Oh wie schön ist doch ein Kreisverkehr

Teil 2 von: Vielleicht reicht dir das eigene Handeln und Unterlassen nicht und du würdest gerne politischer agieren? Da biete ich dir in der nächsten Zeit ein paar Brief-Vorlagen an. Vielleicht sind ja Themen dabei, die dir eh am Herzen liegen.

Die Briefe sind von mir erstellt. Ich verzichte auf jegliches Copyright. Du kannst die Briefe also gerne kopieren, entsprechend abändern und abschicken. Vielleicht hast du ja Kontakt zu einer Zeitung und kannst die Briefe dort als offenen Brief abdrucken lassen? Vielleicht hast du auch schon die Verbindungen, da eine Art Bürgerbegehren zu starten und Unterschriften zu sammeln.

Weiter gehts mit Ampeln

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister/Landrat/Stadtplaner,

jetzt nach Corona soll die Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Und der Ruf wird immer lauter nach einer nachhaltigen, klimaverbessernden Förderung der Wirtschaft . Dazu ein Vorschlag:

Im Ort gibt es viele Kreuzungen mit Ampeln. Und wenn morgens und mittags Berufsverkehr ist, dann freu ich mich drüber und da sind sie sicher auch sinnvoll. An 20 Stunden des Tages käme ich aber problemlos und vor allem schneller über die Kreuzung, wenn ich nicht erst warten müsste, bis die Ampel mich bemerkt hat und mir grünes Licht gibt. An 20 von 24 Stunden des Tages bin ich nämlich alleine an der Kreuzung. Oder fast alleine. Kein Fußgänger, kein Radfahrer, kein Auto. 

Aber jetzt, da bremse ich (Feinstaub durch Bremse und Reifen, Lärm durch Bremse), steh dann mit laufendem Motor da und warte (zum Glück warte ich selten länger als 10 Sekunden) (Abgase, Lärm durch Musik und Motor) und dann fahre ich wieder los (Lärm, Abgase, Feinstaub durch Reifenabrieb). Und mehr Benzin brauche ich auch, mit allen Konsequenzen. Und ich habe ein kleines, leises, benzinsparendes Auto. Gibt ja auch Andere…

Darum bitte ich Sie, jetzt mit den Möglichkeiten der Förderung über Alternativen nachzudenken. Zum Beispiel:

  • Am schwächsten finde ich den grünen Pfeil. Bremsen muss ich dann trotzdem, aber nicht so oft warten. 
  • Besser wäre eine intelligente Ampelschaltung, die grundsätzlich alles auf grün hat und nur wenn ein Verkehrsteilnehmer kommt die anderen Spuren aus Rot schaltet. Letztendlich wie bei einer Fußgängerampel, nur dass die Anforderung durch eine Kamera erfolgt. Gibts.
  • Noch besser fände ich es, in Zeiten mit wenig Verkehr die Ampeln einfach auszuschalten. Rechts vor links. Kennen wir alle, können wir alle.
  • Aber am liebsten wäre mir ein Kreisverkehr. Warum? Ich muss meistens gar nicht bremsen. Ich komme, alles frei von links, der Rest geht mich nix an, ich fahre rein, ich fahre raus, ratzfatz, kein Bremsenquietschen, weniger Feinstaub, kein Rumgediesel von dem Auto vor mir, viel weniger Lärmbelästigung für die Anwohner, von der besseren Luft gar nicht zu reden. Die klassischen Ampel-Auffahrunfälle gäbe es auch nicht. Und in der Mitte wäre nicht Asphalt und Beton sondern eine schöne Fläche für heimische Pflanzen und sogar für ein Objekt, dass die Stadt symbolisiert. Zum Beispiel Colmar .Und Strom und Wartung braucht der Kreisverkehr auch nicht.

Und wenn Sie die bestehenden Kreuzungen nicht ändern wollen, wie wäre es bei den Planungen für neue Wohngebiete und Industriegebiete gleich an diese  Lösungen zu denken?

Bonustrack: Jugend macht sich stark

Spruch des Tages: „Reden über Probleme lässt die Probleme wachsen.
Reden über Lösungen lässt die Lösungen wachsen«

Steve de Shazer


 

politische Briefe

Vielleicht reicht dir das eigene Handeln und Unterlassen nicht und du würdest gerne politischer agieren? Da biete ich dir in der nächsten Zeit ein paar Brief-Vorlagen an. Vielleicht sind ja Themen dabei, die dir eh am Herzen liegen.

Die Briefe sind von mir erstellt. Ich verzichte auf jegliches Copyright. Du kannst die Briefe also gerne kopieren, entsprechend abändern und abschicken. Vielleicht hast du ja Kontakt zu einer Zeitung und kannst die Briefe dort als offenen Brief abdrucken lassen? Vielleicht hast du auch schon die Verbindungen, da eine Art Bürgerbegehren zu starten und Unterschriften zu sammeln.

Los gehts mit Wasser.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ob es einen Klimawandel gibt, ob der von uns Menschen verursacht wurde, darüber wird kräftig gestritten. Dass sich das Wetter ändert, darüber herrscht ziemlich Einigkeit. Gärtner können Ihnen das gerne bestätigen. Und vielleicht Ihre Stadtwerke mit Abwasser, Kläranlage und Wasserversorgung ebenfalls.

  • Es kommt immer häufiger vor, dass es sehr stark regnet. Und dass es dadurch zu Überschwemmungen kommt, die Leitungen und Klärwerke überlastet sind, der Überlauf direkt in die Flüsse und Bäche geschwemmt wird. Nicht schön.
  • Und ebenfalls werden die Zeiten immer häufiger, wo es lange nicht regnet. Wo viel Wasser benötigt wird, das sich zu wenig durch den Regen auffüllt.

Sicherlich fangen unsere Stadtwerke das Regenwasser der Dächer der Stadtverwaltungen und der öffentlichen Gebäude auf, um damit später die öffentlichen Grünanlagen zu bewässern. Das entlastet die Kanalisation und spart später Wasser.

Und viele Gärtner haben auch ein Regenfass und handeln ähnlich.

Aber all das reicht nicht.

Rechnen Sie doch mal durch, wieviel Dachfläche in unserer Gemeinde vorhanden ist. Oder fragen Sie die Stadtwerke,  die können Ihnen das ganz genau sagen. Viel Regen der auf all dieser Dächer fällt, könnte in Zisternen und Regentonnen geleitet werden. Bei Starkregen vermindern Sie dadurch die Belastung der Kanalisation. Und wenn es wieder trocken wird, dann kann all dieses Regenwasser die Gärten und Balkone bewässern. Eine echte win-win Situation.

Vielleicht hat unsere Gemeinde ja ein Budget um die Nachhaltigkeit zu fördern. Die Folgen des Klimawandels abzumildern. Und vielleicht können Sie ja damit den Bau und Erwerb von privaten Zisternen fördern. Den Erwerb von Regentonnen und Regendieben. Oder wenigstens die Bürger über diese Möglichkeiten informieren und zum Handeln anregen.

Wie gesagt, das hat viele Vorteile:

  • Sie entlasten die Kanalisation und die ganze Abwasserbehandlung bei Starkregen, weil zunächst mal viel Wasser in Zisternen und Regentonnen fließt.
  • Sie entlasten die Wasserwerke bei anhaltender Trockenheit.
  • Und Ihre Bürger freuen sich über die Förderung von Zisterne, Regenfass und Regendieb und über eine praktische Verwendung von Steuermitteln, die ihnen direkt zu Gute kommt. „Des is doch endlich mal was Gscheits! Da hat mer wenigstens mal was davon!“ wird man hier in Franken sagen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Bonustrack: Essbare Wildkräuter

Spruch der Woche: Lieber für jemanden sorgen als um jemanden sorgen. Bleib gesund und fröhlich.

Philosophie: Ins Handeln kommen

tierpark-033.jpgIst ja grad alles nicht ganz so lustig. Und da lieg ich dann schon mal auf der Couch und tu mir von Herzen leid.

Corona, Klimakrise, finanzielle Unsicherheit, Sorgen um die Freund*innen, vor allem, wenn ich schon länger nix mehr gehört oder gelesen habe.

Und diese Freund*innen fehlen mir wahnsinnig. Ich will sie treffen, in den Arm nehmen, ohne Maske und zwei Meter Abstand. Abbusseln. Zeit mit ihnen verbringen. Spazieren gehen, Essen gehen. Ach ja. Telefonieren reicht einfach nicht.

Fad wird mir auch so langsam, in Woche Sieben der Beschränkungen. Am Anfang dachte ich noch: Super, endlich hab ich Zeit all die Rezepte zu kochen, die ich schon lange ausprobieren will. All die Dinge zu Basteln, die hier schon lange auf mich warten (hab ich jetzt gemacht: Meine Weihnachtskarten sind fertig! Yeah!). Im Garten buddeln und doch ein wenig Ordnung reinbringen. Jeden Tag ein wenig Rumputzen. Dabei bin ich wirklich nicht der Welt beste Hausfrau und will es auch gar nicht sein.

Aber Tag für Tag fällt es mir schwerer mich zu motivieren. Und da lieg ich dann eben rum und tu mir selber Leid. Was mich noch von der Couch locken könnte ist natürlich die Schokolade. Oder Anderes zu essen. Oder im Net was zu bestellen. Also die alten Tröster: Konsum. Will ich aber nicht.

Und dann sag ich mir: Gretl, los, komm ins Handeln, ganz egal was du machst, fang einfach an. Steh auf, leg Musik auf, fang einfach an.

Und was soll ich sagen? Ja, es hilft, ich fang an zu handeln und meine Stimmung steigt. Ist ja auch so ein Tipp: Wenn du verzweifelst an der Situation, der Welt, deinem Umfeld, deinem Leben: Geh und räum dein Zimmer auf. Klingt zynisch, klingt doof – aber klappt. Und wenn dein Zimmer aufgeräumt ist: Geh raus und sammle Müll. Deine Nachbarschaft ist wie ein großes Zimmer. Und wahrscheinlich leider voll Müll: Kippen, Tempos, Bonbonpapierchen, Flaschen, schon faszinierend, was alles so schwer ist, dass mensch es nicht nach Hause tragen kann. 🙂

noch ein Tipp von Klaus Birk

Spruch des Tages, diesmal von Marc Aurel, dem alten Römer:
Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt! Suche von den Dingen, die du hast, die Besten aus und überlege dann, wie eifrig du nach ihnen suchen würdest, wenn du sie nicht hättest.

Nochmals Gartenfreuden: Jäten = Ernten

fruehlingsbote.jpg

Unser Garten ist recht klein, nur so ein Handtuch, vielleicht 20-25 m2.

Da ist ein Pfirsichbaum. Dieses Jahr hat leider der Frost die Blüten zerstört, es gibt also keine Pfirsiche. Schade.

Die Johannisbeeren blühen jetzt aber schön, die Erdbeeren kommen auch. Die Heidelbeere bekommt Blätter und die Stachelbeere habe ich erst letztes Jahr gesetzt, da habe ich noch wenig Erwartungen.

Dieses Jahr habe ich noch eine Physalis gepflanzt, mal sehen, ob das klappt.

Unter dem Pfirsichbaum ist die Kräuter und Salatecke. Da wächst es ziemlich wild: Rosmarin neben Schnittlauch und Ruccola. Pfefferminze neben Sauerampfer und Estragon. Thymian neben Bärlauch und Salat. Basilikum neben Kapuzinerkresse.

Überhaupt haben wir keine Beete im eigentlichen Sinn. Es wächst bei uns alles durcheinander. Es gibt nur eine grobe Zweiteilung. Rechts ist mehr das zum Essen und links sind die Blumen, fürs Auge.

Und dazwischen wachsen auch viele ungeliebte Kräuter, oder Pflanzen wachsen da, wo wir sie nicht haben wollen. Und da verbinde ich dann gerne Jäten und Ernten. Es gibt ungeliebte Kräuter, wie zum Beispiel den Giersch, der kommt in den Salat oder in die Suppe. Ebenso Löwenzahn und Brennnessel. Die Brennnessel nehme ich auch gerne als Dünger, ohne den Umweg der Jauche, einfach klein schneiden und um die Pflanzen legen, die ich gerade erst eingegraben habe. Das deckt den Boden ab und verhindert so ein schnelles Austrocknen. Und die ungeliebten Kräuter wie auch die Rückschnitte der Büsche machen sich oft gut in der Vase. So dauert der Rückschnitt zwar länger, aber hey, ist ja keine Arbeit, die ich möglichst schnell hinter mich bringen muss. Da sitzt mir kein Boss im Genick. Und viele Blüten, wie die vom Gänseblümchen sind essbar oder können getrocknet in den Haustee.

Eine Kompostecke haben wir nicht. Ich bin ein großer Fan von Direktkompost. Ich schneide vieles klein und lege es direkt aufs Beet. Zumindest über die Apfelschalen freut sich die Amsel riesig. Da haben die Regenwürmer keine Chance. Bananenschalen sollen auch ein super Dünger sein, voller Mineralien. Und so lange die ungeliebten Kräuter noch nicht blühen oder gar Samen gebildet haben lege ich sie auch einfach wieder dahin, wo ich sie gerade ausgerupft habe. Ausnahme ist das Gras und das Moos, das kommt in die Biotonne.

Da bei uns weder gespritzt noch gedüngt wird und von den Nachbarn auch nicht viel Gift über den Zaun weht können wir auch problemlos ernten.

Und durch die vielen ungeliebten Kräuter kommen auch die Bienen und Schmetterlinge auf ihre Kosten. Für mich gehören Tiere in einem Garten einfach dazu. Und wenn die Amsel dann im Herbst den Sanddorn erntet, ja mei. Ist halt so.

Natürlich haben wir Wasserstellen für Vögel und Insekten und auch Insektenhotels, die sind grad gut besucht.

Für uns ist dieser Garten ein Paradies.

Warum ist das ökologisch? Wenn wir Essen selbst erzeugen, oder auch die Blumen für die Vase bedeutet dies: Null Pestizide, kein Transport, wenig Verschwendung. Biologische Vielfalt ist auch möglich, wenn nicht der Ertrag im Vordergrund steht. Und Entspannung ohne Konsum oder weite Reise ist noch so ein Bonus.

Und schmecken tut’s uns auch.

BonustrackSeite des NABU zum Thema Elektroschrott

Spruch des Tages, passt zu Corona wie auch zur Klimakrise: „Am schwersten ist der zu wecken, der sich schlafend stellt.“

Bleib gesund und fröhlich

 

 

 

Gärtnerseife

Also gut, noch drei Wochen Kontaktsperre und wenig Freizeitangebot. Glücklich sind die, die einen Garten oder Balkon haben und voller Freude in der Erde buddeln. Oder den Zimmerdschungel pflegen.

blatt.jpg

Ich mach beides gerne, und „mit ohne“ Handschuhe, wie wir hier in Franken sagen. Und so sehen meine Hände dann auch schnell aus.

Zum Glück gibts Gärtnerseife. Und sogar in mehreren Versionen. Mit Salz und Öl. Mit Salz und Honig. Gibt bestimmt noch mehr Rezepte.
Und so geht meines:

Ein kleines Glas mit gut schließendem Deckel fülle ich zu Dreiviertel mit Zucker. Ganz normaler Rieselzucker. Und dann gebe ich tropfenweise (!) Spülmittel hinein und rühre um. Der Zucker soll feucht werden, aber sich nicht auflösen. Dann gibt das im Idealfall eine grobe Paste. Zuviel Spülmittel geht sehr schnell, also, sei bitte zögerlich.

Wenn du magst kannst du den Zucker vor dem Spülmittel noch ein wenig verschönern, mit:

  • gemahlenem Kardamom, oder
  • gemahlener Nelken, oder
  • einem ätherischen Öl (1 Tropfen)

Alles drei duftet ein wenig und desinfiziert auch ein bißchen.

Diese Gärtnerseife kommt dann auf die feuchte Haut und rubbelt die Hornhaut und die rauen Stellen schön weg. Klappt auch super mit der Hornhaut an den Ellenbogen. Ich nehm’s auch so gerne als Peeling.

Letztendlich wirken die Zuckerkörnchen hier wie Mikroplastik, sind aber kein Plastik und damit viel umweltverträglicher.

Von meiner französischen Freundin kommt der Tipp vor dem Buddeln die Fingernägel in feuchte Seife zu graben, dann löst sich später die Erde unter den Nägeln viel leichter.

Bonustrack: wenn du nach alternativen Produkten suchst, um ein wenig ökologischer zu werden

Kennt jemand Kochen mit der wunderbag oder ähnlichen Produkten ? Könnt ihr bitte einen Kommentar schreiben mit euren Erfahrungen? Ich denke über so ein Teil nach …

Spruch der Woche:
Mich sorgen ist ein sinnloser Dialog mit mir selbst über Dinge, die ich nicht ändern kann.
Also: bleibt gesund und fröhlich


 

 

 

 

Philosophie, die Zweite

anfangmaerz2006 (16).jpg

Dankbarkeit als Heilmittel gegen Frust und Unzufriedenheit wird alleweil gerne propagiert. Mir hilft sie sehr.

Sehr häufig übersehen wir das Naheliegende. Das was wir schon haben, das Selbstverständliche. Und fokussieren zu sehr auf das was uns (vermeintlich) noch fehlt zum Glück. Und wenns geht, dann erwerben wir das Fehlende und sind hinterher ganz schnell genauso unzufrieden wie vorher. Und wehe, es geht nicht!

Gerade jetzt, mit den ganzen Ausgangsbeschränkungen und der vielen Zeit sind viele frustriert, all die geplatzten Pläne. Mein Schwager hatte Ägypten und Tauchen gebucht, wir wollten ins Elsaß und mit dem neuen Motorrad die Vogesenpässe genießen, eine Kollegin hatte Ostern in New York auf dem Programm und die Liste ist endlos.

Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!Frust!

Und wieder locken die üblichen Trösterchen: online shopping, zocken, Schoki, Alkohol, Chips, Netflix. Fällt mir noch mehr ein, dir bestimmt auch. Und wie üblich geht davon der Frust nicht wirklich weg, kommt evtl. noch der Frust über das steigende Gewicht und den schwindenden Kontostand dazu.

Und da kann die Dankbarkeit helfen. Ich mach das so:

Wo immer ich grad bin mach ich die Augen kurz zu. Und wenn ich die wieder öffne, dann sehe ich meist sofort etwas, für das ich dankbar sein kann. Ich habs mal in der Badewanne gemacht und war gleich froh, dass da so eine schöne geflieste Wand war. Die hat nicht nur den Wind und den Regen draußen gelassen sondern auch die Blicke der Nachbarin. Und dass die Fliesen scheußlich waren, das hat mich dann gar nicht gestört. 🙂

Meist stell ich mir den handy-Wecker und suche ein paar Minuten lang gezielt Wesen und Dinge für die ich dankbar bin. Mann und Kater zum Beispiel. Die Spatzen vor dem Fenster. Die gemütliche Couch, auf der ich grad liege. Das schöne Bild, das der Markus gemalt hat. Die vielen Zimmerpflanzen. Die Bücherwand. Egal.

Du wirst sehen, es gibt so viel für das du dankbar sein kannst. Und du wirst sehen, nach ein paar Minuten fängst du an zu lächeln und es geht dir besser. Auch dieses Trösterchen hält nicht ewig, aber es macht wenigstens nicht dick und nicht arm.

Bonustrack:  Liste von Einrichtungen die Sachspenden nehmen

Spruch der Woche: Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall Recht behalten.
Henry Ford


 

Und was jetzt?

Corona machts möglich. Auf einmal haben wir viel Zeit. Und was machen wir jetzt damit?

Hier ein paar meiner Vorsätze. Bis jetzt habe ich kaum was davon verwirklicht, weil ich noch mit dem Organisieren des neuen Lebens beschäftigt war. Aber jetzt:

Ich will einiges lernen. Zum Beispiel welche Wildkräuter wir essen können und wie die schmecken. In unserem Garten lassen wir ja so einige ungeliebte Kräuter stehen. Zumindest mal bis sie überhand nehmen oder ich an diese Stelle eine andere Pflanze setzen will. (Da habe wir uns übrigens einen Vorrat zugelegt, Bellis, Primeln, Nelken, Rapunzeln. Ich hoffe das Lagerhaus hat noch lange auf, dann geh ich da immer wieder rein und hole Nachschub). Zu diesem Thema gibt es ganz viele Bücher.

51fspvtTfGL._SX340_BO1,204,203,200_

 

Das ist das Buch, das ich verwende:

Zur Zeit habe ich sehr viele Taubnesseln im Garten. Leider schmecken mir weder Blüte noch Blatt. Schmeckt ein wenig wie rote Beete. Und das ist so gar nicht meins.

 

51cmta3anVL._SX354_BO1,204,203,200_

Das andere, das ich lernen will ist, wie ich Drogerie-Produkte selber machen kann. Auch dafür habe ich ein Buch.

 

 

 

Und was ich auch will, das ist wieder mal durch die Räume gehen und mir überlegen, ob ich all das behalten will, was sich da so findet. Da kann bestimmt viel weg, ohne dass ich zu Marie Kondo werde. 🙂 Und was ich dann nicht mehr haben will, das versuche ich einzutauschen, zu verkaufen, zu spenden, zu verschenken. Oder zu verwandeln. Hier genieße ich sehr die Anregungen im blog von Astrid und Manfred Schlüter (https://schlueterhomedesign.com/author/astridmanfred/) Wegwerfen will ich nur wenig. Aber sicher, das eine oder andere wird in der Tonne landen.

Wie verbringst du jetzt die freie Zeit? Hilfst du Nachbarn die zuhause bleiben wollen beim Einkauf? Betreust Kinder die nicht in die Schule können? Netflix und chill? Endlich mal den Schreibtisch aufräumen? Ihr Kinderlein kommet realisieren?  Bitte hinterlasse einen Kommentar.

Bonustrack: Selbstversorgung auf dem Balkon

Spruch des Tages:
Wer nicht kann wie er will, muss wollen was er kann.

Bleib gesund und fröhlich