Beschattung

Es sieht doch glatt so aus, als sei die größte Hitze vorbei. Tagsüber immer noch schön warm, abends dann schnell kühl. Zumindest hier in Nordbaden. Trocken ists leider auch noch. Woanders zuviel Wasser, hier eher zu wenig. Immerhin kommt’s noch aus der Leitung. (Wir haben eine zweite Regentonne aufgestellt, samt Regendieb, falls es doch mal regnet).

Was ich in diesem Sommer gelernt habe, das ist die Bedeutung von Schatten. Die Wohnlage ist Richtung Süden, die Sonne kommt also wirklich gut bei. Im Süden auch kein Balkon oder wenigstens ein überstehendes Dach. Da ist jeder Schatten wichtig:

  • Die Markise über der Terrasse ist Gold wert. Nicht nur, dass wir so wirklich oft draußen sitzen (und essen) konnten, das Zimmer dahinter war angenehm kühl. 24 °C war mal das wärmste, was der Thermostat gemessen hat. Ganz ohne air-condition.
  • Die schrägen Dachfenster Richtung Süden hat der Mann meines Herzens mit Rettungsfolie abgeklebt. Mit der silbernen Seite Richtung Sonne. Und unbedingt außen anbringen, sonst wird es zwischen Folie und Scheibe zu heiß. Und die Hitze soll ja eh draußen bleiben. Bringt enorm viel. Vorher wars unter dem Dach tagsüber kaum auszuhalten, jetzt ists ganz ok. Die Folie lässt genug Licht durch, dass es auch ohne elektrisches Licht geht. So ein diffuser Lichtschein. Pflanzen hab ich in dem Raum im Sommer nicht – und im Winter kommt die Folie ab. Sie hält schon seit Wochen, trotz gelegentlichem Regen oder Wind.
  • Der alte Pfirsichbaum hat zwar nicht wirklich gut getragen, dieses Jahr, aber er beschattet ganz wunderbar die Kräuter darunter. Noch immer alles grün.
  • Im Garten habe ich wachsen lassen, was von alleine wachsen wollte. „Unkraut“ gibts bei mir eh nicht, wenn überhaupt, dann ungeliebte Kräuter. Brennnessel & Co. haben den Vorteil, dass sie mit Hitze und Trockenheit ganz gut zurecht kommen. Gedüngt müssen sie eh nicht werden. Und sie haben geholfen, den Boden zu bedecken. Dadurch kommen Sonne und Wind nicht so gut an die Erde, sie bleibt länger feucht und ich muss nicht so viel gießen. Und/oder natürlich mulchen. Auf den Fotos ist übrigens mein Lieblings Wildkraut, die Nachtkerze. Was für ein Duft am Abend und am Morgen.
  • Gegossen habe ich dennoch kräftig. Ich habs mal durchgerechnet. Immer noch viel billiger als neue Pflanzen. Ganz abgesehen davon, dass ich meine Pflanzen mag und mich auch für ihr Wohlergehen verantwortlich fühle. Und für die ganzen Tiere, die im Boden leben ist die Feuchtigkeit auch enorm wichtig. Wenn ich weiterhin Regenwürmer & Konsorten als Helferlein haben will, dann brauchen die eben auch Wasser.
  • Fürs nächste Jahr plane ich Balkonkästen auf den Boden zu stellen, ein Rankgitter rein und dann bepflanzen. Am Besten mit etwas Essbarem 🙂 Also Mais, oder Bohnen, oder Erbsen, oder Gurke. Da gewinne ich gleich 3 mal: Schatten, Luftverbesserung durch Pflanzen und was zum Naschen. Ich bin schon fleißig am Schauen, ob ich so Kästen gebraucht kriege – oder jetzt im Ausverkauf im Baumarkt.

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Spruch der Woche: „Wenn jeder von uns einen kleinen Schritt wagt, kommt die ganze Welt einen großen Schritt weiter.“ Von Fred Grimm in „Shopping hilft die Welt verbessern“


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