Bemerkenswert

Heute bin ich ein Öko.

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

nur heute – und vielleicht noch morgen 😉

Warum eigentlich?

Global gesehen ist es doch egal, ob ich ein oeko bin, ob ich Wasser spare, das Licht ausmache und meinen Müll trenne.

Stimmt. Global gesehen bewirke ich nix. Die Welt retten kann ich nicht, dazu ist sie auch zu vielen Menschen und Firmen egal.

Aber ich lebe nicht global, ich lebe lokal. Und wenn ich hier ein oeko bin, dann kann ich sehr wohl Einiges erreichen. Das gesparte Wasser habe ich auch morgen noch. Der Müll landet nicht im Wald und auf der Wiese in meiner Nachbarschaft. Wenn ich Bioprodukte verwende, dann ist die Wirkung auf mich sogar 100 Prozent.

Ich bin weniger Teil des Problems, ich werde Teil der Lösung. Und ich bin ja nicht allein.

Also: Heute bin ich ein oeko – und vielleicht noch morgen.


 

Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus …

Das singen die Kinder gerade in der Schule. Voller Freude (und richtig laut). Wie schön, diese Begeisterung. Da haben uns die Kinder einiges voraus.

Ich nehme mir ein Beispiel und singe mit.

Tut gut.

Was mich auch begeister hat, das war die blog-Parade von Jani und Freddy:

https://nochsoein.blog/

Und da nehme ich mir auch ein Beispiel.

Wenn du also auch einen Blog hast oder eine HomePage, die zum Thema Ökologie oder Nachhaltigkeit oder Upcycling oder Essenretten passt, oder zur Vermeidung von Müll oder Plastik, dann ist bist du hier richtig:

Wenn du magst, dann schreibe einen Kommentar, beschreibe kurz, worum es geht und setz den link ein.

Wenn es ein kommerzielles Angebot ist, dann schreibe auch das bitte in den Kommentar.

So, und jetzt bin ich gespannt, wer mitmacht.

Und dann habe ich noch eine Empfehlung zu einer Autorin:

Ruth Ozeki schreibt Romane, spannendes plot, interessante Menschen, und das Ganze hat mit den Themen Konsum, Ökologie, Fleisch, Protest usw. zu tun. Ich lese sie gerne, vielleicht gefällt sie dir auch?


Weihnachtsgeschichte

Dies ist meine Lieblingsweihnachtsgeschichte. Habe ich vor vielen Jahren gelesen. Ich weiß schon gar nicht mehr wo und erst recht nicht, wer sie geschrieben hat. Liebe*r Autor*in, bitte sei nicht böse, wenn ich die Geschichte hier erzähle.

Also: Eine Familie sitzt kurz vor Weihnachten beim Abendbrot. Papa, Mama, Lily und ihr Bruder Timmy.

Auf einmal fängt Timmy an und macht sich lustig über seine kleine Schwester. „Die ist doch blöd, die Lily, die ist total blöd.“ Seine Mutter sagt zu ihm:“Hör doch auf, wie kannst du so etwas sagen?“ Und Timmy antwortet: „Die ist so blöd, die glaubt doch noch ans Christkind.“ Die kleine Lily fängt prompt an zu weinen. „Aber das Christkind, das gibt es doch, das kommt doch am Sonntag, oder?“

Die Mutter schimpft Timmy, sagt „schau, jetzt weint sie, du bist gemein. Los, ab auf dein Zimmer. Und Nachtisch gibts auch keinen.“ Und zu Lily sagt sie:“klar, meine Süße, das Christkind kommt am Sonntag.“ Der Vater stöhnt genervt.

Am nächsten Tag, im Schulbus, erzählt Timmy seinem besten Freund: „Neulich habe ich gehört, wie Papa und Mama beschlossen haben, dass wir Weihnachten nicht mehr feiern. Und die Lily, die ist doch erst vier, die ist dich noch so klein. Aber ich habe Weihnachten gerettet. Und für nächstes Jahr fällt mir bestimmt auch noch was ein.“

Das ist doch schön, oder? Weihnachten mit viel Liebe, ein wenig Opfer und gar keinen Konsum.

Dieses Jahr tu ich mir echt schwer mit Geschenken. Ich habe schon oft völlig daneben gelegen. Und war mir eigentlich total sicher, den Geschmack getroffen zu haben. Die Idee, mit den gemeinsamen Unternehmungen fand ich klasse, aber es ist echt schwer gemeinsame Zeiten zu finden.

Vielleicht beschenke ich dieses Jahr mal jemanden, der nicht damit rechnet. Oder ich spende, gibt ja genug Organisationen, die für meine Ziele kämpfen.

Lasst uns Weihnachten wieder zum Fest der Liebe machen.


Statistik, oder: andere Länder, andere Sitten

Als Frankreichfan habe ich mich ja bereits geoutet. Da sind ganz andere Dinge wichtig als hier in Deutschland.

Autos und Häuser sind kleiner zum Beispiel. Dafür hat das Essen, vor allem in Gesellschaft, einen höheren Stellenwert.

Um besser Französisch zu verstehen lese ich gerne französische Zeitschriften. Und war ganz begeistert, ein Magazin zu finden, das „zero gaspi“ heißt, auf deutsch: keine Verschwendung. Zero waste, auf Neudeutsch.

Ist sehr gut gemacht, Theorie und viel Praxis.

Und bei der Theorie fand ich die Statistik: Franzosen geben ca. 25 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Und sie werfen davon durchschnittlich 30 kg pro Mensch und Jahr weg. Und finden das furchtbar.

Deutsche geben im Schnitt 10 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus und werfen im Schnitt 80 kg pro Mensch und Jahr weg. Und das ist uns ziemlich egal.

Da könnten wir doch von den Nachbarn lernen, oder?

Und ich suche konkret nach Rezepten für reife Bananen. Möglichst einfach in der Zubereitung. Bei uns in der Tafel W*heim bleiben immer soviele Bananen übrig und da würde ich gerne ein paar Rezepte malen (können nicht alle gut deutsch) und dort anbieten. Ich bin dankbar für Vorschläge.

Spruch des Tages:

Alles Unglück des Menschen kommt von seiner Unfähigkeit, still in seinem Zimmer zu sitzen.

Blaise Pascal (meine Übersetzung)

Bonustrack: Lebensmittelretter


Trenn dich challenge, die Zweite

Das war eine richtig gute Erfahrung. Und erschreckend.

Ich habe mich in den letzten beiden Wochen wirklich von 56 Dingen getrennt. Sogar von mehr.

Und für den Restmüll gabs nur eine Sache, eine bodylotion, die mich immer zum Schwitzen gebracht hat. Eindeutig kein bio-Produkt, sondern was mit Mineralöl Inhaltsstoffen. Alles andere habe ich verschenkt, gespendet, oder es kam in den Glascontainer, oder als Kompost in den Garten oder es kommt demnäx ins nächste Sozial Kaufhaus.

Vieles davon hatte ich aufgehoben, um irgendwann diese Rezepte nachzukochen oder mit den Materialien zu basteln. Und irgendwann wurde aus dieser Vorfreude eine Verpflichtung, oder eine Aufgabe. Und die ist jetzt weg. Yippie!!!!!!!

Erschreckend war, dass es ganz leicht war, mich von allem zu trennen. Das lag alles rum und hatte keine Bedeutung oder Freude für mich.

Mir ist aber auch klar, dass es viele Menschen gibt, hier und überall, die viel zu wenig haben. Für die ist das gar keine Option. Deswegen spende ich viele Gegenstände für das Sozialkaufhaus und ich spende auch Geld für Entwicklungsprojekte.

Hier spende ich gerne

Und hier auch

Gehört irgendwie zusammen, finde ich.

Es ist genug für alle da, wenn es gerechter zugeht. Und wenn ich Gerechtigkeit will, dann muss ich gerecht sein.

Spruch der Woche:

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:

Durch Nachdenken ist der edelste,

Durch Nachahmen der einfachste,

Durch Erfahrung der bitterste.

Konfuzius


Trenn dich mal Challenge

Minimalismus ist in. Tiny houses sind in. Downsizing ist in. Warum schaut es dann bei uns so voll aus?

Weil wir nur selten mitmachen.

Dabei sind wir in den letzten 4 Jahren zwei mal umgezogen. Die Chance haben wir genutzt und uns immer wieder überlegt: Pack ich das jetzt in den Karton? Oder kommt es weg. Und dennoch: Regale, Schränke, Keller, Kisten sind voll.

Und warum nicht? Frist doch kein Brot, haben wir früher gesagt. Heb es erst mal auf, du weißt ja nie…
Doch diese Gründe haben mich bewogen, doch mal eine Trenn-dich-challenge mitzumachen:

  • Der nächste Umzug kommt bestimmt. Und wenn es der Umzug ins Altenheim ist.
  • Wehe, wenn ich was suchen muss.
  • Abstauben und Hausputz.
  • Mehr Platz wäre schön, mehr optische Ruhe.
  • Dinge zu horten, die nicht genutzt werden ist Ressourcen-Verschwendung hoch drei. Hier steht es im Weg, jemand Anderes könnt es verwenden und kauft es neu.

Die Challenge geht so: 

Du trennst dich von ungenutzten, ungeliebten Dingen. Verkaufen, verschenken, eintauschen, spenden und wenn es gar nicht anders geht, eben wegwerfen. Am ersten Tag eine Sache, am zweiten Tag zwei, am dritten Tag drei, …, am siebten Tag sieben, am achten Tag sieben, am neunten Tag sechs, am zehnten Tag fünf, …, und am vierzehnten Tag wieder eine Sache.

Beispiele und Favoriten:

  • Kleiderschrank: Grenzwertige Klamotten sammle ich für den nächsten Urlaub. Dann noch einmal anziehen und dann werfe ich sie weg. Spart auch viel Waschen wenn ich wieder zuhause bin.
  • Platten, CDs, Filme, Bücherschrank: Über Tauschticket und booklooker habe ich schon viele Abnehmer gefunden.
  • Abos, Vereine, Versicherungen überprüfen und eventuell kündigen. Möglichst noch, bevor der nächste Jahresbeitrag abgebucht wird. 🙂 Warum ist das ökologisch? Weil Datenhaltung und -Auswertung viel Strom braucht. Und weil du dann mehr Geld in den Bioladen tragen kannst. 🙂
  • Die alten Kalender, die viel zu schade zum Wegwerfen waren: Vielleicht eignen sie sich als Geschenkverpackung.
  • Schuhe, Taschen, Schmuck, gute Kleidung, Schals und Tücher: Wie wäre es mit einem Stand beim nächsten Fashion Flohmarkt?
  • Wollreste, Stoffreste, Bastelkramreste, Spiele: Darüber freut sich eventuell der Kindergarten, das Altenheim, die Nachmittagsbetreuung. Oder du organisierst einen Bastelnachmittag mit deinen Freund*innen und brauchst das endlich auf.
  • Vielleicht ein paar Vorurteile und feste Meinungen? Alte Gewohnheiten? Probier doch mal was Neues aus. Der Mann in meinem Leben, der „völlig unmusikalisch ist und nicht tanzen kann“ ist jetzt ein begeisterter Square Dancer. Und Neues macht Lust auf Neues. Und Neues braucht Platz.

Was fällt dir noch ein? Ich freu mich auf deine Tipps.

Spruch des Tages: „Die mutigste Handlung ist immer noch selbst zu denken. Laut.“ Coco Chanel.

Bonustrack: auch irgendwie nachhaltig

Pro Entsorgung 2 Punkte


 

 

Darf ein bißchen mehr sein? Nein danke!

Dialog meiner Jugend in Nordbayern:
Ich: He Wirt, bring mir eine Halbe (= halbe Maß = 0,4 l Bier).
Wirt: Wart bis du durstig bist und dann bestell eine Maß!

Das gibts jetzt zum Glück nicht mehr. Aber vieles Andere scheint immer größer zu werden. Keine Angst, ich schreibe jetzt nicht von Autos oder Fernreisen. 🙂

Ist dir auch schon aufgefallen?

  • Pizza wird immer größer, ne kleine Pizza gibts schon gar nicht mehr, zumindest nicht hier.
  • Der normale Espresso wandelt sich gerade zum doppelten Espresso. Jetzt muss mensch einen kleinen Espresso bestellen wenn man die Größe von 2015 haben möchte. Das Gleiche gilt für Saft oder Schorle.
  • Es gibt hier in der Nähe einen Biergarten, da kann mensch 900 (!) g Steaks vom Grill bestellen.
  • Und eine Schnitzelkneipe, da ist das Schnitzel so groß, dass die Beilagen auf einem separaten Teller serviert werden.
  • Überhaupt werden Portionen immer größer, in Kantinen wie in Restaurants. Und da wir alle brav unseren Teller aufessen werden wir immer dicker. 😦
  • Aussage einer französischen Winzerin: Ihr Deutschen wollt immer nur den besten Wein. Drunter tut ihr’s nicht.
  • Und es gibt jede Menge Leute, die jetzt eine Winterjacke kaufen, die polartauglich ist und damit in deutschen Städten im Eiscafé sitzen. Draußen, unterm Heizpilz.

Und so weiter.

Stört das nur mich? Hast du auch Beispiele für diesen Größenwahn? Was können wir tun? Bitte schreibe mir deine Gedanken. Ich meckere wenigstens gelegentlich dagegen an.

Das Zitat des Tages kommt von Saphira, dem Drachen von Eragon:
Warum ist alles so schwierig?
Weil jeder essen will aber keiner will gegessen werden!

Bonustrack: Gute Nachrichten

Ich wünsche dir einen schönen Herbst.


 

Bunte Reste

Neulich habe ich mir Garne gekauft für ein Projekt. Leider waren es die Falschen. Passt nicht. Schade.

Zum Glück steht Weihnachten vor der Tür. Und da ich eine bekennende Schenkerin bin und eine bekennende Öko habe ich aus den Garnen kleine Säckchen gehäkelt. Statt Geschenkpapier. So langsam fallen mir jetzt auch die vielen Muster wieder ein. Auch gut.

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Sind doch schön geworden, oder?

  • Schenken statt wegwerfen klappt auch immer öfter. Meine überzähligen Zimmerpflanzen bin ich alle losgeworden. Und manche kann ich sogar besuchen kommen. Und Freunde brachten eine ganze Kiste mit Quitten. Leckerlecker.
  • Bei einem Bekannten zog eine Haushaltshilfe ein. Darauf hin stiegen die jährlichen Stromkosten um 1.000,00 €. Um Tausend Euro! Bei zwei Personen im Haushalt. Wir haben – auch zu zweit – nicht mal 500 € im Jahr. Öko sein lohnt sich. Dafür kann ich dann  viel im Bioladen einkaufen. 🙂
  • Spruch des Tages: Alles, was du tust, macht einen Unterschied. Du musst dich nur entscheiden, was für einen Unterschied du machen willst.
    Jane Goodall
  • Zahl des Tages: Pro Jahr verschmutzen zwischen 340 und 680.000 Tonnen Kippen unseren Planeten – ein gigantischer Berg von toxischem Sondermüll. (Quelle wwf)

Bonustrack: noch mehr Tipps.

Gewinn für die Umwelt: Alles was verwendet wird statt weggeworfen schont doppelt.

Dein Gewinn: Du kannst so jede Menge Geld sparen und hast mehr Platz in der Tonne. Und eines Tages wirst du diesen Platz an deine Nachbarn verkaufen können.

5 Punkte