Bemerkenswert

Heute bin ich ein Öko.

Dies ist die Kurzfassung des Beitrags.

nur heute – und vielleicht noch morgen 😉

Warum eigentlich?

Global gesehen ist es doch egal, ob ich ein oeko bin, ob ich Wasser spare, das Licht ausmache und meinen Müll trenne.

Stimmt. Global gesehen bewirke ich nix. Die Welt retten kann ich nicht, dazu ist sie auch zu vielen Menschen und Firmen egal.

Aber ich lebe nicht global, ich lebe lokal. Und wenn ich hier ein oeko bin, dann kann ich sehr wohl Einiges erreichen. Das gesparte Wasser habe ich auch morgen noch. Der Müll landet nicht im Wald und auf der Wiese in meiner Nachbarschaft. Wenn ich Bioprodukte verwende, dann ist die Wirkung auf mich sogar 100 Prozent.

Ich bin weniger Teil des Problems, ich werde Teil der Lösung. Und ich bin ja nicht allein.

Also: Heute bin ich ein oeko – und vielleicht noch morgen.


 

Stromsparen beim Kochen

Ganz klar, am meisten Strom sparst du, wenn du konsequent essen gehst 🙂

Nee, ernsthaft, selber kochen hat viele Vorteile. Meistens machen wir es ja wie immer, wie wir es halt gelernt haben.

Dazu gelernt habe ich beim campen: nur eine Kochstelle und immer zuwenig Gas. Und oft genug kalt und unbequem und windig. Aber wir wollen es ja nicht anders.

Also habe ich angefangen rechtzeitig einzuweichen: Reis, Getreide, Getrocknete Lebensmittel wie Linsen. Mit Nudeln habe ich es noch nicht probiert. Aber sonst kann ich damit die Garzeit locker halbieren.

Und neulich im Kino haben wir ja fast alle gelernt, dass es eine gestotterte Lichtgeschwindigkeit gibt 😂. Und gestottert kochen habe ich auf dem Zeltplatz gelernt. Weil, wie gesagt, nur eine Kochstelle, aber zwei oder drei Töpfe. Also habe ich die abwechselnd auf den Kocher gestellt, grad bis es wieder gekocht hat. Und was soll ich sagen? Die Kochzeit hat sich kaum verlängert. WOW!

Und mit den modernen Herden und Kochtöpfen klappt das zuhause erst recht. Klar nicht bei allen Rezepten aber erstaunlich oft.

Hab ich schon erwähnt, dass ich gerne experimentiere? 😂😂😂

Ich nutze auch gerne den Platz in der Röhre aus und lass da gleich noch was mitgaren.

Wie sparst du Energie beim Kochen? Bitte schreibe einen Kommentar.

Spruch des Tages:

Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner. Bis die Idee Erfolg hat.

Mark Twain

Macht Hoffnung: Solar E-Mobil

Macht betroffen: The turning point (youtube)

Dein Gewinn: das sanfte Garen lässt das Essen oft besser schmecken, du sparst Zeit und Geld

2 Punkte


Less waste: Zitrusfrüchte

Jetzt ist die Zeit für Orangen, Zitronen, Grapefruit und Mandarinen.

Und da fallen viele Schalen an. Auf den Kompost sollen sie nicht, und im Biomüll sind sie auch nicht wirklich erwünscht.

Wohin damit, wenn ich Müll sparen will?

Wenn es eine Bio-Zitrone ist dann schäle ich die oberste, farbige Schicht möglichst dünn ab und trockne sie. Damit würze ich Tee, Limo, Marmelade usw.

Die Schale von Bio-Zitrusfrüchten lass ich kurz antrocknen und lege sie dann in Essig oder Öl ein, 4 bis 6 Wochen ziehen lassen und abseihen. Super für die Topf und Salate.

Aber das weißt du bestimmt schon.

Und jetzt kommen die Experimente. Ich mag Experimente. Bei mir klappt das alles problemlos, aber ich übernehme keine Haftung. Wenn du das ausprobieren willst, ist das – wie immer – deine Entscheidung und deine Konsequenzen.

Regel Nummer 1: Keine Experimente mit verchromten Teilen, Maschinen oder Stein. Das gibt nur Ärger und Verdruss.

  • Mit der Schale einer ausgelöffelten Grapefruit putze ich Waschbecken, Spülbecken, die Badewanne und die WC-Schüssel. Also Keramik, Edelstahl und Emaille. Das rostet nicht und löst sich nicht. Und lässst sich bequem abbrausen.
  • Zitronensäure entkalkt und entfernt Urinstein, deshalb schneide ich Zitronenschalen klein und lass sie über Nacht im WC schwimmen. Klappt auch super mit Mandarinenschalen.
  • Vasen, Pflanzgefässe, Wasserkaraffen, alles was robust genug ist, wird ebenfalls über Nacht eingeweicht und ist am nächsten Tag wesentlich leichter zu reinigen.

Was machst du mit den Schalen? Hast du schon mal kandiert oder in Schokolade getaucht? Hast du Erfahrung mit selbstgemachtem Orangenreiniger? Bitte schreibe einen Kommentar. Danke.

Du sparst Zeit und Geld und entlastet die Umwelt. Weniger Verpackungen brauchst du auch.

Und vielleicht magst du ja auch Experimente.

„jetzt ist eh die Zeit der guten Vorsätze, warum nicht Richtung Ökologie?“

Cathagoessustainable.wordpress.com


zero waste: Kalender

Wieder mal auf den letzten Drücker:

Jetzt ist ja nicht nur die Zeit der guten Vorsätze (wenn du noch einen brauchst: Suche jeden Tag das Lachen. Und gib es weiter). Es ist auch die Zeit die alten Kalender ab zu hängen, dass Platz ist für die Neuen.

Und alte Kalender kannst du komplett verwenden:

  1. Du kannst Briefumschläge draus basteln, entweder ist eh eine Seite weiß – oder du klebst auf die bunte Seite einen kleinen Aufkleber für die Adresse.
  2. Du kannst kleine Notizzettel ausschneiden, zum Einkaufen, als Botschaft für deine Lieblingsmenschen, als Lesezeichen. Hab ich schon ein paar mal verschenkt, kam meistens gut an.
  3. Du kannst Motive ausschneiden und auf Selbermach-Karten kleben. Und gleich noch den Umschlag dazu.
  4. Oder in kleine Bilderrahmen stecken.
  5. Aus großen Kalenderblättern kannst du Geschenktüten basteln:
    Anleitung
    oder so
    Filmchen zum Thema
  6. Oder du wickelst gleich deine Geschenke drin ein.
  7. Und die Drahtbügel sind prima zum Basteln, weil sie schon so schön kringelig sind. Ich hab zum Beispiel Suncatcher  draus gebastelt.
  8. Je nach Papier und Kleber kannst du Kartons damit bekleben, als Aufbewahrungsbox.
  9. Wenn du nicht selber basteln willst, frag doch mal im Kindergarten, oder in der Mittagsbetreuung der Grundschule, oder im Seniorenheim. Meistens sind diese Organisationen sehr dankbar für Materialien.
  10. Und wenn du nicht genug alte Kalender hast – frag doch mal deine Ärzt*innen oder in der Firma oder wo immer schöne Kalender hängen. Viele geben diese gerne ab.

Spruch des Tages: 

„Was sind das für Schiffe? Die haben doch keine Flotte!“
„Das ist keine Flotte, Sir. Das sind einfach nur Leute.“
Aus Star Wars. Ja genau, wir sind keine Flotte, aber ganz viele Leute 🙂

Bonustrack: Nutztierschutz

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Produktion, weniger Transport

Dein Gewinn: Individuelle Geschenke, Spaß am Selbermachen, glückliche Empfänger

5 Punkte


 

 

 

Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus …

Das singen die Kinder gerade in der Schule. Voller Freude (und richtig laut). Wie schön, diese Begeisterung. Da haben uns die Kinder einiges voraus.

Ich nehme mir ein Beispiel und singe mit.

Tut gut.

Was mich auch begeister hat, das war die blog-Parade von Jani und Freddy:

https://nochsoein.blog/

Und da nehme ich mir auch ein Beispiel.

Wenn du also auch einen Blog hast oder eine HomePage, die zum Thema Ökologie oder Nachhaltigkeit oder Upcycling oder Essenretten passt, oder zur Vermeidung von Müll oder Plastik, dann ist bist du hier richtig:

Wenn du magst, dann schreibe einen Kommentar, beschreibe kurz, worum es geht und setz den link ein.

Wenn es ein kommerzielles Angebot ist, dann schreibe auch das bitte in den Kommentar.

So, und jetzt bin ich gespannt, wer mitmacht.

Und dann habe ich noch eine Empfehlung zu einer Autorin:

Ruth Ozeki schreibt Romane, spannendes plot, interessante Menschen, und das Ganze hat mit den Themen Konsum, Ökologie, Fleisch, Protest usw. zu tun. Ich lese sie gerne, vielleicht gefällt sie dir auch?


Weihnachtsgeschichte

Dies ist meine Lieblingsweihnachtsgeschichte. Habe ich vor vielen Jahren gelesen. Ich weiß schon gar nicht mehr wo und erst recht nicht, wer sie geschrieben hat. Liebe*r Autor*in, bitte sei nicht böse, wenn ich die Geschichte hier erzähle.

Also: Eine Familie sitzt kurz vor Weihnachten beim Abendbrot. Papa, Mama, Lily und ihr Bruder Timmy.

Auf einmal fängt Timmy an und macht sich lustig über seine kleine Schwester. „Die ist doch blöd, die Lily, die ist total blöd.“ Seine Mutter sagt zu ihm:“Hör doch auf, wie kannst du so etwas sagen?“ Und Timmy antwortet: „Die ist so blöd, die glaubt doch noch ans Christkind.“ Die kleine Lily fängt prompt an zu weinen. „Aber das Christkind, das gibt es doch, das kommt doch am Sonntag, oder?“

Die Mutter schimpft Timmy, sagt „schau, jetzt weint sie, du bist gemein. Los, ab auf dein Zimmer. Und Nachtisch gibts auch keinen.“ Und zu Lily sagt sie:“klar, meine Süße, das Christkind kommt am Sonntag.“ Der Vater stöhnt genervt.

Am nächsten Tag, im Schulbus, erzählt Timmy seinem besten Freund: „Neulich habe ich gehört, wie Papa und Mama beschlossen haben, dass wir Weihnachten nicht mehr feiern. Und die Lily, die ist doch erst vier, die ist dich noch so klein. Aber ich habe Weihnachten gerettet. Und für nächstes Jahr fällt mir bestimmt auch noch was ein.“

Das ist doch schön, oder? Weihnachten mit viel Liebe, ein wenig Opfer und gar keinen Konsum.

Dieses Jahr tu ich mir echt schwer mit Geschenken. Ich habe schon oft völlig daneben gelegen. Und war mir eigentlich total sicher, den Geschmack getroffen zu haben. Die Idee, mit den gemeinsamen Unternehmungen fand ich klasse, aber es ist echt schwer gemeinsame Zeiten zu finden.

Vielleicht beschenke ich dieses Jahr mal jemanden, der nicht damit rechnet. Oder ich spende, gibt ja genug Organisationen, die für meine Ziele kämpfen.

Lasst uns Weihnachten wieder zum Fest der Liebe machen.


Statistik, oder: andere Länder, andere Sitten

Als Frankreichfan habe ich mich ja bereits geoutet. Da sind ganz andere Dinge wichtig als hier in Deutschland.

Autos und Häuser sind kleiner zum Beispiel. Dafür hat das Essen, vor allem in Gesellschaft, einen höheren Stellenwert.

Um besser Französisch zu verstehen lese ich gerne französische Zeitschriften. Und war ganz begeistert, ein Magazin zu finden, das „zero gaspi“ heißt, auf deutsch: keine Verschwendung. Zero waste, auf Neudeutsch.

Ist sehr gut gemacht, Theorie und viel Praxis.

Und bei der Theorie fand ich die Statistik: Franzosen geben ca. 25 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Und sie werfen davon durchschnittlich 30 kg pro Mensch und Jahr weg. Und finden das furchtbar.

Deutsche geben im Schnitt 10 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus und werfen im Schnitt 80 kg pro Mensch und Jahr weg. Und das ist uns ziemlich egal.

Da könnten wir doch von den Nachbarn lernen, oder?

Und ich suche konkret nach Rezepten für reife Bananen. Möglichst einfach in der Zubereitung. Bei uns in der Tafel W*heim bleiben immer soviele Bananen übrig und da würde ich gerne ein paar Rezepte malen (können nicht alle gut deutsch) und dort anbieten. Ich bin dankbar für Vorschläge.

Spruch des Tages:

Alles Unglück des Menschen kommt von seiner Unfähigkeit, still in seinem Zimmer zu sitzen.

Blaise Pascal (meine Übersetzung)

Bonustrack: Lebensmittelretter


Trenn dich challenge, die Zweite

Das war eine richtig gute Erfahrung. Und erschreckend.

Ich habe mich in den letzten beiden Wochen wirklich von 56 Dingen getrennt. Sogar von mehr.

Und für den Restmüll gabs nur eine Sache, eine bodylotion, die mich immer zum Schwitzen gebracht hat. Eindeutig kein bio-Produkt, sondern was mit Mineralöl Inhaltsstoffen. Alles andere habe ich verschenkt, gespendet, oder es kam in den Glascontainer, oder als Kompost in den Garten oder es kommt demnäx ins nächste Sozial Kaufhaus.

Vieles davon hatte ich aufgehoben, um irgendwann diese Rezepte nachzukochen oder mit den Materialien zu basteln. Und irgendwann wurde aus dieser Vorfreude eine Verpflichtung, oder eine Aufgabe. Und die ist jetzt weg. Yippie!!!!!!!

Erschreckend war, dass es ganz leicht war, mich von allem zu trennen. Das lag alles rum und hatte keine Bedeutung oder Freude für mich.

Mir ist aber auch klar, dass es viele Menschen gibt, hier und überall, die viel zu wenig haben. Für die ist das gar keine Option. Deswegen spende ich viele Gegenstände für das Sozialkaufhaus und ich spende auch Geld für Entwicklungsprojekte.

Hier spende ich gerne

Und hier auch

Gehört irgendwie zusammen, finde ich.

Es ist genug für alle da, wenn es gerechter zugeht. Und wenn ich Gerechtigkeit will, dann muss ich gerecht sein.

Spruch der Woche:

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:

Durch Nachdenken ist der edelste,

Durch Nachahmen der einfachste,

Durch Erfahrung der bitterste.

Konfuzius