Umdneknen :-)

Routine ist ja eigentlich was Feines. Ich muss mir nicht bei jeder meiner Handlungen Gedanken machen, wie das jetzt wieder geht. Atmen, laufen, Zähneputzen, der Weg zur Schule oder Arbeit, Einkaufen… Zum Glück geht da Vieles mit Autopilot.

Der Nachteil ist: obwohl ich schon viele Jahre einen eigenen Kopf habe, mache ich noch viel so, wie es meine Eltern gemacht haben – und die haben es von ihren Eltern gelernt. Nur dass sich in der Welt so einiges geändert hat, seit dieser Zeit. Meine Großeltern wurden um 1900 geboren.

Umdenken gelingt mir am Besten, wo meine eigene Faulheit mit entscheidet. Zum Beispiel beim Fensterputzen. Als ich Kind war, wurden alle 2 Wochen alle Fenster geputzt. Begeistert hat mich das nicht, aber: Was sollen denn die Nachbarn von uns denken. Meine Oma „in ihr klein Häuschen“ hatte aber viel weniger Fenster als ich jetzt und viel weniger Dinge davor stehen.

Dann las ich irgendwo, dass es Unglück bringt, die Fenster zu putzen zu einer Zeit, wo der Monatsname ein „r“ hat. Hab ich sofort geglaubt. Dann bleibt nur noch Mai, Juni, Juli und August. Yippie! So ein Aberglaube kann doch sehr befreiend sein. Jetzt reicht mir ein mal im Jahr. Hat sich noch kein Nachbar dazu geäußert… Und wenn meine Tante zu Besuch kommt, nehme ich ihr an der Türe die Brille ab.

Und noch so eine Routine ist der Mülleimer unter der Spüle, heutzutage ja vielleicht sogar unterteilt in Bio, Rest und Plastikmüll. Und jeder dieser Eimer kriegt passende Mülltüten dafür gekauft. Umgedacht habe ich, als ich mal weder Geld noch Platz für so einen Mülleimer hatte. Da habe ich 2 Nägel ins Regal gehauen und da eine Plastiktüte dran gehängt, die ich eh hatte: Die Tüte vom Katzenfutter, von den Tempos, vom Klopapier, von den Chips, vom Gemüse und Obst, vom Käse… Der Nachteil ist natürlich, dass das erstens nicht super doll ausschaut. Und dass zweitens diese Tüten viel kleiner sind und ich dann öfter damit zur Tonne muss. Aber ich will ja auch nicht warten, bis der Müll dann so weit evolviert ist, dass er Mama zu mir sagt. Und bei der aktuellen Recyclingquote habe ich da auch gar kein schlechtes Gewissen.

Wo hast du umgedacht, und dich von den Routinen deiner Vorfahren gelöst?

Jedes Umdenken, das die Umwelt entlastet: 25 Punkte

Bonustrack: noch mehr Kinder, von denen wir lernen können.


 

 

Ein Gedanke zu „Umdneknen :-)“

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