Bemerkenswert

Heute bin ich ein Öko.

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

nur heute – und vielleicht noch morgen 😉

Warum eigentlich?

Global gesehen ist es doch egal, ob ich ein oeko bin, ob ich Wasser spare, das Licht ausmache und meinen Müll trenne.

Stimmt. Global gesehen bewirke ich nix. Die Welt retten kann ich nicht, dazu ist sie auch zu vielen Menschen und Firmen egal.

Aber ich lebe nicht global, ich lebe lokal. Und wenn ich hier ein oeko bin, dann kann ich sehr wohl Einiges erreichen. Das gesparte Wasser habe ich auch morgen noch. Der Müll landet nicht im Wald und auf der Wiese in meiner Nachbarschaft. Wenn ich Bioprodukte verwende, dann ist die Wirkung auf mich sogar 100 Prozent.

Ich bin weniger Teil des Problems, ich werde Teil der Lösung. Und ich bin ja nicht allein.

Also: Heute bin ich ein oeko – und vielleicht noch morgen.


 

Mengenmäßig less waste

Noch immer less waste in der Küche: In Deutschland und überall wird zu viel Essen weggeworfen oder falsch verwendet. Dafür gibt es viele Gründe, nicht alle kann ich und kannst du ändern. Aber ein wenig geht schon.

  • Ich akzeptiere, dass ich nicht alles essen mag. Und den Anderen an unserem Tisch geht es genauso. Und wenn es noch so gesund ist. Also am Besten nicht wieder kaufen.
  • Obst und Gemüse und Salat werden bei uns leider immer wieder weggeworfen, weil es einfach schneller schlecht wird wie aufgegessen. Dummerweise kann ich aber nicht täglich gute Ware kaufen – also gibts Vorrat und Vorrat hält nicht durch. Dagegen hilft ein rechtzeitiges Einkochen und Einfrieren. Hilft auch bei Milch und anderen Speisen mit begrenzter Haltbarkeit.
  • Ich will nur kaufen und essen, was ich wirklich brauche für Leib und Seele. Und wieviel ich wirklich brauche für Leib und Seele. Viele Leute kämpfen mit dem Übergewicht – oder noch schlimmer: sie haben aufgegeben. Und die Schlanken, die wollen auch lieber weniger essen, damit sie ihre schöne Taille behalten können, oder den Sixpack.
    Da sind große Packungen einfach die schlechtere Wahl. Auch wenn das Verhältnis von Preis und Menge besser ist. Und auch das Verhältnis von Verpackung und Inhalt. Dennoch.
    Da fällt mir ein, als ich Kind war, da wurden am Ende vom Mittagessen die Reste aufgeteilt. Ob wir noch Hunger hatten oder nicht. Es musste alles weg. Meistens waren es Kartoffeln. Und noch nicht mal leckere, nee, so richtige Potacken. Natürlich mit dem Argument, dass die armen Kinder in Afrika… Mein Hinweis, dann doch lieber weniger zu kochen und das gesparte Geld den armen Kindern in Afrika zu spenden fiel nicht auf offene Ohren. Aber ich fand’s logisch.
  • Wenn ich abnehme, dann esse ich jetzt weniger und ich brauche auch in Zukunft weniger. Dabei hilft mir, bewußt zu essen, oft zu kauen. Langsam zu essen und zu versuchen, das Essen wirklich zu genießen und nicht zu schlingen. Leider ist auch das ein Überbleibsel meiner Kindheit. Schnell musste es schon gehen, mit dem Essen. Aber ich kann mich immer noch ändern. Schwer, aber machbar.
    Und was beim Abnehmen noch hilft, das sind möglichst kleine Teller, Schüsseln und Töpfe zu verwenden. Schließlich isst das Auge mit und wenn ich so einen vollen Teller geleert habe, dann muss ich ja satt sein, oder? 🙂
    Und bevor ich einen Nachschlag nehme, da atme ich schön tief in den Bauch hinein. Probiers mal aus, wie es dir damit geht.
  • Fantasie ist natürlich auch gefragt, wenn es um den Genuss von Resten geht. Rumfort Essen nannten wir das in der Rhön. Liegt rum, muß fort.

Nachtrag zum Reis-Einweichen: Anscheinend ist Einweichen auch noch gesünder

Spruch der Woche:
Halte dich von negativen Leuten fern. Sie haben ein Problem für jede Lösung. (Albert Einstein)

Wie vermeidest du dass aus Essen Müll wird? Bitte schreibe einen Kommentar.


 

Less waste: Gefrierschrank

Gefrierschrank oder Truhe brauchen einiges an Strom. Aber sie haben ihr Vorteile.

Sie sind super Helfer bei der Vorratshaltung. Nicht alles eignet sich für Trocknen oder Einkochen. (Eis zum Beispiel 🙂 )Und wenn sich durch Einfrieren die Einkaufsfahrten verringern lassen, dann sparst du wieder Energie. Einmal große Mengen kochen oder backen statt öfter kleine Portionen spart nicht nur Zeit sondern ebenfalls Energie.

Wieviel Energie dein Gerät tatsächlich benötigt, hängt von dir ab:

Ganz klar, aber das weißt du ja, nur kalte Speisen reinlegen. Und mindestens einmal im Jahr abtauen. Und eine Liste, welches Essen in welchem Fach liegt hilft enorm beim Suchen.

Und möglichst selten öffnen. Denn bei jedem Öffnen fließt kalte Luft heraus und zimmerwarme Luft strömt hinein – und die muss wieder gekühlt werden. Und gerade jetzt ist mein Gefrierschrank fast leer, weil die Vorräte von Sommer und Herbst aufgefuttert sind. Also wird ganz viel Luft ausgetauscht.

Ich habe jetzt aber ganz viele leere Vorratsbehälter. (Am Besten aus Glas, kein Plastik, natürlich.) Die Lösung: ich stell die Behälter in den Gefrierschrank. Sie sind aus dem Weg und sie füllen den Platz, so dass weniger Luft strömen kann.

Und wenn ich dann was futtern will, dann lasse ich das über Nacht im Kühlschrank auftauen. Ist eh besser, weil schonend, und der Kühlschrank muss weniger kühlen.

Geht natürlich nur, wenn ich rechtzeitig dran denke 🙂

Aber das liegt ja an mir.

Bonustrack: Nachhaltiger Einkaufen

Spruch der Woche:

Aus Fehlern wird man klug, daher ist einer nie genug!


Neulich in der Straßenbahn

Hinter mir sitzen zwei Damen und – äh – debattieren. Anscheinend Mutter und Tochter.

T: bitte gib ihr keine Kekse mehr. Sie hat Zöliakie, das weißt du doch. Es geht ihr dann schlecht.

M: ach das glaube ich nicht. Das ist doch so ein Modeding. Das ist doch gar nicht bewiesen. Das ist doch nur Geldmacherei von der Dinkelmafia.

T: Mama bitte, sie verträgt es nicht. Der Arzt hat gesagt, sie darf kein Gluten …

M: aber alle Omas geben ihren Enkeln Kekse. Nur ich darf nicht oder was?

T: das ist doch kein Argument. Du schadest ihr.

M: dir habe ich auch immer Kekse gegeben, es hat dir auch nicht geschadet, oder?

T: ich hab ja auch keine Zöliakie. Aber die Lüttelotte hat nun mal.

M: also von mir hat sie das nicht. Das kommt nur von dem Vater und seiner Familie. Und jetzt soll ich ihr keine Kekse geben dürfen.

T: ist doch egal, warum sie das hat, wir müssen das akzeptieren und uns danach richten.

M: ich geb ihr ja auch immer nur einen Keks. Das bißchen schadet nun wirklich nicht.

T: Mama, bitte gib ihr keine Kekse mehr. Jeder blöde kleine Keks schadet ihr. Wenn du unbedingt willst, dann kauf ihr halt Gluten freie Kekse.

M: die sind mir viel zu teuer.

T: Mama, sie ist deine Enkelin, hallo!

M: ok, dann soll die Lüttelotte eben sagen, dass sie keine Kekse will.

T: klar, die Lüttelotte mit ihren 4 Jahren soll jetzt die Vernunft und die Disziplin aufbringen, die du nicht hast.

M: wie sprichst du denn mit mir? Ich bin deine Mutter.

Ich sitz da und denke, wie blöd ist denn diese Oma? Sieht sie nicht, dass sie ihrer Enkelin schadet? Und was sind das denn für blöde Argumente? Weil alle es machen? Weil es schon immer so war? Weil das bißchen bestimmt nicht schadet? Weil das eh nicht bewiesen ist?

Und dann denke ich, wir als Gesellschaft sind nicht besser. Das sind genau unsere Begründungen für zu viel Fleisch, zu große Autos, Flugreisen, Bequemlichkeit und Konsum. Und dass wir uns nicht ändern wollen.

Nur dass es bei der Oma und der Enkelin deutlicher ist. Unmittelbarer.

Bonustrack: Eine Woche Tipps zur veganen Lebensweise

Spruch der Woche: Dream big – if you want a pony, ask for a unicorn

James Victore


Stromsparen beim Kochen

Ganz klar, am meisten Strom sparst du, wenn du konsequent essen gehst 🙂

Nee, ernsthaft, selber kochen hat viele Vorteile. Meistens machen wir es ja wie immer, wie wir es halt gelernt haben.

Dazu gelernt habe ich beim campen: nur eine Kochstelle und immer zuwenig Gas. Und oft genug kalt und unbequem und windig. Aber wir wollen es ja nicht anders.

Also habe ich angefangen rechtzeitig einzuweichen: Reis, Getreide, Getrocknete Lebensmittel wie Linsen. Mit Nudeln habe ich es noch nicht probiert. Aber sonst kann ich damit die Garzeit locker halbieren.

Und neulich im Kino haben wir ja fast alle gelernt, dass es eine gestotterte Lichtgeschwindigkeit gibt 😂. Und gestottert kochen habe ich auf dem Zeltplatz gelernt. Weil, wie gesagt, nur eine Kochstelle, aber zwei oder drei Töpfe. Also habe ich die abwechselnd auf den Kocher gestellt, grad bis es wieder gekocht hat. Und was soll ich sagen? Die Kochzeit hat sich kaum verlängert. WOW!

Und mit den modernen Herden und Kochtöpfen klappt das zuhause erst recht. Klar nicht bei allen Rezepten aber erstaunlich oft.

Hab ich schon erwähnt, dass ich gerne experimentiere? 😂😂😂

Ich nutze auch gerne den Platz in der Röhre aus und lass da gleich noch was mitgaren.

Wie sparst du Energie beim Kochen? Bitte schreibe einen Kommentar.

Spruch des Tages:

Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner. Bis die Idee Erfolg hat.

Mark Twain

Macht Hoffnung: Solar E-Mobil

Macht betroffen: The turning point (youtube)

Dein Gewinn: das sanfte Garen lässt das Essen oft besser schmecken, du sparst Zeit und Geld

2 Punkte


Less waste: Zitrusfrüchte

Jetzt ist die Zeit für Orangen, Zitronen, Grapefruit und Mandarinen.

Und da fallen viele Schalen an. Auf den Kompost sollen sie nicht, und im Biomüll sind sie auch nicht wirklich erwünscht.

Wohin damit, wenn ich Müll sparen will?

Wenn es eine Bio-Zitrone ist dann schäle ich die oberste, farbige Schicht möglichst dünn ab und trockne sie. Damit würze ich Tee, Limo, Marmelade usw.

Die Schale von Bio-Zitrusfrüchten lass ich kurz antrocknen und lege sie dann in Essig oder Öl ein, 4 bis 6 Wochen ziehen lassen und abseihen. Super für die Topf und Salate.

Aber das weißt du bestimmt schon.

Und jetzt kommen die Experimente. Ich mag Experimente. Bei mir klappt das alles problemlos, aber ich übernehme keine Haftung. Wenn du das ausprobieren willst, ist das – wie immer – deine Entscheidung und deine Konsequenzen.

Regel Nummer 1: Keine Experimente mit verchromten Teilen, Maschinen oder Stein. Das gibt nur Ärger und Verdruss.

  • Mit der Schale einer ausgelöffelten Grapefruit putze ich Waschbecken, Spülbecken, die Badewanne und die WC-Schüssel. Also Keramik, Edelstahl und Emaille. Das rostet nicht und löst sich nicht. Und lässst sich bequem abbrausen.
  • Zitronensäure entkalkt und entfernt Urinstein, deshalb schneide ich Zitronenschalen klein und lass sie über Nacht im WC schwimmen. Klappt auch super mit Mandarinenschalen.
  • Vasen, Pflanzgefässe, Wasserkaraffen, alles was robust genug ist, wird ebenfalls über Nacht eingeweicht und ist am nächsten Tag wesentlich leichter zu reinigen.

Was machst du mit den Schalen? Hast du schon mal kandiert oder in Schokolade getaucht? Hast du Erfahrung mit selbstgemachtem Orangenreiniger? Bitte schreibe einen Kommentar. Danke.

Du sparst Zeit und Geld und entlastet die Umwelt. Weniger Verpackungen brauchst du auch.

Und vielleicht magst du ja auch Experimente.

„jetzt ist eh die Zeit der guten Vorsätze, warum nicht Richtung Ökologie?“

Cathagoessustainable.wordpress.com


zero waste: Kalender

Wieder mal auf den letzten Drücker:

Jetzt ist ja nicht nur die Zeit der guten Vorsätze (wenn du noch einen brauchst: Suche jeden Tag das Lachen. Und gib es weiter). Es ist auch die Zeit die alten Kalender ab zu hängen, dass Platz ist für die Neuen.

Und alte Kalender kannst du komplett verwenden:

  1. Du kannst Briefumschläge draus basteln, entweder ist eh eine Seite weiß – oder du klebst auf die bunte Seite einen kleinen Aufkleber für die Adresse.
  2. Du kannst kleine Notizzettel ausschneiden, zum Einkaufen, als Botschaft für deine Lieblingsmenschen, als Lesezeichen. Hab ich schon ein paar mal verschenkt, kam meistens gut an.
  3. Du kannst Motive ausschneiden und auf Selbermach-Karten kleben. Und gleich noch den Umschlag dazu.
  4. Oder in kleine Bilderrahmen stecken.
  5. Aus großen Kalenderblättern kannst du Geschenktüten basteln:
    Anleitung
    oder so
    Filmchen zum Thema
  6. Oder du wickelst gleich deine Geschenke drin ein.
  7. Und die Drahtbügel sind prima zum Basteln, weil sie schon so schön kringelig sind. Ich hab zum Beispiel Suncatcher  draus gebastelt.
  8. Je nach Papier und Kleber kannst du Kartons damit bekleben, als Aufbewahrungsbox.
  9. Wenn du nicht selber basteln willst, frag doch mal im Kindergarten, oder in der Mittagsbetreuung der Grundschule, oder im Seniorenheim. Meistens sind diese Organisationen sehr dankbar für Materialien.
  10. Und wenn du nicht genug alte Kalender hast – frag doch mal deine Ärzt*innen oder in der Firma oder wo immer schöne Kalender hängen. Viele geben diese gerne ab.

Spruch des Tages: 

„Was sind das für Schiffe? Die haben doch keine Flotte!“
„Das ist keine Flotte, Sir. Das sind einfach nur Leute.“
Aus Star Wars. Ja genau, wir sind keine Flotte, aber ganz viele Leute 🙂

Bonustrack: Nutztierschutz

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Produktion, weniger Transport

Dein Gewinn: Individuelle Geschenke, Spaß am Selbermachen, glückliche Empfänger

5 Punkte


 

 

 

Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus …

Das singen die Kinder gerade in der Schule. Voller Freude (und richtig laut). Wie schön, diese Begeisterung. Da haben uns die Kinder einiges voraus.

Ich nehme mir ein Beispiel und singe mit.

Tut gut.

Was mich auch begeister hat, das war die blog-Parade von Jani und Freddy:

https://nochsoein.blog/

Und da nehme ich mir auch ein Beispiel.

Wenn du also auch einen Blog hast oder eine HomePage, die zum Thema Ökologie oder Nachhaltigkeit oder Upcycling oder Essenretten passt, oder zur Vermeidung von Müll oder Plastik, dann ist bist du hier richtig:

Wenn du magst, dann schreibe einen Kommentar, beschreibe kurz, worum es geht und setz den link ein.

Wenn es ein kommerzielles Angebot ist, dann schreibe auch das bitte in den Kommentar.

So, und jetzt bin ich gespannt, wer mitmacht.

Und dann habe ich noch eine Empfehlung zu einer Autorin:

Ruth Ozeki schreibt Romane, spannendes plot, interessante Menschen, und das Ganze hat mit den Themen Konsum, Ökologie, Fleisch, Protest usw. zu tun. Ich lese sie gerne, vielleicht gefällt sie dir auch?