Nutzen statt besitzen

Das ist ja der neue Trend: Dinge nicht besitzen sondern nur nutzen.

Zum Beispiel Bücher oder CDs, falls du diese Dinge noch gerne in die Hand nimmst und nicht schon alles auf elektronisch umgestellt hast.

Dann kannst du in die nächste Bücherei gehen und dir das leihen, das du gerne konsumieren möchtest. Wenn die schlecht zu erreichen ist oder dir das Angebot nicht zusagt – bleibt dir dann doch nur der Kauf? Und danach das Aufbewahren? Oder  die Tonne? Oder Verschenken?

Nee, guck mal zu einem Tauschring wie  Tauschticket oder zu booklooker oder zu einem der vielen anderen Börsen für gebrauchte Waren. Klar ist das mit Aufwand verbunden, aber du sparst viel Geld und kriegst auch Dinge, die schon nicht mehr lieferbar sind. Bis jetzt habe ich da fast nur gute Erfahrungen gemacht, was ich erwerbe ist meistens in Ordnung, wenn ich was verkaufe krieg ich mein Geld. Unterm Strich eine feine Sache.

Und die Post freut sich auch 😉

Gewinn für die Umwelt: Vorhandene Dinge nutzen, selbst oder eben ein neuer Besitzer, spart wieder mal Resourcen. Dinge sollten wandern können statt nur im Regal zu verstauben.

Dein Gewinn: Du sparst Geld und es befreit auch irgendwie, das los zu lassen, was ich du nicht mehr verwenden willst.

Angeblich macht das auch schlank. Den Zusammenhang versteh ich zwar nicht wirklich, er ist aber wohl erforscht und erwiesen. Leute, die alles aufbewahren sind oft auch dick.

1 Punkt


 

Baden oder Duschen

Ich geb es ja zu. Ich bade lieber.

Für mich ist das Wellness, relaxen, und Gesundheit. Ich mags richtig heiß und habe damit den gleichen Gesundheitseffekt wie ein  Saunagang. (Und wenn du nicht in die Sauna darfst, naja, die Temperaturregelung ist in deiner Hand).

Duschen, das ist effizient, ratzfatz und super, wenn ich die Haare waschen will.

Also oeko darf ich meine Badefreunden aber kaum zugeben. So oft lese ich, dass Duschen soooo viel Wasser spart, im Vergleich zur Wanne. Mein lokaler Wasserversorger spricht von 4  Minuten, die ich duschen kann statt baden. Erscheint mir kurz, naja.

Meine Rechnung geht so:

Ich dusche und das Wasser ist weg. Ich bade und das Wasser bleibt in der Wanne, bis ich den Stöpsel ziehe.

Ich dusche und das warme Wasser ist fort und und heizt das Bad der Kanalratten – Ich bade und das Wasser gibt die Wärme langsam ab und heizt mir das Badezimmer.

Ich dusche und der gute Duft des Duschgels ist fort, wieder bei den Kanalratten – Ich bade und das Wasser parfümiert mir die halbe Wohnung.

Ich dusche und wie gesagt das Wasser ist fort – Ich bade und kann das Wasser noch für die Toilettenspülung nehmen. Diese Toilette wird nicht mehr verstopfen. Und der Kalk und der Urinstein werden schön gelöst. Oder um den Abfluß von Dusche und Waschbecken durchzuspülen. (Ich sage nur Wassersäule). So spare ich auch noch Reinigungschemie und Abflußbefreier.

Und, ganz ehrlich. Seid ich nicht mehr unter Tage arbeite bin ich auch nicht wirklich dreckig wenn ich in die Wanne steige.

Gewinn für die Umwelt: Letztendlich sparst du so Wasser und Chemie und Energie. Alles was du brauchst ist ein wenig Zeit.

Dein Gewinn: Ein gutes Gefühl, weniger blöde Putzarbeit

5 Punkte


 

macht Spaß

Dir ist kalt?

Statt die Heizung höher zu drehen, dreh die Musik an und tanze, als ob dir keiner zuschaut.

Spiel die air guitar

Sei ein Star

Gewinn für die Umwelt: du sparst Energie und Abgase

Dein Gewinn: gute Laune, ein paar Gramm weniger, du lernst vielleicht deine  Nachbarn kennen

5 Punkte

sauber und ordentlich


sauber und ordentlich, das sind für mich die gefährlichsten Wörter der deutschen Sprache.

Was wird nicht alles verbraucht und zerstört, nur damit was sauber ist und ordentlich. Und wie schön ist es in anderen Ländern, wo es malerisch und romatisch und unordentlich zugeht. Und wo wir über ein wenig Schmutz gerne hinweg sehen.

Aber daheim:

Da muss das Unkraut raus aus den Ritzen am Straßenrand, das Hemd muss gebügelt sein und das Auto gewaschen. Da wird die Natursteinmauer mit dem Dampfstrahler entnaturisiert und da werden alte Sachen weggeworfen – außer sie sind shabby shic.

Nur den Müll, die Getränkedosen, die Bonbonpapiere, die Zigarettenkippen, die gebrauchten Tempos und Kondome, die werfen wir gelassen in den Straßengraben.

Lass doch mal 5 gerade sein, putze diese Woche mal nix, räume die Wäsche ungebügelt in den Schrank oder lass dein Auto wie es ist.

Stattdessen kannst du mit deinem Lieblingswesen schmusen, schauen wie die Sonne untergeht, Freunde im Biergarten oder dem Café treffen, tanzen, Kuchen backen, basteln oder mir einen guten Tipp schicken, was ich noch hier publizieren soll 🙂

Und wenn du unbedingt was sauber machen willst, lese doch ein wenig Müll vom Straßengraben auf.

Gewinn für die Natur: weniger Resourcenverbrauch, weniger Putzgifte, weniger Wasserverbrauch.

Dein Gewinn: Entspannung, Gelassenheit, Kontakte

2 Punkte

nochmal die Krabbler


Insekten in der Wohnung mag ich nicht. Geb ich zu. Brr. Grabbelts mich.

Aber umbringen will ich sie auch nicht.

Darum:

1) fernhalten: Fliegengitter, Perlenvorhang, …

2 ) verjagen: Sprich, ich sammel die Viecher ein und trag sie nach draußen. Ein Glas drüber stülpen, Postkarte oder Ähnliches drunter schieben und dann nach draußen tragen. (Hab ich mal in einem Nobelrestaurant gemacht. Hat Mut gekostet, aber stell dir vor: Seit dem hab ich da Bonuspunkte und interessante Gespräche mit dem Serviceleiter).

3) umbringen tu ich nur Zecken. Ich ersäufe sie im Klo.

4) aber niemals: Gift, kein Spray, kein Fliegenpapier, kein Ameisenköder, kein Autan, kein nix. Ich vergifte mich doch nicht selber.

Gewinn für die Umwelt: Insekten sind ja scheint es gar nicht mehr so viele da. Dabei sind sie eine Basis der Nahrungskette. Klar gibt es lästige Viecher, Bremsen zum Beispiel, aber die meisten sind auch schön, wenn mensch genau hinschaut. Und wie gesagt: Sie sind das Futter für viele Tiere und bestäuben auch die Pflanzen.

Dein Gewinn: gutes Karma, helfen statt töten, mehr Blumen in deiner Umgebung und mehr Vögel

Jedes Mal 1 Punkt, bei einer Spinne: 10 Punkte oder 2 Heiligenscheine


 

Durst


Durst soll ja schlimmer als Heimweh sein. Und Durst zuhause ist besonders schlimm. Durst hast aber nicht nur du, sondern mehr und mehr auch Insekten und Vögel, Fledermäuse und andere Viecher. Und die sind hier auch zuhause.

Im Garten, auf der Terasse, auf dem Balkon und vielleicht nur auf dem Fensterbrett: Stell doch einen Untersetzer mit Wasser hin (auf dem Fensterbrett vielleicht kleben?). Leg ein paar Steine rein, dass die kleinen Tiere auch wieder rauskrabbeln können. Und dann genieße die Show. Spatzen und Meisen baden drin, Insekten trinken draus. Vielleicht kommt sogar Nachbars Katze? Oder Igel? Oder ganz was Exotisches?

Es muss noch nicht mal immer sauberes Wasser sein. Hauptsache es löscht den Durst.

Und im Garten verhindert so eine Tränke, dass dir die Insekten deine Früchte und Gemüse anknabbern. Das machen die oft auch nur aus Durst.

Gewinn für die Umwelt: Du hilfst, die Artenvielfalt zu erhalten, indem du Lebensräume schaffst. Gerade die Insekten werden ja rapide weniger.

Dein Gewinn: Gut fürs Karma

1 Punkt