Purer Aktionismus

Letzte Woche habe ich nix geschrieben, weil:

Wir kamen am Sonntag Abend nach Hause, nach einem schönen Wochenende. Und als ich anfangen wollte zu schreiben hatten wir noch Sport Spiel Spannung zuhause. Markus und ich hatten Sport, die Katze Spiel und für die Maus war es spannend. (Sie kam lebend aus dem Haus, wie es dann mit ihr weiter ging? Keine Ahnung).

Am Montag habe ich dann die Gelegenheit benutzt, da schon mal die Möbel von den Wänden gerückt waren, und habe dahinter sauber gemacht. (hat sich auch rentiert)

Dienstag war überhaupt kein guter Tag – und so ging es weiter.

Gestern hat mich der Kater dann ins Gesicht gebissen. Leider wird der Kerle mit dem Alter aggressiv. Wenn jemand einen guten Tipp hat wie wir den wieder schmusig kriegen bin ich sehr dankbar.

Aggression und Ablehnung ist ja eh wieder „in“. Ob USA gegen den Rest der Welt, innerhalb der Familien, unter Freunden und auch auf der Arbeit. Irgendwie zeigen gerade viele ihre Zähne und Klauen.

Da fühle ich mich ausgesprochen hilflos. Und dann, dann mache ich was, was auch nur im Winzigen hilft: Ich gehe spazieren und sammle Müll ein. Geht auch ganz schnell, die Tüte ist ratzfatz voll.

Global gesehen purer Aktionismus. Lokal gesehen eine kleine Verbesserung. Nach dem Motto: Nicht über die Dunkelheit jammern, eine Kerze anzünden. Zumindest mir gehts dann ein wenig besser.

Bonus-Track: Leselernhelfer. Wenn auch du ein Kerzchen anzünden möchtest.


 

2 mal an der Tonne vorbei

Endlich liegt auch bei uns ein wenig Schnee. Und die Zeit, endlich mal wieder die ganzen Pflanzen umzutopfen ist noch nicht da.

Die Zeit, für schöne Töpfchen zu sorgen schon. Und ich mag schöne Töpfchen, weil im Übertopf haben bei mir nur Sumpfpflanzen eine Chance, ich gieße einfach zu viel. Und so beklebe ich die Plastiktöpfe, in denen ich Pflanzen kaufe, gerne. Und es liegt ja so einiges rum, an Schnüren und Stoffen. Sogar einen alten Fächer habe ich verwendet. Und ich habe gelernt, wasserfesten Kleber zu nehmen 😉

 

Ich liebe es, Ableger zu nehmen und einzupflanzen. Klappt nicht immer, leider. Aber oft. Ich tauche die Wurzeln oder Schnitte in Buchenholzasche (der Nachbar hat einen Kachelofen), damit gehts besser.

Und kaum sind ein paar Monate rum, habe ich viele kleine Geschenke für nette Leute.

Gewinn für die Umwelt: Selbermachen spart am meisten Ressourcen.

Dein Gewinn: Du entwickelst deinen grünen Daumen. Und hast sehr individuelle Geschenke.

5 Punkte

Bonustrack: Unterstützernetwork


 

Schalen

Schalen gehören zu den Dingen, die wir zuviel wegwerfen, statt zu nutzen.

Ein paar Beispiele:

Zitronen:

essen, oder klein schneiden und ab in die Toilette, das löst den Urinstein und den Kalk. Oder in verkalkte Vasen. Für die Armaturen im Bad nehme ich das nicht mehr. Das greift das Chrom an und dann Dankeschön.

Orangen

können (wenn es Bioware ist) getrocknet und als Tee verwendet werden, oder zum Aromatisieren von Suppen/Soßen, Wasser usw.

Bananen

sind ein erstaunlich guter Dünger für Rosengewächse. Kleinschneiden und ab aufs Beet.

Äpfel und Birnen

esse ich lieber geschält. Die Schalen können frisch oder getrocknet (zusammen mit dem Kerngehäuse) zum Tee aufgekocht werden.

Mit Zwiebelschalen

kannst du wunderbar färben. Ich hatte mal (ungewaschene) Schurwolle gekauft, weil ich das Spinnen erlernen wollte. Das Garn habe ich dann mit Zwiebelschalen gefärbt. Gab einen wunderbaren Rostton. Der Pulli roch dann intensiv nach Lammkeule mit Zwiebeln 🙂

Kartoffelschalen

entkalken angeblich. Klappt bei mir nicht. Ob es an den Kartoffeln liegt, am Kalk oder an mir???

Von einer Kaffeerösterei

habe ich einen ganzen Sack voll kleiner Schalen bekommen, die beim Kaffeeröster von den Kaffeebohnen abgehen. Die Rösterei sagte, das sei ein super Dünger, und würde die Pflanzen stärken gegen Blattläuse und andere „Mitesser“. Das Experiment läuft noch.

Und klar, aus Schalen von Spargel

kannst du Spargelsuppe kochen und aus den Schalen von Möhren, Kohlrabi, Sellerie und Anderem eine super Gemüsesuppe.

Für weitere Ideen bin ich dankbar, bitte schreibe mir.

Dankbar

wäre ich auch für ein wenig Unterstützung. Ich komme mir vor, wie die Ruferin in der Wüste. Wenn dir gefällt was ich hier schreibe, bitte sag es weiter.

Gewinn für die Umwelt: Verwenden statt wegwerfen spart jede Menge Müll, oft Transportkosten und Chemie.

Dein Gewinn: Experimente können dein Leben bereichern.

3 Punkte


 

Regional

Du bist ja wahrscheinlich schon ein Öko, sonst würdest du das nicht lesen, nehme ich zumindest an. Und von daher ist dir die Bedeutung  des regionalen Einkaufs – kurze Transportwege und mehr Transparenz – bekannt.

Es gibt aber noch mindestens zwei ganz sachliche und ökonomische Gründe, regional zu kaufen.

  1. Der Staat hat bestimmte Aufgaben zu erfüllen und dafür braucht er Geld. Das kriegt er über Steuern und Abgaben, weitestgehend. Wenn jetzt der Gewinn aus deinem Einkauf aber nicht in deinem Land und in deiner Gegend versteuert wird, sondern Amerika wieder groß macht (zum Beispiel), dann fehlt hier die Einkommenssteuer und die Gewerbesteuer und die Dingsbumssteuern fehlen auch. Und was macht der Staat dann? Genau: Er kürzt Leistungen und/oder erhöht Steuern und Abgaben. Und so bezahlst du schon mittelfristig mehr, als dir das Internet-Schnäppchen spart.
  2. Aber auch du und die Region, in der du lebst, braucht den Gewinn hier. Wenn du überregional einkaufst, dann ist das Geld weg. Vom Umsatz wird ein Teil genommen, um die Kosten des Händlers zu decken, ganz klar, aber seinen Gewinn, den gibt er irgendwo aus. Und wahrscheinlich nicht da, wo du wohnst. Wenn du aber regional und lokal kaufst, dann bleibt auch der Gewinn hier. Wenn du also dein Auto hier kaufst, dann kann der Autohändler hier sein Personal bezahlen, und die Handwerker, er wird hier beim Bäcker einkaufen, und in der Apotheke, vielleicht gönnt er sich eine Haushaltshilfe, geht abends hier ins Kino oder zum Essen. Das Geld wird hier wieder ausgegeben und bleibt so hier.
    Ach, du arbeitest beim Bäcker? Na, dann 🙂

Es gibt gute Gründe, nicht regional zu kaufen, das weiß ich auch. Vielleicht gibt es das hier nicht, was du gerne haben möchtest, oder du kannst gerade wirklich nicht offline einkaufen. Und ich bin eh nicht für „ganz oder gar nicht“-Lösungen. Aber erstaunlich oft geht’s offline – und das Lächeln dazu gibt’s gratis.

Gewinn für die Umwelt: Kurze Transportwege reduzieren Transportschäden.

Dein Gewinn: Du erhältst dir eine lebenswerte Region.

Jedes  Mal 1 Punkt

Bonus-Info: Wir haben im Jahr 2018 mit 2 Personen, einer Katze und kleinem Garten 56 Kubikmeter Wasser gebraucht. Der Bundesdurchschnitt 2016 für eine Person lag bei 45 Kubikmeter Wasser. Wie wir das gemacht haben? So:

Nachträge zum Thema Wassersparen

Baden oder Duschen


 

Seifenstücke

Leben in Frankreich krieg ich leider nicht, aber viel Frankreich im Leben, dass gönne ich mir schon. Hab ich ja schon gestanden.

Und da hab ich auch gerne Duschgel mitgenommen. Bis mich meine französische Freundin, sie, darauf, äh, aufmerksam gemacht hat, dass ich als Öko doch besser Seife nehmen sollte, schon wegen der Plastik Verpackung. (Sie geiert immer auf meinen Einkaufszettel, und weil ich ihr gerne was mitbringe, aus ihrer Heimat und sie das dann auch bezahlen will „Gute Rechnungen machen gute Freunde“, kriegt sie den auch immer wieder Mal in die Finger).

Oui, Joh, hat sie ja recht, hab ich mir gedacht und auch gleich ausprobiert. Geht gut. Und die Pflanzenölseifen, die ich nehme, die fetten schön nach, da spar ich mir die bodylotion. Und schön ergiebig sind die auch.

Aber weil ich ja lieber bade statt dusche, außer ich will mir die Haare waschen, hab ich die Seife auch gleich für die Haare benutzt. Nicht lachen bitte! Weil, die Seifen fetten wirklich schön nach. Und die Haare  waren danach – schön fettig. Also gut, lach mich aus. Versuche gehen auch mal schief. Und wenn ich vorher schon so schlau wäre, wie meine Freundinnen hinterher…

Also, für Haare gibt’s natürlich Haarseifen. Hab ich aber keine Erfahrung mit.

Seifen eignen sich aber auch prima zum Wäschewaschen. Und die traurigen Reste, die auch nicht mehr so richtig schäumen, die nehm ich dann für die Waschmaschine. Allerdings bin ich viel zu faul, die dann zu reiben/verkleinern und in Wasser aufzulösen. Ich pack die in ein Organzasäckchen und das lege ich dann mit in die Trommel. Und nach der Wäsche ist das leer, die Wäsche ist sauber und duftet ein wenig nach der Seife.

Wegen der Menge: Ausprobieren 🙂

Bonustrack: statt wechschmeisse

(ich kann auch kein Holländisch, aber ich hab die Sprachumstellung gefunden und du findest die auch)

Gewinn für die Umwelt: Viel weniger Plastik, kein Mikroplastik, Naturmaterialien statt Chemie

Dein Gewinn: Ein gutes Gefühl, für die Seele und die Haut.


 

 

Werbung

Argh!!!! Werbung, da hab ich nun wirklich was dagegen.

  1. Werbung weckt nur Wünsche, die ich sonst nicht hätte. Und wenn ich was will kann ich ja immer nachfragen oder im net nachschauen. Werbung kann richtig arm machen.
  2. für 100 g Papier braucht mensch angeblich 1 kg Holz. Und für 1 kg Holz braucht mensch angeblich 2 kg Baum. Und all die Werbung für Sachen, die ich gar nicht will sorgt dafür, dass jede Menge Bäume gefällt werden. Als wir hier nach W…heim gezogen sind landete ungelogen 3 mal die Woche so ein Werbebigpack im Briefkasten. Und dann sofort ungesehen in der Papiertonne. Und dann all die Kataloge und Briefe an die „Anwohner von xxx- Strasse 999“.
  3. Online nervt mich Werbung auch. Werbung wird ja oft geladen, bevor der interessante Inhalt der Seite erscheint. Und bei einer lahmen Internetverbindung (wir wohnten lange auf dem Land, noch dazu am Ortsrand, noch dazu am Rand des Bundeslandes. Da fühlte sich kein Anbieter irgendwie motiviert, schnelle Leitungen zu legen. Da hatte ich immer eine Nagelfeile neben dem PC. Nicht dass es so schneller ging, aber ich hatte Ablenkung während ich wartete. Und immer ziemlich kurze Nägel!), also bei einer lahmen Internetverbindung, da kostet online-Werbung echte Nerven, Zeit und Geld.

Und darum habe ich was gegen Werbung:

Am Briefkasten wirkt der Aufkleber, dass wir keine Werbung wollen echt Wunder. Gelegentlich, bei neuen Austrägern, schicke ich dann halt ein mail an den Auftraggeber. Oder ich rede mit den Austrägern, wenn ich sie erwische. Auch die Post darf Werbung, auf der der Name nicht steht dann nicht einwerfen.

Und bei Werbung mit meinem Namen drauf hilft das m@aulen auch.

Und fürs net und fürs handy gibts viele Werbeblocker. Ich habe gute Erfahrungen mit der Schlange noscript gemacht oder mit dem Adblocker für safari aus dem App-Store.

Wow, so schön kann das Internet sein 🙂

Gewinn für die Umwelt: Weniger gefällte Bäume, weniger Stromverbrauch, weniger Papierherstellung und Farbverbrauch, weniger unsinnige Käufe.

Dein Gewinn: Ein entspannteres Leben. Weniger Müll in der Papiertonne, mehr Geld aufm Konto

Bonustrack: Der Insektenmann


 

Schon wieder Weihnachten

Ich komme gerade von der Probe für unser Weihnachtskonzert morgen. Da freue ich mich schon sehr drauf. Auch das ist Weihnachten: Viele Leute verwenden viel Zeit und Energie, um ihren Mitmenschen eine Freude zu machen. Und zwar ganz ohne Bezahlung. Kostet nix. Höchstens eine Spende für ein Community Projekt. Ganz ohne Kommerz.

Weihnachten ist ja schon ein wenig ins Gerede gekommen. Wegen all dem Kaufen und Schenken. Ein Kollege sagte gestern, er hasse Weihnachten, weil es eben nur noch Kommerz sei und nix mehr mit dem Ursprung zu tun hat. Für mich ist bei „Liebe deinen Nächsten“ aber dabei, Anderen eine Freude zu machen. Wie zum Beispiel in meiner Lieblingsweihnachtsgeschichte, die mir wieder eingefallen ist, als ich frierend in der Kirche stand und Weihnachtslieder trällerte.

Wo ich die Geschichte gelesen habe weiß ich gar nicht mehr, ist viele Jahre her. Dank dem Autor, unbekannterweise. Also:

Abendessen im Advent, Mutter, Vater, 2 Söhne. Der Kleinere, Tim, verschüttet seinen Saft. Der Größere, John, macht sich über Tim lustig: „Der ist ja so blöd, richtig doof ist der.“ Der Vater sagt. „Nee, der ist einfach nur kleiner als du.“
John: „Doch, der ist voll doof, der glaubt ja noch ans Christkind.“
Tim, schon mit zitternder Stimme: „Aber, aber, das Christkind gibt’s doch, oder? Das bringt doch bald die Geschenke, oder? Mama!!!!“
John: „Sag ich doch, der ist voll doooooooof!“
Der Vater, guckt genervt, die Mutter sagt: „Ja, Tim, das Christkind gibt’s und das bringt bald die Geschenke. Und du John, wie kannst du so gemein zu deinem Bruder sein? Du gehst jetzt sofort auf dein Zimmer. Nachtisch gibt es auch keinen, zur Strafe.“
John geht maulend auf sein Zimmer und futtert erst mal die 2 Müsliriegel, die er am Morgen vorsichtshalber da versteckt hat.
Am nächsten Tag, im Schulbus, erzählt er seinem besten Freund: „Gestern morgen habe ich zufällig gehört, wie Papa und Mama beschlossen haben, dieses Jahr den Rummel um Weihnachten nicht mehr mit zu machen. Das wäre ja nur noch Kommerz! Dabei ist der Timmi doch erst 4 Jahre alt.
Aber ich habe Weihnachten gerettet! Und für nächstes Jahr fällt mir auch noch was ein!“

Weihnachten kann – ökologisch betrachtet – eine echte Plage sein. Aber es kommt drauf an, was du draus machst. Und glückliche Menschen kaufen weniger Kram.

Frohes Fest.

Bonus: nochmal Kinderpower

Ausnutzen die Zweite

Über Reste in der Küche habe ich schon geschrieben. Heute geht es um das Badezimmer. Auch hier gilt: Ausnutzen ist super und nicht moralisch verwerflich (im Gegensatz bei Menschen).

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Mein wichtigster Helfer dabei ist die Tubenquetsche.

Das gute Stück habe ich mal für 8 Mark (!) gekauft, und dachte noch, naja, rechnen wird sich das wohl nicht. Das ist jetzt mindestens 16 Jahre her und sie funktioniert immer noch prima. Bezahlt gemacht hat sie sich schon lange.

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Denn die holt wirklich fast den letzten Rest aus den Tuben, die mensch ansonsten schon für fast leer halten würde.

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Dabei ist noch jede Menge drin, was ich nach ein wenig Fingergymnastik noch (aus-)nutzen kann. Als Mensch mit einer ausgeprägten Rechts-Links-Schwäche muss ich allerdings immer überlegen, in welche Richtung ich kurbeln muss. Aber mei!

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Und nach dem Quetschen ist die Tube oft noch ein Drittel voll. Bingo!

 

Und wenn ich dann denke, jetzt ist aber wirklich alles draußen, dann schneide ich die Zahnpastatube auf und nehme den allerletzten Rest zum Putzen. Das was die Beläge von meinen Zähnen entfernt, dass rubbelt auch Kalkränder oder Seifenränder ab.

Disclaimer: Ich will hier keine Werbung machen für diese Zahnpasta oder diese Tubenquetsche. Faulheit hat verhindert, dass ich die Beschriftung unkenntlich gemacht habe.

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Ersatzproduktion, weniger Transportlasten.

Dein Gewinn: Gut gegen Stress und Frust, spart dir jede Menge Geld

2 Punkte

Bonustipp: Kaufen und Spenden


 

Strom sparen

Die Beleuchtung haben wir ja schon sparsamer gekriegt. Die Heizung vielleicht auch. Kühlschränke und Herde, jedoch…

Da hilft ein wenig Planung.

Dass ich den Backofen gerne als Heizung verwende habe ich schon geschrieben:

Müsli

Meistens geht dann noch ein Topf mit rein: Backofen, die Zweite. Neulich habe ich so Milchreis gegart. Mit Milch erst mal auf dem Herd aufgekocht, gesüßt und gewürzt und dann ab zum Kuchen in die Röhre. Sehr lecker.

Einweichen spart auch jede Menge Zeit und Strom. Hülsenfrüchte und Getreide zum Beispiel. Mit Reis probiere ich das auch noch. Ich koch ja wirklich gerne, aber das Warten, bis das Nomnom endlich gar ist, das brauche ich nicht so.

Und beim Kühlschrank? Da lasse ich die Sachen ganz ruhig und gemütlich auftauen, die ich morgen essen will. Da hat der Kühlschrank erst mal Pause. Und fürs Essen ist es eh besser, wenn es langsam tauen darf.

Gewinn für die Umwelt: Du sparst Strom.

Dein Gewinn: Du sparst Strom und Zeit.

1 Punkt

Bonustrack: fast kostenloses Recycling von Kleingeräten

Schade, die Post hat diesen Service eingestellt. 😦 Kleingeräte also zum kommunalen Wertstoffhof. Stand: 13.01.2019


 

An der Tonne vorbei

Schrottbasteln die Zweite
Von meiner Liebe zum Schrottbasteln habe ich ja bereits geschrieben:
Schrottbasteln

Und dazu nun der nächste Vorschlag. Und zwar mit Korken von Weinflaschen. Da fallen ja eine ganze Menge an, im Lauf der Zeit. Zumindest bis alle Winzer umgestellt haben auf Schraubverschlüsse.

Daraus lassen sich schöne Pinwände fertigen. Zum Beispiel so: Ich klebe die Korken mit der Heißklebepistole auf ein Brett.

Ganz besonders stolz bin ich darauf, dass ich endlich mal erst die Löcher für die Aufhängung gebohrt habe, wie du sehen kannst. Geht natürlich nachher auch noch, aber eben nicht mehr so leicht.

 

 

Meine gesammelten Korken. Naja, ein paar mehr waren es schon. Ich dachte, das langt locker.    

 

 

Aber nein, es hat nicht ganz gelangt. Macht aber nix. Erstaunlich viele Menschen heben die Korken auf. Wenn sie erst mal mitkriegen, dass du damit was anfangen kannst, hast du bald mehr als dir lieb ist.


Ich habe auch schon in Restaurants gefragt und welche bekommen.

Hast du eine Idee für Kronkorken? Da habe ich nämlich auch schon gesammelt. 🙂

Gewinn für die Umwelt: Resourcen schonen.

Dein Gewinn: macht Spaß, ist individuell.

5 Punkte

Bonustrack: Der onlineshop von Menschen für Menschen


 

Weihnachten, die Zweite

Heute noch mal zum Thema Verpackung.

Was mich (und nicht nur mich) gerade fasziniert, das ist die japanische Kunst, Dinge in Stoff zu verpacken. furoshiki. Eine schöne Seite dazu ist, z.B.

furoshiki

Aber im net findest du noch viel mehr Seiten zu diesem Thema.

Und Stoff kann ja alles Mögliche sein: Schals, Halstücher, Geschirrtücher, Taschentücher, Handtücher, oder wirklich einfach ein schöner Stoff, über den sich Näherinnen und Bastler freuen.

Ich hab mir mal für alle Fälle ein paar Halstücher aus dem second hand Laden besorgt. Und was soll ich sagen, die gleiche Idee hatten Andere auch schon. 🙂

Kalenderblätter eignen sich auch prima, und da liegen bei mir (und nicht nur bei mir) noch etliche von den Vorjahren rum.

Aus Kalenderblättern kannst du auch mit etwas Geschick Geschenktüten selber falten und kleben. Ich habe mal eine Papiertüte auseinander gelegt und so ganz gut gesehen, wie die Knicke und Klebstellen liegen müssen.

Und, zu guter Letzt, aus Wollresten lassen sich schöne Geschenkbeutelchen häkeln oder stricken.

Viel Spaß

Gewinn für die Umwelt: Vieeel weniger Verpackungsmüll

Dein Gewinn: Weniger Kosten und mehr Spaß beim Verpacken

2 Punkte


Backofen, die Zweite

Jetzt mit der Röhre die Heizung zu unterstützen macht Sinn, vor allem, weil das Essen dann super duftet und schmeckt. So gibt das aber noch eine zusätzliche Möglichkeit, Strom zu sparen. Meist ist in der Röhre ja noch jede Menge Platz. Und wenn es mir ausgeht (wenn ich rechtzeitig und gut geplant habe), dann gare ich gleich noch ein zweites Gericht mit. Für morgen oder für den Vorrat. Eine Suppe, oder Gemüse, oder Kompott. Kleine Kuchen passen mit rein. Oder ein Getreidebrei für das Frühstück. Und das macht dann wenig Mühe, weil ich es kaum umrühren muss. Schmeckt auch besser, weil es eben nicht so verrührt wird.

Jetzt aber endlich zum Rezept: Clafouti

Clafouti ist ein französischer Auflauf, der ursprünglich mit Kirschen gebacken wurde. Und so wird er gemacht:

Du verrührst 3 Eier mit 3 Esslöffel Mehl, Zucker nach Belieben und ca. 300 ml Milch. Das gibt dann einen ziemlich dünnen Teig. Buttere die Auflaufform und lege die Kirschen hinein. Dann gießt du den Teig darauf und lässt das Ganze für ein paar Minuten stehen. Im Idealfall schwimmen die Kirschen dann oben. Ab in die Röhre (ca. 180 Grad) und da bleibt das dann für 45 bis 60 Minuten. Wie beim Kuchen verrät dir die Stäbchenprobe, ob der Clafouti gar ist.

Das Schöne am Clafouti ist, dass deiner Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Geht mit vielen Sorten Mehl, Quark oder Yoghurt statt Milch, jeder Sorte Obst, Trockenfrüchten (dann evt. mehr Milch), Nüssen. Geht auch würzig mit Gemüse und Käse. Und ist daher ein wunderschönes „Rumfort“-Essen.

Bon appetit

Bonustrack: end the cage age

Gewinn für die Umwelt: Du sparst Strom und verwertest Essensreste

Dein Gewinn: Du sparst Zeit

5 Punkte

 

Jingle bells

Es ist Anfang November. Und so denke ich langsam an Geschenke. Ökologisch zu schenken kann schon eine Herausforderung sein. Vor allem, wenn ich Altmodische (also Nicht-Ökos) beschenken will.

Meine französische Freundin ist da knallhart. Sie verschenkt nur Sachen, die die Leute verbrauchen. Sie hat schon Großpackungen Waschmittel verschenkt und einmal 50 Rollen Klopapier. Das stößt nicht gerade auf Gegenliebe. Ich hab Glück, für  mich geht sie sogar in den Bioladen (Isch glaube nicht an Bio, aber für Disch mache ich) und schenkt mir dann Olivenöl oder einen guten Essig.

Was ein schönes Geschenk sein kann, sind selber aromatisiertes Öl, oder Essig oder ein selbst gekochtes Chutney oder ein selbst angesetzter Likör. Das muss ja alles ein paar Wochen durchziehen, aber bis Weihnachten klappt das.

Zum Beispiel Öl: Rosmarin, Chillies, Salbei, Basilikum, Thymian oder Knoblauch. Gut macht sich auch Zitronenöl mit getrockneten Zitronenschalen. Oder ein Steinpilzöl mit getrockneten Steinpilzen.

Zum Beispiel Essig: Himbeeren, Waldbeeren, Dill, Estragon, Minze oder wieder Zitronenschalen.

Oder einen Bratapfellikör, oder einen Orangenlikör.

Kürbischutney bietet sich jetzt geradezu an. Das schöne am chutney ist ja, das der Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind und du sehr individuell auf den Empfänger bezogen würzen kannst.

Gewinn für die Umwelt: Alles ökologischer als ein Stehrümchen aus Fernost.

Dein Gewinn: Allemal besser als 50 Rollen Klopapier 😉

5 Punkte

Umweg zur Mülltonne

Ich gestehe, ich bin so ein Sabberer.

Und ich klecker beim Essen. Und wie ich den

Milchschaum aus dem Mundwinkel bekomme

hab ich auch noch nicht gelernt. Und das bedeutet:

Ich brauch eine Serviette!

Früher haben sie ja alles in den Bach gekippt.

Müll, Schlachtabfälle, den Inhalt vom Nachttopf.

Und ein paar Meter weiter das Wasser aus dem Bach geholt.

Zum Waschen und Trinken. Kein Wunder, dass die

so oft krank waren. Hab ich immer gedacht. Aber: so viel

besser machen wir das auch nicht. Wir räumen das

schmutzige Geschirr in die Spülmaschine. Die

entsorgt das dann. Aus den Augen …Nur dass da bei uns

noch der Abfluss und der Kanal und das Klärwerk

dazwischen ist. Aber letztendlich kippen wir noch immer

zuviel in den Bach.

Darum habe ich mir angewöhnt, mit der Serviette

Teller und Töpfe und Schüsseln grob zumindest von fettigen

Resten zu befreien. Kleine Mühe, großer Gewinn fürs Klärwerk,

den Bach und so auch für unsere Gesundheit.

Gewinn für die Umwelt: Die Serviette spart jede Menge heißes Wasser und Spülmittel, das Klärwerk wird mit dem Abwasser leichter fertig.

Dein Gewinn: letztendlich der Selbe 🙂

1 Punkt


Dialoge

Das kennt ihr bestimmt auch: Ihr redet über Umwelt mit Menschen, die eure Sicht nicht teilen. Und das sieht dann zum Beispiel so aus:

Er: Du bist aber komisch drauf

Ich: Nö, ich bin nur meiner  Zeit voraus (alternativ: Ich bin Avantguard)

Sie: Du bist so eine richtige Spaßbremse

Ich: Wenn es dir wirklich Spass macht, andere zu gefährden oder zu schädigen, dann ja

Er: Du immer mit deinem ewigen Pessimismus, du bist so eine richtige Kassandra

Ich: das hoffe ich nicht, die hatte ja recht behalten

Sie: Mei, stell dich nicht so an, das bißchen wird ja wohl nicht so dramatisch sein

Ich: ah, du glaubst auch an die Verschwörungstheorie, dass es da 3 extrem reiche fiese Leute gibt (2 Männer und 1 Frau), die aus reiner Bosheit nix Anderes machen als nur Gift zu produzieren und das dann in die Luft und ins Wasser und ins Essen zu kippen?

Heute keine Punkte. Vielleicht hab ich dich wenigstens zum Lachen gebracht.

Außerdem sitzt ich heute an einem ganz anderen System, da klappt es mit der Formatierung nicht so

Schrottbasteln

Upcycling – oder Schrottbasteln – ist ein Trend, der im Kommen ist. Und eine meiner heimlichen und unheimlichen Leidenschaften. Und es hat natürlich auch mit dem Thema des letzten blogs zu tun. Das wertzuschätzen was man hat, nicht alles gleich wegzuwerfen, zu sehen, was sich noch daraus machen lässt.

Die Schmetterlinge aus Restpapier haben es mir schon lange angetan. Geht auch mit 2 linken Händen ganz gut, wird ja oft auch eingesetzt in der Geriatrie und im Kindergarten. Und für jemanden wie mich, der seit Kindergartenzeiten Probleme mit Schneiden, Falten und Kleben hat ist es Herausforderung genug.

Ich hab die mir bekannten Zutaten um die Aludeckel von Yoghurts erweitert. Ich mags halt, wenn es glänzt.

Meine halbe Wohnung hängt voll mit den Flatterern (siehe Tipp weiter unten, mit dem Verschönern von Dübellöchern).

Und sie machen sich prima als Anhang von Geschenken. Oder als kleines Dankeschön.

Und so gehts:

schmetterlinge

Gewinn für die Umwelt: mag ich schon gar nicht mehr schreiben, das Übliche

Dein Gewinn: macht Spaß, was Schönes zu schaffen

1 Punkt


 

Wert

Mein Vater sagte gerne: Es ist erst dann leer, wenn nichts mehr raus kommt. Das wollte ich natürlich nicht hören. Ich wollte mit dem großen Löffel in die volle Puddingschüssel und nicht die Angefangene auskratzen. Aber er hatte Recht.

Und so wandert vieles in die Tonne, was man mit etwas Fantasie noch gut nutzen kann.

Beispiele:
Der Sud, in dem die Gurken eingelegt waren gibt einen super Essig für Salate ab.
Das Öl, in dem Gemüse eingelegt war ist eine gute Basis für Saucen.
Der Rest Marmelade wandert bei mir in den Salat (den mag ich gerne ein wenig fruchtig).
Der hart gewordene Käse wandert grob geraspelt ins Omelett.
Ein wenig Wasser holt aus Ketchupflaschen den Rest heraus für Suppen oder Saucen.
Das Löffelchen Suppe, Gemüse oder Sauce mit ein wenig Quark verrührt gibt einen super Brotaufstrich.
Und die eine Kartoffel gibt mit viel Butter und (!) und crème fraîche und (!) geriebenem Käse „Aligot“, das ist französicher Kartoffelbrei und sowas von oberlecker. Bei uns kommt dann noch etwas Knoblauch und Gewürze dazu. (Genaugenommen sind es 3 Teile Kartoffel, 1 Teil Butter, 1 Teil crème fraîche und 1 Teil geriebener Käse). Kannst du kalt oder warm essen.

Was machst du mit deinen Resten?

Und wie kriege ich die Reste von Erdnußbutter oder Nutella aus dem Glas, so dass ich die noch nutzen möchte?

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Neuproduktion

Dein Gewinn: Extrem lecker essing, Spaß am Selbermachen, mehr Geld im Beutel

Jedes Mal 2 Punkte


 

Helden

Heute geht es mal um Leute, die mehr bewegen wollen als ich. Meine Helden. Unvollständige Aufzählung. Und nicht alles hat mit oeko zu tun, zumindest nicht auf den ersten Blick. Aber es geht um eine Welt mit weniger Konsum und trotzdem einem besseren Leben für viele:

Menschen für Menschen Die Organisation von Karlheinz Böhm, der leider schon verstorben ist.

Den großen buddhistischen Lehrer Thich Nhat Hanh, dessen großes Ziel es war, Frieden in die Menschen und in die Welt zu bringen. Und die Mönche und Nonnen seiner Kloster, zum Beispiel im Zentrum für angewandten Buddhismus in Waldbröl

Alle fröhlichen Chorleiter (hallo Rainer)

Menschen, die sich aktiv dazu beitragen, dass weniger Müll in den Meeren schwimmt. z.B. in Zusammenarbeit mit dem Nabu

Bäumepflanzer

Die große weltweit tätige Organisation Oxfam, (ja, da war doch mal so eine komische Geschichte in Afrika, gibts halt leider überall). Und alle, die ehrenamtlich Oxfam unterstützen. Mir persönlich gefällt vor allem Oxfam unverpackt da kann man Spenden verschenken. Lass ich mir immer wieder gerne was schenken.

Menschen, die mit viel Kreativität und friedlich ihre Meinung auf die Straße bringen: craftivism

Leute, die sich viele Gedanken machen, wie Plastik zu vermeiden ist, z.B. in blogs wie diesen

Ich bin froh, dass es euch alle gibt, ihr seid meine Helden, meine Motivation, meine Wissensspender.

Gewinn für die Umwelt: Wir alle zusammen können mehr bewegen, als wir heute noch für möglich halten.

Dein Gewinn: Schau dich um, vielleicht kriegst du einen Impuls

Diesmal 5 Punkte wenn du mir deine Helden mitteilst. 🙂


 

Tauschgeschäfte

Jetzt sollen ja die Münzen abgeschafft werden. Kann man von halten was man will. Ich zahl ja lieber bar, wegen dem Überblick. Aber gut. Das ist ein anderes Thema.

Da gehe ich gerne noch einen Schritt weiter und kehre lieber gleich zum altmodischen Tauschhandel zurück. Klappt nicht immer, aber in einer guten Nachbarschaft ganz gut.

Wir haben hier mit einer Nachbarin eine Kuchenbackcooperative. Funktioniert wunderbar. Entweder backen wir und geben 2 Stück über den Zaun – oder die Nachbarn backen.

Als diesen Sommer unser Pfirsich getragen hat als gäbe es kein Morgen haben wir den Überfluss mit Nachbarn und Freunden und Kollegen geteilt. Und im Gegenzug Trauben bekommen, Tomaten und Paprika, und Zwetschgen. (Und Kuchen).

Ausgelesene Zeitungen, Bücher und Magazine werden auch von Tür zu Tür gereicht.

Manchmal denke ich, wenn wir alle unseren Überfluss verschenken, dann ist die Welt ein ganzes Stück weiter.

Ein Bekannter hat bei jeder Feier einen Karton im Flur mit all den Dingen, die er gerne weiterschenkt – und seine Gäste bedienen sich beim Nachhause gehen. Macht auch so langsam Schule.

Gewinn für die Umwelt: Viel weniger Müll, da die Dinge viel mehr genutzt werden, weniger weg geworfen wird und weniger produziert wird.

Dein Gewinn: Es klingelt viel öfter an der Tür – und ein freundlicher Mensch fragt, ob du ein Stück Kuchen möchtest, ist doch herrlich, oder?

Jedes Mal 2 Punkte, beim Geben und beim Nehmen.


 

Benzin sparen (lassen)

An der roten Ampel das Auto ausmachen? Mein Mann ist nicht bereit, darüber auch nur nach zu denken. Muss er auch nicht. Ich weiß nicht wie er es macht, aber er hat eine eingebaute „grüne Ampel Schaltung“. Wenn er auf die Ampel zufährt, dann wird sie entweder rechtzeitig grün, oder sie bleibt so lange grün, bis er vorbei ist.

Ich bin höchstens grün vor Neid.

Hab mir aber fest vorgenommen, bei jeder Fahrt wenigstens einmal den Motor aus zu machen. Man kennt ja seine Kreuzungen. Meistens nutze ich die Ampel aber für Anderes: Nägel feilen (ja, mein Auto ist ein rollendes Nagelstudio), Musik steuern, Jacke ausziehen…

Aber zum Glück gibt es ja noch andere Möglichkeiten Sprit zu sparen, zwar nicht den eigenen, aber lokal. Bei jeder Fahrt einmal verzichte ich kurz auf meine Vorfahrt, geb Lichthupe und lass jemanden links abbiegen oder einmünden. Und blinke immer schön brav wie ich es vor langer, langer Zeit mal gelernt habe. So müssen die Anderen nicht so lange warten bis es für sie weiter geht. Und mal im Ernst: Selber ist mensch ja auch froh, wenn der Stau so an einem vorbei zieht und jemand ist endlich so nett und sorgt dafür, dass man wieder weiter fahren kann.

Gewinn für die Umwelt: Weniger Spritverbrauch und Abgase, weil Autos nicht so lange mit laufendem Motor stehen.

Dein Gewinn: Gutes Karma, evtl. ein anderes Miteinander im Straßenverkehr in deiner Region. So was steckt ja auch an.

Jedes Mal 1 Punkt


 

Stehrümchen und Hausgräuel

Wahrscheinlich hat fast jede*r zuhause Dinge rumstehen und liegen, die eigentlich gar nicht mehr willkommen sind. Und nicht alles hat einem gefallen, als es als Geschenk ins Haus kam. Aber zum Wegschmeißen ist es zu neu. Eine Freundin von mir nennt das dann Stehrümchen, eine andere nennt sowas Hausgräuel. Beides sehr treffende Namen. Nicht wirklich Hochdeutsch, aber gute Beispiele für die Schönheit der deutschen Sprache.

Und das Witzige ist ja: dem Einen sein Stehrümchen ist der Anderen ihr fehlendes Stück in der Sammlung.

Und da hilft: Eine Hausgräuelparty. Ähnlich wie eine Tupperparty nur ganz Anders:

Du lädst eine paar Freund*innen ein. Alle bringen genau 2 Sachen mit, die sie gerne loswerden möchten – aber eben nicht wegschmeißen.

Kaffee/Tee und Kuchen später gehen deine Freund*innen wieder mit genau 2 Sachen nach Hause. Im schlechtesten Fall mit ihren eigenen. Im besten Fall mit 2 „Oh nein wie süß/witzig/genau was ich schon immer wollte“ – äh – Stehrümchen.

Gewinn für die Umwelt: Müll gespart, Ressourcen geschont, keine Produktionsfolgen, kaum Transportgifte

Dein Gewinn: Es steht was Neues im Regal – und ein schöner Nachmittag war es auch.

5 Punkte


 

Müsli

Jetzt wird es ja am Abend schnell wieder kühler. Zumindest hier, wo ich wohne. Und da lass ich dann gerne die Röhre für mich arbeiten. Also, die vom Herd. 1 Stunde Küchenheizung bei rund 120 °C, das merke ich dann schon.

Gestern habe ich darum wieder Müsli gebacken. Und das mach ich so:

Ca. 100 ml Honig mit ca. 100 ml Öl in einem großen flachen Topf erwärmen, bis sich das Ganze gut verbunden hat. Nicht zu heiß. Dann rühre ich da ca. 500 g Haferflocken rein, würze das mit Zimtstange oder getrockneter Zitronenschale. Und dann kommen dann noch jede Menge getrocknete Früchte hinein und jede Menge Nüsse. Erstaunlicherweise schmecken da gesalzene Erdnüsse richtig gut drin. Weiß ich auch erst seit dem letzten Urlaub.

Dann kommt das Ganze für ca. 1 Stunde in die Röhre, bei ca. 100 °C bis 120 °C. Ist ja jeder Herd ein wenig anders. Wie wir alle 🙂 . Ein zwei mal umrühren, dass nichts verbrutzelt.

Das Schöne an dem Rezept ist, dass das mit allem Möglichen funktioniert: Sonnenblumenöl, Olivenöl, welches Öl du halt verwendest, egal. Haferflocken, Dinkelflocken, Reisflocken. Rosinen, Feigen, Datteln. Getrocknete Apfelringe. Walnüsse, Haselnüsse, Cashew, Nussmischungen. Marmeladenreste statt Honig. Nur Mohn oder Sesam schmeckt mir da nicht so gut. Und so werden die ganzen Vorräte wieder mal aufgebraucht. Wird ja alles nicht besser.

Das Ganze dann gut verschließen, dann hält das auch ein paar Tage. Wir futtern es aber immer ganz schnell auf. Weil: es ist total lecker. Damit bekam ich auch mal ein super Lob von Bruder und Schwager. „Das ist das beste Müsli, was ich je gegessen habe!“ Klar, sind ja auch genug leckere Sachen drin – und genug Kalorien.

Gewinn für die Umwelt: Statt Heizung an – Röhre an. Und statt Fertigfutter, das von weit her kommt und evtl. noch mit viel Konservierungsstoffen hergestellt wird und dann auch noch aufwendig verpackt ist, brauch ich viele Lebensmittel auf und „entsorge“ so meine Reste.

Dein Gewinn: Riecht gut, schmeckt gut und heizt ein wenig. Das ist doch eine ganze Menge. Und vielleicht kriegst du auch so ein schönes Lob.

3 Punkte


 

Lachen

Lachen ist meine einzige scharfe Waffe. Wenn ich lache ist alles gut. Wenn ich Andere zum Lachen bringen kann, ist vieles gut.

Auf der Arbeit habe ich zum Glück ein paar Kollegen, die fast immer einen neuen Witz auf Lager haben – und die mir in den Weg springen um diesen Witz zu erzählen, wenn ich wieder mal offensichtlich keine gute Laune habe. Und natürlich umgekehrt.

Und wenn ich dann an meinem Schreibtisch bin, lass ich die Schoki in der Schublade – manchmal zumindest.

Meine lieben Vorgesetzten sehen es nicht so gerne, glaube ich. Denen erzählt aber auch keiner Witze.

Zum selber lachen gehe ich fast täglich auf: https://icanhas.cheezburger.com/ Irgendwas zieht mir da immer die Mundwinkel wieder hoch.

Und für dich hab ich einen eher harmlosen Witz: Ich weiß ja nicht wo dein „falscher Hals“ ist. Da will ich schon ein wenig aufpassen.

Also: Ein Motorradfahrer, nennen wir ihn Markus,  stößt mit einem kleinen Vogel zusammen, einem Spatz. Weil der Markus ein netter Mensch ist hält er an und schaut, wie es dem kleinen Piepmatz geht. Und siehe da, der lebt noch. Also packt ihn Markus vorsichtig in eine Tasche, fährt wieder nach Hause und legt den bewußtlosen Vogel in eine Vogelkäfig und tut sogar noch etwas Brot und Wasser hinein.
Irgendwann muss er aber wieder weiter und lässt den Vogel allein. Der wacht auf, schaut sich um und denkt: Oh Hilfe, eingesperrt bei Wasser und Brot! Ich habe den Motorradfahrer umgebracht!!!!!!!

Warum ist das Öko? Glückliche Menschen kaufen weniger Kram.

Dein Gewinn: Alle lachen, bessere Stimmung – und du kriegst bestimmt auch mal Witze zurück. Und gut fürs Karma isses auch.

1 Punkt


 

 

Geschenke verpacken

Ein Geschenk macht verpackt viel mehr Freude – mir zumindest. Die Neugierde erwacht: Was da wohl drin ist? Vorsichtig schütteln, leicht drücken, schnuppern. All dies geht bei einer blickdichten Verpackung. (Ich bekam mal Ohrringe – in einer Camembertschachtel. Da war ich erst ein wenig nervös, geb ich zu). So ein nackiges Geschenk, naja, ist einfach nur der halbe Spaß.

Und Geschenke verpacken macht mir auch viel Spaß. Wer jetzt aber schon mal eine Geschenkauspackorgie bei einem Kindergeburtstag erlebt hat – ropf, reiß, wegschmeiß – der kann schon mal ins Grübeln kommen. Da zählt nur der Inhalt.

Und für Erwachsene gibt es dann doch viele Ideen wie Geschenke verpackt werden können, mit einer Verpackung, die auch noch Verwendung finden kann.

Von H. erreichte mich dazu folgender Vorschlag

da ich auch gerne umweltfreundlich lebe, habe ich hier eine Idee, die du gerne veröffentlichen kannst: statt Geschenkpapier zu kaufen, kann man Geschenkbeutel aus Alttextilien nähen. Die können dann von den Beschenkten immer weiter verwendet werden. Damit habe ich sogar schon ein Schaufenster vom Oxfam-Shop Nürnberg gestaltet (dort arbeite ich ehrenamtlich)

Oxfam find ich eh klasse.

Was mir zum Thema Verpackung eingefallen ist:

Geschirrtücher, Handtücher, überhaupt schöne Tücher.
Blechdosen von Cookies, Lebkuchen und Co. Führen dann noch schön in die Irre.
Eine Riesenladung Süßkram für den Kindergeburtstag hab ich mal in einer Laterne für die Mutter überreicht, alle glücklich.
Kartons mit schönem Papier beklebt.
Selber gebastelte Tüten aus Kalenderbildern.
Eine snoopy-Tasche gefüllt mit allerlei Kleinigkeiten als Nothelfer für den grauen Herbst. Der Freundin hat dann die Tasche am Besten gefallen…

Was nimmst du als Verpackung? Bin gespannt auf deine Ideen.

Gewinn für die Umwelt: Denk mal nur an Weihnachten – die Müllvermeidung wäre spektakulär.

Dein Gewinn: Macht Spaß, trainiert die grauen Zellen.

5 Punkte


 

 

super Idee

Eine liebe Bekannte (Frau K.) hat mir einen super Tipp geschickt. Entwickelt wurde die Idee noch dazu hier im Ort, ist also sogar regional 😉

Was für eine gute Idee, diesen Blog einzurichten und sich gegenseitig Tipps zu geben!
Deinen Gedanken, etwas ökologisch Sinnvolles zu verschenken, habe ich sofort umgesetzt! Meine Freundinnen bekommen nun „fregie“, es ist grünes feinmaschiges Netz in der Größe 29cm mal 35cm mit einem Zugband, darin kann man Obst und Gemüse einpacken, und das Personal an der Kasse kann den Inhalt sehen wie in einer Plastiktüte! Es ist immer wieder verwendbar und waschbar ! Es kostete in unserem Bioladen 2,99 Euro, ist aber auch im Internet zu finden unter www.fregie.de

Danke Frau K.

Was macht ihr so, um Plastiktüten einzusparen? Ich suche noch was für Tomaten, da habe ich immer Angst, ich matsche die dann und habe den Schmodder dann im Korb…

Gewinn für die Umwelt: riesig, weniger Plastik = weniger Erdölverbrauch, weniger Müll im Straßengraben und im Ozean.

Dein Gewinn: Das Ding sieht auch noch witzig aus, hab heute auch eines geschenkt bekommen, ist wirklich federleicht und kommt gleich beim nächsten Einkauf zum Einsatz.


 

Nachträge zum Thema Wassersparen

Es gibt ja immer noch Stimmen, die sagen, wir hätten genug Wasser, wir müssten nicht sparen.

Andererseits: Sparen kann ich nur, wenn ich mehr als genug habe. Sonst heißt es „Wasser rationieren“. Und dahin möchte ich eigentlich gar nicht kommen. Deshalb heute lieber sparen.

Also ein paar Nachschläge:

Reaktion einer Freundin auf: Wanne statt duschen, und dann das Wasser für die Toilette  nehmen: „Das macht meine Oma schon lange“.
Danke.

Reaktion einer Vereinskameradin: „Übrigens verbraucht man noch weniger Wasser, wenn man sich wie früher wäscht: Waschbecken füllen, Waschlappen eintauchen und Stück für Stück Körper reinigen.  Am angenehmsten finde ich es, wenn ich die jeweilige Körperpartie direkt abtrockne. Hat was Rituelles. Kann man auch einfach mal einschieben. “
Stimmt, danke, wobei ich alleweil gar nicht abtrockne sondern das Wasser einfach verdunsten lasse und die Verdunstungskälte genieße.

In einer Zeitschrift gelesen: „Beim Duschen kann man sich schön vorstellen, wie all die Gedanken die unglücklich machen – Trauer, Hass, Enttäuschung, Sorge – mit abgespült werden und im Gully verschwinden. Danach ist man auch innerlich sauber.“
Hab ich probiert, hat geklappt. Danke.

Ein Tipp von H.: „Dann hab ich noch einen Tipp zum Thema Wasser sparen. Jetzt wo es langsam knapp wird, die Flüsse austrocknen etc. Ich nehme zum Abwaschen Urseife (aus Olivenöl, das verseift wurde)Dieses Wasser kann man dann zum Blumen gießen nehmen. Die Firma Bioeck aus Berlin verkauft diese Urseifen.“
Danke.

Wasser, mit dem ich Salat und Obst gewaschen habe, oder auch meine Hände oder die Handgelenke gekühlt, das kippe ich dann gerne in das bißchen Grün vor dem Haus.

Gewinn für die Umwelt: Weniger Resourcenverbrauch, mehr Wasser für das durstende Grün um dich herum.

Dein Gewinn: Geld gespart, Sorgen los, mehr Grün in deiner Straße – und auch morgen noch genug Wasser.

3 Punkte


mal was Anderes

Dübellöcher oder Nägel in der Wand, das kann ich auch einfach so lassen. Mei. Wer ist schon perfekt?

Mein Mann würde die Löcher allerdings füllen und die Nägel rausziehen mit allem was dazu gehört. (Zeit, Energie, Spachtelmasse, und dann womöglich auch noch drüber streichen).

Meinen Vorschlag hat er dann aber gerne akzeptiert:

blog

Ich stecke Fundstücke vom Flohmarkt, Anhängsel von Geschenken oder auch den Trostpreis vom „Hau den Lukas“ in die Löcher. Oder hänge Kleinigkeiten an den Nägeln auf. Kitsch as Kitsch can.

Eine Freundin findet es „einfach zauberhaft“, eine hätte es gerne nachgemacht, aber leider kam der Tipp zu spät, eine findet es doof und eine ist so höflich, einfach drüber hinweg zu sehen.

Mir gefällts gut. Und dir? Schreib mir doch mal, bitte.

Gewinn für die Umwelt: Wie meistens, Sachen verwenden, die schon da sind spart Resourcen.

Dein Gewinn: Pimp up your flat, mehr Freizeit.

1 Punkt


 

 

Gelassenheit

Tja, immer wieder werde ich angesprochen, dass das, was ich hier schreibe nicht wirklich was bringt. Das sei alles zu „labbelich“. Schönes Wort. Also gut, hier ein Vorschlag für diejenigen, die gerne etwas mehr tun würden:

Meine Umweltsünde, eine meiner Umweltsünden, ich kaufe gerne im Elsaß ein. Essen vor allem, aber wenn ich schon mal da bin…

Und die Franzosen haben jetzt (genaugenommen ab 01.07.2018) die zulässige Geschwindigkeit für Landstraßen reduziert. Von 90 km/h auf 80 km/h. Fallen mir gleich ein paar Gründe ein: weniger Sprit, weniger Abgase, weniger Tote und Verletzte. Es ist aber gar nicht so leicht, das einzuhalten, vor allem wenn mensch unsere 100 km/h gewohnt ist. Aber da mein Französisch nicht reicht, um mit einem französischen Polizisten zu diskutieren streng ich mich halt an. Andererseits ist das Fahren so viel entspannter. Es gibt deutlich weniger Gründe zu überholen. Und der Blick kann schon mal auf die Wiese schweifen um nach Störchen zu suchen. Eigentlich schön.

Und jetzt kommt der Vorschlag: Vielleicht machst du das ja eh. Aber vielleicht ist es für dich eine Herausforderung. Nur so schnell zu fahren, wie es die StVO hergibt. Und dabei möglichst wenig zu bremsen. Also vorausschauend zu fahren. Vielleicht findest du das auch entspannend, vielleicht merkst du, dass du nicht wirklich mehr Zeit brauchst, aber weniger Sprit. Und der Stau ist immer hinter dir 🙂

Und wenn das noch immer nicht schwer genug für dich ist, mach das doch mal, wenn deine Freunde mit im Auto sind. 😉

Gewinn für die Umwelt: Bei mir waren es 1 Liter Sprit weniger auf 100 km.

Dein Gewinn: Vielleicht 1 Liter Sprit weniger auf 100 km/h bei 1,50 € pro Liter.

Jedes Mal 2 Punkte


 

Von weit her…

Wenn du ein Geschenk suchst, schau doch mal in den Weltladen.

Da findest du viele interessante Sachen. Vom Tee über Klamotten zu Geschenkpapier, Musik und Naschwerk, Tassen und den Kaffee dazu.

Das Angebot variert natürlich sehr.

Was mir daran gefällt? Es ist Ungewöhnliches, was ich da finde. Es ist oft erstaunlich günstig. (Ok, nicht alles, zum Beispiel ist das Weltladen-Nutella um Einiges teurer. Aber es schmeckt auch viel besser, sagt mein Mann). Vieles ist nicht nur fair sondern auch bio. Also doppelt gut in meiner Weltsicht.

Und natürlich gefällt mir eben das Faire. Der faire Preis, der den Herstellern erlaubt, ein Leben mit mehr Würde zu führen, als wenn sie für die Multis arbeiten.

Und was ist daran öko? Wenn die Ware aus Afrika kommt, oder aus Südamerika, oder aus Asien?

Auf den ersten Blick ist das nicht öko, auf den 2. Blick auch nicht. 🙂 Regional wäre natürlich besser. Aber mal ehrlich: Wie viel von den Dingen die du kaufst stammen aus deiner Region? Und wieviel kommt denn eh aus Afrika oder Südamerika oder Asien?

Und mit dieser Frage im Hinterkopf wird der Weltladen wieder attraktiv.

Gewinn für die Umwelt: Nur sehr schwer zu begründen.

Dein Gewinn: Interessante Geschenke für einen guten Preis und ein gutes Gefühl

Für mal reinschauen: 1 Punkt.

Für dort kaufen: 5 Punkte


 

halbe halbe

Geiz finde ich nicht geil. Bin gerne großzügig, zahl auch gerne den fairen Preis.

Andererseits:

Manchmal ist weniger wirklich besser. Und nicht nur beim Öl in der Pfanne, bei der Butter aufm Brot und beim Zucker im Tee oder Kaffee.

In einem schlauen Buch hab ich mal gelesen, mensch solle mal probieren, ob die Hälfte nicht auch reicht:

Nur halb so viel Waschmittel, Duschgel, Putzmittel, Shampoo, Bodylotion, Spülmittel… Und man könne diese Hälfte oft auch noch mal halbieren.

Und was soll ich sagen, ja, oft reicht die Hälfte. Nun ja, bei der Schokolade klappts noch nicht 😉

Gewinn für die Umwelt: Wow. Da hast du wirklich eine große Auswirkung auf die Kläranlage.

Dein Gewinn: da kannst du echtes Geld sparen – und evtl. sogar Pfunde loswerden.

Jedesmal 1 Punkt


 

einfach leben

klingt einfach, oder? Isses aber nicht unbedingt. Wenn du noch ein paar Anregungen suchst, hab ich vielleicht was für dich.

Meine Mitsängerin U. hat mir dieses Buch empfohlen:

Lina Jachmann: Einfach Leben, Buch

Gibt viele Bücher mit diesem Titel, der ja auch sehr schön zweideutig ist.

An diesem Buch hat ihr gefallen, dass wer mit wenig lebt auch wenig weg wirft.

Ich habs noch nicht gelesen, weil ich es noch nicht second hand bekommen habe. Steht aber auf meiner Liste. Der Tag wird kommen.

Danke, liebe U.

Gewinn für die Umwelt: Weniger Konsum, weniger Verbrauch von Rohstoffen, Energie, weniger Umweltzerstörung, mehr Leben

Dein Gewinn: Mehr Zeit, mehr Geld, weniger Aufbewahren, mehr Luft zum Leben, einfacher leben

Fürs Lesen 1 Punkt, fürs second hand noch ein Punkt, fürs Umsetzen 5 Punkte.

Und wenn du weitere gute Tipps zu diesem Thema hast, bitte schreib mir. Ich freu mich.

Danke


 

Nutzen statt besitzen

Das ist ja der neue Trend: Dinge nicht besitzen sondern nur nutzen.

Zum Beispiel Bücher oder CDs, falls du diese Dinge noch gerne in die Hand nimmst und nicht schon alles auf elektronisch umgestellt hast.

Dann kannst du in die nächste Bücherei gehen und dir das leihen, das du gerne konsumieren möchtest. Wenn die schlecht zu erreichen ist oder dir das Angebot nicht zusagt – bleibt dir dann doch nur der Kauf? Und danach das Aufbewahren? Oder  die Tonne? Oder Verschenken?

Nee, guck mal zu einem Tauschring wie  Tauschticket oder zu booklooker oder zu einem der vielen anderen Börsen für gebrauchte Waren. Klar ist das mit Aufwand verbunden, aber du sparst viel Geld und kriegst auch Dinge, die schon nicht mehr lieferbar sind. Bis jetzt habe ich da fast nur gute Erfahrungen gemacht, was ich erwerbe ist meistens in Ordnung, wenn ich was verkaufe krieg ich mein Geld. Unterm Strich eine feine Sache.

Und die Post freut sich auch 😉

Gewinn für die Umwelt: Vorhandene Dinge nutzen, selbst oder eben ein neuer Besitzer, spart wieder mal Resourcen. Dinge sollten wandern können statt nur im Regal zu verstauben.

Dein Gewinn: Du sparst Geld und es befreit auch irgendwie, das los zu lassen, was ich du nicht mehr verwenden willst.

Angeblich macht das auch schlank. Den Zusammenhang versteh ich zwar nicht wirklich, er ist aber wohl erforscht und erwiesen. Leute, die alles aufbewahren sind oft auch dick.

1 Punkt


 

Baden oder Duschen

Ich geb es ja zu. Ich bade lieber.

Für mich ist das Wellness, relaxen, und Gesundheit. Ich mags richtig heiß und habe damit den gleichen Gesundheitseffekt wie ein  Saunagang. (Und wenn du nicht in die Sauna darfst, naja, die Temperaturregelung ist in deiner Hand).

Duschen, das ist effizient, ratzfatz und super, wenn ich die Haare waschen will.

Also oeko darf ich meine Badefreunden aber kaum zugeben. So oft lese ich, dass Duschen soooo viel Wasser spart, im Vergleich zur Wanne. Mein lokaler Wasserversorger spricht von 4  Minuten, die ich duschen kann statt baden. Erscheint mir kurz, naja.

Meine Rechnung geht so:

Ich dusche und das Wasser ist weg. Ich bade und das Wasser bleibt in der Wanne, bis ich den Stöpsel ziehe.

Ich dusche und das warme Wasser ist fort und und heizt das Bad der Kanalratten – Ich bade und das Wasser gibt die Wärme langsam ab und heizt mir das Badezimmer.

Ich dusche und der gute Duft des Duschgels ist fort, wieder bei den Kanalratten – Ich bade und das Wasser parfümiert mir die halbe Wohnung.

Ich dusche und wie gesagt das Wasser ist fort – Ich bade und kann das Wasser noch für die Toilettenspülung nehmen. Diese Toilette wird nicht mehr verstopfen. Und der Kalk und der Urinstein werden schön gelöst. Oder um den Abfluß von Dusche und Waschbecken durchzuspülen. (Ich sage nur Wassersäule). So spare ich auch noch Reinigungschemie und Abflußbefreier.

Und, ganz ehrlich. Seid ich nicht mehr unter Tage arbeite bin ich auch nicht wirklich dreckig wenn ich in die Wanne steige.

Gewinn für die Umwelt: Letztendlich sparst du so Wasser und Chemie und Energie. Alles was du brauchst ist ein wenig Zeit.

Dein Gewinn: Ein gutes Gefühl, weniger blöde Putzarbeit

5 Punkte


 

macht Spaß

Dir ist kalt?

Statt die Heizung höher zu drehen, dreh die Musik an und tanze, als ob dir keiner zuschaut.

Spiel die air guitar

Sei ein Star

Gewinn für die Umwelt: du sparst Energie und Abgase

Dein Gewinn: gute Laune, ein paar Gramm weniger, du lernst vielleicht deine  Nachbarn kennen

5 Punkte

sauber und ordentlich


sauber und ordentlich, das sind für mich die gefährlichsten Wörter der deutschen Sprache.

Was wird nicht alles verbraucht und zerstört, nur damit was sauber ist und ordentlich. Und wie schön ist es in anderen Ländern, wo es malerisch und romatisch und unordentlich zugeht. Und wo wir über ein wenig Schmutz gerne hinweg sehen.

Aber daheim:

Da muss das Unkraut raus aus den Ritzen am Straßenrand, das Hemd muss gebügelt sein und das Auto gewaschen. Da wird die Natursteinmauer mit dem Dampfstrahler entnaturisiert und da werden alte Sachen weggeworfen – außer sie sind shabby shic.

Nur den Müll, die Getränkedosen, die Bonbonpapiere, die Zigarettenkippen, die gebrauchten Tempos und Kondome, die werfen wir gelassen in den Straßengraben.

Lass doch mal 5 gerade sein, putze diese Woche mal nix, räume die Wäsche ungebügelt in den Schrank oder lass dein Auto wie es ist.

Stattdessen kannst du mit deinem Lieblingswesen schmusen, schauen wie die Sonne untergeht, Freunde im Biergarten oder dem Café treffen, tanzen, Kuchen backen, basteln oder mir einen guten Tipp schicken, was ich noch hier publizieren soll 🙂

Und wenn du unbedingt was sauber machen willst, lese doch ein wenig Müll vom Straßengraben auf.

Gewinn für die Natur: weniger Resourcenverbrauch, weniger Putzgifte, weniger Wasserverbrauch.

Dein Gewinn: Entspannung, Gelassenheit, Kontakte

2 Punkte

nochmal die Krabbler


Insekten in der Wohnung mag ich nicht. Geb ich zu. Brr. Grabbelts mich.

Aber umbringen will ich sie auch nicht.

Darum:

1) fernhalten: Fliegengitter, Perlenvorhang, …

2 ) verjagen: Sprich, ich sammel die Viecher ein und trag sie nach draußen. Ein Glas drüber stülpen, Postkarte oder Ähnliches drunter schieben und dann nach draußen tragen. (Hab ich mal in einem Nobelrestaurant gemacht. Hat Mut gekostet, aber stell dir vor: Seit dem hab ich da Bonuspunkte und interessante Gespräche mit dem Serviceleiter).

3) umbringen tu ich nur Zecken. Ich ersäufe sie im Klo.

4) aber niemals: Gift, kein Spray, kein Fliegenpapier, kein Ameisenköder, kein Autan, kein nix. Ich vergifte mich doch nicht selber.

Gewinn für die Umwelt: Insekten sind ja scheint es gar nicht mehr so viele da. Dabei sind sie eine Basis der Nahrungskette. Klar gibt es lästige Viecher, Bremsen zum Beispiel, aber die meisten sind auch schön, wenn mensch genau hinschaut. Und wie gesagt: Sie sind das Futter für viele Tiere und bestäuben auch die Pflanzen.

Dein Gewinn: gutes Karma, helfen statt töten, mehr Blumen in deiner Umgebung und mehr Vögel

Jedes Mal 1 Punkt, bei einer Spinne: 10 Punkte oder 2 Heiligenscheine


 

Durst


Durst soll ja schlimmer als Heimweh sein. Und Durst zuhause ist besonders schlimm. Durst hast aber nicht nur du, sondern mehr und mehr auch Insekten und Vögel, Fledermäuse und andere Viecher. Und die sind hier auch zuhause.

Im Garten, auf der Terasse, auf dem Balkon und vielleicht nur auf dem Fensterbrett: Stell doch einen Untersetzer mit Wasser hin (auf dem Fensterbrett vielleicht kleben?). Leg ein paar Steine rein, dass die kleinen Tiere auch wieder rauskrabbeln können. Und dann genieße die Show. Spatzen und Meisen baden drin, Insekten trinken draus. Vielleicht kommt sogar Nachbars Katze? Oder Igel? Oder ganz was Exotisches?

Es muss noch nicht mal immer sauberes Wasser sein. Hauptsache es löscht den Durst.

Und im Garten verhindert so eine Tränke, dass dir die Insekten deine Früchte und Gemüse anknabbern. Das machen die oft auch nur aus Durst.

Gewinn für die Umwelt: Du hilfst, die Artenvielfalt zu erhalten, indem du Lebensräume schaffst. Gerade die Insekten werden ja rapide weniger.

Dein Gewinn: Gut fürs Karma

1 Punkt