Ist es das wert?

Diese Frage stelle ich mir in Bezug auf Corona immer öfter. Jemanden treffen, und wenn es zum Spazieren gehen ist. Nochmals in die Stadt um einzukaufen. Essen Take-out holen. Präsenz Arbeit, obwohl Homeoffice tageweise möglich wäre. Bei der Tafel helfen. Einen Ausflug in eine andere Gegend?

Bei der Tafel helfen: Ja, unbedingt. Da gibt es wenig Alternativen.

Aber nochmals einkaufen? Eigentlich habe ich alles zu Hause, was ich in der nächsten Zeit brauche.

Jemanden treffen? Ich telefoniere viel mehr als früher. Und geh nur mit dem Mann meines Herzens spazieren.

Präsenz Arbeit? Da bin ich noch unentschieden.

Faszinierend finde ich, dass ich mir solche Gedanken mache. Und wie sich diese Art Gedanken auf andere Bereiche des Lebens – und andere Risiken – ausdehnt.

Bei der Tafel helfen? Auf jeden Fall.

Nochmals einkaufen? Obwohl ich die Regale voll habe? Ist es nicht sinnvoller das Auto stehen zu lassen? Ich will das essen was da ist, schon um zu vermeiden, dass ich Essen wegwerfen muss. Überhaupt, nutzen was ich habe. Nur kaufen, was ersetzt oder aufgefüllt werden muss. Ist es wirklich sinnvoll, Dinge zu kaufen, nur weil sie interessant sind, neu, sie mir gefallen? Ist es die ökologischen Schäden wert, durch Rohstoffverbrauch, Energieeinsatz, Transport, Verpackung. Hm, oft genug nicht.

Freunde und Verwandte treffen? Ja, das ist mir wichtig. Ich bin ein soziales Wesen und will auch das Lächeln sehen.

Der Ausflug ist mir auch wichtig, mal was Anderes sehen, in meine Heimat fahren, die Neugier kitzeln und sättigen. Ökologisch nur schwer zu begründen. Ich weiß.

Ich bin nicht perfekt. Will es auch gar nicht sein. Gedanken machen, das ja. Mal so und mal so entscheiden. Das ja. Und die Konsequenzen meiner Handlungen möglichst vorab mit bedenken.

Wie machst du das? Entscheidest du dich wegen Corona anders als vor einem Jahr? Und wegen der Umwelt? Hast du neue Grenzen gezogen? Bitte schreibe einen Kommentar und bring uns auf deine Ideen.

Bonustrack: Noch eine Tauschbörse, diesmal mit Schwerpunkt auf Pflanzen. Super um Ableger weiter zu geben. Das werde ich bestimmt probieren, im Frühjahr.

Spruch der Woche: Das Gras wächst nicht schneller, wenn du dran ziehst.
Afrikanisches Sprichwort

Das habe ich nächste Woche vor: Wieder mal eine trenn-dich-challenge starten.


2 Kommentare zu „Ist es das wert?“

  1. „Wie machst Du das?“ Ganz anders. ABER: Ich bin 90 Jahre alt und behindert, da ändert sich Alles, oder doch nur wenig?Also: ich stehe so um 8.00 auf – je nach Bedarf – wasche mich oder dusche, ziehe mich an. Das dauert länger als früher. Dann richte ich mein Frühstück, Tee und Frischkornbrei mit geschnippeltem Obst, das dauert, weil die rechte Hand ungeschickt geworden ist. Frühstück und MAIN-POST lesen. Lüften, aufräumen und überlegen, was heute tun? Einkaufen? 1 mal die Woche. Mittagessen vorbereiten, Briefe schreiben, schauen, was an mails gekommen ist, zu Mittag essen, Mittagsschlaf, Kaffee trinken. Wenn das Wetter gut ist, mit dem Rollator ca. 1/2 Stunde spazieren gehen. Entweder das Hölzlein ‚rauf und runter, oder leere Falschen wegbringen, oder zum Briefkasten gehen. Immer in der Hoffnung, irgend jemandem Nettem zu begegnen. Bügeln, Briefe schreiben, Solitär spielen, vielleicht habe ich auch Kaffee-Besuch. Dazu backe ich zwischendurch Kuchen oder Plätzchen. Irgendwann wasche ich ab, stelle alles weg, ich liebe aufgeräumte Räume, besonders die Küche. Telefonieren tu ich ungern, weil ich Hörprobleme habe. Ich schreibe lieber Mails oder Briefe, zu Geburtstagen und Weihnachten auch Karten. Abends schaue ich die Nachrichten, danach Krimi oder Film. Leider erstehe ich trotz Kopfhörer höchstens die Hälfte. Synchronisierte Filme gehen gar nicht, weil die Mundbewegungen und die gesprochenen Worte oft nicht übereinstimmen. Beim Krimi weiß ich oft am Schluß nicht, warum der Tote umgebracht wurde, wie man dem Mörder auf die Schliche kam etc. Danach ruft die Heia, ein Buch daneben. gute Nacht! –
    Neue Sachen brauche ich selten, also muß ich nicht einkaufen,Besuchen kann ich niemanden, wie sollte ich dort hinkommen? Und trotz Corona bin ich zufrieden, fühle mich selten einsam, lebe in meinen Erinnerungen, übe mit meinen Schwachstellen und freue mich, daß es mir gut geht, ich liebe Freundinnen habe, die sich melden, kommen, kümmern! Für Gretl von M. F.

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