Veränderung ist eine Schnecke

Es ist heiß, viel zu heiß. Nicht nur bei uns sondern in der ganzen Welt. Die Veränderungen in Klima und Wetter sind nur mit großen Anstrengungen zu ignorieren. Machen trotzdem viele.

Es braucht dringend Veränderungen. Und eigentlich ist ja alles bekannt. Die Aufgabe sieht alleweil aber ziemlich groß aus. Und du weißt ja: Eine*r allein kann sowieso nix ändern 🙂

Wir sind aber viele. Ob es reicht? Keine Ahnung.

Was mir auffällt:

  • Es gibt mehr und besseres vegetarisches und veganes Essen. Wir kommen so langsam aus der Nische.
  • Auf der Autobahn und über Land und sogar in der Stadt fahren Autos langsamer, auch ohne Änderung der Straßenverkehrsordnung.
  • Mehr und mehr Häuser haben eine Wärmepumpe vor dem Haus.
  • Es gibt mehr E-Autos und Lademöglichkeiten.
  • Und was mir besonders gefällt: Second Hand boomt. Ob es der Nachbar ist, der mir die alten Magazine in den Briefkasten steckt oder die Nachbarin die immer wieder Kartons voller „Zeugs“ ins Sozialhaus fährt. Der Second Hand Kleiderhandel hebt ab.
  • Und ich selbst profitiere sehr vom secondhand Buchhandel. In beide Richtungen. Eigentlich ist diese Jahreszeit da wenig los. Erst nach den großen Ferien bis zum Weihnachtsgeld ging die Post ab. Da war oft Leere im Geldbeutel.
  • Das ist jetzt anders. Inflation und Kürzungen im Sozialbereich, eine schwächelnde Wirtschaft mit mehr Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, da müssen viele Leute den Gürtel enger schnallen. Und sie tun es. Lieber gutes Essen und alte Bücher. Lieber mal auf dem Flohmarkt all das verkauft, was eh keiner mehr nutzt.
  • Auch in den Nachbarschaften ändert sich vieles. Wenn der Garten zu viele Zucchini her gibt, oder Kirschen, dann wird das öfter über den Zaun gereicht. Ich freu mich schon auf die Feigen von G. Dafür kriegt sie von mir Marmelade.
  • Und auch Fahr-Einkaufsgemeinschaften nehmen zu. Spart Sprit und Zeit. Da wird vielleicht mal was gekauft/gebracht, was normalerweise nicht im Einkaufswagen landet. Aber hey! Neue Erfahrungen sind wertvoll.

Veränderung ist machbar, auch im Kleinen wirksam und jeder erste Schritt ist wichtig. Der zweite auch. Und die langsame Schnecke kommt erstaunlich weit, meinen Basilikum findet sie in der ersten Nacht. 🙂

Bonustrack1: Stadtbäume melden und schützen, eine Aktion des BUND

Bonustrack2: Nochmal Citizen Science: Diesmal der NABU und die Raupen

Spruch der Woche: Aus dem Internet: Wir machen es so gut wie wir können. Würden wir es besser können, würden wir es machen.

Gute Tage

Es gibt ja viele Wege zum Glück. Jeder Mensch, jede Katze, überhaupt jedes fühlende Wesen hat seine eigenen. Das finde ich schön. Ich mag Vielfalt und Abwechslung, schau mir auch gerne was von Anderen ab.

Nicht alle Wege will ich jedoch gehen. Unser Kater zum Beispiel. Er ist jetzt schon sehr alt, vielleicht 20 Jahre, ich fürchte, er weiß auch, dass seine Tage gezählt sind. Und ich habe das Gefühl, dass er seine „bucket list“ ab arbeitet. So hat er neulich die Hunde der Nachbarin verprügelt. Die bellen ihn immer an, das gefällt ihm nicht. Die Hunde hinter dem Zaun, der Kater auf dem Weg. Und vor ein paar Tagen hat er durch den Zaun durchgelangt und den großen Hund von G. eine übergezogen. 5 kg fauchendes rotes Wutbündel einen halben Meter über dem Boden im Gartentor hängend. Ich war so stolz auf ihn. Bin grundsätzlich gegen Gewalt. Selbstverteidigung war es auch nicht, er war ja in Sicherheit durch den Zaun. Aber dieser Mut! Alle Achtung. Ich hab mich dann später entschuldigt, den Hunden ist nix passiert. Und hab dabei erfahren, dass es nicht das erste Mal war. Er macht auch noch andere Sachen, die vielleicht ebenfalls auf seiner Wunschliste sind.

Was mich glücklich macht? Eine unvollständige Aufzählung:

  • Schöne Zeit mit netten Menschen verbringen.
    • Lecker essen.
    • Mit Freunden zusammen lecker essen. Noch besser: ein Picknick.
  • Sonnenschein, heute wieder mal. Yippie!
  • Im Garten buddeln, auch heute wieder mal. Ich hab Ableger von der Duftpelargonie Zitronella genommen. Deren Blätter vertreiben alle Arten von Stechmücken und die Ableger sind ein schönes Mitbringsel. Und Ableger vom Bogenhanf, der ist eine super Pflanze fürs Schlafzimmer, weil er auch nachts Sauerstoff produziert und die Luft reinigt.
  • Pflanzenvermehrung überhaupt.
  • 5 mal Obst am Tag essen, verschiedene Sorten. Hat heute nicht geklappt, aber am Wochenende.
  • Tauschgeschäfte. Gestern einen Eimer Kirschen von einer Freundin bekommen, gleich 4 Teile verschenkt, der Rest wird selbst gefuttert. Dafür kriege ich später Zwetschgen und Feigen und vielleicht Blutpflaumen.
    Die Freundin hat ein Glas Erdbeermarmelade dafür erhalten.
    Außerdem 7 große leere Schraubdeckelgläser an eine Bekannte, die kocht ein wie für eine Riesenfamilie. Zurück 1 Glas Quittengelee und 1 Glas Curry Zucchini.
    1 alter Bierkrug bepflanzt mit Sedum getauscht gegen 3 leere kleine Fläschlein, die brauch ich dann für den Pfefferminzsirup.
  • Und wenns Konsum sein soll: Pflanzen kaufen.

Was macht dich glücklich? Bitte schreib doch einen Kommentar.

Bonustrack 1: Wenn du dich (mehr) engagieren willst für eine bessere Zukunft und du suchst noch nach Ideen, schau doch mal hier. Fussabdruck verkleinern, Handabdruck vergrößern. https://www.handabdruck.eu

Bonustrack 2: Ein paar gibts ja noch und jetzt fliegen sie wieder. Wespen und Hornissen. Infos dazu bietet der NABU BW

Der Spruch der Woche ist von Augustinus: Liebe! Dann tu was du willst!