Bemerkenswert

Heute bin ich ein Öko.

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

nur heute – und vielleicht noch morgen 😉

Warum eigentlich?

Global gesehen ist es doch egal, ob ich ein oeko bin, ob ich Wasser spare, das Licht ausmache und meinen Müll trenne.

Stimmt. Global gesehen bewirke ich nix. Die Welt retten kann ich nicht, dazu ist sie auch zu vielen Menschen und Firmen egal.

Aber ich lebe nicht global, ich lebe lokal. Und wenn ich hier ein oeko bin, dann kann ich sehr wohl Einiges erreichen. Das gesparte Wasser habe ich auch morgen noch. Der Müll landet nicht im Wald und auf der Wiese in meiner Nachbarschaft. Wenn ich Bioprodukte verwende, dann ist die Wirkung auf mich sogar 100 Prozent.

Ich bin weniger Teil des Problems, ich werde Teil der Lösung. Und ich bin ja nicht allein.

Also: Heute bin ich ein oeko – und vielleicht noch morgen.


 

Philosophie, die Zweite

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Dankbarkeit als Heilmittel gegen Frust und Unzufriedenheit wird alleweil gerne propagiert. Mir hilft sie sehr.

Sehr häufig übersehen wir das Naheliegende. Das was wir schon haben, das Selbstverständliche. Und fokussieren zu sehr auf das was uns (vermeintlich) noch fehlt zum Glück. Und wenns geht, dann erwerben wir das Fehlende und sind hinterher ganz schnell genauso unzufrieden wie vorher. Und wehe, es geht nicht!

Gerade jetzt, mit den ganzen Ausgangsbeschränkungen und der vielen Zeit sind viele frustriert, all die geplatzten Pläne. Mein Schwager hatte Ägypten und Tauchen gebucht, wir wollten ins Elsaß und mit dem neuen Motorrad die Vogesenpässe genießen, eine Kollegin hatte Ostern in New York auf dem Programm und die Liste ist endlos.

Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!

Und wieder locken die üblichen Trösterchen: online shopping, zocken, Schoki, Alkohol, Chips, Netflix. Fällt mir noch mehr ein, dir bestimmt auch. Und wie üblich geht davon der Frust nicht wirklich weg, kommt evtl. noch der Frust über das steigende Gewicht und den schwindenden Kontostand dazu.

Und da kann die Dankbarkeit helfen. Ich mach das so:

Wo immer ich grad bin mach ich die Augen kurz zu. Und wenn ich die wieder öffne, dann sehe ich meist sofort etwas, für das ich dankbar sein kann. Ich habs mal in der Badewanne gemacht und war gleich froh, dass da so eine schöne geflieste Wand war. Die hat nicht nur den Wind und den Regen draußen gelassen sondern auch die Blicke der Nachbarin. Und dass die Fliesen scheußlich waren, das hat mich dann gar nicht gestört. 🙂

Meist stell ich mir den handy-Wecker und suche ein paar Minuten lang gezielt Wesen und Dinge für die ich dankbar bin. Mann und Kater zum Beispiel. Die Spatzen vor dem Fenster. Die gemütliche Couch, auf der ich grad liege. Das schöne Bild, das der Markus gemalt hat. Die vielen Zimmerpflanzen. Die Bücherwand. Egal.

Du wirst sehen, es gibt so viel für das du dankbar sein kannst. Und du wirst sehen, nach ein paar Minuten fängst du an zu lächeln und es geht dir besser. Auch dieses Trösterchen hält nicht ewig, aber es macht wenigstens nicht dick und nicht arm.

Bonustrack:  Liste von Einrichtungen die Sachspenden nehmen

Spruch der Woche: Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten.
Henry Ford


 

Und was jetzt?

Corona machts möglich. Auf einmal haben wir viel Zeit. Und was machen wir jetzt damit?

Hier ein paar meiner Vorsätze. Bis jetzt habe ich kaum was davon verwirklicht, weil ich noch mit dem Organisieren des neuen Lebens beschäftigt war. Aber jetzt:

Ich will einiges lernen. Zum Beispiel welche Wildkräuter wir essen können und wie die schmecken. In unserem Garten lassen wir ja so einige ungeliebte Kräuter stehen. Zumindest mal bis sie überhand nehmen oder ich an diese Stelle eine andere Pflanze setzen will. (Da habe wir uns übrigens einen Vorrat zugelegt, Bellis, Primeln, Nelken, Rapunzeln. Ich hoffe das Lagerhaus hat noch lange auf, dann geh ich da immer wieder rein und hole Nachschub). Zu diesem Thema gibt es ganz viele Bücher.

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Das ist das Buch, das ich verwende:

Zur Zeit habe ich sehr viele Taubnesseln im Garten. Leider schmecken mir weder Blüte noch Blatt. Schmeckt ein wenig wie rote Beete. Und das ist so gar nicht meins.

 

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Das andere, das ich lernen will ist, wie ich Drogerie-Produkte selber machen kann. Auch dafür habe ich ein Buch.

 

 

 

Und was ich auch will, das ist wieder mal durch die Räume gehen und mir überlegen, ob ich all das behalten will, was sich da so findet. Da kann bestimmt viel weg, ohne dass ich zu Marie Kondo werde. 🙂 Und was ich dann nicht mehr haben will, das versuche ich einzutauschen, zu verkaufen, zu spenden, zu verschenken. Oder zu verwandeln. Hier genieße ich sehr die Anregungen im blog von Astrid und Manfred Schlüter (https://schlueterhomedesign.com/author/astridmanfred/) Wegwerfen will ich nur wenig. Aber sicher, das eine oder andere wird in der Tonne landen.

Wie verbringst du jetzt die freie Zeit? Hilfst du Nachbarn die zuhause bleiben wollen beim Einkauf? Betreust Kinder die nicht in die Schule können? Netflix und chill? Endlich mal den Schreibtisch aufräumen? Ihr Kinderlein kommet realisieren?  Bitte hinterlasse einen Kommentar.

Bonustrack: Selbstversorgung auf dem Balkon

Spruch des Tages:
Wer nicht kann wie er will, muss wollen was er kann.

Bleib gesund und fröhlich


 

 

 

 

Yippie, Gartenzeit

Jetzt geht sie wieder los, die Gartenzeit. Juckt es dich auch schon wieder in den Fingern? Ich freu mich drauf.

Du hast nur einen Balkon? Macht nix, die Tipps gehen auch auf dem Balkon.

Du hast nur Freunde mit Balkon oder Garten? Dann lies trotzdem bitte weiter. Pflanzen sind auch immer ein schönes Geschenk………

Also, wenn du jetzt Lust bekommst neu zu säen oder zu pflanzen, dann denke bitte auch an die heimische Tierwelt. Viele Gärtnereien wissen inzwischen Bescheid, welche Pflanzen wichtig sind für Insekten. Solche mit offenen Blüten zum Beispiel. Oder welche Früchte und Samenstände auch für die Vögel interessant sind. Die Amsel zum Beispiel, der Verrecken, liebt den Sanddorn. Noch bevor der richtig reif ist und ich mir überlegt habe, was ich aus den Beeren mache zupft die Amsel die Beeren ab. Sieht lustig aus. Soll mir Recht sein.

Besonders wenn du mehrjährige Pflanzen in deinen Garten holen willst wäre es toll, wenn du dich gut informierst. Ja, heimische Obstgehölze brauchen mehr Zeit und Einsatz als die Thuja Hecke. (Aber eigenes Obst oder Nüsse haben ihren Reiz). Und Geranien hat vielleicht schon deine Oma immer auf dem Balkon gehabt. Und dir gefallen sie auch. Aber leider bieten Geranien den heimischen Insekten so gar keine Nahrung. Du kannst ja mal mit ein paar ökologisch interessanten Pflanzen anfangen und schauen, wie die sich machen – und welche Schmetterlinge sie anlocken.

Und noch eine Bitte: Vielleicht kannst du dich mit den ungeliebten Kräutern ein wenig arrangieren. Gerade Brennnessel und Co. sind so wichtig für Insekten. Und jetzt im Frühjahr können sie deinen Speisezettel bereichern. Jäten durch Ernten, das hat mir schon immer gefallen. 🙂

Schmetterling

Das ist ein super Gewinn für die Umwelt und für dich und gibt ganz viele Glückspunkte

Bonustrack: Bioboden versucht heimischen wertvollen Ackerboden zu schützen

Spruch der Woche:
Sobald die Gänse den Teich verlassen haben, lässt das Wasser ihr Spiegelbild los
Huancha Daoren


 

Philosophisches

Wie oft passiert dir dies? Du bist frustriert, müde, genervt, traurig, unzufrieden? Dein Leben ist nicht so wie du es möchtest? Deine Arbeit? Deine Familie und Freunde? Dein Körper? Deine Freizeit?

Wahrscheinlich doch recht häufig. Schon komisch, wir leben in einem reichen Land, haben fast alles was wir zum guten Leben brauchen. Wenig Katastrophen bedrohen uns. Ich sage gerne: Dieses Franken ist eine gesegnete Gegend. Keine Erdeben, keine Vulkane, wenig Unwetter, selten Hochwasser, friedlich, gutes Essen und Trinken. Viel Sicherheit. Viel Freizeit, schöne Feste. Sogar das Wetter ist gut, meistens. Andere kommen hierher um Urlaub zu machen. Fahrrad fahren und wandern und paddeln und Kultur genießen. Und wir? Wir sind unglücklich, unzufrieden.

Und was machen wir dann?

Erstmal ein Bier auf. Brauchen ein Stück Schoki. Gehen shoppen. Hocken vor der Glotze. Spielen am Computer. Rolladen runter und rauf auf die Couch.

Obwohl, das mit der Couch könnte der Anfang einer Lösung sein.

Jeden Tag mal fünfzehn Minuten gar nix machen, außer vielleicht die Katze streicheln. Nur sein. Auf der Couch liegen, vielleicht mit der Kuscheldecke. Gerne auch mit dem Kuschelmenschen. Schweigen. Nix lesen, kein Radio, kein TV, nix essen, nix planen. Einfach nur sein. Gar nicht so leicht. Meistens fällt mir dann ein, dass ich noch schnell ein Brot fürs Abendessen auftauen muss, oder die Wäsche in den Trockner schmeißen, oder jemanden anrufen, oder dieses dringende mail beantworten, oder die Blumen gießen. Und da ruhig liegen zu bleiben und mir zu sagen, dass das jetzt die paar Minuten noch warten kann, das ist schwer.

Aber hallo! Diese fünfzehn Minuten am Tag, nur für mich, das muss doch gehen, oder? Einfach nur zur Ruhe kommen, den Kopf wieder über die Füße bringen. Die Gedanken laufen lassen.

Und wenn ich mich danach frage, wie es mir geht, dann geht es mir meistens besser. Mich macht diese Pause ruhiger, gelassener. Danach lebe ich konzentrierter, fokussierter.

Probiers doch mal aus. Und ob du das dann Pause nennst, oder Meditation, oder ein Nickerchen, das ist egal. Schau doch mal, was es mit dir macht. Und vielleicht, vielleicht musst du dann erst mal nix konsumieren. Und dann ist das wieder ökologisch.

Und jetzt gieß ich die Blumen.

Bonustrack: Übersicht über ethische Geldverwaltung

Spruch des Tages: Zeithaben ist das zweitschönste Wort. Nach Liebe.
Von meinem Tankstellenwirt


 

Heute mal: Mehr in der Küche

Nämlich mehr Geschmack.

Ich mag mein Essen „bröckelich“ wie wir hier in Franken sagen. Also mit Stückchen. Suppen, Saucen, Marmeladen und auch der Kartoffelbrei. Bei mir wird in der Küche geschnippelt und gemörsert und gestampft statt püriert.

So bleibt der Geschmack interessanter und intensiver. Geschmackstaschen nennen wir das, wenn die einzelnen Bestandteile eines Gerichts noch zu sehen, spüren und zu schmecken sind.

Auch Kuchenteige rühre ich von Hand (mit einem Messer) und auch da muss nicht alles super gleichmäßig verteilt sein.

So bleiben Mixer und Pürierstab meistens aus – und damit wirds wieder ökologischer, weil ich weniger Strom verbrauche. Ich habe mehr Bewegung, was mir auch gut tut. Und besser schmeckt es uns auch.

Das rettet die Welt nicht wirklich. Aber ein Anfang ist gemacht und es geht mir ja viel darum umzudenken und möglichst wenig zu verschwenden.

Ich bin sicher, dass schon viel gewonnen wäre, wenn wir nicht so gewohnheitsmäßig verschwenderisch mit den Ressourcen umgehen. Dann reicht es länger für uns alle.

Spruch der Woche: „Ein kleiner Schritt ist auch ein Schritt.“

Bonustrack: Berater zum Thema E-Mobilität


Mengenmäßig less waste

Noch immer less waste in der Küche: In Deutschland und überall wird zu viel Essen weggeworfen oder falsch verwendet. Dafür gibt es viele Gründe, nicht alle kann ich und kannst du ändern. Aber ein wenig geht schon.

  • Ich akzeptiere, dass ich nicht alles essen mag. Und den Anderen an unserem Tisch geht es genauso. Und wenn es noch so gesund ist. Also am Besten nicht wieder kaufen.
  • Obst und Gemüse und Salat werden bei uns leider immer wieder weggeworfen, weil es einfach schneller schlecht wird wie aufgegessen. Dummerweise kann ich aber nicht täglich gute Ware kaufen – also gibts Vorrat und Vorrat hält nicht durch. Dagegen hilft ein rechtzeitiges Einkochen und Einfrieren. Hilft auch bei Milch und anderen Speisen mit begrenzter Haltbarkeit.
  • Ich will nur kaufen und essen, was ich wirklich brauche für Leib und Seele. Und wieviel ich wirklich brauche für Leib und Seele. Viele Leute kämpfen mit dem Übergewicht – oder noch schlimmer: sie haben aufgegeben. Und die Schlanken, die wollen auch lieber weniger essen, damit sie ihre schöne Taille behalten können, oder den Sixpack.
    Da sind große Packungen einfach die schlechtere Wahl. Auch wenn das Verhältnis von Preis und Menge besser ist. Und auch das Verhältnis von Verpackung und Inhalt. Dennoch.
    Da fällt mir ein, als ich Kind war, da wurden am Ende vom Mittagessen die Reste aufgeteilt. Ob wir noch Hunger hatten oder nicht. Es musste alles weg. Meistens waren es Kartoffeln. Und noch nicht mal leckere, nee, so richtige Potacken. Natürlich mit dem Argument, dass die armen Kinder in Afrika… Mein Hinweis, dann doch lieber weniger zu kochen und das gesparte Geld den armen Kindern in Afrika zu spenden fiel nicht auf offene Ohren. Aber ich fand’s logisch.
  • Wenn ich abnehme, dann esse ich jetzt weniger und ich brauche auch in Zukunft weniger. Dabei hilft mir, bewußt zu essen, oft zu kauen. Langsam zu essen und zu versuchen, das Essen wirklich zu genießen und nicht zu schlingen. Leider ist auch das ein Überbleibsel meiner Kindheit. Schnell musste es schon gehen, mit dem Essen. Aber ich kann mich immer noch ändern. Schwer, aber machbar.
    Und was beim Abnehmen noch hilft, das sind möglichst kleine Teller, Schüsseln und Töpfe zu verwenden. Schließlich isst das Auge mit und wenn ich so einen vollen Teller geleert habe, dann muss ich ja satt sein, oder? 🙂
    Und bevor ich einen Nachschlag nehme, da atme ich schön tief in den Bauch hinein. Probiers mal aus, wie es dir damit geht.
  • Fantasie ist natürlich auch gefragt, wenn es um den Genuss von Resten geht. Rumfort Essen nannten wir das in der Rhön. Liegt rum, muß fort.

Nachtrag zum Reis-Einweichen: Anscheinend ist Einweichen auch noch gesünder

Spruch der Woche:
Halte dich von negativen Leuten fern. Sie haben ein Problem für jede Lösung. (Albert Einstein)

Wie vermeidest du dass aus Essen Müll wird? Bitte schreibe einen Kommentar.


 

Less waste: Gefrierschrank

Gefrierschrank oder Truhe brauchen einiges an Strom. Aber sie haben ihr Vorteile.

Sie sind super Helfer bei der Vorratshaltung. Nicht alles eignet sich für Trocknen oder Einkochen. (Eis zum Beispiel 🙂 )Und wenn sich durch Einfrieren die Einkaufsfahrten verringern lassen, dann sparst du wieder Energie. Einmal große Mengen kochen oder backen statt öfter kleine Portionen spart nicht nur Zeit sondern ebenfalls Energie.

Wieviel Energie dein Gerät tatsächlich benötigt, hängt von dir ab:

Ganz klar, aber das weißt du ja, nur kalte Speisen reinlegen. Und mindestens einmal im Jahr abtauen. Und eine Liste, welches Essen in welchem Fach liegt hilft enorm beim Suchen.

Und möglichst selten öffnen. Denn bei jedem Öffnen fließt kalte Luft heraus und zimmerwarme Luft strömt hinein – und die muss wieder gekühlt werden. Und gerade jetzt ist mein Gefrierschrank fast leer, weil die Vorräte von Sommer und Herbst aufgefuttert sind. Also wird ganz viel Luft ausgetauscht.

Ich habe jetzt aber ganz viele leere Vorratsbehälter. (Am Besten aus Glas, kein Plastik, natürlich.) Die Lösung: ich stell die Behälter in den Gefrierschrank. Sie sind aus dem Weg und sie füllen den Platz, so dass weniger Luft strömen kann.

Und wenn ich dann was futtern will, dann lasse ich das über Nacht im Kühlschrank auftauen. Ist eh besser, weil schonend, und der Kühlschrank muss weniger kühlen.

Geht natürlich nur, wenn ich rechtzeitig dran denke 🙂

Aber das liegt ja an mir.

Bonustrack: Nachhaltiger Einkaufen

Spruch der Woche:

Aus Fehlern wird man klug, daher ist einer nie genug!