Im letzten Beitrag ging es ja im Großen und Ganzen darum, Essen zu retten und dabei – so nebenbei – Geld zu sparen. Ökologie und Ökonomie zusammen zu bringen.
Der Beitrag erhielt einen wunderbaren Kommentar, von jemandem, der das auch so sieht. In erster Linie Essen retten (und das regelmäßig) und das Geld sparen dankbar mitnehmen. Am Ende war ein Satz, den fand ich klasse. Sinngemäß: Und wenn es dann mal ums Geld geht, dann müssen wir uns nicht umstellen.
Und das ist sowas von wahr. Für so viele Themen. Danke Michael.
Vieles wird teurer werden, durch Kriege, politische Entscheidungen, die Erderwärmung. Vieles werden wir überdenken müssen bei unserm Konsum. Besser jetzt als später, finde ich.
Ein ganz wichtiges Thema ist da für mich Wasser. Ich hab mal unserem kommunalen Versorger vorgeschlagen, Regentonnen zu fördern um
- Wasser hier zu sichern für die trockenen Sommer,
- Wasser zurück zu halten im Fall von Starkregen, um Überschwemmungen zu vermeiden.
Die Antwort, völlig empört: „Wir sind ein gewinnorientiertes Unternehmen!“
Klar. Und noch dazu eines mit Monopolstellung. Wenn das Wasser knapp wird, dann erhöhen wir einfach die Preise. Die Kunden müssen kaufen und zahlen. Und schon jetzt muss das Wasser was die Stadtwerke liefern „aufbereitet“ werden, um die Grenzwerte einzuhalten. Der Grundwasserpegel sinkt, noch ist das kein Problem. Immerhin.
Also versuche ich, Wasser zu sparen. Schon jetzt. Schon lange. Das sind meine Tricks:
- Wir haben zwei Regentonnen. Leider wenig Dachfläche, deswegen eine vor dem Haus, eine hinter dem Haus. Heute sind sie wieder fast voll. Sie reichen für eine Woche Garten gießen, wenn es trocken ist. Der Garten ist klein, Reihenhaus – Handtuchgarten.
- Ich bade gerne. Schon aus gesundheitlichen Gründen. Und solange ich den Stöpsel nicht ziehe habe ich dieses Wasser noch. Zum Beispiel für die Toilettenspülung. Das ist ja einer der Hauptverbraucher im Haushalt. Und wenn es richtig trocken ist, dann bade ich ohne Zusatz. So dreckig bin ich ja nu nicht. Und mit diesem Wasser gieße ich dann den Garten.
- Obst, Gemüse, Salat, Hände wasche ich über einer Schüssel. Und auch dieses Wasser nehme ich zum Gießen. Wie auch das Wasser vom Eierkochen oder das was im Wasserkocher übrig bleibt. Ist nicht viel, auf 10 Liter am Tag kommen wir aber schon. Ab in den Garten.
Die Statistik und M. sagen, wir brauchen nur halb so viel Wasser wie der Durchschnitt.
Was immer wieder aus dem Blickfeld fällt, das ist das virtuelle Wasser. Also das Wasser das verwendet wird um die Dinge zu produzieren, die wir kaufen. Da haben wir viel Handlungsspielraum. Ist nicht leicht herauszufinden. Den Konsum reduzieren können wir aber oft ohne Verlust von Lebensqualität. Ich las mal in einem schlauen Buch, dass wir Hilfsmittelchen oft problemlos halbieren können.
- Waschmittel, Spülmittel, Deo, Duschgel, Zahnpasta, Putzmittel.
- Fett in der Pfanne beim Kochen.
- Zucker beim Kochen und Backen.
- Überhaupt Essen, oft kochen wir zu viel. Auch da könnte ich noch viel mehr darüber nachdenken, wieviele Nudeln/Kartoffeln/Reis/Linsen… ich wirklich brauche.
- Salatdressing, Sahne, Milch im Müsli hab ich immer zu viel.
Wenn du erst mal anfängst in diese Richtung zu denken – oh boy! In dem Buch stand auch, dass die Mengen, die wir verwenden oft von den Werbefilmen bestimmt werden. Wenn du immer wieder siehst, wieviel Zahnpasta auf die Bürste kommst, dann machst du das nach. Aber will ich wirklich, dass die Manager der Firmen Raff&Gier bestimmen wieviel Spülmittel ins Wasser kommt? Oder kann ich das selber.
Also, da ist wirklich Luft nach oben. Ich will jetzt nicht von mir auf dich schließen. Bin sehr dankbar wenn du kommentierst und uns deine Tricks verrätst. Für mich war und ist es ein langer Weg. Schritt für Schritt.
Bonustrack 1: Earth Overshoot Day war ja auch schon wieder. Dazu eine Initiative von der deutschen Umwelthilfe. Handys sammeln.
Bonustrack 2: Vom BUND eine Seite zum Thema Plastikverschmutzung der Meere.
Spruch der Woche: Eine der größten Herausforderungen für uns Menschen wird sein, die Welt zu lieben und wertzuschätzen, ohne sie dabei kaputtzumachen und wegzukonsumieren
Luisa Neubauer






