Trenn dich mal Challenge

Minimalismus ist in. Tiny houses sind in. Downsizing ist in. Warum schaut es dann bei uns so voll aus?

Weil wir nur selten mitmachen.

Dabei sind wir in den letzten 4 Jahren zwei mal umgezogen. Die Chance haben wir genutzt und uns immer wieder überlegt: Pack ich das jetzt in den Karton? Oder kommt es weg. Und dennoch: Regale, Schränke, Keller, Kisten sind voll.

Und warum nicht? Frist doch kein Brot, haben wir früher gesagt. Heb es erst mal auf, du weißt ja nie…
Doch diese Gründe haben mich bewogen, doch mal eine Trenn-dich-challenge mitzumachen:

  • Der nächste Umzug kommt bestimmt. Und wenn es der Umzug ins Altenheim ist.
  • Wehe, wenn ich was suchen muss.
  • Abstauben und Hausputz.
  • Mehr Platz wäre schön, mehr optische Ruhe.
  • Dinge zu horten, die nicht genutzt werden ist Ressourcen-Verschwendung hoch drei. Hier steht es im Weg, jemand Anderes könnt es verwenden und kauft es neu.

Die Challenge geht so: 

Du trennst dich von ungenutzten, ungeliebten Dingen. Verkaufen, verschenken, eintauschen, spenden und wenn es gar nicht anders geht, eben wegwerfen. Am ersten Tag eine Sache, am zweiten Tag zwei, am dritten Tag drei, …, am siebten Tag sieben, am achten Tag sieben, am neunten Tag sechs, am zehnten Tag fünf, …, und am vierzehnten Tag wieder eine Sache.

Beispiele und Favoriten:

  • Kleiderschrank: Grenzwertige Klamotten sammle ich für den nächsten Urlaub. Dann noch einmal anziehen und dann werfe ich sie weg. Spart auch viel Waschen wenn ich wieder zuhause bin.
  • Platten, CDs, Filme, Bücherschrank: Über Tauschticket und booklooker habe ich schon viele Abnehmer gefunden.
  • Abos, Vereine, Versicherungen überprüfen und eventuell kündigen. Möglichst noch, bevor der nächste Jahresbeitrag abgebucht wird. 🙂 Warum ist das ökologisch? Weil Datenhaltung und -Auswertung viel Strom braucht. Und weil du dann mehr Geld in den Bioladen tragen kannst. 🙂
  • Die alten Kalender, die viel zu schade zum Wegwerfen waren: Vielleicht eignen sie sich als Geschenkverpackung.
  • Schuhe, Taschen, Schmuck, gute Kleidung, Schals und Tücher: Wie wäre es mit einem Stand beim nächsten Fashion Flohmarkt?
  • Wollreste, Stoffreste, Bastelkramreste, Spiele: Darüber freut sich eventuell der Kindergarten, das Altenheim, die Nachmittagsbetreuung. Oder du organisierst einen Bastelnachmittag mit deinen Freund*innen und brauchst das endlich auf.
  • Vielleicht ein paar Vorurteile und feste Meinungen? Alte Gewohnheiten? Probier doch mal was Neues aus. Der Mann in meinem Leben, der „völlig unmusikalisch ist und nicht tanzen kann“ ist jetzt ein begeisterter Square Dancer. Und Neues macht Lust auf Neues. Und Neues braucht Platz.

Was fällt dir noch ein? Ich freu mich auf deine Tipps.

Spruch des Tages: „Die mutigste Handlung ist immer noch selbst zu denken. Laut.“ Coco Chanel.

Bonustrack: auch irgendwie nachhaltig

Pro Entsorgung 2 Punkte


 

 

2 Kommentare zu „Trenn dich mal Challenge“

  1. Dinge zu horten, die nicht genutzt werden ist Ressourcen-Verschwendung, das ist wohl war. Mir fällt es schwer mir Dinge auszuleihen oder Dinge zu verleihen. Bei den ausgeliehenen Sachen habe ich Angst sie zu beschädigen. Verleihe ich Dinge, habe ich Befürchtungen in welchen Zustand ich sie zurück bekomme. Also horte ich zum Beispiel Werkzeug, auch wenn ich das nur alle 5 Jahre mal brauche. Naja, verbesserungswürdig ist das schon und ich hoffe mal, dass andere damit besser umgehen können als ich.
    Dieses Jahr in Dänemark haben wir am Straßenrand doch recht häufig so überdachte Regale oder Schränke gesehen. Darin liegen dann die unterschiedlichsten Waren zum Verkauf. Gemüse, Obst, Marmelade, Nüsse, etc. zusammen mit einer kleinen Kasse, bezahlt wird auf Vertrauensbasis. Diese Konzept scheint aufzugehen, in Deutschland seit Jahren mit einem ähnlichen Prinzip sind die „Blumen selber pflücken“ Felder erfolgreich.
    Wie wäre es mit einem Mitnehmregal? Wir packen da die Dinge rein, deren wir uns überdrüssig sind. Ob von der Marmelade, den ausgelesenen Büchern, CDs, dem Ernteüberschuss…Darüber ein Schild: Nimm mit und freu Dich dran!
    Hauptsache nicht in den Müll und ein Anderer kauft es in Neu.

    Liken

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