Philosophisches

Wie oft passiert dir dies? Du bist frustriert, müde, genervt, traurig, unzufrieden? Dein Leben ist nicht so wie du es möchtest? Deine Arbeit? Deine Familie und Freunde? Dein Körper? Deine Freizeit?

Wahrscheinlich doch recht häufig. Schon komisch, wir leben in einem reichen Land, haben fast alles was wir zum guten Leben brauchen. Wenig Katastrophen bedrohen uns. Ich sage gerne: Dieses Franken ist eine gesegnete Gegend. Keine Erdeben, keine Vulkane, wenig Unwetter, selten Hochwasser, friedlich, gutes Essen und Trinken. Viel Sicherheit. Viel Freizeit, schöne Feste. Sogar das Wetter ist gut, meistens. Andere kommen hierher um Urlaub zu machen. Fahrrad fahren und wandern und paddeln und Kultur genießen. Und wir? Wir sind unglücklich, unzufrieden.

Und was machen wir dann?

Erstmal ein Bier auf. Brauchen ein Stück Schoki. Gehen shoppen. Hocken vor der Glotze. Spielen am Computer. Rolladen runter und rauf auf die Couch.

Obwohl, das mit der Couch könnte der Anfang einer Lösung sein.

Jeden Tag mal fünfzehn Minuten gar nix machen, außer vielleicht die Katze streicheln. Nur sein. Auf der Couch liegen, vielleicht mit der Kuscheldecke. Gerne auch mit dem Kuschelmenschen. Schweigen. Nix lesen, kein Radio, kein TV, nix essen, nix planen. Einfach nur sein. Gar nicht so leicht. Meistens fällt mir dann ein, dass ich noch schnell ein Brot fürs Abendessen auftauen muss, oder die Wäsche in den Trockner schmeißen, oder jemanden anrufen, oder dieses dringende mail beantworten, oder die Blumen gießen. Und da ruhig liegen zu bleiben und mir zu sagen, dass das jetzt die paar Minuten noch warten kann, das ist schwer.

Aber hallo! Diese fünfzehn Minuten am Tag, nur für mich, das muss doch gehen, oder? Einfach nur zur Ruhe kommen, den Kopf wieder über die Füße bringen. Die Gedanken laufen lassen.

Und wenn ich mich danach frage, wie es mir geht, dann geht es mir meistens besser. Mich macht diese Pause ruhiger, gelassener. Danach lebe ich konzentrierter, fokussierter.

Probiers doch mal aus. Und ob du das dann Pause nennst, oder Meditation, oder ein Nickerchen, das ist egal. Schau doch mal, was es mit dir macht. Und vielleicht, vielleicht musst du dann erst mal nix konsumieren. Und dann ist das wieder ökologisch.

Und jetzt gieß ich die Blumen.

Bonustrack: Übersicht über ethische Geldverwaltung

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Von meinem Tankstellenwirt


 

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