Nachträge und Nachfragen

Erstmal zwei Nachträge:

Kleine, alte, kranke Katze: Ich hatte ja von meinem Dilemma berichtet, von der kleinen Katze, die nur Fell und Knochen ist und auf der Straße lebt. Sie hat den Winter gut überstanden. Sie ist noch dünner geworden, wirkt aber munter, das Fell sieht viel besser aus. Woher ich das weiß? Sie hat vielleicht ein Heim in der Nachbarschaft gefunden. Die Nachbarin K. klingelte bei mir, weil wir doch auch eine Katze haben und fragte nach. Einschläfern? Katzenhilfe? Tierarzt? Welcher Tierarzt? Ich habe ihr dann ein wenig Equipment geliehen, bin mit zur Tierärztin gefahren und habe versprochen, mich an den Kosten zu beteiligen. Ich finde es wunderschön, dass es viele Menschen gibt, die sich um so eine kleine Katze sorgen und dem Impuls nachgeben, da zu helfen. Die Menschen sind manchmal besser als ihr Ruf. Wie wunderbar.

Obstwiese: Das ging viel schneller als erwartet und war auch viel billiger als befürchtet. Jetzt ist alles eingegraben, der Eidechsenhügel ist angelegt und den Erdwall für die Hummeln und Erdbienen und andere Krabbler habe ich angefangen. Als Nächstes stell ich noch eine Vogeltränke auf, vergrößere den Erdwall und da ich weiß, dass ich einen Nistkasten für Rotkehlchen zum Geburtstag bekomme, habe ich mir dafür auch schon einen Platz ausgeguckt. Tontöpfe werden noch mit Holzwolle gefüllt, für die Ohrzwicker, die sich dann hoffentlich auch über die Blattläuse hermachen. Und dann ist erstmal gut, bis die Wiese gesenst wird (manuell, wenn es irgendwie machbar ist) und ich dann hoffentlich schon ein paar Himbeeren ernten kann. Ach ja, ich werde noch ein paar Samen für Blümchen verstreuen, wenn es wieder wärmer wird. Gerade schneit es, da warte ich noch ein wenig ab. Wenn es mehr zu sehen gibt, dann poste ich mal ein paar Bilder.

Und das frage ich mich:

Warum wird so viel über halbwegs notwendige Autos geredet? Über Heizungen und Beleuchtung? Und nicht über komplett sinnlose Kohlendioxiderzeuger und Umweltvergifter wie Zigaretten? Die Kippen, die in Stadt und Land verteilt werden gefährden viele Bodenlebewesen und Fische, wenn sie in die Flüsse gelangen. Der Anbau von Tabak verbraucht viele Böden, die genauso gut Lebensmittel produzieren könnten. Von Wasser und Pestiziden gar nicht zu reden. Transport und Werbung. Alles für ein Produkt dass die Nutzer vermutlich sehr schädigt.

Warum werden hier noch immer Bäume gefällt? Und dann nicht wenigstens zu Brennholz verwendet, sondern einfach geschreddert und kompostiert? Die Bäume sind unsere beste Verteidigung. Sie binden Kohlendioxid, Staub, halten den Wind ab, erzeugen Sauerstoff, halten die Feuchtigkeit im Boden. Landschaften ohne Bäume werden sehr schnell zur Wüste. Über die Abholzung des Regenwaldes wird diskutiert, über das „Baumsterben“ entlang der Straßen nicht.

Vielleicht hast du da ja ein paar Antworten auf meine Fragen. Oder selber Fragen? Bitte schreibe einen Kommentar.

Bonustrack: Aktion „Raus aus dem Anti-Klima-Abkommen“ des Umweltinstituts München.

Der Spruch der Woche: Über kurz oder lang kann das nimmer so weitergehen, außer es dauert noch länger, dann kann man nur sagen, es braucht halt alles seine Zeit, und Zeit wär’s, dass es bald anders wird.
Karl Valentin

Die gute Nachricht: Die Vogelbegeisterung geht weiter und bricht alle Mitmachrekorde. Mehr als 450.000 Menschen nahmen bundesweit an der Wahl des Vogels des Jahres teil. Gewonnen hat das Rotkehlchen. Was mich sehr freut.


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