Darf ein bißchen mehr sein? Nein danke!

Dialog meiner Jugend in Nordbayern:
Ich: He Wirt, bring mir eine Halbe (= halbe Maß = 0,4 l Bier).
Wirt: Wart bis du durstig bist und dann bestell eine Maß!

Das gibts jetzt zum Glück nicht mehr. Aber vieles Andere scheint immer größer zu werden. Keine Angst, ich schreibe jetzt nicht von Autos oder Fernreisen. 🙂

Ist dir auch schon aufgefallen?

  • Pizza wird immer größer, ne kleine Pizza gibts schon gar nicht mehr, zumindest nicht hier.
  • Der normale Espresso wandelt sich gerade zum doppelten Espresso. Jetzt muss mensch einen kleinen Espresso bestellen wenn man die Größe von 2015 haben möchte. Das Gleiche gilt für Saft oder Schorle.
  • Es gibt hier in der Nähe einen Biergarten, da kann mensch 900 (!) g Steaks vom Grill bestellen.
  • Und eine Schnitzelkneipe, da ist das Schnitzel so groß, dass die Beilagen auf einem separaten Teller serviert werden.
  • Überhaupt werden Portionen immer größer, in Kantinen wie in Restaurants. Und da wir alle brav unseren Teller aufessen werden wir immer dicker. 😦
  • Aussage einer französischen Winzerin: Ihr Deutschen wollt immer nur den besten Wein. Drunter tut ihr’s nicht.
  • Und es gibt jede Menge Leute, die jetzt eine Winterjacke kaufen, die polartauglich ist und damit in deutschen Städten im Eiscafé sitzen. Draußen, unterm Heizpilz.

Und so weiter.

Stört das nur mich? Hast du auch Beispiele für diesen Größenwahn? Was können wir tun? Bitte schreibe mir deine Gedanken. Ich meckere wenigstens gelegentlich dagegen an.

Das Zitat des Tages kommt von Saphira, dem Drachen von Eragon:
Warum ist alles so schwierig?
Weil jeder essen will aber keiner will gegessen werden!

Bonustrack: Gute Nachrichten

Ich wünsche dir einen schönen Herbst.


 

2 Kommentare zu „Darf ein bißchen mehr sein? Nein danke!“

  1. Mir fällt da eine lustige Geschichte ein: Im Jahr 1939 war ich mit Vater, Mutter, Bruder an der Ostsee. Am Strand dort trafen wir zufällig unseren wohlbeleibten freundlichen Zahnarzt, der meiner Mutter erzählte, daß er gerade ein Schnitzel gegessen habe, „so groß wie ein Klosett-deckel“ und er machte die entsprechende Handbewegung. Meine prüde Mutti war schockiert, solche Sachen sagte „man“ in unserer Familie nicht! Aber später lachten wir doch darüber. Zu dem anderen : was ich nicht aufessen kann, nehme ich mit nach Hause, ungern, und das vielleicht 1 maal im Jahr. Ich gehe so selten aus…

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