Wert

Mein Vater sagte gerne: Es ist erst dann leer, wenn nichts mehr raus kommt. Das wollte ich natürlich nicht hören. Ich wollte mit dem großen Löffel in die volle Puddingschüssel und nicht die Angefangene auskratzen. Aber er hatte Recht.

Und so wandert vieles in die Tonne, was man mit etwas Fantasie noch gut nutzen kann.

Beispiele:
Der Sud, in dem die Gurken eingelegt waren gibt einen super Essig für Salate ab.
Das Öl, in dem Gemüse eingelegt war ist eine gute Basis für Saucen.
Der Rest Marmelade wandert bei mir in den Salat (den mag ich gerne ein wenig fruchtig).
Der hart gewordene Käse wandert grob geraspelt ins Omelett.
Ein wenig Wasser holt aus Ketchupflaschen den Rest heraus für Suppen oder Saucen.
Das Löffelchen Suppe, Gemüse oder Sauce mit ein wenig Quark verrührt gibt einen super Brotaufstrich.
Und die eine Kartoffel gibt mit viel Butter und (!) und crème fraîche und (!) geriebenem Käse „Aligot“, das ist französicher Kartoffelbrei und sowas von oberlecker. Bei uns kommt dann noch etwas Knoblauch und Gewürze dazu. (Genaugenommen sind es 3 Teile Kartoffel, 1 Teil Butter, 1 Teil crème fraîche und 1 Teil geriebener Käse). Kannst du kalt oder warm essen.

Was machst du mit deinen Resten?

Und wie kriege ich die Reste von Erdnußbutter oder Nutella aus dem Glas, so dass ich die noch nutzen möchte?

Gewinn für die Umwelt: Weniger Müll, weniger Neuproduktion

Dein Gewinn: Extrem lecker essing, Spaß am Selbermachen, mehr Geld im Beutel

Jedes Mal 2 Punkte


 

3 Kommentare zu „Wert“

  1. Ich habe von meiner Mutter das „Rumfort-Kochen“ gelernt. „Liegt rum und muss fort!“ Das bedeutet, dass ich so einkaufe als würde ich Domino spielen. Sprich, eine Zutat, die ich für ein Gericht brauche, brauche ich auch für das nächste. So ergibt eins das andere. Ich brauche nur in den Kühlschrank zu sehen und kombiniere blitzschnell für meine Resteküche.

    Ich benutze viele Zutaten, die universell einsetzbar sind, wie getrocknete Tomaten, eingefrorene Frühlingszwiebeln, Eier, Käse, … Aus trockenem Brot kann man auch noch einen fruchtigen Apfel-Quark-Auflauf zubereiten.

    Manchmal bin ich erschrocken, was Andere so in die Biotonne werfen. Für mich ist das Obst und Gemüse, was ich oftmals darin sehe, noch knackfrisch! Eine kleine Stelle, ein bisschen Schrumpel, und schon geht das alles in die Tonne!

    Oder früher in WGs. Da wurden Shampoo- und Duschgelflaschen entsorgt mit bestimmt 10 % Restfüllung! Nix auf den Kopf stellen oder den letzten Rest mit Wasser rausholen. Traurig! Generell finde ich, dass die Meisten klotzen statt kleckern. Warum die ganze hohle Hand mit Shampoo und Duschgel füllen – ein Teelöffel voll reicht doch vollkommen! Und es muss auch nicht die ganze Zahnbürste mit einer Pastenwurst bestückt werden – ein Erbsengroßer Klecks reicht aus. Aber das zeigt die Werbung natürlich nicht.

    Übrigens werde ich dafür belächelt, Taschentücher und Kaugummis zweizuteilen. Aber ich finde, ein halbes Taschentuch reicht völlig für einmal Schnäuzen aus, und ein halbes Kaugummi für den frischen Geschmack 😉

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    1. Hallo Renate, vielen Dank für deinen Kommentar. Rumfort kenne ich auch von meiner Oma, genau so: liegt rum, muss fort, wie schön, dass du es auch so kennst. Jaja, unsere Omas…

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