Trittstein-Biotop

Die letzten Tage habe ich ja am Bio-Balkon-Kongress teilgenommen. Zeitaufwendig, aber sehr informativ. Gut gemacht, abwechslungsreich. Danke, Birgit Schattling. Ich hoffe sehr, es gibt nächstes Jahr wieder einen Kongress, da will ich wieder dabei sein. (Jaja, Pläne gehen schnell – schief)

Jetzt liegen noch immer 4 vollgeschriebene Zettel auf meinem Schreibtisch, links, denen ich nachgehen möchte, Tipps zum Aufschreiben, Pflanzen zum Kaufen.

Was mich begeistert hat:

  • Es gibt ganz viele Menschen und Organisationen, die auf der gleichen Wellenlänge sind, ähnliche Ziele haben, sich informieren, kümmern und ihr Wissen teilen.
  • In Städten gibt es oft sehr viel mehr Pflanzen und Tiere – Arten und Anzahl – als im Umland. Sie werden nicht gejagt, die Erde wird nicht gedüngt und gespritzt. Es wird weniger gejätet.
  • Die Aussage von Mitarbeitern von Gärtnereien, wie Pflanzen vermehrt werden – und dass man diese neuen Pflanzen dann ja verschenken kann. Ist ja in unserem Wirtschaftssystem eigentlich geschäftsschädigend. Genau meine Philosophie: Verschenken statt wegwerfen.
  • Und dann habe ich noch dieses neue Wort gelernt: Trittstein-Biotop. Die Frage ist ja berechtigt. Bringt es das überhaupt? Der eine Balkonkasten? Die eine Pflanzschale auf der Treppe vor dem Haus? Der eine Busch auf der Rasenfläche? Und die Antwort ist ein klares JA!!!! Vor allem, wenn die Blüte ungefüllt ist (nur dann bietet sie nennenswert Nektar und Pollen). Und wenn sie nach Möglichkeit heimisch ist (und da gibt es inzwischen Gärtnereien, die sich auf heimische Wildpflanzen spezialisiert haben. Noch dazu Bio). Denn dann können Insekten auf dem Weg von der einen Wiese zum anderen Park bei dir Auftanken. Wie die Raststätte auf der Autobahn. Dann ist dein Blumentopf ein Trittstein-Biotop. Gefällt mir.
  • Jeder Balkon zählt, und es gibt Pflanzen für jeden Balkon. Ein paar Favoriten haben sich rauskristallisiert: ungefüllte Glockenblumen sind Nahrung für sehr viele Insekten. Brennnesseln ebenfalls. Und es gibt kleinwüchsige Weiden. Salweide und Mandelweide, die auf dem Balkon gedeihen können und ganz früh im Jahr Pollen und Nektar für Insekten bieten.

Am Freitag geh ich einkaufen. 🙂

Und noch ein schönes Wort habe ich gelernt, das ist für dich zum Schmunzeln. Ist von  Monika-Maria Ehliah und ihrem Blog Zauberei mit Buchstaben. Das Wort ist Schlampampe und da oute ich mich mal. Ja, ich bin eine Schlampampe. Und ich bin es gern! Danke Monika-Maria.

Bonustrack: Zwei Seiten zum Thema Wildbienen: Wildbienengarten und Faszination Wildbienen.

Und noch ein schönes Video von David Attenborough von einem jungen Tiger

Bleib gesund und fröhlich und komme gut durch diese Zeit.


7 Kommentare zu „Trittstein-Biotop“

  1. Habe auch schon angegärtnert auf dem Balkon, und es ist ein schöner Gedanke, dass man das nicht nur fürs Optische tut, sondern auch für die Natur und die Insekten. Trittstein-Biotop in der Stadt klingt super. Und wir, die wir ins Grüne schauen, sollen uns auch nicht herausreden und trotzdem zusätzlich etwas anpflanzen. Mit Schlamm ist aber nix zur Zeit, es regnet bei uns in Norditalien seit Ewigkeiten nicht, also ist täglich Gießen angesagt.
    Danke für den heiteren und anspornenden Beitrag! Liebe Grüße, Anke

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  2. Mir begegnen immer mehr bepflanzte Baumscheiben in der Stadt – urban gardening (oder so) – eine Lieblingswortgruppe von mir – angesichts der klammen Haushaltskassen der Kommunen und steter Verringerung der Förderng durch den Bund könnte man auch Stiefmütterchen über Nacht in Schlaglöcher pflanzen…

    Schlam(m)pampe haben wir in Kindertagen aus Sand oder Erde mit viel Wasser gemacht – heute nur noch am Strand – werde mir die Buchstabenzauberei noch genauer ansehen – habe die Schlampampe nicht gleich gefunden

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