Und wie schaut die Welt und das Klima denn aus, wenn sich die Bürger der ärmeren Länder da ein Beispiel an uns nehmen? Wäre auch irgendwie gut, weil dann sind wir ja nicht mehr die Einzigen die Schuld sind. 🙂
  3. Dass es hier bei uns noch schön ist, und wir so im Wohlstand leben können, das liegt auch daran, dass schon jetzt andere Menschen und Völker unseren Dreck wegmachen. Die Kosten tragen. Es wird nicht unser Wald vernichtet, um Soja für die Tiermast anzubauen. Wir exportieren noch immer Müll. Wir verkaufen noch immer Produkte, die hier schon längst als gesundheitsgefährlich verboten sind in andere Länder, um Gewinne und Exporte zu sichern.

Und, seien wir ehrlich. Wir sind ein reiches Land. Konsum hier ist für viele in erster Linie ein Luxus, es geht nicht mehr oft um echte Notwendigkeiten.

Bonustrack: nächstes Ziel: Die Weltklima Konferenz am 29.11.

Gebt nicht auf.

Danke

 

 

Ein paar Wünsche

In dieser Woche kannst du dich richtig für die Umwelt einsetzten:

1) Politisch: Am Freitag, den 20.09.2019 wird es bundesweit Demonstrationen geben, Fridays for Future und nicht nur für Greta und die Schüler*innen. Nein. Wir alle sind aufgerufen diesmal mit zu machen. Wenn es irgendwie geht, dann sei dabei.

Termine und Gruppen

Später wirst du stolz sein, dabei gewesen zu sein, als es drauf ankam. Und diesen Freitag kommt es drauf an. Wir wollen einen richtig großen Aufschrei hören:

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“

Genau genommen klaut man uns ja schon die Gegenwart 😦

2) Praktisch: Am Samstag, den 21.09.2019 ist International Coastal Cleanup Day. Weltweit werden dann Strände vom Müll befreit. Auch wenn du nicht an der Küste lebst kannst du helfen. Denn der Müll, der jetzt in den Bächen schwimmt, der landet irgendwann auch an der Küste. (Oder jetzt in den Mägen der Tiere hier, der Rest dann in den Mägen der Seevögel und -Fische).

Termine und Gruppen

Ganz einfach geht es, wenn du an diesem (und vielleicht noch anderen Tagen) mit einer Plastiktüte und einem Handschuh bewaffnet spazieren gehst und den Müll einsammelst, der am Wegesrand liegt. Eine Tüte voll Müll passt auch bestimmt noch in deine Tonne. Oder du findest andere, gute Wege, diesen Müll dann zu entsorgen.

Was ich mir noch wünsche:

  • Ökosongs, wie in den Sechziger Jahren. Die Bürgerrechtssongs und Anti-Vietnam-Songs und Protestsongs in Amerika. We will overcome. Diesmal für Grün.
  • Grüne Pfeile an jeder Ampel. Wir Deutschen sind in der Lage, das zu lernen.
  • Kleine, sexy, pfiffige Autos deutscher Hersteller, die sehr wenig Sprit verbrauchen. Gerne als Luxusausführung, als Angeberauto, als Prestigeauto. Ich bin sicher die deutschen Autobauer können das.
  • Mehr interessante und leckere vegetarische Gerichte auf den Speisekarten. Ich bin sicher, unsere Köche können das.

Allein sind wir stark genug, aber gemeinsam können wir etwas verändern .


 

 

Kleine Schritte

Einfach ein paar Nachträge zu früheren Themen: Keine Werbung aber Nennung von Produktnamen oder Firmennamen.

Auf dem Weg Richtung vegane Ernährung:

backen wir jetzt mit veganem Eiersatz. Schmeckt und funktioniert wirklich genauso gut. Gibts beim dm und bestimmt auch noch wo anders. Im Päckchen sind 4 Einzeltüten (immerhin aus Papier), jede Tüte ersetzt ein Ei und wird mit 50 ml Sprudel angerührt, dann alles wie gehabt.

Statt Butter haben wir jetzt mal die bio-Alsan probiert. Backen, kochen, aufs Brot alles gut. Kann ich mir schon vorstellen. Der Versuch läuft aber noch.

Statt Cappuccino gibts jetzt Espresso, geht auch. Guck ma an.

Bei allen 3 Sachen freut sich auch mein Arzt, der mir schon lange erzählt, mein Cholesterin-Spiegel sei zu hoch. Und das obwohl ich Veggi bin 😉 Und angeblich sorgt Cappuccino statt Espresso ja auch für ein kilo mehr auf der Waage.

Verpackungen sparen:

Die Katze kriegt – nach Rücksprache mit der Tierärztin – nur noch Trockenfutter. Früh mit Wasser vermischt. (Kommentar Tierärztin: Und das frisst der? Sie haben eine komische Katze). Wichtig ist nur, dass der Kerle genug trinkt, das sei die einzige Funktion des Nassfutters. Trockenfutter gibts auch im Karton und wenn doch Plastiktüte, dann nehme ich die als Mülltüte, wenn sie mal leer gefuttert ist.

Ich springe über meinen Schatten und nehme keine Einzelpackungen mehr für die Badewanne. Wenn ich es recht bedenke, ist mir der Duft ziemlich egal, wenn ich erst mal drin liege.

Seife statt Duschgel. Der Klassiker. Festes Shampoo statt Shampoo aus der Flasche.

Und immer öfter nehme ich eigene Verpackungen zum Befüllen mit, wenn ich einkaufen gehe.

Und neulich habe ich beim waschbär bestellt und war angenehm überrascht, dass das Päckchen nicht mit Klebeband verklebt war sondern mit zwei Schnüren, die ich gleich aufgehoben habe für den Garten oder so.

Wie gesagt, ich gehe lieber kleine Schritte als auf die große Lösung zu warten. Reicht nicht, das weiß ich schon, aber ich bleib dran.

Bonustrack (danke Catha): interessante Baumpflanzaktion

Gewinn für die Umwelt: Weniger Tierleid, weniger Umweltzerstörung durch Tierhaltung, weniger Müll

Dein Gewinn: Du lebst gesünder und sparst Geld

jeweils 1 Punkt


 

 

 

 

Pareto

Das hören wir oft: Wenn du konsequent vegetarisch lebst, dann darfst du aber auch keine Eier essen. Mach es richtig oder gar nicht.

Nun ja.

Wir sehen das so, dass wir uns auf den Weg gemacht haben und auf diesem Weg schon ganz schön weit voran gekommen sind. Und da stellt sich die Frage, wie aufwändig es ist, die letzten Meter dieses Weges zu gehen, und ob es nicht sinnvoller ist, diese Energie in andere Ziele zu stecken. Diese Frage hat sich Vilfredo Pareto auch gestellt und kam zu einer interessanten Theorie. Und die „besagt, dass sich viele Aufgaben mit einem Mitteleinsatz von ca. 20 % erledigen lassen, so dass 80 % aller Probleme gelöst werden.“ (Wikipedia).  Und das bedeutet:

  • Wenn ich eine 100 %-Lösung anstrebe, dann brauche ich dafür 80 % mehr Ressourcen (Zeit/Energie) als wenn ich mich mit der 80 %-Lösung zufrieden gebe. Was jede Hausfrau beim Fensterputzen bestätigen wird.
  •  Und wenn mir die 80 %-Lösung reicht, dann habe ich noch 80 % Ressourcen übrig für andere Aktivitäten, was jeder Schüler beim Vokabel-Lernen bestätigen wird.

Die Engländer sagen dazu: Leave well enough alone.
Auf deutsch etwa: Es ist gut genug.

Und so habe ich mich (endlich) auf einen weiteren Weg gemacht: Vermeidung von Verpackungsmüll. Zeit wird’s. Also nachdenken über  eigene Verpackungen mitnehmenMülltütenselber machenGeschenke verpackenupcycling, usw.

Was machst du, um Verpackungen zu vermeiden? Bitte schreibe einen Kommentar.

Und weil der Müll nun schon mal überall ist: Am 21.09.2019 ist International Coastal Cleanup Day . Auch wenn du nicht an der Küste wohnst, Ufer gibts bestimmt in deiner Nähe. Oder Wege, von denen der Wind den Müll in den nächsten Bach und damit schnell ins Meer befördert. Mach doch mit, organisier was oder geh einfach sammeln. Wenn jede*r nur eine Tüte Müll sammelt geht das bestimmt noch in die eigene Tonne und entlastet uns und unsere Umwelt.

Gewinn für die Umwelt: enorm.

Dein Gewinn: Pareto? Mehr Zeit fürs Wichtige. Oder: Lieber inkonsequent auf dem richtigen Weg als konsequent auf dem Falschen.


 

Degustation

Jetzt haben wir es wieder mal deutlich gesagt bekommen: Der Verzehr von Tieren und Tierprodukten ist erstens ein großer Grund für die Klimaveränderung. Und er ist zweitens eine Möglichkeit für alle Menschen da schnell und wirksam gegen zu steuern.

Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme.

Und das bringt dich ja vielleicht ins Grübeln, inwieweit du – mit Genuß – deine Ernährung umstellen kannst. Was isst mensch denn so, wenn es keine Wurst und kein Fleisch sein soll? Evtl. noch nicht mal Käse und Yoghurt? Wie schmeckt denn all das Tofuzeugs? Die Linsenburger? Die Weizenwürstchen? Die Hafermilch und die Soyasahne? Kuchen mit diesem Ersatzei? Die Lebenswurst?

Wir standen auch mal vor dieser Frage und haben eine Degustation durchgeführt, mit Freund*innen, von denen wir annahmen, dass diese sich auch so ihre Gedanken machen.

So richtig mit Fragebogen, Fotos der angebotenen Speisen samt ungefährem Preis, verschiedene Kriterien (Aussehen, Textur, Geschmack,…).

Wenn ich mich recht erinnere hatten wir an die 10 verschiedene „Würste“ und „Schinken“ im Angebot. Denn der Mann mag Senf. Da muss was was Wurstartiges drunter.

Und haben tatsächlich was gefunden, was uns geschmeckt hat. Ob die Freunde das auch so gesehen haben, naja, wer weiß. Aber es war ein schöner und interessanter Abend.

Wenn zu dem Thema noch ein wenig theoretischen Input möchtest gibt es zwei – sehr deutliche – Bücher, die ich empfehlen kann:

„Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer.

„Anständig essen“ von Karen Duve.

Bonustrack: für das andere große Thema: Müllvermeidung

Gewinn für die Umwelt: Siehe oben.

Dein Gewinn: Du lebst gesünder und erweiterst deine Möglichkeiten.


 

 

 

Regendieb

Wir haben schon lange eine Regentonne. Mit Deckel, dass mir da kein Viech drin ertrinkt. Und das heißt, wenn es regnet renne ich (oder my beloved) raus, mach den Deckel ab und wenn es aufhört zu regnen machen wir den Deckel wieder drauf. Und wenn keiner da ist, dann bleibt die Tonne leer.

Und das ist bei diesen Sommern (und bei der Menge an Pflanzen, die mit uns leben) nicht so prickelnd.

An einen anderen Platz sollte die Regentonne eh und so hat sich mein beloved in den Weiten des Internets getummelt und prompt eine bessere Lösung gefunden.

einen Regendieb

Der Name gefällt mir natürlich gleich. Und weil der Regendieb völlig selbstständig arbeitet, haben wir mehr Wasser für den Garten und werden auch nicht mehr so naß. Bingo.

War auch gar nicht so teuer. Aber um Geld zu sparen machen wir das eh nicht.

So schaut das Ganze bei uns aus.

regendieb-2

Hat er super gut gemacht, mein Schatz. Es klappt wunderbar.

regendieb-1

 

 

 

 

 

 

 

Und passt zu unserem Chaos 🙂

Bonus Track: Zum Kompensieren von Flugreisen oder auch einfach so

Gewinn für die Umwelt: Die Gewinnung von Trinkwasser ist absolut nötig, aber verursacht natürlich auch jede Menge Schäden. Deshalb ist es wünschenswert Trinkwasser möglichst nur zum Trinken zu nehmen.

Dein Gewinn: Spart im Sommer schon echtes Geld.


 

Endlich gefunden

Große Freude. Ich habe endlich ein Deo gefunden, dass bei mir funktioniert. Ich schwitze nämlich gut und oft. Grad ist es ja eh schön warm. Und dann sind Frauen in meinem Alter ja einer der Ursachen der globalen Erwärmung. Zumindest der sehr lokalen Erwärmung. Und jetzt hab ich endlich ein Deo, dass tatsächlich 12 Stunden durchhält.

Und was hat das in diesem Blog zu suchen?

Das Deo erfüllt noch andere Anforderungen: Kaum Transportwege, nachfüllbar, kein Aluminium, kein Spray, keine Duftstoffe, kein Nix.

Ich hab das Rezept aus einem der Servus Austria Hefte. Und weil ich Experimente liebe habe ich es auch gleich ausprobiert. Es geht ganz einfach.

Ich verrühre 50 g Kokosfett mit 1 Teelöffel Natron. In einem Glas mit gut schließendem Deckel. Fertig. Mit der Fingerspitze gaaaanz wenig aufnehmen und unter die Achsel reiben.

Meiner Haut geht es gut damit und der Wäsche macht es auch nichts aus.

Yippie!

Für mich eine super gute Lösung, noch dazu wo ich beides eh im Haus habe.

Jetzt suche ich noch ähnliche gute Ideen für Zahnpasta. Hast du da einen Vorschlag? Dann schreibe bitte einen Kommentar.

Bonustrack: aktueller Appell gegen das Insektensterben

Und noch ein Bonustrack: Temperaturanstieg Weltweit und für einzelne Länder und Regionen

Gewinn für die Umwelt: absolute Reduzierung der Umweltbelastung.

Dein Gewinn: Noch billiger geht nur noch Stinken 🙂


 

Schrottbasteln

naja, eigentlich mehr Nähen.

Ein Kopfkissenbärchen

Fast komplett aus Resten: Stoff, Nähgarn, Knöpfe und Wolle lag hier schon rum. Gekauft habe ich nur die Füllwatte (später habe ich gedacht, mit alten Frotteehandtüchern wäre das bestimmt auch gegangen. Kennst du dich mit Füllungen aus? Bitte hinterlasse einen Kommentar) und den Lavendel.

Und das ist eben das Geheimnis des Bären, der schläft tagsüber auf dem Kopfkissen, der Lavendel beduftet das Kissen – und dann schläft es sich besser.

Der winzig kleine Puschel ist übrigens mit einer Gabel gemacht.

Bonustrack: Aktivurlaub mal anders

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Konsum

Dein Gewinn: macht Spaß, ist auch ein schönes Geschenk.


 

 

Artenschutz ganz praktisch

Neulich habe ich gelesen (aber wo? Quellenangaben sind ja wichtig), dass die Felsenbirne auf die Vorwarnliste gesetzt wurde. Jetzt habe ich keine emotionale Bindung an die Felsenbirne, eine Freundin hat sie im Garten, daher kenn ich den Namen. Das hat mich aber zum Nachdenken gebracht. Wenn nun Öko-Gärtnern den Platz und den Willen hätten, die Felsenbirne in ihrem Garten zu pflanzen, dann wäre das ein sehr praktischer Artenschutz. Und dann überlegte ich, warum das Ganze auf die Felsenbirne beschränken? Es gibt bei uns so viele gefährdete Arten, warum holen wir da nicht in unsere Gärten, was uns gefällt? Und ich machte mich auf die Suche nach der roten Liste. Und fand sie auf die Schnelle nicht. Aber ich kam zur Seite des Bundesamtes für Naturschutz. Und da hab ich dann mal angefragt, ob das Amt das auch für eine gute Idee halten würde, mit dem Asyl von gefährdeten Pflanzen im heimischen Garten. Leider war die Antwort dann anders als erhofft. Die Pflanzen, die mensch kaufen kann sind oft Weiterzüchtungen, Hybride und diese könnten für den Erhalt der gefährdeten Arten keinen Beitrag leisten und im Gegenteil die natürlichen Vorkommen genetisch verfälschen. Schade, ich dachte, so eine schöne Idee. Wie die Tiere, die von diesen Pflanzen abhängig sind das sehen, weiß ich natürlich auch nicht. Und wieder bekam ich die Empfehlung, einen möglichst naturnahen Garten zu haben, wenn ich was für die Natur tun will. Zur Zeit blühen bei uns der Mohn und das Johanniskraut und geben das Frühstücksbuffet für die Wildbienen.

Was ich aber gemacht habe, letztes Jahr: Ich bin in die Gärtnerei meines Vertrauens und habe gezielt nach einer Pflanze gefragt, deren Blüten schön sind und gut duften (für mich) und deren Blüten ungefüllt sind (für die Bienen) und deren Früchte essbar sind (für uns und für die Vögel, je nach dem wer schneller ist). Und die nicht so anspruchsvoll ist, was Boden und Umgebung angeht. Wir kamen dann auf eine Hundsrose. Überwintert hat sie gut, sie wächst – aber leider, sie blüht noch nicht.

Für die Insekten und die Vögel habe ich Schalen mit Wasser aufgestellt. Zur Zeit nutzen es in erster Linie die Wespen, die damit ihre Nester bauen. Im Obstgarten sind die Wasserschalen auch praktisch. Die durstigen Insekten lassen dadurch die Früchte in Ruhe, besonders die Himbeeren haben von der Tränke sehr profitiert. Also, wir haben da von der Tränke profitiert. 🙂

Bonustrack: ganz praktische Bäumepflanzer

Gewinn für die Umwelt: Wenn du heimische Pflanzen in deinen Garten oder auf deinen Balkon holst, dann unterstützt du damit auch die heimische Tierwelt.

Dein Gewinn: Ist doch schön, wenn es summt und brummt. Und zwitschert.


 

Verpackungen

Ein leidiges Thema. Und komplexer als mir lieb ist.

Natürlich ist es das Beste, gar keine Verpackung mit kaufen zu müssen. Also mit dem Einkaufskorb und mit Baumwolltaschen bewaffnet auf den lokalen Gemüsemarkt und zum Bäcker zu gehen. Oder gleich ein Glas- oder Edelstahlgefäß zum Metzger und in den Supermarkt mit zu nehmen. Muss ich nur vorher dran denken – und spontan geht dann halt vieles nicht. Gleiches wenn wir essen gehen. Meist bleibt was übrig. Da wäre es schön, wenn ich gleich ein Gefäß dabei hätte.

Dazu bekam ich mal den guten Rat, sowas gleich im Auto oder im Einkaufskorb zu lagern. So habe ich öfters was zur Hand.

Und es gibt ja auch immer mehr Unverpacktläden.

Ansonsten versuche ich, beim Kauf ein Auge auf die Verpackung zu haben. Sprich: Kann ich mit der Verpackung noch was anfangen? Aludeckel zum Basteln? Tüte als Mülltüte? Glas für Marmelade oder zum Einfrieren? Als Windlicht? Schönes Papier zum Basteln?

Und wenn das alles nicht greift wird es richtig schwierig: Welche Verpackung ist am Ökologischsten? Plastik ist grad in aller Munde, aber ist die Konservendose wirklich besser? Sie landet wahrscheinlich auch im Meer, nur sieht mensch sie da nicht, weil sie halt nicht schwimmt. Zu Einweg oder Mehrweg gibt’s verschiedene Studien. Mehrweg müsse umständlich und mit viel Chemie gereinigt werden. Aber das wird der Tetrapack doch vor dem Befüllen hoffentlich auch. Mehrweg verursache durch das Gewicht höhere Transportkosten, ist aber oft regional zu realisieren.

Wie gesagt, das Thema ist komplexer als mir lieb ist.

Welche Strategien verfolgst du da? Welche Empfehlung hast du für mich?

Gerade habe ich das Buch: „Plastikfreie Zone“ von Sandra Krautwaschl gelesen, da geht es um mehr als nur Verpackung. Aber viele Tipps dazu.

Bonustrack: Artenschutz mal anders


 

Wasser sparen

Zum Glück scheint dieser Sommer nicht so mega trocken zu sein wie letztes Jahr. Bei aller Liebe für schönes Wetter – Biergarten, Wandern, Eisessen, Motorradfahren und einfach nur faul in der Sonne liegen – der Regen ist mir willkommen. Mein Gärtchen freut sich über die Tropfen. Und ich auch. Ich kann mir dann das Gießen sparen.

Wasser sparen will ich aber dennoch. Da habe ich mir im Lauf der Jahre so Einiges angewöhnt, was wenig Verzicht bedeutet, höchstens ein wenig Aufwand.

  • Obst und Gemüse wasche ich in einer Schüssel, und das Wasser nehme ich dann zum Gießen des Gärtchens. Wenn da ein wenig Erde drin ist, oder sonstige Verunreinigungen, stört es die Pflanzen des Gartens nicht.
  • Wasser, das beim Eier kochen oder im Wasserkocher übrig bleibt nehme ich für die Zimmerpflanzen und Sträuße.
  • Wenn der Strauß dann am Ende ist dann lege ich den im Garten auf die Beete, auf die braune Erde. Vielleicht schneide ich die Pflanzen noch ein wenig klein. Dadurch wird der Boden vor Wind und Sonne geschützt – und ich muss wieder weniger gießen. Das Gleiche mache ich mit den ungekochten Resten von Obst und Gemüse. Verrottetet flott, die Insekten freuen sich und die Regenwürmer mögen es auch.
  • Das Wasser aus der Vase kommt auch in den Garten, als Dünger.
  • Trinkwasser, das ich im Auto so lange erwärmt habe, dass ich es nicht mehr trinken mag, das spende ich den Pflanzen am Parkplatz, die freuen sich auch.
  • Wenn dir das Alles zu pillepalle ist: Viel Wasser spare ich, weil ich bade statt zu duschen. Das Wasser lasse ich dann in der Wanne und nehme es für die WC-Spülung.

Bonustrack: schick das doch mal deinem Bürgermeister

Gewinn für die Umwelt: Weniger Wasserverbrauch und weniger Pestizide

Dein Gewinn: du sparst Bares und deine Stadt wird gesünder

5 Punkte


 

Dazu gelernt

In den letzten Tagen habe ich einiges gelernt.

🙂 Unser Leben klappt viel besser, wenn mensch zwei Hände zur Verfügung hat.

🙂 Leben mit nur einer Hand lernt mensch in der Not aber doch schnell, vor Allem, wenn die Haupthand unverletzt ist.

🙂 Eine gut geputzte Dusche erleichtert das Ausrutschen mit Sturz enorm. Diesen Fehler werde ich in Zukunft vermeiden.

🙂 Es gibt erstaunlich viele hilfsbereite Menschen. Zum Glück.

🙂 Es scheint sinnvoll bis nötig zu sein, das ganze Jahr über die Vögel zu füttern. Wir wollten eigentlich nur das übrig gebliebene Futter los werden. Jetzt habe ich ja viel Zeit, aus dem Fenster zu sehen, und an der Futterstelle geht es rund, die Spatzen und Meisen raufen sich geradezu. Ratzfatz verschwinden Meisenknödel und Körner. Mit einer Gier!

In unserem Garten summt und brummt es eigentlich ganz ordentlich. Wir haben ja einen Naturgarten, wo auch die ungeliebten Kräuter ein Bleiberecht haben. Gärtnern für Ökos. Wenn aber eine Fliege oder ein Schmetterling oder so davonfliegt, dann stürzen sich sofort die Spatzen und Schwalben drauf. Es gibt eben wirklich viel weniger Insekten.

Und deswegen haben wir beschlossen, weiter zu füttern. Freund J. sagte die Tage: Ich kaufe Essen für mich und für die Vögel und alle sind wir glücklich. Und C. – der den Naturschutz auch ernst nimmt – erzählte neulich, dass er die Krähen und Elstern mässtet, damit die die anderen Tiere in Ruhe lassen.

Und ganz ehrlich: Ich seh den Viechern auch gerne zu.

Bonustrack: entdeckt auf der Bundesgartenschau in Heilbronn

Jeder Meisenknödel 1 Punkt


 

Burzeltag

Gestern habe ich Geburtstag gefeiert. Ich mag Geburtstag. Ich mag mit meinem Mann, meinen Freund*innen, mit meinem Bruder und seiner Frau feiern. Es war ein wunderschöner Abend. Essen mit Freund*innen, am Besten noch draußen, vielleicht sogar ein Picknick, das ist für mich wunderschön.

Und das hatte ich mir auch gewünscht. Zeit mit den Menschen zu verbringen, die ich mag. Prompt hatte eine Freundin ein shirt an, auf dem stand: Time is the new luxury. Seh ich ganz genauso.

Und ich liebe Geschenke. Geb ich ehrlich zu. In beide Richtungen.

Und so geh ich mit P+W auf eine Weinwanderung. Mit S+T schön essen und mit A+M Eis essen. Jetzt brauchen wir nur noch Termine 🙂

Und ich habe gute Kosmetikprodukte bekommen, ein Bienenhaus, ganz viel Leckeres zu Essen, Pflanzen, ein tolles Buch und noch viel mehr Schönes. Da hab ich mir gedacht: Hallo! Die kennen mich, das wissen was mir gefällt. Sinnvolle, leckere und schöne Geschenke. Und war auch ganz sparsam verpackt. Auch das ist schön. Dass dann nicht meine Tonne überquillt.

Und aus einem Sie (Hallo Frau Kihn) wurde ein Du (Hallo Gretl). Auch das ist wunderschön.

Heute ohne Punkte und Gewinne. Nur so gschwätzt.

Bonustrack, da hoffe ich sehr, dass das Erfolg hat: Plastikbank


 

No-Kill-Challenge

So, jetzt haben wir es wirklich schwarz auf weiß: Wir bringen unsere Mitgeschöpfe in einem Tempo um, dass es fast unglaublich ist.

Bericht über den Verlust an Tieren und Arten

Und da blutet meine Seele.

Geht auch anders: Vor Jahren kamen wir aus dem Urlaub in Südfrankreich zurück. Wir hatten auch ein paar Pflanzen gekauft und beim Auspacken entdeckte ich in der Tüte mit den Pflanzen einen Skorpion. Was tun? Zuerst wollte ich ihn wieder zurück nach Südfrankreich fahren. Da bin ich eh gerne. 🙂 War aber unpraktisch.

Dann wollte ich ihn im Garten aussetzen. Aber da hatte ich dann doch Angst um mich und meine Lieben.

Dann habe ich erst das Nachbarskind geholt, was ein echtes Schlaule ist, und danach habe ich ihn ins Tierheim gefahren, und die haben ihn an die Uni vermittelt. Den Skorpion, nicht den Mathias, der hat die Uni auch ohne mich gefunden.

Nicht für einen Moment dachte ich: Schlag ihn tot.

Und jetzt kommt meine Challenge: Für einen Tag/eine Woche/einen Monat/oder den Rest deines Lebens: Fang die Tiere, die sich in deinen Lebensraum verirrt haben ein (ich stülpe ein Glas drüber, schiebe dann eine Postkarte drunter, hab das Viech so gefangen ohne gebissen oder gestochen zu werden), und schmeiß es raus. Schnecken im Garten haben wir eingesammelt. My beloved kam auf die super Idee mit den Einmalhandschuhen. Und dann ab auf die nächste Wiese. Geht alles, wenn du willst.

Gewinn für die Umwelt: Wir erhalten unsere Lebensgrundlage

Dein Gewinn: Du erhältst deine Lebensgrundlage

Jedesmal einen Punkt. Bei Spinnen 5 Punkte.


 

Lobe deinen Nächsten und dich selbst

Ich hatte mal eine Kayak-Lehrerin, die Gitti. Die hat in der ersten halben Stunde immer nur gesagt: Gretl! Du machst das super! Dabei war ich alles andere als super. Aber sie hat mir dadurch soviel Selbstvertrauen gegeben, dass ich dann mehr konnte und mich mehr getraut habe und so mehr gelernt habe.

Gitti! Du hast das super gemacht! Danke!

Auch in anderen Ländern ist Loben selbstverständlicher. Ob es das Essen im Lokal ist, oder die neue Frisur der Freundin. Und ja, da ist immer auch ein wenig Schmeichelei dabei. Warum auch nicht?

Aber hier, da ist Loben, selten geworden. Meckern kann jeder, aber loben? Dabei ist die Theorie doch fast allen bekannt. Ein Lob, ein Kompliment verstärkt das gewünschte Verhalten. Und Kritik sorgt doch oft nur für Trotz. Bei mir zumindest.

Ich lobe gerne. Nur, wenn ich jemanden lobe, findet sich fast immer ein Mitmensch, der mich fragt, warum ich mich da „einschleimen“ will. Find ich furchtbar. Und ich kann inzwischen (!) ein Lob auch annehmen. War gar nicht so einfach. Dabei ist es doch so schön.

Denk mal drüber nach, spring vielleicht über deinen Schatten, lobe deine Mitmenschen, mach ihnen Komplimente, sag ihnen was dir an ihnen gefällt.

Haare – Lächeln – Essen – Witz – Kleidung – Intelligenz – Freundschaft – Ehrlichkeit – Kreativität – ………

Und, fange unbedingt mit dir selber an. Du bist nämlich klasse! Offen für neue Ideen, sozial engagiert, nachdenklich, vielleicht auch ein wenig missionarisch, setzt dich ein für Andere…

Gewinn für die Umwelt: Glückliche Menschen kaufen weniger Dinge aus Frust

Dein Gewinn: Du wirst viel Schönes zurück bekommen

Bonustrack: „das Gesicht der dt. Klimabewegung“

Für jedes Lob 1 Punkt, 5 Punkte 1 Heiligenschein


 

nur ganz kurz und nur ganz schnell

Arbeitslos zu sein verbraucht mehr Zeit als erwartet. 🙂 Deshalb heute nur ganz kurz und ganz schnell:

Es gibt eine E-Petition für den Klimaschutz. Bis 06.05.2019 werden 50.000 Unterschriften benötigt, damit die Eltern für die Zukunft ihre Wünsche an den Bundestag vortragen können.

Wir fordern die Verabschiedung eines echten Klimaschutzgesetzes in den nächsten 6 Monaten! Die Petition sieht unter anderem vor, verbindliche, überprüfbare und unaufschiebbare Maßnahmen zu verankern, damit Deutschland seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen vollständig nachkommt und seinen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad leistet.

 

Und hier gehts zur Petition.

Wie schön, es gibt immer mehr Aktionen und Mitmacher.

5 Punkte. Und für jede Weiterleitung noch mal 5 Punkte.

Wir schaffen das.


 

Umdneknen :-)

Routine ist ja eigentlich was Feines. Ich muss mir nicht bei jeder meiner Handlungen Gedanken machen, wie das jetzt wieder geht. Atmen, laufen, Zähneputzen, der Weg zur Schule oder Arbeit, Einkaufen… Zum Glück geht da Vieles mit Autopilot.

Der Nachteil ist: obwohl ich schon viele Jahre einen eigenen Kopf habe, mache ich noch viel so, wie es meine Eltern gemacht haben – und die haben es von ihren Eltern gelernt. Nur dass sich in der Welt so einiges geändert hat, seit dieser Zeit. Meine Großeltern wurden um 1900 geboren.

Umdenken gelingt mir am Besten, wo meine eigene Faulheit mit entscheidet. Zum Beispiel beim Fensterputzen. Als ich Kind war, wurden alle 2 Wochen alle Fenster geputzt. Begeistert hat mich das nicht, aber: Was sollen denn die Nachbarn von uns denken. Meine Oma „in ihr klein Häuschen“ hatte aber viel weniger Fenster als ich jetzt und viel weniger Dinge davor stehen.

Dann las ich irgendwo, dass es Unglück bringt, die Fenster zu putzen zu einer Zeit, wo der Monatsname ein „r“ hat. Hab ich sofort geglaubt. Dann bleibt nur noch Mai, Juni, Juli und August. Yippie! So ein Aberglaube kann doch sehr befreiend sein. Jetzt reicht mir ein mal im Jahr. Hat sich noch kein Nachbar dazu geäußert… Und wenn meine Tante zu Besuch kommt, nehme ich ihr an der Türe die Brille ab.

Und noch so eine Routine ist der Mülleimer unter der Spüle, heutzutage ja vielleicht sogar unterteilt in Bio, Rest und Plastikmüll. Und jeder dieser Eimer kriegt passende Mülltüten dafür gekauft. Umgedacht habe ich, als ich mal weder Geld noch Platz für so einen Mülleimer hatte. Da habe ich 2 Nägel ins Regal gehauen und da eine Plastiktüte dran gehängt, die ich eh hatte: Die Tüte vom Katzenfutter, von den Tempos, vom Klopapier, von den Chips, vom Gemüse und Obst, vom Käse… Der Nachteil ist natürlich, dass das erstens nicht super doll ausschaut. Und dass zweitens diese Tüten viel kleiner sind und ich dann öfter damit zur Tonne muss. Aber ich will ja auch nicht warten, bis der Müll dann so weit evolviert ist, dass er Mama zu mir sagt. Und bei der aktuellen Recyclingquote habe ich da auch gar kein schlechtes Gewissen.

Wo hast du umgedacht, und dich von den Routinen deiner Vorfahren gelöst?

Jedes Umdenken, das die Umwelt entlastet: 25 Punkte

Bonustrack: noch mehr Kinder, von denen wir lernen können.


 

 

Diät

Alle die mich kennen wissen, dass ich eher ein paar Pfunde zu viel habe als zu wenig.

Und – wie alle, die ich kenne (naja, fast alle) will ich seit Jaaaaaaahren diese Pfunde abnehmen. Und wie alle die ich kenne …

Also, das letzte Kilo habe ich letztes Jahr abgenommen, in einer Woche Ökodiät. War ganz leicht. Ist aber nicht so leicht in den Alltag zu integrieren. Die Ökodiät geht so:

Jeder Bissen wird, falls das überhaupt geht, 30 Mal gekaut. Bei Suppe echt schwierig. Das Paradebeispiel Rosine, die nach 20 Mal kauen erst richtig gut schmecken soll, funktioniert bei mir nicht. Die Rosine ist nach 10 Mal kauen fort. Aber es gibt schon ein paar Sachen, die da genug Widerstand leisten. Und so dauert eine Mahlzeit ca. 20 Minuten.

Beim ersten Versuch hab ich wie gewohnt mein Essen runter geschlungen. Was ja eigentlich doof ist, weil ich im Magen keine Geschmackszellen habe. Nach 5 Minuten war ich fertig und durfte zur Belohnung den Anderen noch 15 Minuten beim Kauen zuschauen. (Ich war aber nicht die Einzige, immerhin). Beim zweiten Mal war ich langsamer. Und was soll ich sagen. Nach 20 Minuten war ich pappensatt, der Magen proppenvoll – und der Teller auch. Ich hatte vielleicht ein Drittel gegessen.

Und, die größte Überraschung: ich hatte auch Stunden später keinen Hunger. Ich hab das locker durchgehalten bis zur nächsten Mahlzeit. Meinen Teller dann nur zur Hälfte gefüllt. War immer noch zu viel. Am Ende der Woche habe ich bei jeder Mahlzeit nur etwa ein Viertel meiner üblichen Menge gefuttert. Hat völlig gereicht.

Und die Waage hat mich belohnt. Yeah!!!!!

Ökologisch ist das doppelt sinnvoll.

  1. Wenn du nur noch ein Viertel futterst, nur noch ein Viertel kaufst, nur noch ein Viertel produziert wird (gespritzt und gedüngt) und transportiert wird. Wow! Das könnte der größte und leichteste Gewinn sein, den du erzielen kannst um deinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.
  2. Und mit dem gesparten Geld kannst du dir was richtig Schönes gönnen. Am Besten aus dem Bioladen 🙂

Ich kann das wirklich nicht bei jeder Mahlzeit und bei der kompletten Mahlzeit. Aber ich kann das immer öfter. Wenigstens einen Teil 30 Mal kauen, bewußt essen und genießen. Schokolade im Mund schmelzen lassen statt kauen und weg damit. Oder Honig. Oder Käse.

Jede Diät-Mahlzeit 1 Punkt. Gespartes Geld in den Bioladen getragen 50 Punkte

Kampagnen um große Firmen von ökologischem Verhalten zu überzeugen.


 

Belauscht

Neulich in der Straßenbahn. Hinter mir unterhalten sich 2 Männer. Einer erzählt stolz, dass in ein paar Tagen sein Sohn geboren wird. Und dass er bereits einen Sparvertrag abgeschlossen hat, dass der Junior – wenn es soweit ist – einen Führerschein machen kann und ein Auto kaufen.

Gab’s das bei dir auch schon? Sparverträge für die Uni? Für die Aussteuer? Für den Hausbau oder eben für das Auto?

Ich bekam zu Weihnachten von meiner Patentante Besteck für die Aussteuer. Silber. Hab ich heute noch. Gefällt mir noch immer nicht und als kleines Mädchen hätte ich eh gerne was Anderes gehabt. Aber ok. Immerhin gefällt es dem Markus.

Also, Sparvertrag fürs Auto. Nix Neues.

Aber dann kam die Antwort vom Freund. Und da war ich dann wirklich verblüfft. Der Freund sagte:  Find ich gut, du sorgst vor für den Kleinen. Aber da gäbe es noch viel Wichtigeres: Sauberes Wasser. Gute Böden für gutes Essen. Bäume für den Sauerstoff. Frieden unter den Menschen und halbwegs Gerechtigkeit. Das kriegst du auch mit Sparen. Machst du da was?

Und der werdende Vater sagte: Nö, das kommt ja dann allen zu Gute, das saubere Wasser kriegt ja nicht mein Sohn, nur weil ich jetzt spare. Oder wie soll das gehen?

Und der Freund: Stimmt, das kommt dann allen zu gute, auch den Kindern von deinem blöden Nachbarn. Aber, auf wen wird dein Sohn später sauer sein? Willst du wirklich, dass er dir Vorwürfe macht, oder dem Nachbarn?

Und da war ich so überrascht, da hab ich mich glatt umgedreht um zu sehen, wer da so interessant und klug redet. Und was soll ich sagen, es waren zwei richtig junge Männer. (In meinem Alter sehen ja alle richtig jung aus, vielleicht waren sie ja auch schon 30 Jahre alt). Und ich dachte mir: He, die jungen Leute, die fangen an und begreifen was auf dem Spiel steht. Das gibt Hoffnung. Vielleicht gibt es ja 50 Jahre nach ’68 wieder einen Umbruch.

Was du tun kannst? Spare, werfe weniger weg, verkaufe und verschenke was du nicht mehr haben willst. Das wäre doch ein guter Anfang für eine gute Welt für den Sohn deiner Nachbarn. Und rede drüber.

Bonustrack: Sammelstelle für alte handys


 

Ab in die Tonne


Puh!

Dass viele Lebensmittel weggeworfen werden, das weiß ich ja. Die Rede ist von einer 120-l Mülltonne pro Bürger*in. Pro Jahr.

Das habe ich letzten Mittwoch ganz alleine geschafft.

Eigentlich achte ich da schon drauf. Beim Einkaufen schlag ich schon mal zu. Aber so viel Hirn ist dabei, dass ich meistens nicht zu viel kaufe. Beim Kochen oder Semmel belegen kann ich viele Reste mit verwenden. Viel werfen wir wirklich nicht weg.

Aber letzten Mittwoch habe ich bei der Tafel hier in W*heim ausgeholfen. W*heim ist nicht so groß, ein paar Supermärkte und Bäcker haben wir schon. Die Tafel hier hat 3 Fahrer, die diese Märkte abklappern und die Ware anliefern. Vieles davon ist echt noch gut. Es gibt aber auch Märkte, naja. Hat alles seine Schattenseiten.

Trotzdem haben wir von Obst und Gemüse ca. die Hälfte erst mal aussortiert. Immerhin schon in Kisten, die dann zu Kleintierzuchtvereinen, Gnadenhöfen usw. gehen.

(Gibt übrigens schon Spargel, gibt sogar schon alten, trocknen Spargel, hallo? Mitte März?).

Die Kunden, die dann kamen haben uns auch das Meiste der guten Ware abgekauft, trotzdem blieb viel übrig. Ab in die Tonne.

Ist schwer mit anzusehen.

Hab ich eine Lösung? Nee. Höchstens, flexibel sein beim Einkauf. Nicht erwarten, dass immer alles vorrätig ist. Manche Händler bieten Ware zum reduzierten Preis an, wenn sie bald abläuft oder offensichtlich beschädigt ist. Vielleicht kannst du da mal in die Box schauen und es ist was dabei. Obst und Gemüse ist dann oft super reif und lecker – aber eben nur noch heute.

Das Problem geht ja noch weiter: All diese Dinge wurden ja produziert und transportiert, und dann ab in die Tonne. Irgendwas stimmt da nicht hab ich den Eindruck.

Bonustrack: wie viele Sklaven arbeiten für dich?
(noch mal puh! Bei mir sind es 27)

Gewinn für die Umwelt: Eigentlich schreibe ich hier immer das Gleiche oder? Verschwendung ist eine Ursache für all unsere Probleme.

Dein Gewinn: Ein gutes Gewissen – und ab und an ein Schnäppchen.

2 Punkte


 

 

Schrottbasteln: Suncatcher

Kalender sind was Feines, jeden Monat ein neues schönes Bild. Am Ende des Jahres 13 oder 53 Blätter mit Motiven für Briefpapier, Lesezeichen, Notizzettel oder für Geschenkverpackungen.

Aber was mach ich mit dem Draht? Grübel, grübel. Stabil ist er ja, aber halt ziemlich krinkelich. Also hab ich den immer weg geworfen. Und jetzt endlich: Die Idee (geklaut von der Frau, bei der wir manchmal zu Mittag essen, danke Birgit). Zusammen mit ein paar Perlen (zur Not kaufe ich Perlenketten auf dem Flohmarkt oder im Sozialkaufhaus) und dem ganz dünnen Draht, den ich für die Schmetterlinge brauche entstehen individuelle Suncatcher. Und schön, dass der Draht schon so schön krinkelich ist.

 

Jetzt muss sie nur noch scheinen, die Sonne 🙂 .

Gewinn für die Umwelt: Selber machen statt neu kaufen, verwenden statt weg werfen, Resourcen schonen, kaum Tranportschäden.

Dein Gewinn: Schöne, individuelle Geschenke und Mitbringsel und Basteln macht glücklich (sobald es halbwegs klappt).

Bonustrack: kostenfreies Leitungswasser in die eigene Flasche


 

Aufheller

Wie geht es dir heute, eigentlich? Oder überhaupt, so? Alles im grünen Bereich?

Dann ist dieser blog wohl nichts für dich.

Vielleicht aber geht es dir wie mir: Ich habe immer wieder mal schlechte Tage. Ärger, Kränkungen, Schmerzen, einen „alle-sind-doof/gemein zu mir/besser dran als ich/bin ich eigentlich der einzige Loser?/oh wäre ich heute doch nur im Bett geblieben“-Tag.

Da greif ich gerne zur Schoki, dem Sofort-Seelentröster. Naja, kurzfristig tröstet sie zumindest. Weil, wenn ich viele solche Tage habe, dann bringt der nächste Besuch auf der Waage ganz klar den nächsten schlechten Tag.

Und deswegen frage ich alleweil, statt zur Schoki zu greifen den nächst-besten Menschen nach einem Witz.

Aber was soll ich sagen? Kaum jemand hat mehr einen Witz parat.

Und deswegen dachte ich, ich schicke mal ein paar Witze auf die Reise.

Es geht los mit 🙂 Seiten Recycling

Witze sind ja auch ein wenig heikel, weil, man lacht ja meistens über Andere und wenn ich dann dieser Person diesen Witz erzähle…

Aber ich versuchs mal. Deswegen sind die Witze jetzt auch ein wenig lahm.

  • Der kleine Eisbär fragt seinen Vater: he Papa, du bist doch ein Eisbär. Ja sagt der Papa, ich bin ein Eisbär.
    Und die Mama? Ja, die ist auch ein Eisbär.
    Papa, mir ist trotzdem kalt.
  • Fuchs und Hase gehen gerne abends aus. Hase fährt ein Protzeauto, weil man damit die Mädchen besser aufreißen kann. Sagt er. Fuchs isses Recht. Aber eines Abends ist das Protzeauto kaputt. Hase ist ganz unglücklich, weil er auch zu viel getrunken hat, um jetzt nach Hause zu laufen. Fuchs sagt, he, Hase ist doch kein Problem. Du hängst dich hinten an meinen Schwanz, ich dreh mich im Kreis und wenn ich es dir sage, dann lässt du los. Gesagt getan – und Hase landet direkt vor seinem Bau.
    Am nächsten Abend sagt Fuchs nur: Hast du einen langen Schwanz, brauchst du kein Protzeauto.
  • Ein Mann stirbt und kommt in den Himmel. Seine Frau ist schon da und nimmt ihn mit Petrus in Empfang. Petrus zeigt dem Mann sein neues Heim. Eine echte schöne Villa, mit Golfplatz, drei Traumautos in der Garage, Bootsanleger mit Yacht. Und alles für umsonst, keine Kosten, keine Versicherung, keine Steuern, schließlich ist das der Himmel. Der Mann wird immer verärgerter und unglücklicher. Seine Frau wird immer verzweifelter und fragt schließlich. He, Männe, was ist denn los? Das wolltest du doch immer haben! Warum freust du dich denn nicht. Und der Mann antwortet: Das will ich dir sagen: Wenn du und dein blödes gesundes Essen nicht gewesen wäre, dann hätte ich all das schon vor 10 Jahren haben können.

Und hast du einen Witz für mich? Ich könnte einen brauchen, im Gegensatz zu noch einem Kilo mehr 🙂

Bonustrack: passt im Kleinen auch zu meinem letzten blog


 

 

Gärtnern für Ökos

Oh wie schön, die Sonne scheint, der Garten erwacht zu neuem Leben.

Aber ich bin eine faule Gärtnerin, und ich will auch der Natur in meinem Garten Platz bieten. Was also tun? Einfach mal wachsen lassen, auch die ungeliebten Kräuter.

1.) wir haben ein Schild am Tor, auf dem steht: Vorsicht wilder Garten. Damit die Nachbarn wissen, dass es Absicht ist.

2.) auf Nachfrage erkläre ich den Garten zu einer Wildkräuterplantage. Und Wildkräuter im Salat sind ein echter Leckerbissen, wenn du dich ein wenig auskennst. (Wichtig ist nur, die Kräuter sauber zu verlesen. Das Schärfste, was ich je gegessen habe, war eine kleine grüne Raupe, die ich übersehen habe. Für die Raupe war es schlimmer.)

3.) einen Teil des Gartens haben wir mal einfach wuchern lassen. Mit einem hübschen Zaun herum. Wir nannten es unsere Serengeti. Und wenn die Nachbarn da mit machen, dann wird die Serengeti schnell doppelt so groß. Und bietet so noch mehr Tieren und Pflanzen einen geschützten Raum. Der Garten war uns aber wirklich viel zu groß.

4.) ganz sachlich: Nackte Erde ist Wind und Sonne und Regen völlig ungeschützt ausgeliefert. Und das bedeutet: viel gießen und viel düngen, viel spritzen und natürlich viel jäten. Ohne Wildwuchs weniger pflanzliche und tierische Helferlein. Besser ist es, den Löwenzahn, den Giersch, die Brennnessel & Co. stehen zu lassen, bis das Fleckchen Erde tatsächlich gebraucht wird. Alles drei schmeckt eh lecker, wenn es noch jung ist.

5.) Direktkompost: Will heißen, ich lege die Garten- und Küchenabfälle direkt auf den Boden, ohne Kompostecke, so verrottet das schön langsam, bedeckt den Boden. OK, es sieht jetzt nicht so doll aus, wenn zwischen den Tulpen die Reste vom Salat liegen. Aber wer ist schon perfekt. Und die Reste vom Salat verschwinden schneller als erwartet.

Meistens wächst mehr als wir essen wollen, trotzdem.

Du hast keinen Garten? Aber einen Balkon oder eine Terrasse? Es gibt extra Samenmischungen für Schmetterlingspflanzen oder für Bienen.

Bonustracks:

Umfrage der europäischen Grünen zu der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik

Gewinn für die Umwelt: Enorm: Nicht nur die Landwirtschaft sorgt für Flächen, auf denen wenig Leben ist, auch der Standardgarten kann eine lebensfeindliche Fläche sein. Und hat dann seinen Anteil am Artensterben.

Dein Gewinn: Mehr freie Zeit, mehr bio-Lebensmittel auf dem Teller, mehr Käfer und Schmetterlinge und Vögel und Eidechsen und Igel und Abenteuer in deinem Garten

20 Punkte


 

Noch ein Rezept

Noch ein Rezept für die Röhre: Ofengemüse. Auf spanisch: Escalivada.

Du brauchst: kleine geschälte Zwiebeln, kleine Tomaten, Paprika in großen Stücken. Ebenso Zucchini und Auberginen. Ganzen Knofel. Vielleicht ein paar Pilze? Oder Oliven? Das wird alles auf dem Blech in Öl geschwenkt, mit Kräutern gemischt. Wenn du gerne scharf isst, ein paar Chilis dazu, bißchen Zitronenschale und dann alles ab in die Röhre. Bei ca. 120 Grad eine halbe Stunde schmoren lassen, ein Mal durchrühren, nochmals eine halbe Stunde in der Röhre brutzeln. (Die letzten 10 Minuten kannst du die Röhre ruhig schon ausschalten). Dann mit viel Zitronensaft und Olivenöl anrichten. Dazu etwas Käse und Weißbrot. Fertig. Und weil so wenig umgerührt wird schmeckt die Tomate nach Tomate, die Paprika nach Paprika und der Knofel? Der ist so lecker, dass sich alle drum reißen werden, ganz weich und cremig und würzig und yummie.

Abwandlungen gibts viele. Fränkisch zum Beispiel, mit Knofel und Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Kartoffeln, Blumenkohl und Kohlrabi. Dann kommt bestimmt auch das höchste fränkische Lob an die Köchin: „Der Hunger zwingts nei!“

Auch das ist ein super Rumfort-Essen, du kannst hier viele Reste reinpacken, lass deine Fantasie frei und leere die Vorräte.

Wenn du gleich für den nächsten Tag vorkochen willst: dicke Bohnen aus der Dose mit Öl, etwas Wein und Gewürzen und Tomatenmark in einem möglichst kleinen Topf mit in die Röhre, dann werden die Bohnen ganz cremig weich und oberlecker. Das gibt einen wunderbaren Brotaufstrich.

Guten Appetit.

Bonustrack: 2 Fliegen mit einer Klappe

Gewinn für die Umwelt: du heizt mit der Röhre und musst weniger Gemüse wegwerfen.

Dein Gewinn: Ein Essen, das ohne große Mühe kocht und sehr lecker schmeckt. Und du kannst von Spanien träumen.

5 Punkte


 

Purer Aktionismus

Letzte Woche habe ich nix geschrieben, weil:

Wir kamen am Sonntag Abend nach Hause, nach einem schönen Wochenende. Und als ich anfangen wollte zu schreiben hatten wir noch Sport Spiel Spannung zuhause. Markus und ich hatten Sport, die Katze Spiel und für die Maus war es spannend. (Sie kam lebend aus dem Haus, wie es dann mit ihr weiter ging? Keine Ahnung).

Am Montag habe ich dann die Gelegenheit benutzt, da schon mal die Möbel von den Wänden gerückt waren, und habe dahinter sauber gemacht. (hat sich auch rentiert)

Dienstag war überhaupt kein guter Tag – und so ging es weiter.

Gestern hat mich der Kater dann ins Gesicht gebissen. Leider wird der Kerle mit dem Alter aggressiv. Wenn jemand einen guten Tipp hat wie wir den wieder schmusig kriegen bin ich sehr dankbar.

Aggression und Ablehnung ist ja eh wieder „in“. Ob USA gegen den Rest der Welt, innerhalb der Familien, unter Freunden und auch auf der Arbeit. Irgendwie zeigen gerade viele ihre Zähne und Klauen.

Da fühle ich mich ausgesprochen hilflos. Und dann, dann mache ich was, was auch nur im Winzigen hilft: Ich gehe spazieren und sammle Müll ein. Geht auch ganz schnell, die Tüte ist ratzfatz voll.

Global gesehen purer Aktionismus. Lokal gesehen eine kleine Verbesserung. Nach dem Motto: Nicht über die Dunkelheit jammern, eine Kerze anzünden. Zumindest mir gehts dann ein wenig besser.

Bonus-Track: Leselernhelfer. Wenn auch du ein Kerzchen anzünden möchtest.


 

2 mal an der Tonne vorbei

Endlich liegt auch bei uns ein wenig Schnee. Und die Zeit, endlich mal wieder die ganzen Pflanzen umzutopfen ist noch nicht da.

Die Zeit, für schöne Töpfchen zu sorgen schon. Und ich mag schöne Töpfchen, weil im Übertopf haben bei mir nur Sumpfpflanzen eine Chance, ich gieße einfach zu viel. Und so beklebe ich die Plastiktöpfe, in denen ich Pflanzen kaufe, gerne. Und es liegt ja so einiges rum, an Schnüren und Stoffen. Sogar einen alten Fächer habe ich verwendet. Und ich habe gelernt, wasserfesten Kleber zu nehmen 😉

 

Ich liebe es, Ableger zu nehmen und einzupflanzen. Klappt nicht immer, leider. Aber oft. Ich tauche die Wurzeln oder Schnitte in Buchenholzasche (der Nachbar hat einen Kachelofen), damit gehts besser.

Und kaum sind ein paar Monate rum, habe ich viele kleine Geschenke für nette Leute.

Gewinn für die Umwelt: Selbermachen spart am meisten Ressourcen.

Dein Gewinn: Du entwickelst deinen grünen Daumen. Und hast sehr individuelle Geschenke.

5 Punkte

Bonustrack: Unterstützernetwork


 

Schalen

Schalen gehören zu den Dingen, die wir zuviel wegwerfen, statt zu nutzen.

Ein paar Beispiele:

Zitronen:

essen, oder klein schneiden und ab in die Toilette, das löst den Urinstein und den Kalk. Oder in verkalkte Vasen. Für die Armaturen im Bad nehme ich das nicht mehr. Das greift das Chrom an und dann Dankeschön.

Orangen

können (wenn es Bioware ist) getrocknet und als Tee verwendet werden, oder zum Aromatisieren von Suppen/Soßen, Wasser usw.

Bananen

sind ein erstaunlich guter Dünger für Rosengewächse. Kleinschneiden und ab aufs Beet.

Äpfel und Birnen

esse ich lieber geschält. Die Schalen können frisch oder getrocknet (zusammen mit dem Kerngehäuse) zum Tee aufgekocht werden.

Mit Zwiebelschalen

kannst du wunderbar färben. Ich hatte mal (ungewaschene) Schurwolle gekauft, weil ich das Spinnen erlernen wollte. Das Garn habe ich dann mit Zwiebelschalen gefärbt. Gab einen wunderbaren Rostton. Der Pulli roch dann intensiv nach Lammkeule mit Zwiebeln 🙂

Kartoffelschalen

entkalken angeblich. Klappt bei mir nicht. Ob es an den Kartoffeln liegt, am Kalk oder an mir???

Von einer Kaffeerösterei

habe ich einen ganzen Sack voll kleiner Schalen bekommen, die beim Kaffeeröster von den Kaffeebohnen abgehen. Die Rösterei sagte, das sei ein super Dünger, und würde die Pflanzen stärken gegen Blattläuse und andere „Mitesser“. Das Experiment läuft noch.

Und klar, aus Schalen von Spargel

kannst du Spargelsuppe kochen und aus den Schalen von Möhren, Kohlrabi, Sellerie und Anderem eine super Gemüsesuppe.

Für weitere Ideen bin ich dankbar, bitte schreibe mir.

Dankbar

wäre ich auch für ein wenig Unterstützung. Ich komme mir vor, wie die Ruferin in der Wüste. Wenn dir gefällt was ich hier schreibe, bitte sag es weiter.

Gewinn für die Umwelt: Verwenden statt wegwerfen spart jede Menge Müll, oft Transportkosten und Chemie.

Dein Gewinn: Experimente können dein Leben bereichern.

3 Punkte


 

Regional

Du bist ja wahrscheinlich schon ein Öko, sonst würdest du das nicht lesen, nehme ich zumindest an. Und von daher ist dir die Bedeutung  des regionalen Einkaufs – kurze Transportwege und mehr Transparenz – bekannt.

Es gibt aber noch mindestens zwei ganz sachliche und ökonomische Gründe, regional zu kaufen.

  1. Der Staat hat bestimmte Aufgaben zu erfüllen und dafür braucht er Geld. Das kriegt er über Steuern und Abgaben, weitestgehend. Wenn jetzt der Gewinn aus deinem Einkauf aber nicht in deinem Land und in deiner Gegend versteuert wird, sondern Amerika wieder groß macht (zum Beispiel), dann fehlt hier die Einkommenssteuer und die Gewerbesteuer und die Dingsbumssteuern fehlen auch. Und was macht der Staat dann? Genau: Er kürzt Leistungen und/oder erhöht Steuern und Abgaben. Und so bezahlst du schon mittelfristig mehr, als dir das Internet-Schnäppchen spart.
  2. Aber auch du und die Region, in der du lebst, braucht den Gewinn hier. Wenn du überregional einkaufst, dann ist das Geld weg. Vom Umsatz wird ein Teil genommen, um die Kosten des Händlers zu decken, ganz klar, aber seinen Gewinn, den gibt er irgendwo aus. Und wahrscheinlich nicht da, wo du wohnst. Wenn du aber regional und lokal kaufst, dann bleibt auch der Gewinn hier. Wenn du also dein Auto hier kaufst, dann kann der Autohändler hier sein Personal bezahlen, und die Handwerker, er wird hier beim Bäcker einkaufen, und in der Apotheke, vielleicht gönnt er sich eine Haushaltshilfe, geht abends hier ins Kino oder zum Essen. Das Geld wird hier wieder ausgegeben und bleibt so hier.
    Ach, du arbeitest beim Bäcker? Na, dann 🙂

Es gibt gute Gründe, nicht regional zu kaufen, das weiß ich auch. Vielleicht gibt es das hier nicht, was du gerne haben möchtest, oder du kannst gerade wirklich nicht offline einkaufen. Und ich bin eh nicht für „ganz oder gar nicht“-Lösungen. Aber erstaunlich oft geht’s offline – und das Lächeln dazu gibt’s gratis.

Gewinn für die Umwelt: Kurze Transportwege reduzieren Transportschäden.

Dein Gewinn: Du erhältst dir eine lebenswerte Region.

Jedes  Mal 1 Punkt

Bonus-Info: Wir haben im Jahr 2018 mit 2 Personen, einer Katze und kleinem Garten 56 Kubikmeter Wasser gebraucht. Der Bundesdurchschnitt 2016 für eine Person lag bei 45 Kubikmeter Wasser. Wie wir das gemacht haben? So:

Nachträge zum Thema Wassersparen

Baden oder Duschen


 

Seifenstücke

Leben in Frankreich krieg ich leider nicht, aber viel Frankreich im Leben, dass gönne ich mir schon. Hab ich ja schon gestanden.

Und da hab ich auch gerne Duschgel mitgenommen. Bis mich meine französische Freundin, sie, darauf, äh, aufmerksam gemacht hat, dass ich als Öko doch besser Seife nehmen sollte, schon wegen der Plastik Verpackung. (Sie geiert immer auf meinen Einkaufszettel, und weil ich ihr gerne was mitbringe, aus ihrer Heimat und sie das dann auch bezahlen will „Gute Rechnungen machen gute Freunde“, kriegt sie den auch immer wieder Mal in die Finger).

Oui, Joh, hat sie ja recht, hab ich mir gedacht und auch gleich ausprobiert. Geht gut. Und die Pflanzenölseifen, die ich nehme, die fetten schön nach, da spar ich mir die bodylotion. Und schön ergiebig sind die auch.

Aber weil ich ja lieber bade statt dusche, außer ich will mir die Haare waschen, hab ich die Seife auch gleich für die Haare benutzt. Nicht lachen bitte! Weil, die Seifen fetten wirklich schön nach. Und die Haare  waren danach – schön fettig. Also gut, lach mich aus. Versuche gehen auch mal schief. Und wenn ich vorher schon so schlau wäre, wie meine Freundinnen hinterher…

Also, für Haare gibt’s natürlich Haarseifen. Hab ich aber keine Erfahrung mit.

Seifen eignen sich aber auch prima zum Wäschewaschen. Und die traurigen Reste, die auch nicht mehr so richtig schäumen, die nehm ich dann für die Waschmaschine. Allerdings bin ich viel zu faul, die dann zu reiben/verkleinern und in Wasser aufzulösen. Ich pack die in ein Organzasäckchen und das lege ich dann mit in die Trommel. Und nach der Wäsche ist das leer, die Wäsche ist sauber und duftet ein wenig nach der Seife.

Wegen der Menge: Ausprobieren 🙂

Bonustrack: statt wechschmeisse

(ich kann auch kein Holländisch, aber ich hab die Sprachumstellung gefunden und du findest die auch)

Gewinn für die Umwelt: Viel weniger Plastik, kein Mikroplastik, Naturmaterialien statt Chemie

Dein Gewinn: Ein gutes Gefühl, für die Seele und die Haut.


 

 

Werbung

Argh!!!! Werbung, da hab ich nun wirklich was dagegen.

  1. Werbung weckt nur Wünsche, die ich sonst nicht hätte. Und wenn ich was will kann ich ja immer nachfragen oder im net nachschauen. Werbung kann richtig arm machen.
  2. für 100 g Papier braucht mensch angeblich 1 kg Holz. Und für 1 kg Holz braucht mensch angeblich 2 kg Baum. Und all die Werbung für Sachen, die ich gar nicht will sorgt dafür, dass jede Menge Bäume gefällt werden. Als wir hier nach W…heim gezogen sind landete ungelogen 3 mal die Woche so ein Werbebigpack im Briefkasten. Und dann sofort ungesehen in der Papiertonne. Und dann all die Kataloge und Briefe an die „Anwohner von xxx- Strasse 999“.
  3. Online nervt mich Werbung auch. Werbung wird ja oft geladen, bevor der interessante Inhalt der Seite erscheint. Und bei einer lahmen Internetverbindung (wir wohnten lange auf dem Land, noch dazu am Ortsrand, noch dazu am Rand des Bundeslandes. Da fühlte sich kein Anbieter irgendwie motiviert, schnelle Leitungen zu legen. Da hatte ich immer eine Nagelfeile neben dem PC. Nicht dass es so schneller ging, aber ich hatte Ablenkung während ich wartete. Und immer ziemlich kurze Nägel!), also bei einer lahmen Internetverbindung, da kostet online-Werbung echte Nerven, Zeit und Geld.

Und darum habe ich was gegen Werbung:

Am Briefkasten wirkt der Aufkleber, dass wir keine Werbung wollen echt Wunder. Gelegentlich, bei neuen Austrägern, schicke ich dann halt ein mail an den Auftraggeber. Oder ich rede mit den Austrägern, wenn ich sie erwische. Auch die Post darf Werbung, auf der der Name nicht steht dann nicht einwerfen.

Und bei Werbung mit meinem Namen drauf hilft das m@aulen auch.

Und fürs net und fürs handy gibts viele Werbeblocker. Ich habe gute Erfahrungen mit der Schlange noscript gemacht oder mit dem Adblocker für safari aus dem App-Store.

Wow, so schön kann das Internet sein 🙂

Gewinn für die Umwelt: Weniger gefällte Bäume, weniger Stromverbrauch, weniger Papierherstellung und Farbverbrauch, weniger unsinnige Käufe.

Dein Gewinn: Ein entspannteres Leben. Weniger Müll in der Papiertonne, mehr Geld aufm Konto

Bonustrack: Der Insektenmann


 

Schon wieder Weihnachten

Ich komme gerade von der Probe für unser Weihnachtskonzert morgen. Da freue ich mich schon sehr drauf. Auch das ist Weihnachten: Viele Leute verwenden viel Zeit und Energie, um ihren Mitmenschen eine Freude zu machen. Und zwar ganz ohne Bezahlung. Kostet nix. Höchstens eine Spende für ein Community Projekt. Ganz ohne Kommerz.

Weihnachten ist ja schon ein wenig ins Gerede gekommen. Wegen all dem Kaufen und Schenken. Ein Kollege sagte gestern, er hasse Weihnachten, weil es eben nur noch Kommerz sei und nix mehr mit dem Ursprung zu tun hat. Für mich ist bei „Liebe deinen Nächsten“ aber dabei, Anderen eine Freude zu machen. Wie zum Beispiel in meiner Lieblingsweihnachtsgeschichte, die mir wieder eingefallen ist, als ich frierend in der Kirche stand und Weihnachtslieder trällerte.

Wo ich die Geschichte gelesen habe weiß ich gar nicht mehr, ist viele Jahre her. Dank dem Autor, unbekannterweise. Also:

Abendessen im Advent, Mutter, Vater, 2 Söhne. Der Kleinere, Tim, verschüttet seinen Saft. Der Größere, John, macht sich über Tim lustig: „Der ist ja so blöd, richtig doof ist der.“ Der Vater sagt. „Nee, der ist einfach nur kleiner als du.“
John: „Doch, der ist voll doof, der glaubt ja noch ans Christkind.“
Tim, schon mit zitternder Stimme: „Aber, aber, das Christkind gibt’s doch, oder? Das bringt doch bald die Geschenke, oder? Mama!!!!“
John: „Sag ich doch, der ist voll doooooooof!“
Der Vater, guckt genervt, die Mutter sagt: „Ja, Tim, das Christkind gibt’s und das bringt bald die Geschenke. Und du John, wie kannst du so gemein zu deinem Bruder sein? Du gehst jetzt sofort auf dein Zimmer. Nachtisch gibt es auch keinen, zur Strafe.“
John geht maulend auf sein Zimmer und futtert erst mal die 2 Müsliriegel, die er am Morgen vorsichtshalber da versteckt hat.
Am nächsten Tag, im Schulbus, erzählt er seinem besten Freund: „Gestern morgen habe ich zufällig gehört, wie Papa und Mama beschlossen haben, dieses Jahr den Rummel um Weihnachten nicht mehr mit zu machen. Das wäre ja nur noch Kommerz! Dabei ist der Timmi doch erst 4 Jahre alt.
Aber ich habe Weihnachten gerettet! Und für nächstes Jahr fällt mir auch noch was ein!“

Weihnachten kann – ökologisch betrachtet – eine echte Plage sein. Aber es kommt drauf an, was du draus machst. Und glückliche Menschen kaufen weniger Kram.

Frohes Fest.

Bonus: nochmal Kinderpower

Ausnutzen die Zweite

Über Reste in der Küche habe ich schon geschrieben. Heute geht es um das Badezimmer. Auch hier gilt: Ausnutzen ist super und nicht moralisch verwerflich (im Gegensatz bei Menschen).

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Mein wichtigster Helfer dabei ist die Tubenquetsche.

Das gute Stück habe ich mal für 8 Mark (!) gekauft, und dachte noch, naja, rechnen wird sich das wohl nicht. Das ist jetzt mindestens 16 Jahre her und sie funktioniert immer noch prima. Bezahlt gemacht hat sie sich schon lange.

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Denn die holt wirklich fast den letzten Rest aus den Tuben, die mensch ansonsten schon für fast leer halten würde.

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Dabei ist noch jede Menge drin, was ich nach ein wenig Fingergymnastik noch (aus-)nutzen kann. Als Mensch mit einer ausgeprägten Rechts-Links-Schwäche muss ich allerdings immer überlegen, in welche Richtung ich kurbeln muss. Aber mei!

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Und nach dem Quetschen ist die Tube oft noch ein Drittel voll. Bingo!

 

Und wenn ich dann denke, jetzt ist aber wirklich alles draußen, dann schneide ich die Zahnpastatube auf und nehme den allerletzten Rest zum Putzen. Das was die Beläge von meinen Zähnen entfernt, dass rubbelt auch Kalkränder oder Seifenränder ab.

Disclaimer: Ich will hier keine Werbung machen für diese Zahnpasta oder diese Tubenquetsche. Faulheit hat verhindert, dass ich die Beschriftung unkenntlich gemacht habe.

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Ersatzproduktion, weniger Transportlasten.

Dein Gewinn: Gut gegen Stress und Frust, spart dir jede Menge Geld

2 Punkte

Bonustipp: Kaufen und Spenden


 

Strom sparen

Die Beleuchtung haben wir ja schon sparsamer gekriegt. Die Heizung vielleicht auch. Kühlschränke und Herde, jedoch…

Da hilft ein wenig Planung.

Dass ich den Backofen gerne als Heizung verwende habe ich schon geschrieben:

Müsli

Meistens geht dann noch ein Topf mit rein: Backofen, die Zweite. Neulich habe ich so Milchreis gegart. Mit Milch erst mal auf dem Herd aufgekocht, gesüßt und gewürzt und dann ab zum Kuchen in die Röhre. Sehr lecker.

Einweichen spart auch jede Menge Zeit und Strom. Hülsenfrüchte und Getreide zum Beispiel. Mit Reis probiere ich das auch noch. Ich koch ja wirklich gerne, aber das Warten, bis das Nomnom endlich gar ist, das brauche ich nicht so.

Und beim Kühlschrank? Da lasse ich die Sachen ganz ruhig und gemütlich auftauen, die ich morgen essen will. Da hat der Kühlschrank erst mal Pause. Und fürs Essen ist es eh besser, wenn es langsam tauen darf.

Gewinn für die Umwelt: Du sparst Strom.

Dein Gewinn: Du sparst Strom und Zeit.

1 Punkt

Bonustrack: fast kostenloses Recycling von Kleingeräten

Schade, die Post hat diesen Service eingestellt. 😦 Kleingeräte also zum kommunalen Wertstoffhof. Stand: 13.01.2019


 

An der Tonne vorbei

Schrottbasteln die Zweite
Von meiner Liebe zum Schrottbasteln habe ich ja bereits geschrieben:
Schrottbasteln

Und dazu nun der nächste Vorschlag. Und zwar mit Korken von Weinflaschen. Da fallen ja eine ganze Menge an, im Lauf der Zeit. Zumindest bis alle Winzer umgestellt haben auf Schraubverschlüsse.

Daraus lassen sich schöne Pinwände fertigen. Zum Beispiel so: Ich klebe die Korken mit der Heißklebepistole auf ein Brett.

Ganz besonders stolz bin ich darauf, dass ich endlich mal erst die Löcher für die Aufhängung gebohrt habe, wie du sehen kannst. Geht natürlich nachher auch noch, aber eben nicht mehr so leicht.

 

 

Meine gesammelten Korken. Naja, ein paar mehr waren es schon. Ich dachte, das langt locker.    

 

 

Aber nein, es hat nicht ganz gelangt. Macht aber nix. Erstaunlich viele Menschen heben die Korken auf. Wenn sie erst mal mitkriegen, dass du damit was anfangen kannst, hast du bald mehr als dir lieb ist.


Ich habe auch schon in Restaurants gefragt und welche bekommen.

Hast du eine Idee für Kronkorken? Da habe ich nämlich auch schon gesammelt. 🙂

Gewinn für die Umwelt: Resourcen schonen.

Dein Gewinn: macht Spaß, ist individuell.

5 Punkte

Bonustrack: Der onlineshop von Menschen für Menschen


 

Weihnachten, die Zweite

Heute noch mal zum Thema Verpackung.

Was mich (und nicht nur mich) gerade fasziniert, das ist die japanische Kunst, Dinge in Stoff zu verpacken. furoshiki. Eine schöne Seite dazu ist, z.B.

furoshiki

Aber im net findest du noch viel mehr Seiten zu diesem Thema.

Und Stoff kann ja alles Mögliche sein: Schals, Halstücher, Geschirrtücher, Taschentücher, Handtücher, oder wirklich einfach ein schöner Stoff, über den sich Näherinnen und Bastler freuen.

Ich hab mir mal für alle Fälle ein paar Halstücher aus dem second hand Laden besorgt. Und was soll ich sagen, die gleiche Idee hatten Andere auch schon. 🙂

Kalenderblätter eignen sich auch prima, und da liegen bei mir (und nicht nur bei mir) noch etliche von den Vorjahren rum.

Aus Kalenderblättern kannst du auch mit etwas Geschick Geschenktüten selber falten und kleben. Ich habe mal eine Papiertüte auseinander gelegt und so ganz gut gesehen, wie die Knicke und Klebstellen liegen müssen.

Und, zu guter Letzt, aus Wollresten lassen sich schöne Geschenkbeutelchen häkeln oder stricken.

Viel Spaß

Gewinn für die Umwelt: Vieeel weniger Verpackungsmüll

Dein Gewinn: Weniger Kosten und mehr Spaß beim Verpacken

2 Punkte


Backofen, die Zweite

Jetzt mit der Röhre die Heizung zu unterstützen macht Sinn, vor allem, weil das Essen dann super duftet und schmeckt. So gibt das aber noch eine zusätzliche Möglichkeit, Strom zu sparen. Meist ist in der Röhre ja noch jede Menge Platz. Und wenn es mir ausgeht (wenn ich rechtzeitig und gut geplant habe), dann gare ich gleich noch ein zweites Gericht mit. Für morgen oder für den Vorrat. Eine Suppe, oder Gemüse, oder Kompott. Kleine Kuchen passen mit rein. Oder ein Getreidebrei für das Frühstück. Und das macht dann wenig Mühe, weil ich es kaum umrühren muss. Schmeckt auch besser, weil es eben nicht so verrührt wird.

Jetzt aber endlich zum Rezept: Clafouti

Clafouti ist ein französischer Auflauf, der ursprünglich mit Kirschen gebacken wurde. Und so wird er gemacht:

Du verrührst 3 Eier mit 3 Esslöffel Mehl, Zucker nach Belieben und ca. 300 ml Milch. Das gibt dann einen ziemlich dünnen Teig. Buttere die Auflaufform und lege die Kirschen hinein. Dann gießt du den Teig darauf und lässt das Ganze für ein paar Minuten stehen. Im Idealfall schwimmen die Kirschen dann oben. Ab in die Röhre (ca. 180 Grad) und da bleibt das dann für 45 bis 60 Minuten. Wie beim Kuchen verrät dir die Stäbchenprobe, ob der Clafouti gar ist.

Das Schöne am Clafouti ist, dass deiner Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Geht mit vielen Sorten Mehl, Quark oder Yoghurt statt Milch, jeder Sorte Obst, Trockenfrüchten (dann evt. mehr Milch), Nüssen. Geht auch würzig mit Gemüse und Käse. Und ist daher ein wunderschönes „Rumfort“-Essen.

Bon appetit

Bonustrack: end the cage age

Gewinn für die Umwelt: Du sparst Strom und verwertest Essensreste

Dein Gewinn: Du sparst Zeit

5 Punkte

 

Jingle bells

Es ist Anfang November. Und so denke ich langsam an Geschenke. Ökologisch zu schenken kann schon eine Herausforderung sein. Vor allem, wenn ich Altmodische (also Nicht-Ökos) beschenken will.

Meine französische Freundin ist da knallhart. Sie verschenkt nur Sachen, die die Leute verbrauchen. Sie hat schon Großpackungen Waschmittel verschenkt und einmal 50 Rollen Klopapier. Das stößt nicht gerade auf Gegenliebe. Ich hab Glück, für  mich geht sie sogar in den Bioladen (Isch glaube nicht an Bio, aber für Disch mache ich) und schenkt mir dann Olivenöl oder einen guten Essig.

Was ein schönes Geschenk sein kann, sind selber aromatisiertes Öl, oder Essig oder ein selbst gekochtes Chutney oder ein selbst angesetzter Likör. Das muss ja alles ein paar Wochen durchziehen, aber bis Weihnachten klappt das.

Zum Beispiel Öl: Rosmarin, Chillies, Salbei, Basilikum, Thymian oder Knoblauch. Gut macht sich auch Zitronenöl mit getrockneten Zitronenschalen. Oder ein Steinpilzöl mit getrockneten Steinpilzen.

Zum Beispiel Essig: Himbeeren, Waldbeeren, Dill, Estragon, Minze oder wieder Zitronenschalen.

Oder einen Bratapfellikör, oder einen Orangenlikör.

Kürbischutney bietet sich jetzt geradezu an. Das schöne am chutney ist ja, das der Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind und du sehr individuell auf den Empfänger bezogen würzen kannst.

Gewinn für die Umwelt: Alles ökologischer als ein Stehrümchen aus Fernost.

Dein Gewinn: Allemal besser als 50 Rollen Klopapier 😉

5 Punkte

Umweg zur Mülltonne

Ich gestehe, ich bin so ein Sabberer.

Und ich klecker beim Essen. Und wie ich den

Milchschaum aus dem Mundwinkel bekomme

hab ich auch noch nicht gelernt. Und das bedeutet:

Ich brauch eine Serviette!

Früher haben sie ja alles in den Bach gekippt.

Müll, Schlachtabfälle, den Inhalt vom Nachttopf.

Und ein paar Meter weiter das Wasser aus dem Bach geholt.

Zum Waschen und Trinken. Kein Wunder, dass die

so oft krank waren. Hab ich immer gedacht. Aber: so viel

besser machen wir das auch nicht. Wir räumen das

schmutzige Geschirr in die Spülmaschine. Die

entsorgt das dann. Aus den Augen …Nur dass da bei uns

noch der Abfluss und der Kanal und das Klärwerk

dazwischen ist. Aber letztendlich kippen wir noch immer

zuviel in den Bach.

Darum habe ich mir angewöhnt, mit der Serviette

Teller und Töpfe und Schüsseln grob zumindest von fettigen

Resten zu befreien. Kleine Mühe, großer Gewinn fürs Klärwerk,

den Bach und so auch für unsere Gesundheit.

Gewinn für die Umwelt: Die Serviette spart jede Menge heißes Wasser und Spülmittel, das Klärwerk wird mit dem Abwasser leichter fertig.

Dein Gewinn: letztendlich der Selbe 🙂

1 Punkt


Dialoge

Das kennt ihr bestimmt auch: Ihr redet über Umwelt mit Menschen, die eure Sicht nicht teilen. Und das sieht dann zum Beispiel so aus:

Er: Du bist aber komisch drauf

Ich: Nö, ich bin nur meiner  Zeit voraus (alternativ: Ich bin Avantguard)

Sie: Du bist so eine richtige Spaßbremse

Ich: Wenn es dir wirklich Spass macht, andere zu gefährden oder zu schädigen, dann ja

Er: Du immer mit deinem ewigen Pessimismus, du bist so eine richtige Kassandra

Ich: das hoffe ich nicht, die hatte ja recht behalten

Sie: Mei, stell dich nicht so an, das bißchen wird ja wohl nicht so dramatisch sein

Ich: ah, du glaubst auch an die Verschwörungstheorie, dass es da 3 extrem reiche fiese Leute gibt (2 Männer und 1 Frau), die aus reiner Bosheit nix Anderes machen als nur Gift zu produzieren und das dann in die Luft und ins Wasser und ins Essen zu kippen?

Heute keine Punkte. Vielleicht hab ich dich wenigstens zum Lachen gebracht.

Außerdem sitzt ich heute an einem ganz anderen System, da klappt es mit der Formatierung nicht so

Schrottbasteln

Upcycling – oder Schrottbasteln – ist ein Trend, der im Kommen ist. Und eine meiner heimlichen und unheimlichen Leidenschaften. Und es hat natürlich auch mit dem Thema des letzten blogs zu tun. Das wertzuschätzen was man hat, nicht alles gleich wegzuwerfen, zu sehen, was sich noch daraus machen lässt.

Die Schmetterlinge aus Restpapier haben es mir schon lange angetan. Geht auch mit 2 linken Händen ganz gut, wird ja oft auch eingesetzt in der Geriatrie und im Kindergarten. Und für jemanden wie mich, der seit Kindergartenzeiten Probleme mit Schneiden, Falten und Kleben hat ist es Herausforderung genug.

Ich hab die mir bekannten Zutaten um die Aludeckel von Yoghurts erweitert. Ich mags halt, wenn es glänzt.

Meine halbe Wohnung hängt voll mit den Flatterern (siehe Tipp weiter unten, mit dem Verschönern von Dübellöchern).

Und sie machen sich prima als Anhang von Geschenken. Oder als kleines Dankeschön.

Und so gehts:

schmetterlinge

Gewinn für die Umwelt: mag ich schon gar nicht mehr schreiben, das Übliche

Dein Gewinn: macht Spaß, was Schönes zu schaffen

1 Punkt


 

Wert

Mein Vater sagte gerne: Es ist erst dann leer, wenn nichts mehr raus kommt. Das wollte ich natürlich nicht hören. Ich wollte mit dem großen Löffel in die volle Puddingschüssel und nicht die Angefangene auskratzen. Aber er hatte Recht.

Und so wandert vieles in die Tonne, was man mit etwas Fantasie noch gut nutzen kann.

Beispiele:
Der Sud, in dem die Gurken eingelegt waren gibt einen super Essig für Salate ab.
Das Öl, in dem Gemüse eingelegt war ist eine gute Basis für Saucen.
Der Rest Marmelade wandert bei mir in den Salat (den mag ich gerne ein wenig fruchtig).
Der hart gewordene Käse wandert grob geraspelt ins Omelett.
Ein wenig Wasser holt aus Ketchupflaschen den Rest heraus für Suppen oder Saucen.
Das Löffelchen Suppe, Gemüse oder Sauce mit ein wenig Quark verrührt gibt einen super Brotaufstrich.
Und die eine Kartoffel gibt mit viel Butter und (!) und crème fraîche und (!) geriebenem Käse „Aligot“, das ist französicher Kartoffelbrei und sowas von oberlecker. Bei uns kommt dann noch etwas Knoblauch und Gewürze dazu. (Genaugenommen sind es 3 Teile Kartoffel, 1 Teil Butter, 1 Teil crème fraîche und 1 Teil geriebener Käse). Kannst du kalt oder warm essen.

Was machst du mit deinen Resten?

Und wie kriege ich die Reste von Erdnußbutter oder Nutella aus dem Glas, so dass ich die noch nutzen möchte?

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Neuproduktion

Dein Gewinn: Extrem lecker essing, Spaß am Selbermachen, mehr Geld im Beutel

Jedes Mal 2 Punkte


 

Helden

Heute geht es mal um Leute, die mehr bewegen wollen als ich. Meine Helden. Unvollständige Aufzählung. Und nicht alles hat mit oeko zu tun, zumindest nicht auf den ersten Blick. Aber es geht um eine Welt mit weniger Konsum und trotzdem einem besseren Leben für viele:

Menschen für Menschen Die Organisation von Karlheinz Böhm, der leider schon verstorben ist.

Den großen buddhistischen Lehrer Thich Nhat Hanh, dessen großes Ziel es war, Frieden in die Menschen und in die Welt zu bringen. Und die Mönche und Nonnen seiner Kloster, zum Beispiel im Zentrum für angewandten Buddhismus in Waldbröl

Alle fröhlichen Chorleiter (hallo Rainer)

Menschen, die sich aktiv dazu beitragen, dass weniger Müll in den Meeren schwimmt. z.B. in Zusammenarbeit mit dem Nabu

Bäumepflanzer

Die große weltweit tätige Organisation Oxfam, (ja, da war doch mal so eine komische Geschichte in Afrika, gibts halt leider überall). Und alle, die ehrenamtlich Oxfam unterstützen. Mir persönlich gefällt vor allem Oxfam unverpackt da kann man Spenden verschenken. Lass ich mir immer wieder gerne was schenken.

Menschen, die mit viel Kreativität und friedlich ihre Meinung auf die Straße bringen: craftivism

Leute, die sich viele Gedanken machen, wie Plastik zu vermeiden ist, z.B. in blogs wie diesen

Ich bin froh, dass es euch alle gibt, ihr seid meine Helden, meine Motivation, meine Wissensspender.

Gewinn für die Umwelt: Wir alle zusammen können mehr bewegen, als wir heute noch für möglich halten.

Dein Gewinn: Schau dich um, vielleicht kriegst du einen Impuls

Diesmal 5 Punkte wenn du mir deine Helden mitteilst. 🙂


 

Tauschgeschäfte

Jetzt sollen ja die Münzen abgeschafft werden. Kann man von halten was man will. Ich zahl ja lieber bar, wegen dem Überblick. Aber gut. Das ist ein anderes Thema.

Da gehe ich gerne noch einen Schritt weiter und kehre lieber gleich zum altmodischen Tauschhandel zurück. Klappt nicht immer, aber in einer guten Nachbarschaft ganz gut.

Wir haben hier mit einer Nachbarin eine Kuchenbackcooperative. Funktioniert wunderbar. Entweder backen wir und geben 2 Stück über den Zaun – oder die Nachbarn backen.

Als diesen Sommer unser Pfirsich getragen hat als gäbe es kein Morgen haben wir den Überfluss mit Nachbarn und Freunden und Kollegen geteilt. Und im Gegenzug Trauben bekommen, Tomaten und Paprika, und Zwetschgen. (Und Kuchen).

Ausgelesene Zeitungen, Bücher und Magazine werden auch von Tür zu Tür gereicht.

Manchmal denke ich, wenn wir alle unseren Überfluss verschenken, dann ist die Welt ein ganzes Stück weiter.

Ein Bekannter hat bei jeder Feier einen Karton im Flur mit all den Dingen, die er gerne weiterschenkt – und seine Gäste bedienen sich beim Nachhause gehen. Macht auch so langsam Schule.

Gewinn für die Umwelt: Viel weniger Müll, da die Dinge viel mehr genutzt werden, weniger weg geworfen wird und weniger produziert wird.

Dein Gewinn: Es klingelt viel öfter an der Tür – und ein freundlicher Mensch fragt, ob du ein Stück Kuchen möchtest, ist doch herrlich, oder?

Jedes Mal 2 Punkte, beim Geben und beim Nehmen.


 

Benzin sparen (lassen)

An der roten Ampel das Auto ausmachen? Mein Mann ist nicht bereit, darüber auch nur nach zu denken. Muss er auch nicht. Ich weiß nicht wie er es macht, aber er hat eine eingebaute „grüne Ampel Schaltung“. Wenn er auf die Ampel zufährt, dann wird sie entweder rechtzeitig grün, oder sie bleibt so lange grün, bis er vorbei ist.

Ich bin höchstens grün vor Neid.

Hab mir aber fest vorgenommen, bei jeder Fahrt wenigstens einmal den Motor aus zu machen. Man kennt ja seine Kreuzungen. Meistens nutze ich die Ampel aber für Anderes: Nägel feilen (ja, mein Auto ist ein rollendes Nagelstudio), Musik steuern, Jacke ausziehen…

Aber zum Glück gibt es ja noch andere Möglichkeiten Sprit zu sparen, zwar nicht den eigenen, aber lokal. Bei jeder Fahrt einmal verzichte ich kurz auf meine Vorfahrt, geb Lichthupe und lass jemanden links abbiegen oder einmünden. Und blinke immer schön brav wie ich es vor langer, langer Zeit mal gelernt habe. So müssen die Anderen nicht so lange warten bis es für sie weiter geht. Und mal im Ernst: Selber ist mensch ja auch froh, wenn der Stau so an einem vorbei zieht und jemand ist endlich so nett und sorgt dafür, dass man wieder weiter fahren kann.

Gewinn für die Umwelt: Weniger Spritverbrauch und Abgase, weil Autos nicht so lange mit laufendem Motor stehen.

Dein Gewinn: Gutes Karma, evtl. ein anderes Miteinander im Straßenverkehr in deiner Region. So was steckt ja auch an.

Jedes Mal 1 Punkt


 

Stehrümchen und Hausgräuel

Wahrscheinlich hat fast jede*r zuhause Dinge rumstehen und liegen, die eigentlich gar nicht mehr willkommen sind. Und nicht alles hat einem gefallen, als es als Geschenk ins Haus kam. Aber zum Wegschmeißen ist es zu neu. Eine Freundin von mir nennt das dann Stehrümchen, eine andere nennt sowas Hausgräuel. Beides sehr treffende Namen. Nicht wirklich Hochdeutsch, aber gute Beispiele für die Schönheit der deutschen Sprache.

Und das Witzige ist ja: dem Einen sein Stehrümchen ist der Anderen ihr fehlendes Stück in der Sammlung.

Und da hilft: Eine Hausgräuelparty. Ähnlich wie eine Tupperparty nur ganz Anders:

Du lädst eine paar Freund*innen ein. Alle bringen genau 2 Sachen mit, die sie gerne loswerden möchten – aber eben nicht wegschmeißen.

Kaffee/Tee und Kuchen später gehen deine Freund*innen wieder mit genau 2 Sachen nach Hause. Im schlechtesten Fall mit ihren eigenen. Im besten Fall mit 2 „Oh nein wie süß/witzig/genau was ich schon immer wollte“ – äh – Stehrümchen.

Gewinn für die Umwelt: Müll gespart, Ressourcen geschont, keine Produktionsfolgen, kaum Transportgifte

Dein Gewinn: Es steht was Neues im Regal – und ein schöner Nachmittag war es auch.

5 Punkte


 

Müsli

Jetzt wird es ja am Abend schnell wieder kühler. Zumindest hier, wo ich wohne. Und da lass ich dann gerne die Röhre für mich arbeiten. Also, die vom Herd. 1 Stunde Küchenheizung bei rund 120 °C, das merke ich dann schon.

Gestern habe ich darum wieder Müsli gebacken. Und das mach ich so:

Ca. 100 ml Honig mit ca. 100 ml Öl in einem großen flachen Topf erwärmen, bis sich das Ganze gut verbunden hat. Nicht zu heiß. Dann rühre ich da ca. 500 g Haferflocken rein, würze das mit Zimtstange oder getrockneter Zitronenschale. Und dann kommen dann noch jede Menge getrocknete Früchte hinein und jede Menge Nüsse. Erstaunlicherweise schmecken da gesalzene Erdnüsse richtig gut drin. Weiß ich auch erst seit dem letzten Urlaub.

Dann kommt das Ganze für ca. 1 Stunde in die Röhre, bei ca. 100 °C bis 120 °C. Ist ja jeder Herd ein wenig anders. Wie wir alle 🙂 . Ein zwei mal umrühren, dass nichts verbrutzelt.

Das Schöne an dem Rezept ist, dass das mit allem Möglichen funktioniert: Sonnenblumenöl, Olivenöl, welches Öl du halt verwendest, egal. Haferflocken, Dinkelflocken, Reisflocken. Rosinen, Feigen, Datteln. Getrocknete Apfelringe. Walnüsse, Haselnüsse, Cashew, Nussmischungen. Marmeladenreste statt Honig. Nur Mohn oder Sesam schmeckt mir da nicht so gut. Und so werden die ganzen Vorräte wieder mal aufgebraucht. Wird ja alles nicht besser.

Das Ganze dann gut verschließen, dann hält das auch ein paar Tage. Wir futtern es aber immer ganz schnell auf. Weil: es ist total lecker. Damit bekam ich auch mal ein super Lob von Bruder und Schwager. „Das ist das beste Müsli, was ich je gegessen habe!“ Klar, sind ja auch genug leckere Sachen drin – und genug Kalorien.

Gewinn für die Umwelt: Statt Heizung an – Röhre an. Und statt Fertigfutter, das von weit her kommt und evtl. noch mit viel Konservierungsstoffen hergestellt wird und dann auch noch aufwendig verpackt ist, brauch ich viele Lebensmittel auf und „entsorge“ so meine Reste.

Dein Gewinn: Riecht gut, schmeckt gut und heizt ein wenig. Das ist doch eine ganze Menge. Und vielleicht kriegst du auch so ein schönes Lob.

3 Punkte


 

Lachen

Lachen ist meine einzige scharfe Waffe. Wenn ich lache ist alles gut. Wenn ich Andere zum Lachen bringen kann, ist vieles gut.

Auf der Arbeit habe ich zum Glück ein paar Kollegen, die fast immer einen neuen Witz auf Lager haben – und die mir in den Weg springen um diesen Witz zu erzählen, wenn ich wieder mal offensichtlich keine gute Laune habe. Und natürlich umgekehrt.

Und wenn ich dann an meinem Schreibtisch bin, lass ich die Schoki in der Schublade – manchmal zumindest.

Meine lieben Vorgesetzten sehen es nicht so gerne, glaube ich. Denen erzählt aber auch keiner Witze.

Zum selber lachen gehe ich fast täglich auf: https://icanhas.cheezburger.com/ Irgendwas zieht mir da immer die Mundwinkel wieder hoch.

Und für dich hab ich einen eher harmlosen Witz: Ich weiß ja nicht wo dein „falscher Hals“ ist. Da will ich schon ein wenig aufpassen.

Also: Ein Motorradfahrer, nennen wir ihn Markus,  stößt mit einem kleinen Vogel zusammen, einem Spatz. Weil der Markus ein netter Mensch ist hält er an und schaut, wie es dem kleinen Piepmatz geht. Und siehe da, der lebt noch. Also packt ihn Markus vorsichtig in eine Tasche, fährt wieder nach Hause und legt den bewußtlosen Vogel in eine Vogelkäfig und tut sogar noch etwas Brot und Wasser hinein.
Irgendwann muss er aber wieder weiter und lässt den Vogel allein. Der wacht auf, schaut sich um und denkt: Oh Hilfe, eingesperrt bei Wasser und Brot! Ich habe den Motorradfahrer umgebracht!!!!!!!

Warum ist das Öko? Glückliche Menschen kaufen weniger Kram.

Dein Gewinn: Alle lachen, bessere Stimmung – und du kriegst bestimmt auch mal Witze zurück. Und gut fürs Karma isses auch.

1 Punkt


 

 

Geschenke verpacken

Ein Geschenk macht verpackt viel mehr Freude – mir zumindest. Die Neugierde erwacht: Was da wohl drin ist? Vorsichtig schütteln, leicht drücken, schnuppern. All dies geht bei einer blickdichten Verpackung. (Ich bekam mal Ohrringe – in einer Camembertschachtel. Da war ich erst ein wenig nervös, geb ich zu). So ein nackiges Geschenk, naja, ist einfach nur der halbe Spaß.

Und Geschenke verpacken macht mir auch viel Spaß. Wer jetzt aber schon mal eine Geschenkauspackorgie bei einem Kindergeburtstag erlebt hat – ropf, reiß, wegschmeiß – der kann schon mal ins Grübeln kommen. Da zählt nur der Inhalt.

Und für Erwachsene gibt es dann doch viele Ideen wie Geschenke verpackt werden können, mit einer Verpackung, die auch noch Verwendung finden kann.

Von H. erreichte mich dazu folgender Vorschlag

da ich auch gerne umweltfreundlich lebe, habe ich hier eine Idee, die du gerne veröffentlichen kannst: statt Geschenkpapier zu kaufen, kann man Geschenkbeutel aus Alttextilien nähen. Die können dann von den Beschenkten immer weiter verwendet werden. Damit habe ich sogar schon ein Schaufenster vom Oxfam-Shop Nürnberg gestaltet (dort arbeite ich ehrenamtlich)

Oxfam find ich eh klasse.

Was mir zum Thema Verpackung eingefallen ist:

Geschirrtücher, Handtücher, überhaupt schöne Tücher.
Blechdosen von Cookies, Lebkuchen und Co. Führen dann noch schön in die Irre.
Eine Riesenladung Süßkram für den Kindergeburtstag hab ich mal in einer Laterne für die Mutter überreicht, alle glücklich.
Kartons mit schönem Papier beklebt.
Selber gebastelte Tüten aus Kalenderbildern.
Eine snoopy-Tasche gefüllt mit allerlei Kleinigkeiten als Nothelfer für den grauen Herbst. Der Freundin hat dann die Tasche am Besten gefallen…

Was nimmst du als Verpackung? Bin gespannt auf deine Ideen.

Gewinn für die Umwelt: Denk mal nur an Weihnachten – die Müllvermeidung wäre spektakulär.

Dein Gewinn: Macht Spaß, trainiert die grauen Zellen.

5 Punkte


 

 

super Idee

Eine liebe Bekannte (Frau K.) hat mir einen super Tipp geschickt. Entwickelt wurde die Idee noch dazu hier im Ort, ist also sogar regional 😉

Was für eine gute Idee, diesen Blog einzurichten und sich gegenseitig Tipps zu geben!
Deinen Gedanken, etwas ökologisch Sinnvolles zu verschenken, habe ich sofort umgesetzt! Meine Freundinnen bekommen nun „fregie“, es ist grünes feinmaschiges Netz in der Größe 29cm mal 35cm mit einem Zugband, darin kann man Obst und Gemüse einpacken, und das Personal an der Kasse kann den Inhalt sehen wie in einer Plastiktüte! Es ist immer wieder verwendbar und waschbar ! Es kostete in unserem Bioladen 2,99 Euro, ist aber auch im Internet zu finden unter www.fregie.de

Danke Frau K.

Was macht ihr so, um Plastiktüten einzusparen? Ich suche noch was für Tomaten, da habe ich immer Angst, ich matsche die dann und habe den Schmodder dann im Korb…

Gewinn für die Umwelt: riesig, weniger Plastik = weniger Erdölverbrauch, weniger Müll im Straßengraben und im Ozean.

Dein Gewinn: Das Ding sieht auch noch witzig aus, hab heute auch eines geschenkt bekommen, ist wirklich federleicht und kommt gleich beim nächsten Einkauf zum Einsatz.


 

Nachträge zum Thema Wassersparen

Es gibt ja immer noch Stimmen, die sagen, wir hätten genug Wasser, wir müssten nicht sparen.

Andererseits: Sparen kann ich nur, wenn ich mehr als genug habe. Sonst heißt es „Wasser rationieren“. Und dahin möchte ich eigentlich gar nicht kommen. Deshalb heute lieber sparen.

Also ein paar Nachschläge:

Reaktion einer Freundin auf: Wanne statt duschen, und dann das Wasser für die Toilette  nehmen: „Das macht meine Oma schon lange“.
Danke.

Reaktion einer Vereinskameradin: „Übrigens verbraucht man noch weniger Wasser, wenn man sich wie früher wäscht: Waschbecken füllen, Waschlappen eintauchen und Stück für Stück Körper reinigen.  Am angenehmsten finde ich es, wenn ich die jeweilige Körperpartie direkt abtrockne. Hat was Rituelles. Kann man auch einfach mal einschieben. “
Stimmt, danke, wobei ich alleweil gar nicht abtrockne sondern das Wasser einfach verdunsten lasse und die Verdunstungskälte genieße.

In einer Zeitschrift gelesen: „Beim Duschen kann man sich schön vorstellen, wie all die Gedanken die unglücklich machen – Trauer, Hass, Enttäuschung, Sorge – mit abgespült werden und im Gully verschwinden. Danach ist man auch innerlich sauber.“
Hab ich probiert, hat geklappt. Danke.

Ein Tipp von H.: „Dann hab ich noch einen Tipp zum Thema Wasser sparen. Jetzt wo es langsam knapp wird, die Flüsse austrocknen etc. Ich nehme zum Abwaschen Urseife (aus Olivenöl, das verseift wurde)Dieses Wasser kann man dann zum Blumen gießen nehmen. Die Firma Bioeck aus Berlin verkauft diese Urseifen.“
Danke.

Wasser, mit dem ich Salat und Obst gewaschen habe, oder auch meine Hände oder die Handgelenke gekühlt, das kippe ich dann gerne in das bißchen Grün vor dem Haus.

Gewinn für die Umwelt: Weniger Resourcenverbrauch, mehr Wasser für das durstende Grün um dich herum.

Dein Gewinn: Geld gespart, Sorgen los, mehr Grün in deiner Straße – und auch morgen noch genug Wasser.

3 Punkte


mal was Anderes

Dübellöcher oder Nägel in der Wand, das kann ich auch einfach so lassen. Mei. Wer ist schon perfekt?

Mein Mann würde die Löcher allerdings füllen und die Nägel rausziehen mit allem was dazu gehört. (Zeit, Energie, Spachtelmasse, und dann womöglich auch noch drüber streichen).

Meinen Vorschlag hat er dann aber gerne akzeptiert:

blog

Ich stecke Fundstücke vom Flohmarkt, Anhängsel von Geschenken oder auch den Trostpreis vom „Hau den Lukas“ in die Löcher. Oder hänge Kleinigkeiten an den Nägeln auf. Kitsch as Kitsch can.

Eine Freundin findet es „einfach zauberhaft“, eine hätte es gerne nachgemacht, aber leider kam der Tipp zu spät, eine findet es doof und eine ist so höflich, einfach drüber hinweg zu sehen.

Mir gefällts gut. Und dir? Schreib mir doch mal, bitte.

Gewinn für die Umwelt: Wie meistens, Sachen verwenden, die schon da sind spart Resourcen.

Dein Gewinn: Pimp up your flat, mehr Freizeit.

1 Punkt


 

 

Gelassenheit

Tja, immer wieder werde ich angesprochen, dass das, was ich hier schreibe nicht wirklich was bringt. Das sei alles zu „labbelich“. Schönes Wort. Also gut, hier ein Vorschlag für diejenigen, die gerne etwas mehr tun würden:

Meine Umweltsünde, eine meiner Umweltsünden, ich kaufe gerne im Elsaß ein. Essen vor allem, aber wenn ich schon mal da bin…

Und die Franzosen haben jetzt (genaugenommen ab 01.07.2018) die zulässige Geschwindigkeit für Landstraßen reduziert. Von 90 km/h auf 80 km/h. Fallen mir gleich ein paar Gründe ein: weniger Sprit, weniger Abgase, weniger Tote und Verletzte. Es ist aber gar nicht so leicht, das einzuhalten, vor allem wenn mensch unsere 100 km/h gewohnt ist. Aber da mein Französisch nicht reicht, um mit einem französischen Polizisten zu diskutieren streng ich mich halt an. Andererseits ist das Fahren so viel entspannter. Es gibt deutlich weniger Gründe zu überholen. Und der Blick kann schon mal auf die Wiese schweifen um nach Störchen zu suchen. Eigentlich schön.

Und jetzt kommt der Vorschlag: Vielleicht machst du das ja eh. Aber vielleicht ist es für dich eine Herausforderung. Nur so schnell zu fahren, wie es die StVO hergibt. Und dabei möglichst wenig zu bremsen. Also vorausschauend zu fahren. Vielleicht findest du das auch entspannend, vielleicht merkst du, dass du nicht wirklich mehr Zeit brauchst, aber weniger Sprit. Und der Stau ist immer hinter dir 🙂

Und wenn das noch immer nicht schwer genug für dich ist, mach das doch mal, wenn deine Freunde mit im Auto sind. 😉

Gewinn für die Umwelt: Bei mir waren es 1 Liter Sprit weniger auf 100 km.

Dein Gewinn: Vielleicht 1 Liter Sprit weniger auf 100 km/h bei 1,50 € pro Liter.

Jedes Mal 2 Punkte


 

Von weit her…

Wenn du ein Geschenk suchst, schau doch mal in den Weltladen.

Da findest du viele interessante Sachen. Vom Tee über Klamotten zu Geschenkpapier, Musik und Naschwerk, Tassen und den Kaffee dazu.

Das Angebot variert natürlich sehr.

Was mir daran gefällt? Es ist Ungewöhnliches, was ich da finde. Es ist oft erstaunlich günstig. (Ok, nicht alles, zum Beispiel ist das Weltladen-Nutella um Einiges teurer. Aber es schmeckt auch viel besser, sagt mein Mann). Vieles ist nicht nur fair sondern auch bio. Also doppelt gut in meiner Weltsicht.

Und natürlich gefällt mir eben das Faire. Der faire Preis, der den Herstellern erlaubt, ein Leben mit mehr Würde zu führen, als wenn sie für die Multis arbeiten.

Und was ist daran öko? Wenn die Ware aus Afrika kommt, oder aus Südamerika, oder aus Asien?

Auf den ersten Blick ist das nicht öko, auf den 2. Blick auch nicht. 🙂 Regional wäre natürlich besser. Aber mal ehrlich: Wie viel von den Dingen die du kaufst stammen aus deiner Region? Und wieviel kommt denn eh aus Afrika oder Südamerika oder Asien?

Und mit dieser Frage im Hinterkopf wird der Weltladen wieder attraktiv.

Gewinn für die Umwelt: Nur sehr schwer zu begründen.

Dein Gewinn: Interessante Geschenke für einen guten Preis und ein gutes Gefühl

Für mal reinschauen: 1 Punkt.

Für dort kaufen: 5 Punkte


 

halbe halbe

Geiz finde ich nicht geil. Bin gerne großzügig, zahl auch gerne den fairen Preis.

Andererseits:

Manchmal ist weniger wirklich besser. Und nicht nur beim Öl in der Pfanne, bei der Butter aufm Brot und beim Zucker im Tee oder Kaffee.

In einem schlauen Buch hab ich mal gelesen, mensch solle mal probieren, ob die Hälfte nicht auch reicht:

Nur halb so viel Waschmittel, Duschgel, Putzmittel, Shampoo, Bodylotion, Spülmittel… Und man könne diese Hälfte oft auch noch mal halbieren.

Und was soll ich sagen, ja, oft reicht die Hälfte. Nun ja, bei der Schokolade klappts noch nicht 😉

Gewinn für die Umwelt: Wow. Da hast du wirklich eine große Auswirkung auf die Kläranlage.

Dein Gewinn: da kannst du echtes Geld sparen – und evtl. sogar Pfunde loswerden.

Jedesmal 1 Punkt


 

einfach leben

klingt einfach, oder? Isses aber nicht unbedingt. Wenn du noch ein paar Anregungen suchst, hab ich vielleicht was für dich.

Meine Mitsängerin U. hat mir dieses Buch empfohlen:

Lina Jachmann: Einfach Leben, Buch

Gibt viele Bücher mit diesem Titel, der ja auch sehr schön zweideutig ist.

An diesem Buch hat ihr gefallen, dass wer mit wenig lebt auch wenig weg wirft.

Ich habs noch nicht gelesen, weil ich es noch nicht second hand bekommen habe. Steht aber auf meiner Liste. Der Tag wird kommen.

Danke, liebe U.

Gewinn für die Umwelt: Weniger Konsum, weniger Verbrauch von Rohstoffen, Energie, weniger Umweltzerstörung, mehr Leben

Dein Gewinn: Mehr Zeit, mehr Geld, weniger Aufbewahren, mehr Luft zum Leben, einfacher leben

Fürs Lesen 1 Punkt, fürs second hand noch ein Punkt, fürs Umsetzen 5 Punkte.

Und wenn du weitere gute Tipps zu diesem Thema hast, bitte schreib mir. Ich freu mich.

Danke


 

Nutzen statt besitzen

Das ist ja der neue Trend: Dinge nicht besitzen sondern nur nutzen.

Zum Beispiel Bücher oder CDs, falls du diese Dinge noch gerne in die Hand nimmst und nicht schon alles auf elektronisch umgestellt hast.

Dann kannst du in die nächste Bücherei gehen und dir das leihen, das du gerne konsumieren möchtest. Wenn die schlecht zu erreichen ist oder dir das Angebot nicht zusagt – bleibt dir dann doch nur der Kauf? Und danach das Aufbewahren? Oder  die Tonne? Oder Verschenken?

Nee, guck mal zu einem Tauschring wie  Tauschticket oder zu booklooker oder zu einem der vielen anderen Börsen für gebrauchte Waren. Klar ist das mit Aufwand verbunden, aber du sparst viel Geld und kriegst auch Dinge, die schon nicht mehr lieferbar sind. Bis jetzt habe ich da fast nur gute Erfahrungen gemacht, was ich erwerbe ist meistens in Ordnung, wenn ich was verkaufe krieg ich mein Geld. Unterm Strich eine feine Sache.

Und die Post freut sich auch 😉

Gewinn für die Umwelt: Vorhandene Dinge nutzen, selbst oder eben ein neuer Besitzer, spart wieder mal Resourcen. Dinge sollten wandern können statt nur im Regal zu verstauben.

Dein Gewinn: Du sparst Geld und es befreit auch irgendwie, das los zu lassen, was ich du nicht mehr verwenden willst.

Angeblich macht das auch schlank. Den Zusammenhang versteh ich zwar nicht wirklich, er ist aber wohl erforscht und erwiesen. Leute, die alles aufbewahren sind oft auch dick.

1 Punkt


 

Baden oder Duschen

Ich geb es ja zu. Ich bade lieber.

Für mich ist das Wellness, relaxen, und Gesundheit. Ich mags richtig heiß und habe damit den gleichen Gesundheitseffekt wie ein  Saunagang. (Und wenn du nicht in die Sauna darfst, naja, die Temperaturregelung ist in deiner Hand).

Duschen, das ist effizient, ratzfatz und super, wenn ich die Haare waschen will.

Also oeko darf ich meine Badefreunden aber kaum zugeben. So oft lese ich, dass Duschen soooo viel Wasser spart, im Vergleich zur Wanne. Mein lokaler Wasserversorger spricht von 4  Minuten, die ich duschen kann statt baden. Erscheint mir kurz, naja.

Meine Rechnung geht so:

Ich dusche und das Wasser ist weg. Ich bade und das Wasser bleibt in der Wanne, bis ich den Stöpsel ziehe.

Ich dusche und das warme Wasser ist fort und und heizt das Bad der Kanalratten – Ich bade und das Wasser gibt die Wärme langsam ab und heizt mir das Badezimmer.

Ich dusche und der gute Duft des Duschgels ist fort, wieder bei den Kanalratten – Ich bade und das Wasser parfümiert mir die halbe Wohnung.

Ich dusche und wie gesagt das Wasser ist fort – Ich bade und kann das Wasser noch für die Toilettenspülung nehmen. Diese Toilette wird nicht mehr verstopfen. Und der Kalk und der Urinstein werden schön gelöst. Oder um den Abfluß von Dusche und Waschbecken durchzuspülen. (Ich sage nur Wassersäule). So spare ich auch noch Reinigungschemie und Abflußbefreier.

Und, ganz ehrlich. Seid ich nicht mehr unter Tage arbeite bin ich auch nicht wirklich dreckig wenn ich in die Wanne steige.

Gewinn für die Umwelt: Letztendlich sparst du so Wasser und Chemie und Energie. Alles was du brauchst ist ein wenig Zeit.

Dein Gewinn: Ein gutes Gefühl, weniger blöde Putzarbeit

5 Punkte


 

macht Spaß

Dir ist kalt?

Statt die Heizung höher zu drehen, dreh die Musik an und tanze, als ob dir keiner zuschaut.

Spiel die air guitar

Sei ein Star

Gewinn für die Umwelt: du sparst Energie und Abgase

Dein Gewinn: gute Laune, ein paar Gramm weniger, du lernst vielleicht deine  Nachbarn kennen

5 Punkte